Sonntag 17.03.19, 16:38 Uhr

Die »Identitäre Bewegung« in Bochum

Das Antifa-Café Bochum lädt am Mittwoch, den 27. 3. um 19 Uhr im Sozialen Zentrum zu einer Informationsveranstaltung über die “Identitäre Bewegung” in Bochum ein: »Die “Identitäre Bewegung” (IB) konnte in den vergangenen Jahren durch spektakuläre Aktionen auf sich aufmerksam machen. Dabei stellte sie sich als eine junge, dynamische und moderne Jugendbewegung dar und konnte so junge Menschen für sich gewinnen. Auch in Bochum etablierte sich eine Ortsgruppe, die zumindest in der Lage gewesen ist, viele kleine Aktionen durchzuführen. Diese Selbstdarstellung konnte jedoch nur relativ kurze Zeit den extrem rechten und autoritären Charakter dieser angeblichen »Jugendbewegung« der »Neuen Rechten« verschleiern. Parallel entwickelte sich antifaschistischer Widerstand, der gegen die öffentlichen Raumnahmen der Identitären opponierte und mit einer zunehmenden Aufklärungsarbeit sank deren Aktionslevel erheblich. In der Konsequenz haben sich im Ruhrgebiet mittlerweile mehrere Ortsgruppen der IB zu der neuen Gruppe »Defend Ruhrgebiet« zusammengeschlossen.
Bei der Veranstaltung werden wir uns mit den aktuellen Entwicklungen der Identitären im Ruhrgebiet und speziell in Bochum beschäftigen. Zusätzlich werden die Netzwerke der IB beleuchtet und ihr menschenverachtendes Weltbild dargestellt. Nicht zuletzt sollen dabei Möglichkeiten antifaschistischer Gegenwehr mit dem Publikum diskutiert werden.«
Beginn um 19 Uhr, Der Tresen öffnet um ab 18:30 Uhr, die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, anschließend gibt es wie immer veganes Essen gegen Spende.

2 LeserInnenbriefe zu "Die »Identitäre Bewegung« in Bochum" vorhanden:

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17. Mrz. 2019, 17:03 Uhr

LeserInnenbrief von Los de Abajos:

” Parallel entwickelte sich antifaschistischer Widerstand, der gegen die öffentlichen Raumnahmen der Identitären opponierte und mit einer zunehmenden Aufklärungsarbeit sank deren Aktionslevel erheblich”

Das glaubt ihr wirklich?
Es gibt viele Gründe warum der ID unattraktiv und belanglos wurde – und das bundesweit. In Folge dessen auch in Bochum. Dazu kam das polizeiliche und gerichtliche Vorgehen gegen die ID. Und die direkten Aktionen. Von wegen Aufklärung allein. Quatsch mit Soße. Da spricht die “saubere” Zivilgesellschaft. Aber solche Narrative über die eigene Bedeutung ist ja Trend, nicht nur in Bochum – auch bundesweit.
Deswegen hier zwei Verweise auf ältere Leserbriefe auf Bo-Alternativ:

http://www.bo-alternativ.de/2018/04/04/infos-ueber-die-identitaere-bewegung/
Aufstand der „Erklärbären“

Dies ist nun die sechste Veranstaltung zu den so genannten „Identitären“ innerhalb eines Jahres in Bochum. Vom AStA der RUB, über die Evangelische Fachhochschule, von der Goldkante bis zum Sozialen Zentrum, fast jede/r der/die sich in Bochum berufen fühlt lud im letzten Jahr den einen mehr oder weniger prominenten Referenten von Micha Brumlik und Julian Bruns bis hin zu Nachwuchsakademikern ein, um sich die „Identitären“ als Spielart der so genannten „Neuen Rechte“ erklären zu lassen.
Nichts gegen Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen im Bereich Antifaschismus. Sie sind nötig – keine Frage. Aber diese Betriebssamkeit zu ein und demselben Thema, diese oftmals gleichlautenden Vorträge – Wie kommt es dazu?
Am Auftreten der „Identitären“ in Bochum kann es ja wohl kaum liegen. Das Aufkommen von IB-Aufklebern liegt weit unter dem Level dessen, was zu den Zeiten verschiedener Gruppierungen wie FAP, Volkswille, Nationalistische Front, NPD/JN, den Autonomen Nationalisten, etc.p.p. in Bochum in den letzten Jahrzehnten verklebt wurde. Und Aktionen? Welche bitte? Das Großtransparent an der Burg Blankenstein im September 2017. Eine Kleingruppe von Rechten hängt ein Transparent auf – so what? Zwei, drei verschämte Banner in der Peripherie Bochums. Und nun? Sind irgendwelche aggressiven Raumnahmen in Stadtteilen mit Pöbeleien, Beleidigungen und körperlichen Angriffen zu verzeichnen? Das wäre neu. Bilden sich an Schulen und Unis rechte Basisgruppen? Auch das wäre neu. Werden Veranstaltungen von IB-Aktivisten gestört, gesprengt, oder dergleichen? Gibt es überhaupt eine alltägliche Praxis der „Identitären“ in Bochum? Ach ja, da wäre dieser nationalistische Selbstdarsteller aus Bochum-Weitmar, der sein Gesicht gerne auf YouTube sieht. Das war`s dann aber auch schon.
Che fare? Wie immer: Hingehen, das rassistische Propagandazeug abreißen, die braunen Deppen beobachten, die ExponentInnen outen um ihren Einfluß zu minimieren, sie ansprechen diesen inhumanen, anti-demokratischen Dreck sein zu lassen – same produce at the last year James.

