Im Rahmen der Aktionswoche von Seebrücke Bochum lädt das Netzwerk Afrique – Europe – Interact am Sonntag, den 25. November um 18:00 Uhr im Soziales Zentrum zu einer Veranstaltung mit Ibrahim Manzo Diallo ein: »Mit Alarme Phone Sahara stellt Ibrahim Manzo Diallo von der medico-Partnerorgansiation Alternative Espaces Citoyens ein Projekt vor, das zum Ziel hat, die Menschen, die in die Migration gehen oder flüchten müssen, dabei zu unterstützen, dass sie den gefährlichen Reiseweg durch die Wüste überleben. Außerdem möchte Alarme Phone Sahara dokumentieren, was auf den Sahel-Sahara-Routen passiert und welche menschenrechtlichen Konsequenzen die Politik der EU hat. mehr…
Die Naturfreunde Langendreer laden am Donnerstag, den 22. 11. um 19:30 Uhr zu einer Veranstaltung zum Thema „Öko-Stromanbieter – Wie wechseln wir?“ in ihr Zentrum, Alte Bahnhofstr. 175 ein: »Aufgrund der rigorosen Haltung der RWE gegen den Ausstieg aus der Kohleverstromung, der die Vernichtung des Hambacher Forstes und des Lebensraums der Menschen im Braunkohleabbaugebiet seit Jahrzehnten aus kurzfristigen, wirtschaftlichen Interessen in Kauf nahm und immer noch plant, ist es für uns Stromverbraucher interessant, darüber nachzudenken, RWE zur Rechenschaft zu ziehen. Denn das Geschäftsmodell von RWE ist ein Desaster: Der Energieriese setzt noch immer auf Atom und Kohle. mehr…
Im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus lädt das Junge Forum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Ruhr am Mittwoch, den 21. 11. um 18 Uhr im Hörsaalzentrum Ost 80 der Ruhr Uni zu einer Veranstaltung mit Vanessa Eisenhardt ein zum Thema „Erinnern ohne Zeitzeug*innen – erinnern mit Zweitzeug*innen: Eine Perspektive für die Erinnerungskultur?“: „Was kommt nach den Zeitzeugen?“, das fragte 2015 Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Zahlreiche Überlebende der Schoah brachten und bringen Kindern und Jugendlichen das damalige Geschehen auf emotionaler Ebene näher, wenn sie ihnen persönlich begegnen. Doch in absehbarer Zeit ist dies nicht mehr möglich. Ihre einzigartigen Geschichten müssen dennoch weitergetragen werden, nicht nur schriftlich in Büchern oder als Film, sondern in Form persönlicher Begegnungen. Dieser Aufgabe hat sich der Verein Heimsucher e.V. mit seinem didaktischen Konzept der »Zweitzeug*innenschaft« angenommen. mehr…
Die Initiative Seebrücke Bochum ruft am Samstag, den 24. 11. um 16 Uhr vor dem Bochumer Hauptbahnhof zu einer Mahnwache zum Gedenken der Toten an den europäischen Außengrenzen auf: »Am 25. 11. ist Totensonntag, ein Tag des Gedenkens für die Verstorbenen. Für dieses Wochenende ruft die Seebrücke in vielen Städten zum öffentlichen Gedenken an die Menschen auf, die an den europäischen Grenzen gestorben sind. 34.361 Menschen auf der Flucht sind seit 1993 in Folge der Abschottungspolitik gestorben – so hat es das Netzwerk „United for Intercultural Action“ dokumentiert. Sie haben Sicherheit und ein besseres Leben gesucht, doch sie fanden den Tod. Die größte Gruppe sind die Ertrunkenen im Mittelmeer. Und das Sterben geht weiter: Durch die Verweigerung sicherer Fluchtwege und durch Behinderung der freiwilligen Seenotrettung. Diese Tode wiegen besonders schwer, denn sie waren vermeidbar. Sie sind kein Unglück. Menschen, denen Hilfe bewusst verweigert wird, sterben nicht einfach, sie werden getötet. mehr…
