Im elften Jahr schon bietet das Projekt „Arbeit und Leben“ von DGB und Volkshochschule an sieben Donnerstagen einen fortlaufenden kostenfreien Kurs an zum Thema: Hartz IV und Grundsicherung im Alter und bei dauerhafter voller Erwerbsminderung. Beginn ist am Donnerstag, den 12. 2. um 18.00 Uhr. In der Einladung heißt es: »Auf Hartz IV bist Du schneller als Du denkst. Da gilt es zu wissen, welche Rechte bestehen und wo Fallstricke drohen: Ersparnisse und Lebensversicherungen sind rechtzeitig „hartz-fest“ zu machen, die Wohnungskosten ebenso. Mit Lebenspartner/in drohen Überraschungen, ebenso in Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten, ohne tatsächlich diesen gegenüber einen Unterhaltsanspruch zu haben. Im Alter bleibt nur die rentenergänzende Grundsicherung.
Viele Menschen erleiden Kürzungen oder nehmen ihnen zustehende Leistungen, auch ergänzende laufende oder einmalige Unterstützung bei Niedriglohn oder kleiner Rente, nicht in Anspruch. (Wer arbeitet, hat durch Freibeträge immer mehr als Hartz IV). Wird ein Darlehen gewährt z.B. für Anschaffungen oder Stromrückstände werden häufig zu hohe Raten abgezogen. Für das neue Jahr sind Veränderungen und Verschärfungen geplant. mehr…
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe 100 Jahre Erster Weltkrieg – die „Heimatfront“ im Ruhrgebiet hält Professor Stefan Berger heute den letzten Vortrag in der Reihe mit dem Thema: Arbeiterbewegungen und industrielle Beziehungen im Ersten Weltkrieg. Der Vortrag beginnt 18:00 Uhr im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstraße 17-19 und handelt über die Haltung der Arbeiterbewegungen zum Ersten Weltkrieg und den Einfluss des Krieges auf die industriellen Beziehungen sowie die Entwicklung eines deutschen Korporatismus. Stefan Berger ist Direktor des Instituts für soziale Bewegungen der Ruhr-Uni.
Bei den aktuellen Tarifverhandlungen lehnt die IG Metall das bisherige Angebot der Arbeitgeber als völlig unzureichend ab und schreibt: »Der Arbeitgeberverband Metall NRW bot in der zweiten Verhandlung in Düsseldorf 2,2 Prozent ab 1. März bis zum 31. Dezember 2015 an. Der Anspruch auf Altersteilzeit soll halbiert und auf besonders Belastete reduziert werden. Die Bildungsteilzeit weisen sie zurück. IG Metall Bevollmächtigte Eva Kerkemeier: „Was die Arbeitgeber bisher vorgelegt haben, ist schlicht zu wenig. Dieses Paket ist uns zu klein. Wir brauchen deutlich mehr Geld, die verlässliche Altersteilzeit und die Bildungsteilzeit. Unsere Antwort heißt deshalb Warnstreik.“ Mit ihrem Entgeltangebot gefährden die Arbeitgeber den privaten Konsum als Stütze der Wirtschaft. Kerkemeier: „Die deutsche Industrie ist die Wachstumslokomotive in Europa. Da müssen auch die Entgelte der Beschäftigten entsprechend mitziehen.“ Eva Kerkemeier stellt zudem klar, dass die IG Metall an ihren qualitativen Forderungen festhalten wird. mehr…
Die Bochumer Tierbefreier rufen am Montag, den 16. Februar um 12:00 Uhr am S-Bahnhof Höntrop zu einer Demonstration gegen das Gänsereiten auf: »Im Rahmen des Rosenmontagsumzuges findet in Bochum-Wattenscheid jährlich das traditionelle „Gänsereiten“ statt. Dabei versuchen die reitenden Teilnehmer einer zuvor ermordeten Gans, die an den Füßen zwischen 2 Bäumen angebunden wird, im Galopp den Kopf abzureißen. Wem dies als erstes gelingt, darf sich für ein Jahr lang „Gänsereiterkönig“ nennen. Während in anderen Städten mittlerweile Attrappen verwendet werden, hält Bochum-Wattenscheid an der toten Gans fest. Das ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert stammende Brauchtum wurde damals von spanischen Kriegsleuten übernommen und diente in erster Linie dem Training der Reiter. mehr…
Am Freitag, den 6. Februar findet um 19. 30 Uhr im Sozialen Zentrum eine Diskussion statt über linke überregional Diskussions- und Handlungsstrategien statt. In der Einladung heißt es: »„Wie erreicht man bei euch die lokale Gruppe der Interventionistischen Linken, wer macht bei UmsGanze Bündnis mit, in welchen Städten agiert die FAU?“ Wer als linke_r Ruhrie durch die Republik fährt, wird die Fragen kennen. Die Antwort auf alle drei Fragen ist gleich: Gibt es bei uns nicht!,Nun muss mensch es nicht für eine politische Notwendigkeit halten, dass es lokale FAU, IL oder UMG gibt, aber es macht schon stutzig, dass alle drei bundesweit organisierten Bündnisse im mittleren und östlichen Ruhrgebiet nicht existieren. Auch sonst fehlen nahezu komplett Gruppen, die über einen längeren Zeitraum theoretisch wie praktisch handeln. Das halten wir für eine Schwäche, wenn es unser Ziel ist geplant, emanzipatorisch und gemeinsam agieren zu können. mehr…