Am kommenden Samstag, den 21. Februar geht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft für ihre Forderung nach einem Tarifvertrag für Lehrkräfte in die Bochumer Innenstadt. GEW-Mitglieder werden um 11 Uhr am Husemannplatz dazu eine Aktion durchführen. In der aktuellen Tarifauseinandersetzung für den Öffentlichen Dienst der Länder gibt es zwei zentrale Forderungen der GEW: eine faire Entgeltordnung für Lehrkräfte sowie eine Entgelterhöhung um 5,5 %, mind. aber 175 €. Dazu Jochen Bauer vom Bochumer GEW-Vorstand: „Noch immer werden angestellte und verbeamtete Lehrkräfte sowie Beschäftigte in Ost und West unterschiedlich bezahlt. Das ist ein Unding. Wir fordern: Gleiches Geld für gleiche Arbeit!“ mehr…
Der Flüchtlingsrat NRW e.V. lädt am Mittwoch, den 25. 2 um 19 Uhr zu einer Lesung mit Johannes Bühler in die Geschäftsstelle des Flüchtlingsrates NRW e.V., Wittener Str. 201 ein. In der Einladung heißt es: »Johannes Bühler, 1988 geboren, porträtiert in seinem Debütroman «Am Fuße der Festung» Flüchtlinge, die auf ihrem Weg nach Europa in Marokko feststecken. Drei Hochsicherheitszäune trennen die Flüchtlinge von den spanischen Enklaven Ceuta und Melilla. Eine vierzehn Kilometer lange Meeresenge liegt zwischen ihnen und Europas Festland. Trotz dieser scheinbar überwindbaren Hürden kommen die Flüchtlinge nach oft jahrelangen Reise nicht weiter. Denn im Auftrag der europäischen Länder hält das Königreich die Grenze nach Norden dicht. Mit allen Mitteln. mehr…
Mittwoch 18.02.15, 20:50 Uhr
Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zur Situation in der Ukraine
Am Dienstag, den 24. Februar findet um 19 Uhr in der Landesgeschäftsstelle der Linken NRW, Kortumstr. 106-108 eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit der Hamburger Journalistin und Autorin Susann Witt-Stahl statt. Der Titel der Veranstaltung: „Die Ukraine im Würgegriff von Krieg und Faschismus.“ In der Einladung heißt es: »In der Ukraine ist Krieg. Dem Land droht der Zerfall. Hunderttausende fliehen vor den Kämpfen im Südosten der ehemaligen Sowjet-Republik. Tausende Menschen fallen den Bomben und der Artillerie der ukrainischen Armee und der berüchtigten Freiwilligen-Bataillone zum Opfer. Seit dem Winteranbruch ist die Lage der Menschen noch verzweifelter. In den anderen Teilen des Landes werden Antifaschisten und andere Linke verfolgt, Gegner des Euromaidan sind ihres Lebens nicht mehr sicher. Der Ukraine droht der Faschismus. Der Mainstream der deutschen Linken reagiert bestenfalls hilflos.« mehr…
Am kommenden Mittwoch, den 25. Februar begibt sich Christoph Jünke um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer auf „Streifzüge durch das rote 20. Jahrhundert“. Die Einladung verspricht: »Es handelt sich um Streifzüge durch eine nicht selten vergessene und verdrängte Geschichte, um Geschichten vom Scheitern und Neu-Beginnen. Sie schlagen einen Bogen von der sozialistischen Klassik zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Epochenbruch am Ende desselben – von Karl Liebknecht bis Pierre Bourdieu, von den Linkssozialisten, Linkskommunisten und Trotzkisten über die heimatlose und die Neue Linke bis zur neuen zynischen Intelligenz der 1990er-Jahre. Sie nähern sich der Problem- und Entwicklungsgeschichte dieser Strömungen und Individuen, die an den Rändern der sozialdemokratischen und kommunistischen Parteien Antworten suchten auf die Blockaden und Sackgassen der alten Arbeiter- und Emanzipationsbewegung. Stärken und Schwächen dieser Strömungen und Individuen exemplarisch herausarbeitend, begibt sich Christoph Jünke auf Spurensuche nach fortwirkenden politischen Mustern und einem unabgegoltenen Erbe, das auf dem Weg in eine mögliche Zukunft nicht vergessen werden sollte.« mehr…
