Die Schulen sollen ein neues Unterrichtsfach bekommen – „Gesunde Ernährung“, wenn es nach den Vorstellungen der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) geht. Die Gewerkschaft schreibt: »Schüler sollen im Unterricht mehr darüber erfahren, was in den Lebensmitteln ist. „Aber auch, was dahinter steckt: Wie die Tiefkühlpizza produziert wird. Welchen Nährwert Joghurt hat. Und wer mit welcher Technik Gummibärchen oder Schokolade herstellt“, sagt Hans-Jürgen Hufer. mehr…
Ilse Lenz, langjährige Professorin an der Ruhr-Uni hält im sozialwissenschaftlichen Kolloquium der RUB am Mittwoch, den 20.6. um 16:00 Uhr im HGC 50 einen Vortrag zu: „Feminismen und Geschlechterkonflikte in postkolonialen Welten“. Das Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW unterstützt die Veranstaltung und schreibt: »Ilse Lenz ist eine wichtige Impulsgeberin für die internationale Ausrichtung der Bochumer Geschlechterforschung. In ihrem Vortrag finden sich all jene Erkenntnisstränge, die sie seit langem sozial- und politikwissenschaftlich verfolgt und immer wieder neu miteinander verknüpft: Fragen nach Frauenbewegungen und feministischen Positionen im internationalen Vergleich, Fragen nach Geschlechterkonflikten und sozialem Wandel, Fragen nach Ökonomie, Geschlecht, Macht in der heutigen Globalisierung. Der Vortrag findet anlässlich einer Ehrung zum 70. Geburtstag von Professorin Dr. Ilse Lenz statt.«
Am Samstag, 23. Juni lädt die Linke Liste an der Ruhr-Uni zu einem Kneipenquiz in das Soziale Zentrum ein: »Jetzt ist euer Wissen an der Reihe. Wer von euch ist Experte zu Marx oder ist auf den Weg dahin? Die Linke Liste veranstaltet an ihrem Kneipenabend ein Quiz zu Marx und seinen Theorien. Es gibt sogar etwas zu gewinnen. Lasst euch überraschen und kommt vorbei.
Wie immer versorgen wir euch mit Cocktails, Pfeffi und veganem Essen.
Einlass ab 18 Uhr
Quiz ab 20 Uhr«
Das Kommunale Integrationszentrum und der Kinder- und Jugendring laden am Freitag, 29. Juni 2018 um 17.00 Uhr auf dem Sportplatz des BV Westfalia Bochum, Hofsteder Straße 99 zu einem Fußballkleinfeldturnier und einem Familienfest ein, „um Geflüchteten und Einheimischen die Möglichkeit zur Begegnung und zum Austausch zu geben und um die gegenseitige Akzeptanz zu fördern“: »Zum Fußballturnier eingeladen sind Vereine, Initiativen und alle weiteren Interessierten (Ü 18). Anmelden können sich bunte Teams mit 8 Spielerinnen und Spielern für die der Spaß im Vordergrund steht. Für gute Unterhaltung für Kinder und Jugendliche sorgen die Falken mit der Spielstraße und das VfL-Fanprojekt mit einer Schussgeschwindigkeits-Messanlage. Anmeldungen von Teams für das Fußballturnier bitte per Email an die Geschäftsstelle des Kinder- und Jugendrings: info@jugendring-bochum.de«
Die Bochumer Initiative „Nein zum neuen Polizeigesetz NRW!“ hat auf ihrem gestrigen Treffen beschlossen, sich einem Aufruf des landesweiten Bündnisses anzuschließen und führt am Samstag, den 23. Juni – wie in vielen anderen Städten – einen Aktionstag in der Innenstadt durch. Zwischen 12 und 15 Uhr wird es auf dem Bongard Boulevard zwischen Kortumstraße und Rathaus Aktionen und Informationsstände geben. Bereits am kommenden Samstag und Sonntag werden mehrere Tausend Flugblätter vor der Jahrhunderthalle an die BesucherInnen von „Ruhr-International“ verteilt. Mit dem Flugblatt wird über den unglaublichen Angriff auf die Grundrechte der Menschen in NRW informiert, den das geplante neue Polizeigesetz bedeutet und für eine Großdemonstration am 7. Juli in Düsseldorf mobilisiert. Die Initiative trifft sich am Dienstag, den 19. Juni um 19 Uhr im Sozialen Zentrum, um den Aktionstag am 23. Juni vorzubereiten. InteressentInnen und Gruppen, die noch mitmachen wollen, sind herzlich eingeladen.