Jedes andere Problem mit Nazigruppierungen in Bochum der letzten Jahrzehnten, die Skinheadgruppen der 80er, die Anschläge und Überfälle der 90er, die terroristischen Bezüge klandestin arbeitender Bochumer Nazis, die rechtsradikalen Subkulturen, die aggressiven Raumnahmen mit schweren körperlichen Angriffen um das Jahr 2000, der Thor-Steinar Laden in Bochum-Ehrenfeld, der Ewers-Clan in Bochum-Langendreer, usw. usf. haben kaum ein solches Interesse wie die „Identitären“ hervorgebracht. Der Personenkreis der Aktiven und Interessierten, bei Aktionen, wie bei Veranstaltungen war damals mehr als überschaubar. Jetzt drängeln sich die Interessierten in Veranstaltungs- und Seminarräumen. Wie kommt das? Wozu dieser Aufriss? Woher kommt dieses gesteigerte Interesse an den Identitären in Bochum? Hat man nichts Besseres zu tuen in einer Stadt, wo es so gut wie keine offen auftretenden Nazistrukturen gibt?
Und in welchem Zusammenhang steht dieses Gehype um die „Identitären“ zur Aufmerksamkeit für andere Ativisten der extremen Rechten?

Der Versuch einer Klärung und eine Kritik

Im Kreis der sich zum Antifaschismus Berufenen ist man besorgt, um den proportionalen Anstieg der Antidemokraten und Rechten in den Parlamenten, den mobilisierbaren Anteil rechter Bevölkerung auf der Straße, sowie dem Anstieg deren gesellschaftlichen Einflusses. Zu Recht. Der eigene Einfluss auf die Gesellschaft scheint dagegen immer marginaler zu werden. Auch das stimmt. 70 Jahre Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland haben das Auftauchen der hässlichen Fratze des völkischen Nationalismus nicht verhindert, sondern lediglich vertagt. Die Erziehungs- und Bildungspolitik der BRD hat kläglich versagt.
Angesichts dieser Entwicklung scheint der Bochumer Kreis der sich zum Antifaschismus Berufenen geradezu traurig, dass ihnen die „Stiefel-Nazis“ abhanden gekommen sind. Diese leicht zu identifizierbaren Schlagetods mit ihrem asozialen Touch, die man in der Vergangenheit auf Grund demokratischer Grenzziehungen und gesellschaftlicher Tabus in die Schranken weisen konnte. Dafür glaubte man die passenden Diskursstränge und Aktionsformen in den letzten Jahrzehnten entwickelt zu haben. Und auch in den Medien und der Politik schienen gewisse demokratische Standards zu existieren.
Nun sitzt die „Alternative für Deutschland“ (AfD) als drittstärkste Partei im Bundestag. Die AfD ist in fast allen Landtagen vertreten, hat in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sogar über 20 % errungen und ist dort die zweitstärkste Partei. Die Gemengelage innerhalb der AfD zwischen anti-systemisch, sozial-darwinistisch, aggressiv-neoliberal, stumpf-rassistisch und national-völkisch, scheint sich immer mehr zum Letzteren hin zu verschieben.
Die Medien haben sich alles andere als eine souverän ausgerichtete demokratische und humanistische „vierte Macht im Staate“ erwiesen. Im Parlament agieren die Nicht-AfD-ParlamentarierInnen wie aufgeschreckte Hühner in einem Hühnerstall, wo ein Fuchs sein Lager aufgeschlagen hat. Und ein Teil der Bevölkerung beweist, dass er all zu gern bereit ist, alte Messer aus den 30er Jahren an der Bordsteinkante zu wetzen, wenn man ihn denn lässt. Den Großteil der Bevölkerung interessiert das Alles nicht. Sie sind damit beschäftigt sich mit den verschiedenen Miseren herum zu plagen, die ihnen die „demokratischen“ Parteien eingebrockt haben. Vor allem mit ihrem sozialen und materiellen Abstieg, an deren Installierung und/oder dem Wegschauen sich die einstigen Hoffnungsträger – SPD, Grüne und Gewerkschaften – aktiv beteiligt haben.