Zur kommenden Ratssitzung am Donnerstag, den 19. 2. hat die Bochumer Linksfraktion zusammen mit der Sozialen Liste beantragt, dass sich der Rat strikt gegen die Handelsabkommen mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA) ausspricht, sowie das Dienstleistungsabkommen TiSA ablehnt. Auch soll Bochum der Initiative „10.000 Kommunen TTIP-frei!“ beitreten, die sich für die kommunale Selbstverwaltung und gegen das geplante Handelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP) einsetzt. Aus diesem Anlass ruft der Bochumer Kreisvorstand der Linken und die Soziale Liste zu einer Protestaktion am 19.02.2015 ab 14:00 Uhr vor dem Rathaus auf, um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen. Die Abkommen TTIP, TiSA und Ceta würden die kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten auch in Bochum gefährden und vor allem den Interessen von multinationalen Konzernen dienen. Ob beim Theater, der Volkshochschule, der BOGESTRA, der Wasserversorgung oder bei den Sparkassen – die zur Zeit verhandelten ‚Freihandelsabkommen‘ hätten weitreichende Auswirkungen auf die Städte und Gemeinden und gefährden die kommunale Selbstverwaltung. mehr…
Die VVN-BdA Bochum lädt am Freitag, den 20. Februar 2015 um 19:30 Uhr zu einer Veranstaltung mit Dr. Hubert Schneider im Lokal „I am Love“, Dibergstr. 2 ein: »In seinem neu erschienen Buch „Leben nach dem Überleben: – Juden in Bochum nach 1945“ skizziert der Historiker Dr. Hubert Schneider die Schicksale von 60 Juden, die den Holocaust überlebt haben und nach dem Krieg wieder nach Bochum zurückkehrten. Bereits 1945 haben sie hier eine neue jüdische Gemeinde gegründet, die bis 1947 wieder auf 50 Mitglieder angewachsen war. In seinem Buch geht Dr. Schneider der Frage nach, warum diese Menschen in die Stadt zurückkehrten, die es zugelassen hatte, dass sie nach unsäglichem Leid u.a. in Konzentrationslager verschleppt wurden. In 60 Lebensgeschichten geht er darauf ein, wie sich das Leben der jüdischen Mitbürger in der Nachkriegszeit gestaltete – mit den Fragen des weiterhin andauernden Antisemitismus, der Entnazifizierung, den Fragen und Problemen der Wiedergutmachung und der Frage, ob man nicht doch lieber nach Palästina / Israel oder ein anderes Land ausreisen solle. Dieses Buch berichtete darüber, wie und ob es den Juden gelang, in der deutschen Nachkriegsgesellschaft Fuß zu fassen.«
Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar hat dem Umweltamt Fragen zum Gesundheitsschutz der AnwohnerInnen gestellt und kritisiert unzulässig hohe Grenzwerte für krebserregende Stoffe im Bebauungsgebiet Franziskusstraße. In einer Pressemitteilung heißt es: »Im bisherigen Bebauungsplanverfahren Nr. 946 Ehem. Bahnhof Weitmar wurde die Altlastensituation des Standorts nur unzureichend berücksichtigt und dadurch verharmlost. Die Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar stellt dem Umweltamt der Stadt Bochum deshalb mit Schreiben vom 15.02.2015 Fragen zu drei Altlastenschwerpunkten des Bebauungsplans, die mit erheblichen Gesundheitsrisiken für die Anwohner verbunden sind und verweist dabei auf bereits unzulässig hoch festgelegte Grenzwerte für krebserregende Stoffe im benachbarten Bebauungsgebiet Franziskusstraße. mehr…