Zu einem Informationsabend zum Thema „Von Bochum nach Lesbos“ lädt die Gruppe „Lesbos Support Bochum“ am 22.11. ein. Ab 19 Uhr wird im Falkenheim, Akademiestraße 69 mit Film und Vortrag über die aktuelle Situation informiert. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Diskussion und zum Klären eigener Einsatzmöglichkeiten. In der Ankündigung heißt es: »Berge von Rettungswesten, Trümmer von Holzbooten, weinende Kinder, für Rettung dankende Menschen – und Tote. Das sind Bilder von der griechischen Urlaubsinsel Lesbos im Jahr 2015. Damals war Lesbos Ziel Tausender verzweifelter fliehender Menschen. Ihre Not war Anlass für viele, zu helfen. Menschen aus aller Welt sind seit dem nach Lesbos gekommen, um sich zu engagieren, um Leben zu retten. mehr…
Im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus lädt der Fachschaftsrat Geschichte der Ruhr Uni am Dienstag, den 20. 11. um 18 Uhr im Hörsaalzentrum Ost 90 zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel „Rasse statt Religion“: Seit jeher sind Jüdinnen und Juden Bestandteil unserer Gesellschaft und haben sie in akademischer, künstlerischer sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht maßgeblich mitgestaltet. Formal wurden deutsche Juden 1891 durch das Gleichberechtigungsgesetz der Konfessionen emanzipiert. Trotzdem forcierten sich ab dem 19. Jahrhundert zunehmend juden-feindliches Gedankengut und Anfeindungen. Der Antisemitismus entwickelte sich zum Massenphänomen und einer Alltagserfahrung für Jüdinnen und Juden. Rasse statt Religion- die Diskriminierung jüdischer Individuen wurde zudem immer mehr von einem Standpunkt rassenbiologischer, statt religiöser Argumentation ausgeführt. mehr…
Am 6. Oktober haben in Bochum 5.500 Menschen demonstriert (Foto): Gegen das Sterben an den EU-Außengrenzen, für eine Entkriminalisierung der Seenotrettung – und ganz ausdrücklich auch dafür, dass die Stadt Bochum mehr Verantwortung in dieser humanitären Krise übernimmt. Jetzt geht es weiter: Am Donnerstag, den 29. November stehen die lokalen Seebrücke-Forderungen zur Abstimmung auf der Tagesordnung des Bochumer Rats. Für den Tag der Ratssitzung ruft das Bochumer Seebrücke-Bündnis zu einer Kundgebung auf. Im Vorfeld findet vom 21. bis 29. November eine lange „Seebrücke-Aktionswoche“ statt, an der sich viele Bochumer Vereine, Initiativen und Organisationen beteiligen. mehr…
Das „Bochumer „Bündnis gegen Rechts“ lädt am Donnerstag, den 22.11. um 18.00 Uhr bei ver.di, Universitätstrasse 76 zu einer Veranstaltung mit Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler ein, der Nebenklagevertreter im „NSU“-Prozess war und schreibt dazu: »Am 11.Juli 2018 endete nach über fünf Jahren Verhandlung der „NSU“-Prozess mit dem Urteil gegen die Hauptangeklagte Beate Tschäpe und vier weitere Angeklagte, die wegen Unterstützung des „NSU“ verurteilt wurden. Beate Tschäpe wurde verurteilt zu lebenslanger Haft, schuldig gesprochen des Mordes in zehn Fällen, die vier weiteren Angeklagten zu unterschiedlich langen Haftstrafen. Damit scheint die juristische Aufarbeitung der „NSU“-Morde und der von dem „Trio“ verübten Anschläge, Attentate und Banküberfälle abgeschlossen, die politische Aufarbeitung allerdings nicht. mehr…