Mittwoch 13.06.18, 20:39 Uhr
Der Gesundheitsminister kommt zur Gesundheitsministerkonferenz
Am 20. 6. demonstriert ver.di in Düsseldorf vor der Gesundheits-Ministerkonferenz und schreibt: »Menschen, pflegebedürftig oder krank, werden von Krankenhauskonzernen zur Ware gemacht und wie am Fließband behandelt. Wie viel Interesse multinationale Konzerne am Gesundheitsmarkt haben, zeigt deren deutliche Expansion und die fortschreitende Übernahme ehemals öffentlicher oder kirchlicher Krankenhäuser und Heime. Pflegekräfte arbeiten am Rand der Erschöpfung. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ sagt das Grundgesetz. Das finden wir im Pflegealltag nicht wieder. Weder für Pflegebedürftige oder Kranke noch für das Pflegepersonal. „Alles jammern hilft nichts. Es ist Zeit sich zu wehren“ so die Gewerkschaft ver.di weiter. Wir demonstrieren für verbindliche gesetzliche Personalvorgaben, denn von selbst verbessert sich nichts. mehr…
„Die Arbeitgeber in Bochum sollen den Internationalen Tag der Gebäudereinigung am 15. Juni nutzen, um ihren Beschäftigten konkrete Zusagen für faire Löhne und gegen Arbeitsverdichtung zu machen“ – das fordert die Bochumer Linksfraktion und schreibt: »Insbesondere sei auch die Stadt Bochum selbst in der Verantwortung. „Löhne rauf, Stress runter: Das muss das Ziel sein“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Bochumer Linken Ralf-D. Lange. „Die rund 3.300 Menschen, die in unserer Stadt im Gebäudereiniger-Handwerk arbeiten, haben das mehr als verdient!“ mehr…
Am Dienstag, dem 19. Juni lädt die Aktion Pro Afrika um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einem Vortrag von Gabriele Riedl ein: »Über 25 Jahre war Mali der „Musterknabe“ in Sachen Demokratie, Entwicklung, Gleichberechtigung. Es gab zwar immer mal Scharmützel mit der Ethnie der Tuareg im Norden des Landes, aber insgesamt herrschte eine gewisse Stabilität allerdings auf wirtschaftlich niedrigem Niveau. Seit dem Bombenangriff Englands und Frankreichs auf Libyen im Sommer 2011 sieht das ganz anders aus. Mali ist heute als „gescheiterter Staat“ deklariert und hat über 10.000 UN Soldaten im Land. Die ehemals französische Kolonie, in der Deutschland hohes Ansehen genießt (die DDR war der erste Staat, der Mali nach der Unabhängigkeit anerkannte), ist reich an Bodenschätzen und hat riesige fruchtbare Flächen entlang des Flusses Niger. mehr…
Mittwoch 13.06.18, 15:18 Uhr
Begegnungsräume als Aufforderung zu einer offenen Gesellschaft
Rund 50 Besucher*innen folgten am Samstag, den 9. Juni der Einladung des Netzwerks »Stadt für Alle« zum Gebäuderundgang durch die Bochumer Musikschule. Die initiative berichtet: »Der Architekt Vincent Forster führte die Gruppe durch das Haus und erläuterte, dass Architektur immer auch die Geschichte einer Idee erzählt. In den 50er Jahren, in denen die Schule gebaut wurde, entstanden die großzügigen hellen Begegnungsräume im Eingangsfoyer und in den Treppenhäusern als Aufforderung zu einer offenen Gesellschaft. Der Schrecken des deutschen Faschismus lag gerade ein Jahrzehnt zurück. Besonders das lichtdurchflutete Foyer, das geschwungene Treppenhaus sowie die warmen unaufdringlichen Farben darin, sind auch heute noch beeindruckende Merkmale für die Architekturqualität der 50er Jahre. mehr…