Am morgigen Rosenmontag findet in Wattenscheid das unsägliche Gänsereiten statt. Fast 55.000 Menschen haben bereits eine Petition gegen diesen Unfug unterzeichnet. Dies hat den Wattenscheider CDU-Rechtsaußen Dirk Schmidt in Wallung gebracht. Er hat recherchiert und auf seiner Webseite veröffentlicht, wer denn Sandra Lück ist, die die Petition ins Leben gerufen hat. Er hat rausgefunden, dass sie wohl Team-Leiterin in einem Callcenter ist. Schmidt wörtlich: »Darüber schmunzel ich, da es sich um ein Call Center handelt. Diese Branche hat für mich nicht die beste Reputation. Ich denke, dass wird diese “Sandra Lück†sein.« In Deutschland arbeiten 520.000 Beschäftigte in Call-Centern. Sie sollten mal Dirk Schmidt anrufen und sich über seine Reputation äußern. Auf der Webseite von Schmidt steht aber auch etwas Vernünftiges: »bo-alternativ.de kündigt für Rosenmontag, den 16. Feburar 2015 ab 12 Uhr eine Demonstration gegen das Gänsereiten am S-Bahnhof Höntrop an.«
Zuletzt war Schmidt dadurch aufgefallen, dass er mit einem riesigen Pressewirbel im vegangenen Sommer dazu eingeladen hatte, der DFB-Auswahl im Herrenfußball nachzueifern und den peinlichen Gaucho-Tanz aufzuführen. Vier Leute folgten seiner Einladung. Der Tanz war schnell zu Ende. Schmidt gab nach zwei der angekündigten fünf Runden mit Atemnot auf. Er selbst veröffentlichte ein Video dieser Blamage auf youtube. Als bo-alternativ für dieses Video warb, ließ er es sperren.
Am Donnerstag, den 19. Februar lädt die Linke Liste um 20:00 Uhr zu einem Star-Trek-Abend in das Soziale Zentrum ein: »Star Trek gilt vielen – egal ob Fans oder nicht – als positive Utopie, in der viele gesellschaftliche Probleme überwunden sind. Doch ist zu fragen, ob dies für alle Aspekte der Gesellschaft gilt. So werden zwar hin und wieder andere Verständnisse von Geschlechtlichkeit präsentiert und auch nicht heterosexuelle Beziehungsformen thematisiert, doch wie ist die alltägliche Darstellung von Geschlecht und Beziehungen? Dafür wollen wir uns mit den drei Star Trek Serien des 24sten Jahrhunderts auseinandersetzen (TNG, DS9 und VOY) und an ausgewählten Beispielen darstellen, welche Vorstellung von Geschlecht und Beziehung vorhanden sind. mehr…
Die Paritätische Akademie NRW und das Haus der Begegnung präsentieren eine Film- und Diskussionsreihe „Junge Selbsthilfe“. Am Mittwoch, den 18. 2. wird um 18:30 Uhr im Haus der Begegnung, Alsenstr. 19 der Film “Selbst ist der Mensch“ gezeigt. Hierin wird das Alltagsleben behinderter Menschen und die Aspekte der Selbstbestimmung in unterschiedlichen Wohnformen portraitiert. Dabei liegt der Fokus auf der Selbstständigkeit und Selbstbestimmung. Außerdem werden Unterschiede abhängig von der Behinderungsform (geistige oder körperliche Einschränkungen) und ihrer Stärke und der damit verbundenen Unterstützungsnotwendigkeit wie Schwierigkeiten und Ängste bei der Verselbstständigung thematisiert. Im Anschluss an die Filmvorführung soll unter anderem den Fragen nachgegangen werden, ob Jugendliche mit Behinderung heute anders als vor 40 Jahren mit ihrer Lebenssituation umgehen? Welche diagnostischen und therapeutischen Veränderungen sind erkennbar? Haben sich gesellschaftliche Voraussetzungen für ein Leben mit Behinderung verändert? Die Veranstalter freuen sich über eine Anmeldung vorab unter der Telefonnummer 0234 – 311066 oder per E-Mail unter hdb@parisozial-bochum.de.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Kreisgruppe Bochum, lädt ein, sich in Theorie und Praxis mit dem Schnitt von hochstämmigen Obstbäumen vertraut zu machen. Der Kurs findet statt am Samstag, den 28. Februar, von 10 Uhr bis etwa 16 Uhr. Treffpunkt ist das Umweltzentrum, Alsenstr. 27. Hier geht es am Vormittag um die theoretischen Grundlagen des Obstbaumschnitts. Anschließend wird den TeilnehmerInnen die Gelegenheit gegeben, auf einer Obstwiese diese Kenntnisse in die Praxis umzusetzen und das Schneiden von Obstbäumen zu üben. Die Kosten betragen 15 €. Anmeldung: info@bund-bochum.de oder 0234/532333.