Am Montag, den 19. November um 18.00 Uhr laden die Linke Liste und die Gruppe K im Raum GA 03/49 an der Ruhr Uni zu eine Veranstaltung ein mit dem Titel „Energiepolitik und der Hambacher Forst“: »Deutschland stellt sich gern als Vorreiter-Nation in Sachen Klima- und Naturschutz dar. Die Auseinandersetzungen um den Braunkohletagebau und den Hambacher Forst zeigen allerdings, dass das so nicht stimmen kann. Kapitalistischen Staaten kommt es auf die Erzeugung billiger Energie als Mittel des nationalen Wirtschaftswachstums an. Das steht in vielen Fällen im Gegensatz zu ihren Behauptungen, dass sie zuallererst die Gesundheit ihrer Bürger und die Umwelt schützen. Wir wollen der grundsätzlichen Logik von staatlicher Energiepolitik auf den Grund gehen und daher fragen wir nach dem Verhältnis von kapitalistischem Geschäft und Energiepolitik. Vor diesem Hintergrund wollen wir auf die Ereignisse im Hambacher Forst schauen und besprechen, welche Interessen sich dabei gegenüber stehen.«
Am Sonntag, dem 18. November, findet anlässlich des Volkstrauertages die Gedenkveranstaltung der Stadt Bochum mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt. Der Geschichts-Leistungskurs der Oberstufe von Goethe- und Hildegardis-Schule gestaltet die Gedenkveranstaltung und schreibt auf seiner Webseite: „Zu diesem Anlass versammeln wir uns um 15 Uhr in der Aula der Goethe-Schule, um dort eine Rede über die in Bochum gestorbenen Zwangsarbeiter zu halten, von denen 307 auf einem Gräberfeld (Foto) in Bochum beigesetzt wurden. Anschließend begeben wir uns zu diesem Gräberfeld auf dem Blumenfriedhof, um dort Infos über Einzelschicksale der Fremdarbeiter zu erhalten. Das Grab ist ungepflegt und wirkt verwahrlost. Unser Ziel ist es, diesen Toten eine ehrwürdige Grabstätte zu errichten und einen Gedenkort zu schaffen.“ mehr…
„Ohne vorherige Beratung im Bochumer Rat oder in den Ausschüssen hat die Stadtverwaltung einen Vertrag abgeschlossen, durch den Straßenlaternen mit einer umfassenden Datensammel-Technologie ausgestattet werden“, kritisiert die Linksfraktion. Das sei durch Nachfragen des Linken Ratsmitglieds Horst Hohmeier auf der Sitzung der Bezirksvertretung Mitte bekannt geworden. „Der Vertragsabschluss ohne vorherige Beratung verletzt Grundsätze der kommunalen Willensbildung und Mitbestimmung“, kritisiert Hohmeier. Weiter heißt es in der Mitteilung der Linksfraktion: »Es geht um ein Pilotprojekt der Stadt, der Stadtwerke und der Firma Innogy SE. Für zunächst einen Zeitraum von zwei Jahren sollen bestehende Straßenlaternen eine Sensorik erhalten, die unter anderem „Bewegungsströme“, also „Anzahl und Richtung von Passanten“ erfassen kann, wie es in einer Mitteilung der Verwaltung heißt. mehr…
Donnerstag 15.11.18, 11:47 Uhr
Bochum: Deins, meins, unsers? Innenstadt gemeinsam gestalten!
Das Netzwerk »Stadt für Alle« bittet darum alle ausgefüllten Unterschriftenlisten, die im Rahmen der Kampagne »Bochum: Deins, meins, unsers? Innenstadt gemeinsam gestalten!« gesammelt wurden, abschließend an das Netzwerk zu übergeben. Die Unterschriftenlisten können postalisch oder persönlich unter folgender Adresse übergeben werden: Offene Stadtversammlung, c/o Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend e. V., Brückstraße 58, 44787 Bochum. Die Unterschriften-Kampagne war im August 2018 gestartet und endet am 15. November 2018. Noch Ende November soll das Ergebnis bekannt gegeben werden.
