Der WDR lädt heute Abend zu einem Stadtgespräch in den Bahnhof Langendreer ein. Das Thema lautet: “Opel geht – aber was kommt?“ In der Einladung heißt es: »Im Dezember werden im Bochumer Opel-Werk die Produktionsbänder ausgeschaltet. 3.300 MitarbeiterInnen verlieren ihren Job. Jahrzehntelang war das Opel-Werk in Bochum ein fester Bestandteil und Hauptarbeitgeber der Stadt, zeitweise arbeiteten 20.000 Menschen in der Auto-Fabrik. Nun schließt Opel das Bochumer Werk. Was sind die Folgen? Welche Auswirkungen hat die Opel-Schließung für das Ruhrgebiet? Können Stadt und Region den Arbeitsplatzverlust auffangen? Was kommt nach Opel? Was wird aus den MitarbeiterInnen?« mehr…
Das Soziale Zentrum lädt für Sonntag, 23. November und Sonntag, 14. Dezember jeweils von 15 bis 18 Uhr zum leckeren solidarischen Kuchenessen bei Kaffee, Tee und alkoholfreiem Punsch ein. Gleichzeitig ist der KostNixLaden geöffnet und lädt zum Stöbern und Schenken ein. Die Erlöse des Kuchenverkaufs kommen dem SZ zugute. Das SZ hat mit akuten, seine Existenz bedrohenden finanziellen Problemen zu kämpfen und ist auf Unterstützung angewiesen. In der Einladung heißt es: „Wir laden euch alle ein, das Leckere mit dem Guten zu verbinden, die Leckereien zu genießen, mit netten Menonschen zu plaudern und durch den Kuchen- und Getränkekauf das SZ zu unterstützen. Kommt zahlreich, so dass wir gemeinsam das SZ als einen wichtigen Raum für die verschiedensten Gruppen und Initiativen in Bochum erhalten.“
Einige Antifas haben eine Outing-Aktion an der Uni veranstaltet und schreiben: »Während der NRW-Innenminister heute einen Vortrag zu “Strategien gegen Rechtsextremismus†hält und ein Verbot der Neonazi-Partei “Die Rechte†immer noch prüft, schreiten Antifaschist_innen zur Tat. Heute wurde an der Ruhr-Uni Bochum (RUB) erneut mit Plakaten und Flugblättern auf den Jura-Studenten und NRW-Landesvizevorsitzenden der Nazi-Partei aufmerksam gemacht. Seit Oktober 2013 studiert Michael Brück an der RUB Rechtswissenschaft. Bereits im Dezember 2013 informierten Antifaschist_innen seine Kommiliton_innen in einer Jura-Vorlesung über das Treiben des Neonazi-Kaders. Hierbei kam es zu tumultartigen Szenen, als der Professor gegenüber einem als Weihnachtsmann verkleideten Aktivisten handgreiflich wurde. Die RUB versuchte daraufhin, Antifaschist*innen mit einer eigenen Kampagne unter dem Motto “RUB bekennt Farbe†von weiteren Aktionen abzubringen. Diese PR-Kampagne ist jedoch nach wenigen Monaten im Sande verlaufen. In den an der RUB verteilten Flugblättern wird die Teilnahme Brücks an den HoGeSa-Krawallen am 26. Oktober in Köln thematisiert. Außerdem soll dieser damit begonnen haben, gezielt Listen linker Studierender anfertigen. mehr…
Am Freitag, dem 21.11.lädt die Rosa Strippe um 18.30 Uhr im Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg, Wittener Straße 61 zu einer Veranstaltung ein mit dem Titel: Macht und Solidarität: Allianzenbildung zur Stärkung von Lesben und Transgender in Botswana, Sambia, Namibia, Simbabwe und Südafrika. In der Ankündigung heißt es: »Stärkung der zivilgesellschaftlichen Handlungsfähigkeit im Kontext sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität ist die Zielsetzung des Projektes „Allianzenbildung„. Der Name verweist auf einen Schwerpunkt der Menschenrechtspolitik: dem Empowerment durch gezielte Kooperation und Vernetzung. In dem von LSVD und filia.die frauenstiftung getragenen Projekt geht es dabei insbesondere um die Zusammenarbeit von Lesben und Tansgender. Uta Schwenke (LSVD-Bundesvorstand) spricht über Sichtbarkeit ist auch ein Risiko. Welche Rolle spielen Allianzen für die Stärkung von Lesben und Transgender?« mehr…
Der Fachbereich Verkehr im ver.di Bezirk Bochum – Herne führt in Zusammenarbeit mit dem Vorstand der BOGESTRA am Donnerstag, den 20. 11. um 17:00 Uhr im BOGESTRA- Betriebshof, Essenerstr. 127 eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema TTIP durch. Das Motto der Podiumsdiskussion: TTIP – Welche Folgen hat das Freihandelsabkommen für die Zukunft der BOGESTRA? Diskussionsteilnehmer werden sein: Axel Schäfer (SPD-MdB), Dr. Dierk Hirschel (Leiter Abt. Wirtschaftspolitik, ver.di-Bundesverwaltung), Gisbert Schlotzhauer (Vorstand Personal BOGESTRA), Dieter Schumann (Betriebsratsvorsitzender BOGESTRA).