In einer Pressemitteilung macht ver.di darauf aufmerksam, dass die Gewerkschaft die Eingruppierungsvorschriften für den Sozial- und Erziehungsdienst zum 31.12.2014 gegenüber den kommunalen Arbeitgebern (VKA) gekündigt hat und schreibt: » Am 18.12.2014 hat die ver.di-Bundestarifkommission die Eckpunkte der Forderung beschlossen. Am 25.02.2015 findet der erste, am 23.03.2015 der zweite Verhandlungstermin mit den Arbeitgebervertretern statt, ein dritter Termin wird z.Z. abgestimmt. Mit der Aufwertungskampagne will ver.di den hohen Stellenwert, den der Sozial- und Erziehungsdienst für unsere moderne Gesellschaft hat, deutlich machen. In der Tarifauseinandersetzung will ver.di dafür sorgen, dass die Eingruppierung und damit die Bezahlung der Beschäftigten in diesen Tätigkeitsfeldern der großen Bedeutung und den hohen Anforderungen ihrer Arbeit gerecht wird. mehr…
Angst oder Liebe? ALPHABET der neue Film von Erwin Wagenhofer (TTT ARD 20.10.2013)
Am Sonntag, den 15. 2. findet ab 15 Uhr ein Kennenlerntreffen des KostNixLadens im Soziales Zentrum statt. Zunächst wird der Film »alphabet – Angst oder Liebe« gezeigt. Anschließend ist Zeit für Gespräche über den Film und Idee und Praxis des KostNixLadens. Die Einladung: »“alphabet – Angst oder Liebe“ ist der neuste Film des österreichischen Filmemachers Erwin Wagenhofer. Er bietet einen Blick auf Bildung und Schule, wie sie die meisten von uns während ihrer Kindheit und Jugend kennen gelernt haben. Kritisch setzt er sich mit der Frage auseinander, warum ausgerechnet Zwang und zunehmender Wettbewerb im Schulwesen bei Kindern zu Zufriedenheit und Reife führen sollen – Kinder, die doch bereits als Genies mit unbändiger Neugier geboren würden und lediglich liebevoll zum Lernen eingeladen und dabei begleitet werden müssten. mehr…
Donnerstag 12.02.15, 20:39 Uhr
"Äußerungen des Innenministers über KosovarInnen unerträglich"
Der Flüchtlingsrat NRW erklärt in einer Pressemitteilung: »Die Asylverfahren von Kosovaren sollen künftig vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge schneller entschieden werden, da zunehmend mehr Menschen aus dem Kosovo nach Deutschland fliehen. NRWs Innenminister Ralf Jäger „begrüßt“ diese geplante Beschleunigung der Verfahren laut einer Pressemitteilung vom 11. Februar und hofft, dass dadurch die Zahl der „massenhaft“ fliehenden Menschen verringert werden könne. Kosovaren unterlägen, laut Jäger, irrtümlich der „Illusion“, dauerhaft in Deutschland leben zu können. Zu den Hauptverursachern der Fluchtbewegung aus dem Kosovo zählt der NRW-Innenminister die „kriminellen Schleuserbanden“, die den Flüchtlingen „falsche Versprechen“ machen würden. Mit seinen Äußerungen unterstellt Ralf Jäger den Asylantragstellern aus dem Kosovo kollektiv, allein aus wirtschaftlichen Gründen und aufgrund von Naivität ihr Herkunftsland zu verlassen und somit keinen Anspruch auf Flüchtlingsschutz in Deutschland zu haben. Die Rhetorik des Innenministers fördert eine ablehnende Haltung gegenüber Asylbewerbern in der Bevölkerung, wie sie in den vergangenen Monaten immer häufiger zu beobachten ist. „Es ist sehr bedauerlich, dass NRWs Innenminister diesen Diskurs befeuert und die Not der Kosovaren derart missachtet“, stellt Birgit Naujoks, Geschäftsführerin des Flüchtlingsrates NRW e.V., besorgt fest. „Existenzbedrohende Armut und Perspektivlosigkeit sind als Fluchtursachen nicht zu bagatellisieren“, so Naujoks weiter. mehr…