In Bochum hat bei den letzten Kommunalwahlen im Jahr 2014 die AfD 3,5 % (3 Abgeordnete), Pro NRW 1,3 % (1 Abgeordneter) und die NPD 0,9 % (1 Abgeordneter) der abgegebenen Stimmen bekommen – und somit 5 Abgeordnete im Stadtparlament erzielt. Zur Landtagswahl am 14. Mai 2017 erhielt die AfD 9,4 Prozent der abgegebenen Stimmen im Wahlkreis Bochum I, 6,8 Prozent der abgegebenen Stimmen im Wahlkreis Bochum II und 10,7 Prozent der abgegebenen Stimmen im Wahlkreis Bochum III/Herne II. Bei der Bundestagswahl am 24. September 2017 erhielt die AfD 9,8 Prozent der abgegebenen Stimmen im Wahlkreis Bochum I und 13,4 Prozent der abgegebenen Stimmen im Wahlkreis Bochum /Herne II . Somit ist davon auszugehen, dass die AfD bei den nächsten Kommunalwahlen in Bochum im Jahr 2020 weit mehr als 3,5 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten wird.
Ganz im Gegensatz zu den Veranstaltungen zu den „Identitären“ gibt es in Bochum keinerlei Veranstaltungen zur AfD. Seit dem Einzug in die kommunalen, landes- und bundesweiten parlamentarischen Gremien ist es bei Bochumer AntifaschistInnen still geworden um die AfD. Lediglich in Feuilletons großer Zeitungen schreiben dafür abgestellte Spezialisten und mehr oder weniger kompetente „Rechtsextremismus“- Experten über die AfD. Und lokal bedienen sich omnipotent gebende Lokalredakteure das Thema Rechtsentwicklung und AfD. Aber antifaschistische Veranstaltungen zur AfD in Bochum? Fehlanzeige. Ein Monitoring der AfD-Politik im Stadtrat (z.B. durch andere Ratsfraktionen), sowie deren Internetpräsenzen und Veranstaltungen findet nicht statt. Dokumentieren und Analysieren der Kommunalpolitik der AfD – Basisarbeit für Proteste und Interventionen – Fehlanzeige. Proteste gegen AfD-Veranstaltungen wie z.B mit Leyla Bilge im November 2016 bleiben aus. Eine wie auch immer geartete alltägliche, antifaschistische Praxis ist seit vier Jahren nicht in Bochum entwickelt worden. Um einer Normalisierung der AfD und der schleichenden Entdemokratisierung politischen Strukturen in der Stadt Bochum entgegenzuwirken, scheute man Arbeit, Zeit und Geld – mal ganz abgesehen von Interesse, Kreativität und Phantasie.

Um so dankbarer kann man sich anscheinend jetzt mit den „Identitären“ beschäftigen. Das Thema „Identitäre“ ist hip und man zeigt sich über die Veranstaltungen antifaschistisch aktiv. Da will jede/r mal. Das auf den Veranstaltungen davon die Rede sein wird, die „Identitären“ könnten Stichwortgeber und Ideenlieferant der AfD sein, macht das Ganze dann noch wichtiger und gruseliger. Warum eigentlich? Die AfD beschweigt man doch allenthalben und ist gegen sie inaktiv. Die Bochumer Veranstaltungen scheinen unter dem Motto zu stehen: Gefahr erkannt – Gefahr gebannt.

Wie gesagt: Nichts gegen Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen im Bereich Antifaschismus. Aber die hektische Betriebsamkeit mit Veranstaltungen über die in Bochum kaum vorhandenen „Identitären“ zu informieren steht konträr zu dem eklatantem Anwachsen der Leerstellen die der Bochumer Antifaschismus theoretisch und praktisch zu bieten hat.
Ganz abgesehen, dass man auch so Null fähig und Willens ist sich regional gegen Nazis zu engagieren – also Dortmund. Hier schließt man sich dem Niveau der Leuchtturmpolitik Dortmunder Antifaschisten an.

http://www.bo-alternativ.de/2018/04/08/dokumentation-identitaere-in-bochum/

Rechtsextremismus – unendliche Weiten

Rechtsextremismus – unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2018. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs RUB, dass mit seiner Besatzung unterwegs ist um neue Welten zu erforschen, neue Lebensformen und Zivilisationen. Die Akademiker dringen in Galaxien vor, die nie zuvor ein Student gesehen hat.