Einen Tag vor der 5. Tarifverhandlungsrunde für die 36.000 Beschäftigten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in NRW hat die Gewerkschaft ver.di für Mittwoch (19.11.) erneut zu einem ganztägigen Warnstreiks aufgerufen. Landesweit muss in vielen Senioren- und Behinderteneinrichtungen sowie Offenen Ganztagsschulen mit erheblichen Einschränkungen gerechnet werden. Auch wenn in Bochum und Herne die offenen Ganztagsschulen nicht betroffen sind, wird es in allen AWO Seniorenzentren, AWO Wohnstätten für Behinderte, in den Verwaltungen des AWO Unterbezirks Ruhr-Mitte und dem AWO Kindergartenwerk des Unterbezirks Ruhr-Mitte zu unterschiedlich starken Einschränkungen kommen. Die ca. 300 Streikenden versammeln sich morgen ab 7:30 h bis ca. 9:00 h im ver.di Bezirk Bochum-Herne an der Universitätstr.76. Anschließend fahren die Busse dann nach Köln Chorweiler zu einem landesweiten Warnstreik und treffen dort auf die Streikenden aus ganz NRW.
Am Dienstag, den 25.11. wird David Jünger um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer über die deutschen Juden und den Ersten Weltkrieg diskutieren. Mit Begeisterung zogen die deutschen Juden in den Ersten Weltkrieg, sollte er ihnen doch die endgültige Durchsetzung der Emanzipation bringen. Stattdessen stand an seinem Ende die Verweigerung der Gleichberechtigung durch Staat und Gesellschaft. In dem Vortrag werden die historischen Bedingungen jüdischer Teilhabe im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts erläutert und schließlich gezeigt, warum die Emanzipation der Juden bereits gescheitert war, noch bevor der Nationalsozialismus entstand. David Jünger lebt in Berlin und ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg und der Freien Universität Berlin. Veranstaltet von der Bochumer Geschichtswerkstatt, unterstützt vom Bochumer Friedensplenum. Eintritt frei.
Der Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend zeigt am Dienstag, den 25. 11. um 18:30 Uhr im Kino Endstation den Dokumentarfilm „Mietrebellen“ und lädt im Anschluss zur Diskussion und zum Austausch mit einem der Filmemacher, Matthias Coers, ein. In der Ankündigung heißt es: „Widerstand gegen den Ausverkauf der Stadt Berlin. In den letzten Jahren hat sich die Hauptstadt rasant verändert. Wohnungen, die lange als unattraktiv galten, werden von Anlegern als sichere Geldanlagen genutzt. Massenhafte Umwandlungen in Eigentumswohnungen und Mietsteigerungen in bisher unbekanntem Ausmaß werden alltäglich. mehr…
Der Bochumer Opel-Betriebsrat hat ein Flugblatt mit einer Chronik des Bochumer Opel-Werkes veröffentlicht. Die Überschrift lautet: Der Fall Opel-Bochum oder aus dem Handbuch: „Wie spalte ich Belegschaften!“ Am Ende des Flugblattes heißt es: „Manager von Opel und GM haben bestätigt, dass die Schließung von Bochum die teuerste Werkschließung ist. Alle anderen Werksschließungen in Europa und den USA waren ruhiger und billiger. Mit der Schließung des Bochumer Werkes kann sich ab jetzt kein Opel-Werk mehr sicher fühlen. Das Flugblatt als PDF.