Der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Gewerkschaft ver.di begrüßen die Rücknahme der Klage gegen die Vorsitzende des Jobcenter-Personalrats in Bochum. In einer Erklärung heißt es: »Wir freuen uns über das Ergebnis der Gesprächsrunde und die Initiative der Sozialdezernentin Britta Anger und Luidger Wolterhoff als Geschäftsführer der Agentur für Arbeit. Ver.di und DGB hatten sich für die Rücknahme der Klage ausgesprochen und dies unter anderem mit einer Resolution der ver.di-Bezirkskonferenz eingefordert. Für Gudrun Müller eine richtige Entscheidung: „Nun wird es darauf ankommen die Arbeit wieder vertrauensvoll und im Interesse der Beschäftigten voran zu bringen.“ Für den DGB schließt sich Geschäftsführer Jochen Marquardt dieser Aufforderung an. „Mit der jetzigen Entscheidung wird ein unnötiger Klageweg vermieden. Eine Information im Interesse der Beschäftigten der Geschäftsführung aber auch der Allgemeinheit muss weiterhin ohne Disziplinierungsmaßnahmen möglich sein.“«
Am gestrigen Mittwoch fand am Bochumer Amtsgericht ein Prozess wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen statt. Angeklagt war der 43-jährige Bochumer Arbeitslose Thomas S.. Er wurde wegen Volksverhetzung zu einer Strafe von 700 Euro verurteilt. Näheres dazu vom Polit-Cafe Azzoncao
Am Samstag, 14. Februar lädt das Protestplenum an der RUB um 20 Uhr ins Soziale Zentrum zum Vortrag und Diskussion „Bildungspolitische Kämpfe in Bochum“ ein: »Ob gegen Studiengebühren, den Bologna-Prozess oder die Exzellenzinitiative: In den letzten Jahren gab es immer wieder kleine und größere studentische Proteste. Die Aktionsformen reichten dabei vom „die Bildung zu Grabe tragen“ bis hin zur Besetzung von Rektoraten und Autobahnen. mehr…
Mehr als 20 SchülerInnen protestierten heute vor dem Bochumer Rathaus gegen Missstände an ihren Schulen. Sie erhielten Unterstützung von etwa zehn weiteren solidarischen Menschen, die dem Schulalter bereits entwachsen sind. Die SchülerInnen nutzten die Kundgebung, um Beispiele der Unterfinanzierung an ihren Schulen zu benennen und ihren Unmut über die geplanten Kürzungen zum Ausdruck zu bringen. Neben maroden Gebäuden und fehlenden Räumlichkeiten wurde vor allem die schlechte Verkehrsanbindung der Schulen durch die Angebotseinschränkungen der BOGESTRA bemängelt. Auch die Einschränkungen, die mit der Schulzeitverkürzung (G8) und der damit verbundenen Lernstoffverdichtung führten zu großen Unmut, vor allem bei den älteren SchülerInnen. Ein Kundgebungsteilnehmer, der die 7. Stufe besucht, beklagte das miese Angebot an Arbeitsgemeinschaften und Freizeitangeboten an seiner Schule. mehr…
Bereits am Donnerstag, den 19. Februar soll der Bochumer Rat beschließen, dass auf dem ehemaligen Opel-Gelände doch Logistik-Betriebe wie DHL angesiedelt werden dürfen. Im aktuell gültigen Bebauungsplan wurde das bewusst ausgeschlossen, denn Logistik-Unternehmen verbrauchen sehr viel Fläche und schaffen wenig qualifizierte Arbeitsplätze. Eine Woche vor der wichtigen Entscheidung sind noch viele Fragen ungeklärt. Deshalb hat die Linksfraktion im Haupt- und Finanzausschuss einen umfangreichen Fragenkatalog zu den Opel-Flächen und den Verhandlungen eingereicht.