In der Marxismusreihe zum 200 Geburtstag von Karl Marx findet am Dienstag, den 19. Juni um 18.30 Uhr im Hörsaal GA20 der Ruhr-Uni ein Vortrag von Roswitha Scholz statt zum Thema „Kapitalismus und Geschlechterverhältnis“. In der Einladung heißt es: »Seit geraumer Zeit lässt sich eine Marx-Renaissance beobachten. Nach dem „cultural turn“ der letzten Jahrzehnte treten nun wieder – ob vielfältiger Krisenerscheinungen – „materielle“ Aspekte in den Vordergrund. Schon Mitte der Nuller-Jahre forderte Nancy Fraser auch im feministischen Kontext „Frauen denkt ökonomisch“. Dabei haben sich diverse Konzepte der Wertformanalyse mittlerweile fest etabliert. Jedoch gibt es kaum feministische Konzepte, die sich mit ihnen zu vermitteln versuchen und dabei gleichzeitig ihren androzentrisch-universalistischen Anspruch zurückweisen. mehr…
Am Freitag, den 15. Juni um 19.00 Uhr laden die Initiative „Langendreer / Werne gegen Nazis“ und der Bahnhof Langendreer zu einer Veranstaltung zum Thema „Medizin im Nationalsozialismus“ ein: »Mehr als 300 000 Zwangssterilisationen und mehr als 160 000 Morde im Rahmen der „Euthanasie“ Aktionen, begingen Ärzte und PflegerInnen während der Nazidiktatur; Ärzte entschieden an den Entladerampen der Konzentrationslager über Leben und Tod; bestialische Menschenversuche wurden in den Konzentrationslagern durchgeführt. mehr…
Bei einem Treffen im Sozialen Zentrum zum Widerstand gegen das geplante neue Polizeigesetz wurden eine Reihe von Aktivitäten beschlossen. Zunächst wird für die Informationsveranstaltung am kommenden Dienstag, den 12. 6. um 18 Uhr im Blue Square mobilisiert. VeranstalterInnen sind die Linke Liste an der RUB und das landesweite Bündnis „Nein zum neuen Polizeigesetz NRW“. Bündnis „Nein zum neuen Polizeigesetz NRW“. Am Mittwoch, den 13. 6. um 19.30 Uhr ist ein weiteres Organisationstreffen im Haus der Begegnung. Am Wochenende 16. und 17. Juni werden bei „Ruhr International – Fest der Kulturen“ an und in der Jahrhunderthalle Flugblätter und weitere Informationsmaterialien verteilt. Am Samstag, den 1. Juli wird mit Aktionen und Infoständen in der Innenstadt für die Großdemonstration am 7. Juli in Düsseldorf mobilisiert. Am 4. Juli wird im KinoEndstation der Film „Im inneren Kreis“ mit anschl. Diskussion über das geplante neue Polizeigesetz gezeigt.
Samstag 09.06.18, 11:24 Uhr
Dokumentarfilm über ein „widerständisches Nest“ in Salecina
Herbert Marcuse, Max Frisch und Theo Pinkus, 1976 in Salecina
Am Donnerstag, den 14.Juni zeigt die Bochumer Geschichtswerkstatt um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum den Film “Salecina- Von der Weltrevolution zur Alpenpension?“ Die Ankündigung: »1971 gründete der Zürcher Sozialist und Buchhändler Theo Pinkus zusammen mit seiner Frau Amalie Pinkus-de Sassi auf dem Malojapass das Begegnungszentrum Salecina. Es wurde zum soziokulturellen, politischen Mekka der linken Intelligenzia mit Gästen wie Max Frisch oder Herbert Marcuse. mehr…