Kapitän Kirk: Computerlogbuch – Sternzeit 11042018, Sektor Bochum, alle Sensoren an die Computerbank, ich möchte das diese Daten gespeichert werden. Mister Spock haben wir Daten zu diesem Sektor?

Mr. Spock: Nein Kapitän, dieser Sektor ist so gut wie unerforscht. Es gibt gewisse Gerüchte über rechte Signale, aber sie wurden niemals aufgezeichnet.

Kapitän Kirk: Irgendetwas über rechte Lebensformen?

Mr. Spock: Nichts Spezifisches Kapitän, nur unwissenschaftliche Gerüchte. Mehr so etwas wie eine Raumlegende. Es soll sich dort eine Lebensform namens „Identitäre“ aufhalten. Ein amorphes Zwischenstadium rechter Gesinnungsformen. Wie gesagt unwissenschaftliche Gerüchte.

Kapitän Kirk: Das lass ich nicht gelten Mr. Spock. Das Oberkommando wünscht Ergebnisse. Die haben wir zu liefern. Denken Sie an unsere Einschaltquoten.

Mr. Spock: Ay, ay, Kapitän. Was soll ich tun? Wir haben keine Rechercheteams, unsere Sonden sind kaputt, die Aufzeichnungen sind unbeglaubigte Narrative einiger Eingeborener, alles Nicht-Akademiker – primitive Lebensformen wenn Sie mich fragen. Das Entsenden von Forschungsteams wäre zu aufwendig. Die sitzen gerade im Seminar und schrauben an Ihrer Karriere. Außerdem kennen sie Feldforschung nicht. Sie wissen die Mittelvergabe. …

Kapitän Kirk: Egal, unternehmen Sie etwas.

Scotty: Maschinenraum an Brücke. Hier Scotty. Ich habe soeben ein rechtes Exemplar dieser „Identitären“ hochgebeamt.

Kapitän Kirk: Gut gemacht Scotty. Aber wer hat Sie dazu angewiesen?

Scotty: Pille, als Doktor McCoy, meinte ich sollte mal auf Verdacht den Sektor Bochum scannen und rauf beamen was man da so findet.

Kapitän Kirk: Ich dachte der neue Scanner sei kaputt?

Scotty: Wir haben doch keinen Neuen. Ich hab das alte Modell genommen, das von der vorletzten Produktionseinheit.

Kapitän Kirk: Das meine ich doch.

Scotty: Ach so. Das hab ich repariert und neu angestrichen. Sieht jetzt aus wie das neue Modell. Also wenn mal jemand kontrollieren kommt, sind wir aus dem Schneider.

Kapitän Kirk: Gut gemacht Scotty. Und was habt Ihr jetzt hochgebeamt?

Scotty: Schwer zu sagen. Die Maschine scannt nicht gut. Alles war vernebelt, es gab da ein paar Signale einer marginalen Population. Wir haben einfach mal draufgehalten

Kapitän Kirk: Und?

Scotty: Ein Humanoid, männlich, weiß, um die 30 Jahre. So wie es riecht, hat es gerade seinen Darm entleert.

Kapitän Kirk: Weiter?

Scotty: Es stammelt vor sich hin. Er sei eine wichtige Person, man würde ihn von Youtube kennen. Der Rest ist unverständlich.

Kapitän Kirk: Mr. Spock, können Sie etwas mit den Sprachfetzen anfangen?

Mister Spock: Mmmmh, bei gewissen primitiven Lebensformen dient das terristische Filmforum YouTube zur Selbstdarstellung. Besonders unter Rechten, die sich für Alpha-Tierchen halten wird YouTube gerne zur Selbstdarstellung genutzt. Ähnlich wie bei den roten Sitzschwielen der Mantelpaviane.

Kapitän Kirk: Wie habe ich das zu verstehen?

Mister Spock: Sehr einfach. Bei einem Mantelpavian schwillt der rote Arsch – Entschuldigung die Sitzschwielen – bei sexueller Erregung, Streit in der Gruppe und bei Dominanzverhalten an. So ähnlich verhält es sich bei Rechten auf Youtube.

Kapitän Kirk: Scotty, befragen Sie das Exemplar nach Größe der Population seiner Gruppe, Ausbreitung, Aufbau, Aktivitäten, eventuell Bewaffnung, …. Ach Sie wissen schon.