„Uns ist nicht klar, warum Opel Verhandlungen vor allem mit einem Konzern vorangetrieben hat, der nach aktueller Beschlusslage auf dem Gelände gar nicht angesiedelt werden darf“, sagt Horst Hohmeier, Ratsmitglied der Linken.„Wir wissen auch nicht, ob es noch andere Interessenten gibt, und wie hoch das erwartete Verkehrsaufkommen inklusive Umwelt- und Feinstaubbelastung durch die DHL-Ansiedlung ist. Immerhin ist von 50.000 Paketen pro Stunde im Rund-um-die-Uhr-Betrieb die Rede, die ausschließlich über die Straße und nicht über den vorhandenen Bahn-Anschluss transportiert werden sollen“, so Horst Hohmeier. mehr…
Zu einem Fachtag zum Thema gleichgeschlechtliche Lebensformen im Alter lädt die Rosa Strippe e.V. am Dienstag, dem 10.03.2015 um 14.00 Uhr in die Räume des Vereins in der Kortumstraße 143 in der Bochumer Innenstadt ein: »In NRW leben mindestens 230.000 Lesben und Schwule, die 65 Jahre und älter sind. Über ihre Lebensweise und ihre Altersvorstellungen ist wenig bekannt. Welche Ereignisse und Erfahrungen sind prägend für die lesbische und schwule Biografie? Wie reagiert die heutige Gesellschaft auf Homosexualität? Brauchen ältere bzw. alte Lesben und Schwule eigene seniorenspezifische Angebote? Wie kann sich die offene Seniorinnen- und Seniorenarbeit auf Leitungsebene und aus Sicht der Mitarbeitenden auf die “unbekannte†Zielgruppe einstellen und sie einbeziehen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Fachtag, der sich an Kolleg_innen in der offenen Senior_innenarbeit und Interessierte richtet. mehr…
Am morgigen Mittwoch startet im Sozialen Zentrum das Projekt Volxküche. In der Einladung heißt es: »Kein‘ Bock zu kochen? Keine Lust alleine zu essen? Dir fällt nie was Besseres ein, als Nudeln mit Tomatenpampe, oder du weißt nicht einmal, wie man das zubereitet? Dann komm vorbei! Mit der Unterstützung von FoodSharing Bochum verarbeiten wir ‚gerettete‘ Lebensmittel zu einem leckeren Mahl. Über kurz oder lang wird uns die ein oder andere Zutat fehlen, die wir dann besorgen werden müssen. Deshalb stellen wir eine Spendendose auf nach der altbewährten Devise: Jede*r soviel sie*er mag, jede*r soviel sie*er kann. Jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat 18 Uhr schnibbeln, hacken, würzen 20 Uhr Happa Happa!«
Der Bochumer Mieterverein zeigt am Dienstag, den 17.Februar um 19 Uhr im Kino Endstation den Dokumentarfilm „buy buy st. pauli“. Der Film schildert den Kampf um die Esso-Häuser in Hamburg. Im Anschluss stehen die FilmemacherInnen zum Gespräch zur Verfügung. Die FilmemacherInnen Irene Bude, Olaf Sobczak und Steffen Jörg begleiteten über 2 Jahre lang den Kampf der BewohnerInnen der „Esso-Häuser“ und ihrer UnterstützerInnen im Hamburger Stadtteil St. Pauli gegen deren Abriss: in den Häusern und Wohnungen, bei Demonstrationen, Aktionen und Stadtteilversammlungen, bei Architekten in Paris und Venedig, bei Pressekonferenzen und Gesprächen mit PolitikerInnen. Der Kampf machte die Häuser über Hamburg hinaus bekannt, denn sie stehen für einen Verdrängungsprozess, der vielerorts stattfindet sowie den Widerstand dagegen. mehr…