Vereinbart ein Vermieter beim Verkauf eines Hauses mit dem Käufer ein lebenslanges Wohnrecht für die Mieter, so handelt es sich um einen „Vertrag zugunsten Dritter“, der den Mietern eigene Rechte gegenüber dem Käufer als neuem Vermieter einräumt und insbesondere eine von diesem ausgesprochene Kündigung ausschließt. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe heute in 3. und letzter Instanz in einem Fall aus Bochum entschieden. Ein Gerther Ehepaar, dem trotzdem gekündigt wurde, kann damit endgültig wohnen bleiben. mehr…
Mittwoch 14.11.18, 13:19 Uhr
SchülerInnen der Erich Kästner-Schule zur Reichspogromnacht:
Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Schule erinnerten am 9. November 2018 auf der zentralen Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht am Dr.-Ruer-Platz an die Geschehnisse damals in Nazi-Deutschland. Es war beeindruckend, wie die Theater AK der Schule das Thema aufbereitet hat. Faschistische Positionen wurden demokratischen Werten gegenübergestellt, Popmusik konstrastierte rassistische Einstellungen, gegensätzliche Modelle skizzierten, wie unsere Gesellschaft am 100. Jahrestag der Reichspogromnacht aussehen könnte. Ohne die Musikbeiträge verliert die Darstellung an Eindringlichkeit. Es lohnt trotzdem die Texte der Vorstellung zu lesen. mehr…
Die rund 7.700 Betriebe in Bochum müssen nur äußerst selten mit einer Arbeitszeit-Kontrolle der Behörden rechnen. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und schreibt: »Nach NGG-Angaben führte die Arbeitsschutzverwaltung Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr landesweit lediglich 1.955 Kontrollen zur Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes durch. Dabei deckten die Beamten 1.621 Verstöße auf. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Prüfungen um sieben Prozent zurück. Dies ergibt sich aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Linken, Susanne Ferschl. Das Schreiben liegt der Gewerkschaft vor. mehr…
Die Bundeswehr war wie selbstverständlich dabei, als heute an der Bochumer Hochschule Karrieremöglichkeiten in verschiedenen Firmen vorgestellt wurden. Der Oberbürgermeister Thomas Eiskirch fungierte als Schirmherr dieses “Career-Dayâ€. Vor den Eingängen verteilte das Friedensplenum ein Flugblatt gegen das “Werben fürs Sterbenâ€. Die Studentinnen und Studenten zeigten viel Interesse daran. Ganz anders reagierte der Herr, der sich auf Nachfrage als Norbert Dohms, Dezernent der Hochschule, vorstellte. Er wies das Friedensplenum kurzerhand vom Gelände. Die Bundeswehr sei eine öffentliche Einrichtung, die eingeladen sei und er könne nicht dulden, dass (draußen) Flugblätter gegen sie verteilt würden. Mahnungen gegen Krieg und Gewalt erschienen dem Leiter des Dezernats “Kommunikation, Innovation, Transfer†offensichtlich als unberechtigt. Wenig kommunikativ, wenig tolerant, wenig demokratisch gebrauchte er einfach seine Macht. Es schien sein Gewissen nicht zu belasten, dass seine Studentinnen und Studenten als Kanonenfutter oder als Steuerpersonal für Panzer und Drohnen angeworben werden.
Die Beratungsstelle für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Menschen des Vereins Rosa Strippe lädt zu zwei Kooperationsveranstaltungen für ältere Menschen ein. Kooperationspartnerin ist das Frieda-Nickel Seniorenzentrum in Bochum-Langendreer. Damit erweitert der Verein seine kommunale Zusammenarbeit mit Einrichtungen für Seniorinnen und Senioren und schreibt: »Auftakt ist am Montag, dem 19. 11. um 15.30 Uhr mit dem Dokumentarfilm „Endlich so leben, wie ich will“. Ort der Aufführung ist das Frieda-Nickel-Seniorenzentrum im Luchsweg 33 in Bochum-Langendreer. Der Film wurde im vergangenen Jahr uraufgeführt. Er ist entstanden aus einer Zusammenarbeit des Arbeitskreises offene Seniorenarbeit unter dem Dach der Kreisgruppe Bochum des Paritätischen und wurde gefördert aus Mitteln der Lotterie Glücksspirale. mehr…
Bisschen politisch mal werden! Mit dieser Aufforderung riefen die Ruhrpoeten zum 4. Ruhrgebiets-Literaturwettbewerb auf und erhielten zahlreiche Einsendungen. Nun gehen sie mit den Gewinnertexten, der Anthologie und weiteren Texten aus dem Wettbewerb auf Lesetour und machen am Dienstag, den 20. November um 19 Uhr Station im Bahnhof Langendreer. Zwei Sprecher*innen leihen den Texten ihre Stimme, begleitet werden sie vom Musiker Max Kühlem. Durch die Veranstaltung führt ein Ruhrpoet.