Die Linksfraktion hat ihren neuen Newsletter veröffentlicht und schreibt: „Draußen tobte ein lautstarkes Gewitter mit Blitz und Donner, und auch im großen Ratssitzungssaal des Bochumer Rathauses war die Stimmung über weite Strecken ziemlich geladen. Grund zum Aufregen gab es jedenfalls genug auf der Ratssitzung am 7. Juni: Ein konservativ-neoliberaler Show-Antrag, fiese Unterstellungen gegenüber von Armut Betroffenen, und eine Mehrheit, die kein Problem damit hat, wenn Oberbürgermeister Thomas Eiskirch die Sitzungen der demokratischen Gremien zusammenkürzt. In diesem Newsletter berichten wir von all diesem Ungemach, aber beginnen trotzdem erstmal mit einer Nachricht, die uns freut: Wir begrüßen ein neues Mitglied in unserer Fraktion. Die Themen im Einzelnen: mehr…
Freitag 08.06.18, 15:41 Uhr
Informationsveranstaltung zu den Rodungen im Hambacher Forst
Am 15. Juni findet um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum eine Informationsveranstaltung zu den Rodungen im Hambacher Forst statt. In der Einladung heißt es: »Seit 2012 besetzen Leute im Hambacher Forst Bäume und leben dort. Sie werden bei Rodungen geräumt und strafrechtlich verfolgt. Ab Oktober 2018 gilt es, weitere Rodungen zu verhindern. Neben Unterstützung und Solidarität im Kampf gegen diesen Raubbau zu Gunsten der klimaschädlichsten Art der Energiegewinnung fordern sie dazu auf, mit ihnen im Wald zu leben. mehr…
Die Soziale Liste berichtet über die gestrige Ratssitzung: »In einer zum Teil hitzigen Ratssitzung wurden zahlreiche für die Entwicklung der Stadt wichtige Themen abgehandelt. In Riemke wird, angrenzend an das Kinder- und Jugendzentrum am Hausacker, eine Sport-, Bewegungs- und Freizeitfläche geschaffen. Die „aktive und Freiraum- und Bewegungsfläche“ soll über „alle Altersgrenzen“ die Attraktivität des Stadtteils erhöhen. Der Beschluss wurde einstimmig gefasst. Ebenfalls mit großer Mehrheit wurde für Grundschulen ein Entwicklungsplan beschlossen und ein „Toilettensanierungs-Programm Schulen von 2018 – 2021“ auf den Weg gebracht. mehr…
Im Rahmen der künstlerischen Bespielung des Campusgeländes der Ruhr-Universität vom 11. – 19. Juni durch den Masterstudiengang Public Art der Bauhaus Universität Weimar, wird es die Möglichkeit geben, den Campus auf experimentelle und brutale Art und Weise neu zu erleben. In der Ankündigung des Projektes heißt es: »Während dieser Zeit wird es möglich sein, sich über die Plattform airbnb in das Gelände „einzumieten“ bzw. eine Nacht dort zu verbringen. mehr…
Wolfgang vom Ubu schreibt: »Ich beobachte, dass 50 Meter weiter eine Mülltonne umgestürzt quer auf dem Gehweg liegt. Die Passanten müssen ausweichen , einen Bogen drum machen, hintereinander statt nebeneinander gehen. Ich guck mir das eine Weile an, dann gehe ich hin, richte die Mülltonne auf, sie ist überhaupt nicht schwer, und es ist wieder Platz auch für Kinderwagen. Ich sehe ein beleidigendes Graffiti auf der Scheibe meines Nachbarn, denke kurz nach , dann kratze ich die beleidigenden Teile mit meinem Schlüssel ab. Ich erzähle es dem Nachbarn später und werde wegen meiner Aktion kritisiert. „Wir hätten das gern fotografiert und Anzeige erstattet !“ Ich werde es aber wieder tun. Ich denke, dieser Nachbar nimmt seine eigene Person zu wichtig. Da gibt es noch viele weitere Beispiele …«
Unser Leser Simeon schreibt »Das große Ganze setzt sich bekanntlich aus vielen kleinen Dingen zusammen und auch kleine Sachverhalte können einen Trend aufzeigen. So wollen wir hier über einen kleinen Sachverhalt berichten, der sicherlich nur wenigen bekannt ist, aber um so mehr das Interesse vieler Menschen verdient. Wir wollen von einer Hakenkreuz-Schmiererei berichten, die mit SS-Rune verziert, die Parole „Judenschweine Raus“ trägt. Deutlich kann man diese antisemitische Schmiererei sehen, wenn man den Kopierladen verlässt, der sich unterhalb des ehemaligen Hotels an der Ecke Lohring/Wittener Straße befindet. mehr…