Die Linksfraktion schreibt: »Bildung ist ein Grundrecht und schulische Angebote müssen ohne finanzielle Hürden zugänglich sein. Entgegen dieses Grundsatzes will die rot-grüne Rathausmehrheit eine neue Beitragssatzung für Betreuungsangebote in den Bochumer Schulen verabschieden. Die Satzung ist am Mittwoch, den 11. Februar, Thema im Haupt- und Finanzausschuss. Wenn die Satzung in der vorgeschlagenen Form verabschiedet wird, bedeutet das: Weniger Angebote für SchülerInnen und weniger städtische Finanzierung. mehr…
»Es droht der Erstickungstod, nicht nur künstlerisch.«
Frank-Patrick Steckel, ehemaliger Intendant des Schauspielhauses Bochum und Erstunterzeichner des Appells-Hellas, richtet einen leidenschaftlichen Aufruf an den Deutschen Bühnenverein, Griechenland betreffend. Das Internetportal “nachtkritik.de“, welches sich selbst als unabhängiges und überregionales Theaterfeuilleton beschreibt und sonst jeden „Pups“ veröffentlicht, meint dazu „… im Moment gedenken wir nichts zu tun“. Wir dokumentieren gerne den Offenen Brief von Frank-Patrick Steckel an den Deutschen Bühnenverein:
»Werter Klaus Zehelein, verehrter Herr Bolwin, lieber Ulrich Khuon,
gestern Abend lautete die Schlagzeile der Webseite SPIEGEL ONLINE: „Europa läßt die Griechen abblitzen“. Ich finde, es reicht. Es wird höchste Zeit, daß der Deutsche Bühnenverein sich mit einer Erklärung an die Bundesregierung wendet, einer Erklärung, in welcher klargestellt wird, daß das europäische Theater, soweit wir wissen, eine griechische Erï¬ndung ist, und daß der ignorante und gehässige Umgang mit den Problemen des Landes, dem wir den Begriff der Demokratie verdanken, die Basis der Leistungsfähigkeit unserer Theater aushöhlt und untergräbt. mehr…
Montag 09.02.15, 20:54 Uhr
TTIP: SPD-Chef Gabriel hält die Deutschen für hysterisch
Vizekanzler Gabriel und die hysterischen Deutschen
Bertolt Brecht:
Die Lösung
Nach dem Aufstand des 17. Juni
Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands
In der Stalinallee Flugblätter verteilen
Auf denen zu lesen war, daß das Volk
Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe
Und es nur durch verdoppelte Arbeit
Zurückerobern könne. Wäre es da
Nicht doch einfacher, die Regierung
Löste das Volk auf und
Wählte ein anderes? mehr…
Die Soziale Liste schreibt: »Auf der Ratssitzung am 19. Februar wird erneut die Einführung einer Übertragung der Ratssitzungen mittels Livestream im Internet behandelt. Das Thema wurde erstmals im August 2012 mit einer Anfrage der Sozialen Liste eingebracht. Ein Jahr später diskutierte der Ältestenrat über das Thema. OB Ottilie Scholz sagte zu, dass der Verwaltungsvorstand, Kosten und Erfahrungen aus anderen Städten (Bottrop und Bonn) erfragen soll. Da seitdem in der Frage des Rats TV Funkstille herrscht, greifen die Linke und die Soziale Liste jetzt das Thema mit einem Antrag für die Ratssitzung erneut auf. Günter Gleising, Ratsmitglied der Sozialen Liste: „Das Rats-TV kann ein Mittel sein, mehr Interesse an der Kommunalpolitik und die Ratsarbeit zu wecken.“ Politische Entscheidungen des Rates lassen sich auch besser mit der öffentlichen Meinungen vergleichen. „Auch kann eine größere Transparenz über politische Entscheidungen erreicht werden“, so Gleising.«
