Dienstag 14.09.21, 11:41 Uhr
Jüdische Märchen und Geschichten jenseits der Shoah

Schlamasel-Masel


Theater Traumbaum zeigt im Rahmen der Anne Frank Kultur Wochen 2021 am Sonntag, 19.09.2021 , 15.oo Uhr das Stück „Schlamasel-Masel“. Zielgruppe: ab 6 Jahre, Dauer: 55 Minuten + Nachbereitung
Eintritt: 5.- €, im Kultur Magazin, Lothringer Str. 36 c, 44805 Bochum

Das Theater schreibt: »Im „großen“ Theater kommen jüdische Menschen fast nur als Opfer, meisten als Opfer der Shoah vor. Nicht in diesem Stück, und das aus gutem Grund. Als  „Schlamasel-Masel“ produziert wurde, 2007, erlebte ein Schimpfwort eine traurige Renaissance. Plötzlich war „Du Jude“ wieder auf Schulhöfen als gängige Beleidigung zu hören, und das nicht nur vom Muslimen. Und jetzt, im Zuge von Corona, wird sogar das längst verstaubte Märchen von der jüdischen Weltverschwörung reanimiert.

Denn ewig Gestrigen fällt halt nicht viel Neues ein, dumpfe Zombies eben, keine wahren Golems. Aber als Theater kann man das trotzdem so nicht unwidersprochen stehen lassen. Wenn es immer noch unverbesserliche Erwachsene gibt, muß man halt früh genug ansetzen, um schon Kindern zu vermitteln, das Juden genauso Menschen sind wir Du und ich sind und dass das Judentum ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur ist. Also treibt das Theater Traumbaum den Teufel mit Belzebub aus und stellen dem ewigen antisemitischen Märchen jüdische Märchen entgegen. Aber nicht beschaulich als Märchenerzählstunde aus dem Ohrensessel heraus, sondern sehr lebendig als ein sehr unterhaltsames Purimspiel auch ohne Purim. Golde & Mottel müssen wie so oft mal wieder umziehen und da sie ihre neuen Nachbarn nicht mit Kuchen willkommen heißen können, nehmen
sie mit auf eine spannende, phantasievolle und charmante Reise in ihren
jüdischen Kosmos, seinen Traditionen & Träumen, Hoffnungen und Sorgen, ihrer
Musik, Lebensfreude und ihren gespielten Geschichten und Märchen. Und so werden sehr witzig und gewitzt die Grundtugenden jüdischen Lebens auf die Bühne gebracht: Zedaka, Zedek, Chochme, Seychel und Sei a Mentsch. ( Das T ist kein Tipfehler, sondern gehört dazu!)«
Link zum Stück und zur Kartenvorbestellung:

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