Doktor McCoy: Dafür bringe ich ihn erst einmal auf die Krankenstation.

….

Scotty: Kapitän Kirk, das Exemplar stammelt was davon sie seien 300, Schild und Schwert der Nation, Weitmar-Thermophylen würde gehalten, usw.. Also wenn Sie mich Fragen Kapitän, der ist durch.

Kapitän Kirk: Schon gut Scotty.

Scotty: Außerdem stinkt er und die braune Soße läuft schon aus seiner Hose raus.

Kapitän Kirk: Ok. Pille, deine Meinung.

Doktor McCoy: Wissenswertes zur Population seiner Anhänger kann man ihm nicht entlocken. Er deliriert. Aber das scheint normal für ihn zu sein. Ich habe mir seine Auftritte auf YouTube angesehen. Da muss ein Seelenklempner ran. Da kann ich Nichts machen.

Kapitän Kirk: Mmmmh. Aber 300 klingt doch ganz gut.

Mister Spock: Wie bitte Kapitän?

Kapitän Kirk: Klotzen, nicht kleckern Mr. Scott.

Mister Spock: Ich verstehe nicht?

Kapitän Kirk: Spitzen Sie mal ihre vulkanischen Öhrchen. Sie werden jetzt in dem Bericht schreiben, das die Population besonders hoch und gefährlich ist.

Mister Spock: Kapitän. 300 ist eine Saga, ein Mythos aus dem alten Griechenland, den sich die Rechten zu eigen gemacht haben.

Kapitän Kirk: Das weiß ich doch. Dennoch schreiben Sie, dass die Population dieser „Identitären“ in Bochum besonders hoch sei.

Mister Spock: Aber dafür haben wir doch keine fundierten Daten und Werte. Wir sind Wissenschaftler, keine Märchenerzähler.
Wenn wir so handeln, erschaffen wir selbst einen Mythos, den die Rechten für sich nutzen werden.

Kapitän Kirk: Vulkanier können so etwas von nerven. Mr. Spock, peppen Sie das Ganze auf. Nehmen Sie alle Ereignisse die Jahre zurückliegen und komprimieren sie diese. Lassen sie Erkenntnisse zu Praktiken und Entwicklungen, Prozesse und Verläufe im Unklaren.

Mister Spock: Welche Erkenntnisse?

Kapitän Kirk: Mr. Spock nun stellen Sie sich nicht wieder so vulkanisch an. Seien Sie kreativ. Lassen Sie Phantasie walten.

Mister Spock: Phantasie?

Kapitän Kirk: Weiter. Wichtigkeit der Gruppe erzeugen Sie über eventuelle Auftritte auswärtiger Rechter in Bochum und darüber das sie das Ganze in ein großen Strauss Buntes aus dem Bundesgebiet einbinden. Dann noch etwas Uni-Bluff, also Links zu Mister Wichtig und Co.. Schon haben wir unseren Auftrag erfüllt, das Oberkommando ist zufrieden, die Finanzierung steht und die Beförderung winkt.

Mister Spock: Kapitän Kirk, das ist unwissenschaftlich und unseriös.

Kapitän Kirk: Mr. Spock, wer meinen Sie eigentlich bezahlt ihre vegane Kantinenmahlzeit?

Mister Spock: Schon gut, schon gut, ich schreib ja schon.


 

24. Mrz. 2019, 09:08 Uhr

LeserInnenbrief von Daniela:

Hallo Los de Abajos,

du scheinst Dich ja sehr mit Nazistrukturen auch inhaltlich auseinanderzusetzen und fundierte Kritik an der antifaschistischen Szene zu üben. Das finde ich gut. Diese scheint mir nur etwas umkonstruktiv. Denn dass antifaschistische Arbeit wichtig ist, da scheinen wir uns ja einig zu sein. Wenn Du die Themen des offenen Antifa Café verfolgst, hast du vielleicht gemerkt, dass man sich hier um viele verschiedene Themen bemüht und auch bemüht regionale und überregionale Themen zu verbinden, sowie auf aktuelle Geschehen einzugehen. Und das ohne das von Dir scheinbar vermutete Budget. Im Übrigen sind im Mai die Quartiersdemokraten aus Dortmund eingeladen, über ihre Sozialraumanalyse zu berichten. Natürlich kann man vieles besser machen, das wäre ja auch traurig, wenn nicht. Zu erwähnen ist, dass es nur ein kleiner Orgakreis ist, der diese vielen Veranstaltungen organisiert (in hektischer Betriebsamkeit, wie Du vermutest), fühl Dich also herzlich eingeladen mit zu diskutieren und gerne auch organisieren.


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