Des Vernetzungskreis aktiver Schülerinnen und Schüler in Bochum ruft zu einer Kundgebung am Mittwoch, den 11. 2. um 15:00 Uhr vor dem Rathaus auf. Dort tagt der Haupt- und Finanzausschuss des Rates. statt, wo über Kürzungen v.a. im Sozial- und Bildungsbereich verhandelt wird. In einer Erklärung heißt es: Schülerinnen und Schüler haben sich vernetzt, um auf die Missstände an Bochumer Schulen aufmerksam zu machen. Bereits am letzten Schultag des Jahres 2014 listeten sie in Gesprächen mit Mitschülern und Mitschülerinnen sowie einigen Lehrkräften Mängel und Probleme an den eigenen Schulen und im Bildungssystem auf. Die Resultate wurden auf Stellwände geschrieben und reichten von der inakzeptablen Verfassung der Schultoiletten bis zum Leistungs- und Zeitdruck durch zentrale Abschlussprüfungen und das verkürzte Abitur (G8). mehr…
Die Mondverschwörung [Offizieller Trailer Deutsch HD German]
Donnerstag, den 12. Februar zeigt die Linke Liste um 20 Uhr im Sozialen Zentrum den Film Die Monderverschwörung und schreibt dazu: »Jeder kennt einen, der von Verschwörung schwadroniert und er weiß, wer die Medien und Börsen kontrolliert Dem es leichtfällt, die Welt in Gut und Böse zu sortieren Und er kennt auch immer eine simple Lösung des Problems Zu Verschwörungstheorien gehören Vernichtungsfantasien Sie können sagen was sie wollen, sie sind schlicht Antisemiten, all die Pseudo-Gesellschaftskritiker, die Elsässer, KenFM-Weltverbesserer“ (Antilopen Gang – Beate Zschäpe hört U2) Ken FM, Montagsdemos, Pegida und 9/11 – Verschwörungstheorien sind populärer denn je und ein Phänomen, das sich quer durch die ganze Bevölkerung zieht. In seinem Dokumentarfilm „Die Mondverschwörung“ von 2011 entführt Regisseur Thomas Frickel die Zuschauer_innen auf eine Reise in den weltanschaulichen Irrsinn. mehr…
Am Mittwoch, den 11. 2. findet um 18:00 Uhr im Bahnhof Langendreer ein Treffen zu Thema „Abschiebungen verhindern“ statt. In der Einladung heißt es: »Die Abschiebungspraxis deutscher Behörden ist für viele Asylsuchende traumatisierend. MitarbeiterInnen der Polizei und der Ausländerbehörden kommen, teilweise unangekündigt, nachts oder in den frühen Morgenstunden in die Flüchtlingsunterkünfte oder Wohnungen, um die Betroffenen zum Flughafen zu bringen. Diese haben meist nur eine halbe Stunde Zeit, um auszuwählen, was sie mitnehmen möchten. Dabei darf ihr Gepäck höchstens 20 kg pro Person betragen. Die Möglichkeit, sich von FreundInnen und Verwandten zu verabschieden oder einen Rechtsanwalt zu kontaktieren gibt es meist nicht. Insbesondere für Kinder sind solche Szenarien traumatisierend. Viele Organisationen und Initiativen kritisieren Abschiebungen deshalb als unwürdige und inhumane Praxis und auch in der Zivilgesellschaft regt sich zunehmend Widerstand. Dennoch wurden im Jahr 2013 insgesamt 10.198 Menschen aus Deutschland abgeschoben, ein Drittel mehr als noch im Vorjahr 2012. mehr…