Sonntag 08.09.19, 20:33 Uhr
Zum Tag des offenen Denkmals:

Denk mal drüber nach…


Das Netzwerk »Stadt Für Alle« nahm den Tag des offenen Denkmals, heute am 8. September 2019, zum Anlass, zwei erhaltenswerten Gebäuden die »DENK MAL drüber nach-Plakette« zu verleihen. Die Plakette soll auf den drohenden Abriss dieser Gebäude aufmerksam machen und zum Nachdenken über eine Zukunft für diese identifikationstiftenden Bauwerke anregen. Besonders erfreulich ist nach Ansicht des Netzwerkes, dass auch das Thema zum Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr den jüngeren und von Wandel geprägten Bauten gewidmet ist: »Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur«.

Zusätzlich zu den Plaketten wurden jeweils Text-Tafeln mit Informationen zu den Bauwerken angebracht. Hier der Inhalt:

 


Musikschule

Die in den 50er Jahren errichtete Musikschule (ehemals Jacob-Mayer-Schule) ist ein überaus qualitätvolles Beispiel für die Architektur dieser Zeit. Im Zusammenspiel mit der umliegenden, ebenfalls in Klinker ausgeführten Bebauung, ist es stadtbildprägend. Lichte, einladende Innenräume, zahlreiche gut erhaltene Einbauten und Kunst am Bau von stadtgeschichtlicher Bedeutung sind Qualitäten, die sehr viele Bochumer*innen zu schätzen wissen. Die Stadt Bochum beabsichtigt, dieses Gebäude an einen privaten Investor zu verkaufen, der es optional auch abreißen kann. Denk mal drüber nach! Musikschule
Die in den 50er Jahren errichtete Musikschule (ehemals Jacob-Mayer-Schule) ist ein überaus qualitätvolles Beispiel für die Architektur dieser Zeit. Im Zusammenspiel mit der umliegenden, ebenfalls in Klinker ausgeführten Bebauung, ist es stadtbildprägend. Lichte, einladende Innenräume, zahlreiche gut erhaltene Einbauten und Kunst am Bau von stadtgeschichtlicher Bedeutung sind Qualitäten, die sehr viele Bochumer*innen zu schätzen wissen. Die Stadt Bochum beabsichtigt, dieses Gebäude an einen privaten Investor zu verkaufen, der es optional auch abreißen kann. Denk mal drüber nach!


Bildungs- und Verwaltungszentrum (BVZ)
Das BVZ, 1980 vom Architekturbüro Bahlo, Köhnke, Stosberg und Partner erbaut, ist als Volkshochschule und Stadtbücherei, als »Haus des Wissens«, in den letzten Jahrzehnten für viele Bochumer*innen von großer Bedeutung gewesen. Zusammen mit dem Rathaus ist es das Herzstück der Innenstadt, ein Gebäude für die Stadtgesellschaft, dessen Offenheit und Transparenz durch die für die Zeit typische Architektur unterstrichen wird. Die mehreckigen Grundrisse lassen sich flexibel nutzen und repräsentieren als Raumkonzept das Ideal einer hierarchiefreien Gesellschaft. Die Stadt Bochum hat entschieden, dieses Gebäude abreißen zu lassen. Denk mal drüber nach!

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