Das Netzwerk »Stadt für Alle« Bochum lädt am Samstag, den 9. Juni um 14:00 Uhr zu einem Rundgang durch die Musikschule ein: »Die Stadt Bochum will das Grundstück, auf dem die Musikschule steht, verkaufen. Bei einer Privatisierung besteht die Gefahr, dass das Gebäude abgerissen wird. Zusammen mit einem Architekten wollen wir beim Rundgang durch das Gebäude zeigen, dass die Schule nicht nur architektonisch wertvoll ist, sondern auch Potential für eine neue Nutzung hat. Welche Alternativen kann es jenseits von Privatisierung und Abriss es geben? Treffpunkt ist der Eingang der Musikschule am Westring 32.«
Anlässlich des 5. Todestags des französischen Antifaschisten Clément Méric fand am letzten Wochenende in Paris das „week-end antifasciste de lutte e hommage“ – „Antifaschistisches Wochenende des Kämpfens und Erinnerns“ statt. Der 18 jährige Student Clément Méric war am 5. Juni 2013 bei einer Auseinandersetzung mit rechten Skinheads im 9. Arrondissement von dem Nazi Estaban Morillo erschlagen worden. Die Tat ereignete sich an einem Mittwoch Nachmittag vor einem Bekleidungsgeschäft in der Rue de Caumartin – mitten in Paris. mehr…
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) berichtet: »Gestern hat die GEW Bochum auf ihrer Jahreshauptversammlung auf ein Jahr voller Aktivitäten zurück geblickt und für drei Jahre einen Vorstand gewählt. Personelle Veränderungen gab es kaum. Im Leitungsteam bestätigt wurden Daniela Lanz und Ulrich Kriegesmann. Für den ausgeschiedenen Jochen Bauer rückt Doris Stiller nach. Die Kasse führen weiterhin Karin Schiele / Jörg Proll und die Schriftführung obliegt Andreas Wittmann und Helle Timmermann. Aus den Reihen der Jungen GEW und der Studierenden wird der Vorstand durch Kenneth Rösen und Jakob Wedegärtner verstärkt und verjüngt. mehr…
Am Donnerstag, den 7. Juni finden an der Ruhr-Uni wieder der Alternativen Campus-Rundgang und die Alternative Semester-Stadt-Party statt. Los geht es um 18 Uhr mit dem Rundgang über das Uni-Gelände. Treffpunkt ist vor der Uni-Verwaltung. Ab 20 Uhr beginnt die Party vor dem Hörsaalgebäude GB (HGB). Es wird Musik, Essen und Getränke geben. Nicht nur Studies sind herzlich willkommen. Die OrganisatorInnen schreiben: »Wir haben Lust, mit Euch in einem unkommerziellen und selbstorganisierten Rahmen zu feiern. Hier habt Ihr die Möglichkeit, politische Gruppen der Uni, aus Bochum und Umgebung kennenzulernen, Euch zu vernetzen und auszutauschen. Lasst uns gemeinsam Freiräume erfeiern, ertanzen, erkämpfen – an der Uni und überall!«