Eintritt 8 €, VVK und erm. 5 €
Die Initiative Langendreer/Werne gegen Nazis lädt am Mittwoch, den 21.11. um 19 Uhr im Naturfreundezentrum, Alte Bahnhofstr. 175 zu einer Veranstaltung mit dem Titel „Meine Geschichte – Geflüchtete berichten“ ein: »Ali ist aus Somalia, Danesh aus Afghanistan und Nour aus Syrien. Alle drei leben heute hier bei uns in Bochum. Sie haben ganz unterschiedliche Erfahrungen und Hintergründe – aber alle mussten sie sich schweren Herzens auf den Weg machen, ihre Familie, ihr Land und ihre gewohnte Umgebung verlassen. Wir wollen ihre Geschichte hören und verstehen, warum sie geflohen sind, was sie auf der oft lebensgefährlichen Flucht erlebten und wie es ihnen heute hier bei uns geht. Hohe und undurchlässige Mauern um Europa sind mörderisch und menschenverachtend. Die sicheren Herkunftsländer sind nicht sicher. Abschottung ist keine Lösung. Zuhören, verstehen, gemeinsam leben und die Zukunft gestalten, das ist der Weg, den zum Glück viele Menschen auch im Bochumer Osten gehen wollen. Dazu will unsere Veranstaltung einen Beitrag leisten.«
Montag 12.11.18, 20:20 Uhr
Kritische Begleitung des European Balcony Projekts
Am 10. November fand das von der Stadt Bochum mitgetragene „European Balcony Project“ in Bochum statt. Der Demonstrationszug startete am Platz des europäischen Versprechens an der Christuskirche und endete am Schauspielhaus. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch eine Rede des Oberbürgermeisters Eiskirch. Diese Gelegenheit nutzten Aktivist*innen der Seebrücke Bochum gegen das Sterben an den Außengrenzen der EU ein Zeichen zu setzen und die Veranstaltung kritisch zu begleiten. Mit einem Transparent mit der Aufschrift „Shame on you, Europe“ und Plakaten zu den Toten im Mittelmeer und an der EU-Außengrenze wurde deutlich gemacht, welche tödlichen Folgen die Abschottungspolitik der hier gefeierten Europäischen Union hat. Von den Künstler*innen und Initiator*innen erhielten die Protestierenden positive Rückmeldungen. Oberbürgermeister Eiskirch hingegen setzte sein Schweigen zu den Protesten der Seebrücke Bewegung in Bochum auch an diesem Tag fort. Wer bei Seebrücke Bochum aktiv sein möchte: Das nächste Treffen findet am kommenden Donnerstag, 15. November um 19 Uhr bei Botopia statt.
Am Sonntag, den 18.11., um 17.00 laden Bahnhof Langendreer und endstation.kino zu einer Comic-Lesung in den Kino-Saal ein. Die Comic-Autorin Katja Klengel stellt ihr neu erschienenes Buch „Girlsplaining“ vor. Katja Klengel thematisiert darin Sexismus, Körpernormen und gesellschaftliche Rollenklischees. Sie verarbeitet dabei auch popkulturelle Referenzen, wie z.B. Harry Potter und Raumschiff Enterprise. Die Szenen drehen sich um Fragen wie: Warum haben wir vor dem Wort „Vulva“ mehr Angst als vor „Voldemort“? Müssen wir uns wirklich für unsere Körperbehaarung schämen? Wieso werden im Schulunterricht hauptsächlich männliche Autoren gelesen? mehr…
Vom 21. bis 25. November 2018 bricht das blicke filmfestival des ruhrgebiets mit seiner 26. Ausgabe ein neues Vierteljahrhundert an und schreibt: »Nach dem Tod des Co-Leiters Wolfgang Kriener im Januar musste sich das Team neu aufstellen. Es hat sich erweitert, wurde diverser. Veränderungen und ein neues Erscheinungsbild standen auf der Tagesordnung. Trotzdem ist blicke seinem Profil und dem Ruhrgebiet treu geblieben. Und so gilt auch für die 26. Ausgabe: blicke ist ein Festival für Video- und Medienkunst mit einem Fokus auf filmische Qualität und einem Herzen für Experimentelles, bietet Künstler*innen eine Bühne im Ruhrgebiet und dem Ruhrgebiet eine Palette frischer Blicke in die Arbeiten aktueller, relevanter und junger Künstler*innen. Installationen und Filmgespräche sorgen für ein lebhaftes Erlebnis, auch wenn das Licht im Kinosaal wieder angeht. mehr…