Vor 25 Jahren kam es am 5. Juni 1993 in Hattingen zu einem Brandanschlag. In der Nacht wurden in dem Haus einer türkischen Familie mehrere Brandherde im Erdgeschoss gelegt. In dem Haus schliefen die türkische Mutter mit ihren Kindern. Ihr Mann arbeitete „auf Schicht“. Die Mutter schaffte es noch rechtzeitig mit ihren Kindern dem Brand zu entkommen. Der Brandanschlag geschah eine Woche nach dem tödlichen Brandanschlag in Solingen. Dementsprechend aufgeheizt war die Stimmung in NRW. Aber schon einige Tage später gaben die Ermittlungsbehörden zu erkennen, dass sie gegen die Opfer und nicht gegen mutmaßliche rechte Brandstifter ermittelten. Den Spuren nach Rechts wurde bewusst nicht nachgegangen, ein Ermittlungsverfahren gegen die türkische Mutter wurde eingeleitet und sie wurde vor Gericht gestellt. Vor dem Essener Gericht wurde die Mutter von ihrer angeblichen Schuld freigesprochen. Eine Verfolgung der wahren Täter fand nicht statt. mehr…
Der Bahnhof Langendreer organisiert am 16. und 17. Juni erneut Ruhr International und lädt ein: »Zum Tanzen, Lachen, Feiern, Spielen, Erzählen, Zuhören, Diskutieren, Mitmachen, Kennenlernen, Probieren, Verweilen und Genießen. Herausragende KünstlerInnen werden von nah und fern anreisen und jeweils ab 14 Uhr bei freiem Eintritt an und in der Jahrhunderthalle Bochum das Fest der Kulturen zu einem eindrucksvollen Ereignis für das Ruhrgebiet machen. mehr…
Montag 04.06.18, 20:12 Uhr
Erinnerung an das Bochumer Außenlager des KZ Buchenwald
Bisher wurden in Bochum Stolpersteine verlegt, um an einzelne Personen zu erinnern, die vom Naziregime umgebracht wurden oder aufgrund von Unterdrückungsmaßnahmen der Nazis umkamen. In diesem Jahr erinnert die VVN-BdA Bochum an das Außenlager des KZ Buchenwald (Foto), das auf Veranlassung des Bochumer Vereins von der SS auf dem Gelände des heutigen Umweltparks (Kohlenstraße/Am Umweltpark) geschaffen wurde. Eine Stolperschwelle soll an das Bochumer Lager erinnern. Die VVN-BdA bittet um Spenden für das Projekt. mehr…
Die CDU/FDP Landesregierung will in NRW das Polizeigesetz nach dem Vorbild des kürzlich in Bayern beschlossenen Gesetzes ändern. Danach kann die Polizei in NRW zukünftig z. B. Menschen ohne konkreten Verdacht durchsuchen oder sogar bis zu einen Monat in Gewahrsam nehmen. Das Prinzip der Unschuldsvermutung soll nicht mehr gelten. Es wird ein Tatbestand „drohende Gefahr“ konstruiert, der es erlaubt, elementare Freiheitsrechte auszuhebeln. Eine Fülle von weiteren Schnüffel- und Überwachungsmaßnahme soll legalisiert werden. Der Gesetzentwurf. Hiergegen formiert sich Widerstand. mehr…
DGB-Hochschulgruppe, Grüne & Alternative Studentinnen GRAS, Linke Liste an der Ruhr-Uni und die Initiative „200 Jahre Karl. Ein Denker besucht die Ruhr Universität“ veranstalten am morgigen Dienstag, den 5. Juni um 20.30 Uhr Open-Air-Kino auf der Grillwiese vor dem GB-Gebäude der RUB. Gezeigt wird der Film Der junge Karl Marx. Ab 16 Uhr wird auf der Wiese gegrillt und Cocktails werden kredenzt.
Im Arbeitsmarktreport der Bochumer Agentur für Arbeit wird für den Monat Mai angegeben, dass in Bochum 1.141 BewerberInnen für einen Ausbildungsplatz „unversorgt“ sind. In Bochum sind nur 1.825 Berufsausbildungsstellen gemeldet worden. Dem stehen 2.292 gemeldete BewerberInnen für eine Lehrstelle gegenüber. Noch dramatischer sieht es in Herne aus. Hier meldet die Agentur 723 gemeldete Ausbildungsplätze und 1.478 gemeldete BewerberInnen. Hiervon sind 700 „unversorgt“. Der öffentlich beklagte Fachkräfte-Mangel scheint die Ausbildungsbereitschaft der Firmen nicht zu erhöhen. Das Missverhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem „Ausbildungsmarkt“, so nennt die Agentur diesen Bereich, ist seit Jahren unverändert.