Montag 12.11.18, 12:30 Uhr
Zentrale Veranstaltung der Initiative "Aufstehen" in NRW
Die Initiative „Aufstehen“ lädt unter dem Motto „Aufstehen für eine neue soziale Demokratie“ am Mittwoch, den 14. November, um 19 Uhr im Jahrhunderthaus, Alleestr. 80 zu ihrer ersten zentralen Veranstaltung in NRW sein: »Von Aufstehen werden die Initiatoren Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende Die Linke im Bundestag, Ralf Köpke, Geschäftsführer des DGB, Susi Neumann, Gewerkschafterin und SPD-Mitglied, Sevim Dagdelen, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Die Linke im Bundestag, Andreas Nölke, Professor für Politikwissenschaften der Universität Frankfurt und Autor, sowie Jochen Bauer, Personalrat und GEW Landesvorstand, sprechen. Außerdem werden die Musiker der Gruppe „bots“ die neue Version ihres Hits „Aufstehn“ uraufführen.«
Die Initiative Religionsfrei im Revier lädt am Montag, den 19. 11. um 20 zu einem Vortrag und anschließender Diskussion mit Dr. Michael Shermer im Bahnhof Langendreer ein. Der Titel seiner Veranstaltung: „Why People Believe Weird Things“. Die Veranstaltungsankündigung: »Warum sehen Menschen die Jungfrau Maria auf einem Toastbrot oder hören teuflische Kodierungen in „Stairway to Heaven“? Michael Shermer zeigt, mittels Videos und Musik, wie wir uns dazu bringen, etwas zu glauben – und die Tatsachen zu ignorieren. Der US-amerikanische Psychologe und Wissenschafts-journalist Dr. Michael Shermer ist Gründer der Skeptics Society, Herausgeber des Magazins SKEPTIC, Kolumnist in der Scientific American (dt. Spektrum der Wissenschaft) und Verfasser vieler grundlegender Werke rund um die Unterscheidung zwischen Glauben und Wissen. Er hat sich besonders als Kritiker des Kreationismus und der Holocaust-Leugnerszene einen Namen gemacht. mehr…
Im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus findet am Mittwoch, den 14. 11. um 19 Uhr eine Veranstaltung mit Kira Rudolph zum Thema „Feminismus zwischen Antisemitismus und notwendiger Gesellschaftskritik“ im Sozialen Zentrum statt. In der Ankündigung heißt es: »Der Feminismus hat ein Problem und das heißt Antisemitismus. Nicht erst seitdem die Queer-Theoretikerin Judith Butler, 2012, unter Protesten des Zentralrats der Juden, mit dem Theodor-W.-Adorno-Preis ausgezeichnet wurde, gibt es Uneinigkeit in der Frage, inwiefern im Feminismus antisemitische Denkmuster reproduziert werden: vom Vorwurf „die Juden“ hätten das Ende des Matriarchats zu verantworten, über die Schuldlosigkeit deutscher Frauen an der Schoah, bis zur Konstruktion Israels als Manifestation der patriarchalen Ordnung.
Obskure Ideen, die die Vorstellung einer jüdischen Weltverschwörung als Feind im feministischen Kampf befeuern, ziehen sich bis heute durch die Geschichte des Feminismus. mehr…
Die Schwarze Ruhr-Uni macht darauf aufmerksam, dass in dieser Woche ihr erster Radikaler Bildungskurs des Wintersemesters beginnt. Thema des Kurses ist selbstorganisierte Nahrungsmittelversorgung. Der Kurs findet ab dem 14. 11 immer mittwochs um 19.00 Uhr im Kostnixladen in der Dorstener Straße 37 statt. Die anderen beiden Kurse mit den Themen Beziehungsanarchie und Soziale Revolution finden im Black Pigeon in Dortmund statt. Orte und weitere Informationen sind auf dem Blog der Schwarzen Ruhr-Uni zu finden.