DIDF und das Antifaschistische Café laden am Mittwoch, dem 13. Juni um 19 Uhr im Sozialen Zentrum zu einer Veranstaltung ein zum Thema „Antidemokratische Entwicklungen in der Türkei – Wie Erdogan und türkische NationalistInnen für die vorgezogenen Neuwahlen auch international mobilisieren“: »Die von Präsident Erdogan auf den 24. Juni vorgezogenen Parlaments- und Präsidentenwahlen werden nicht nur das Leben von Millionen in der Türkei lebenden Menschen beeinflussen, sondern auch Auswirkungen auf das Zusammenleben in Deutschland haben. Demokratische Verhältnisse in der Türkei, Meinungs- und Pressefreiheit und Frieden in der Türkei werden sich positiv auf die Türkeistämmigen in Deutschland und Europa auswirken und werden das Zusammenleben hier nicht nur erleichtern, sondern auch wieder normalisieren. mehr…
Anlässlich des morgigen Internationalen Kindertages schreibt der Flüchtingsrat NRW: »Die Arbeits- und Beratungspraxis der Flüchtlingsräte zeichnen bundesweit ein klares Bild: Die Unterbringung von Kindern in großen Sammelunterkünften gefährden das Wohl der dort lebenden Kinder und verletzen elementare Rechte von Minderjährigen. Die Aufnahme von Kinderrechten in das Grundgesetz, wie es CDU/CSU und SPD in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben haben, ist zu begrüßen. Überzeugen kann der Ansatz allerdings nur, wenn dieser auch diskriminierungsfrei für alle Kinder gilt – unabhängig von Herkunft und Aufenthaltsstatus. mehr…
Das Haus der Begegnung, Alsenstr. 19a lädt am Freitag, den 8. Juni um 19 Uhr im zu einer Lesung mit Hartmut Haker ein: »Er liest aus seinen Büchern und Theaterstücken.Hartmut Haker, gebürtiger Schweriner, litt lange unter einer schizoaffektiven Störung, die ihn mehrmals in die Psychiatrie führte – dort schrieb er sein erstes autobiographisches Buch „Station 23 – Begegnungen in der Psychiatrie“. Weitere Bücher und Theaterstücke über den Umgang mit der Krankheit entstanden. Hartmut Haker will so auch anderen Betroffenen Mut machen. mehr…
Die Deutsch-Französische Gesellschaft lädt am 4. Juni um 19 Uhr in der Stadtbücherei zu einer Veranstaltung mit dem Journalisten Christian Wernicke ein mit dem Titel “ Ein Jahr Macron: Sonnenkönig im Land der Pessimisten?!“: Macron – der neue Held für viele Pro-Europäer, der Frankreich im Eiltempo reformieren will, aber der Widerstand wird stärker. Christian Wernicke, bis August 2017 politischer Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Paris, wird zum Pessimismus und der Europaskepsis der Franzosen Stellung nehmen. Auch wird er auf die von Macron geplanten Strukturen und auf die Auswirkungen eingehen, die Macrons mögliches Scheitern haben könnte.
Seit letzter Woche im Casablanca und ab Donnerstag im KinoEndstation läuft der Film „Der letzte Dalai Lama?“. Ungewöhnlich für den Bahnhof Langendreer und das KinoEndstation ist, wie unkritisch in der Ankündigung des Films über das spirituelle Oberhaupt der Tibeter geschrieben wird. Diese Ankündigung ist allerdings völlig zutreffend. Der Film verherrlicht die im Ost-West-Konflikt aufgebaute Figur und verschweigt die brutale Tradition, in der die Mönchsherrschaft in Tibet steht. Eine fundierte Kritik des Films ist in der ARD-Mediathek zu finden: „Der Dalai Lama und seine Fans im Westen„. Die Ankündigung der Kritik: „Die Weisheiten, die das spirituelle Oberhaupt der Tibeter gewohnheitsmäßig in wohlfeilen Traktaten verbreitet, sind ungefähr so tiefsinnig wie Diätratgeber in Frauenzeitschriften. Was ist da los?“
Die Soziale Liste hat eine neue Ausgabe ihrer Zeitung veröffentlicht. Berichtet wird über aktuelle kommunalpolitische Themen wie die Umgestaltung und Abrisspolitik in der Bochumer Innenstadt, die Wohnungspolitik und die Verkehrssituation in der Hans-Böckler-Straße. Einen inhaltlichen Schwerpunkt in der Zeitung bildet das Thema Armut und Hartz IV. Die Zeitung ist in gedruckter Form erhältlich unter Tel.: 910 – 1047 oder info@soziale-liste-bochum.de. Es gibt sie auch als PDF-Datei.