Im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus lädt der Fachschaftsrat Sozialwissenschaften am Dienstag, den 13. 11. um 18 Uhr zu einer Veranstaltung mit Dr. Sebastian Bartoscheck im Blue Square 2/02 ein: »Der Vortrag beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Verschwörungstheorien und Antisemitismus. Hinter den meisten Verschwörungstheorien tauchen irgendwann die typischen antisemitischen Stereotype wieder auf. Ob es um eine neue Weltordnung geht, die Macht über die Banken oder die Schuld am 2. Weltkrieg. Am Ende ist für viele Verschwörungsideologen ‚der Jude – der Cosmopolit – der Zionist‘ schuldig. Sebastian Bartoscheck studierte Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum. 2013 wurde er an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster mit dem Dissertationsthema „Bekanntheit von und Zustimmung zu Verschwörungstheorien“ zum Dr. phil. promoviert.«
Im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus lädt die Juso-Hochschulgruppe am Montag, den 12. 11. um 18 Uhr zu einer Veranstaltung im Blue Square 2/02 ein: »Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert – Zwischen Schlussstrichrufen und den letzten Überlebenden. „Reicht es nicht langsam?“ Diese Frage wird immer häufiger gestellt, wenn es um das Thema Erinnerungskultur und NS-Aufarbeitung geht. Gleichzeitig gibt es immer weniger Zeitzeug*innen, die von ihren Erfahrungen als Holocaust-Überlebende berichten können. Dr. Kristin Platt, Sozialwissenschaftlerin und Psychologin, greift dieses Spannungsfeld in Ihrem Vortrag auf und zeigt auf, wie Erinnerungskultur im 21. Jahrhundert aussehen kann. Dabei geht sie darauf ein, was Erinnerungskultur überhaupt ist und wie man mit Forderungen eines Schlussstrichs umgehen kann, wenn beispielsweise Poltiker*innen Holocaustmahnmale als Denkmal der Schande bezeichnen.«
Die neuen Antifaschistischen Bochumer Blätter (ABB) der VVN-BdA Bochum sind erschienen. Die beiden Aufmacher der Zeitschrift sind die Verlegung der Stolperschwelle am ehemaligen KZ-Außenlager an der heutigen Kohlenstraße und eine kritische Bewertung der Freisprüche im NSU-Prozess. In zwei Beiträgen wird über „Bochums rechten Rand“ – also die aktuellen Aktivitäten von NPD, AFD und IB informiert und beschrieben, wie gleichgültig die Polizei damit umgeht, dass 35.000 Antifaschist*innen auf Feindlisten der Neofaschisten bedroht werden. Die ABB erinnern daran, wie das Bochumer Gefängnis Krümmede zwischen 1942-45 zum Todesort für niederländische Widerstandskämpfer wurde. Ein anderer Blick in die Bochumer Geschichte deckt auf, dass der Bochumer Nazi Paul Nieder-Westermann am Volksgerichtshof Todesurteile aussprach. Die AAB schließt mit einem Artikel ab, in dem thematisiert wird, dass ein Bunker das Fundament des Exenterhauses bildet. Er ist im Schweiß und Blut von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen gebaut worden. Eine Hinweistafel sollte daran erinnern. Die AAB als PDF-Datei.
Die WAZ berichtet, dass Sebastian Marquardt aus der AfD ausgetreten ist und nun zusammen mit Manfred Baldschus in der Bezirksvertretung Süd die Fraktion „FDP & Friends“ bildet. Bisher war Baldschus als alleiniger FDP-Mann fraktionslos. Marquardt hatte bereits im letzten Jahr sein AfD-Ratsmandat niedergelegt, aber sein Bezirksmandat behalten. Die WAZ zitiert als Kommentar von Baldschus zur Zusammenarbeit mit dem ausgetretenen AfD-Funktionär: „Es ist ja auch im Sinne der Demokratie, verlorene Seelen zurückzuholen.“