Am morgigen Mittwoch, den 19. November um 18 Uhr stellt Dr. Hubert Schneider sein neues Buch „Leben nach dem Überleben: Juden in Bochum nach 1945“ im Bochumer Stadtarchiv, Wittener Straße 47, vor. In einem Gespräch machte er vorab gegenüber der Presse deutlich, dass er mit der Veröffentlichung den Juden, die nach 1945 nach Bochum zurückkehrten, eine Stimme geben wolle. Den Schwerpunkt des Buches bilden 60 Biografien, die auf fast 350 Seiten ein nahezu vollständiges Bild der Bochumer jüdischen Gemeinde in den ersten Jahren nach dem Krieg liefern. Eine solch umfassende Darstellung einer jüdischen Nachkriegsgemeinde dürfte einzigartig in Deutschland sein. mehr…
Die VVN-BdA und die Soziale Liste haben heute Erklärungen veröffentlicht, in denen sie zu einer Provokation eines Nazis im Dortmunder Rat Stellung nehmen, der mit einer Anfrage wissen wollte, wo in Dortmund wie viel jüdische BürgerInnen wohnen. Die VVN schreibt: »„Empörend, widerlich und verbrecherisch!“, so charakterisiert die VVN-BdA, Kreis Bochum, die Vorgänge um die Ratsanfrage der Partei „Die Rechte“ zur Anzahl und zu den Wohnorten Dortmunder Bürger jüdischen Glaubens. Allein schon die Tatsache, dass wenige Tage nach dem Gedenken an die Ereignisse und Opfer der Pogromnacht vom 9. November 1938 derartige Fragen im Dortmunder Stadtrat möglich sind, ist unbegreiflich. mehr…
Die Fraktion Der Linken im Rat kritisiert die Pläne der Stadt Bochum, auf die prekäre Haushaltssituation mit weiterem Stellenabbau zu reagieren. Ab Januar soll jede zweite frei gewordene Stelle nicht mehr neu besetzt werden. „Schon jetzt gibt es zum Beispiel in den Bürgerbüros und im Ausländerbüro viel zu lange Wartezeiten, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind überlastet“, sagt der Fraktionsvorsitzende Der Linken im Rat Ralf-D. Lange. „Das sorgt bei den Betroffenen, die auf die Leistungen der Ämter angewiesen sind, für riesige Probleme.“ Statt hier weiter zu kürzen, fordert die Linksfraktion mehr Druck auf die Bundes- und Landesregierung, ihren finanziellen Verpflichtungen gegenüber den Kommunen endlich nachzukommen, sowie ein Umdenken bei teuren Prestigeprojekten. „Neben lokalen Fehlentscheidungen wie dem immer teurer werdenden Konzerthaus wird die Haushaltskrise vor allem auch durch ausbleibende Zahlungen vom Land und Bund verursacht“, so Ralf-D. Lange weiter. „Wenn das Land seinen Kommunen eine bestimmte Aufgabe überträgt, ist es rechtlich verpflichtet, für finanziellen Ausgleich zu sorgen. Bei aktuellen Mehrbelastungen findet das nicht statt. Die Stadt muss alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel bemühen, um die ihr zustehenden Millionen Euro vom Land und Bund einzutreiben, zur Not auch vor Gericht.“
Anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen lädt die Medizinische Flüchtlingshilfe am Montag, den 24. November um 19:30 Uhr im Kulturcafé der Ruhr-Uni zu einem Vortrag von Sandra Kreil ein. Sie ist Projektkoordinatorin bei der Frauenbegegnungsstätte Utamara e.V.. »In dem ca. einstündigen Vortrag wird es um aktuelle Menschenrechtsverletzungen an Frauen und Mädchen durch die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien und im Irak gehen. Derzeit findet in diesen beiden Ländern ein Genozid statt, der sich insbesondere gegen Angehörige der Volksgruppe der JesidInnen, einer kurdisch sprachigen religiösen Minderheit, aber auch gegen ChristInnen, SchiitInnen und andere Angehörige der alten Völker und Religionen des Mittleren Ostens richtet. mehr…
Bei der heutigen Kranzniederlegung zum „Volkstrauertag“ griff ein Teilnehmer aus den Reihen der Landsmannschaften ein Mitglied des Friedensplenums an, entriss ihm das Plakat mit der Aufschrift „Soldaten sind Täter – Die Verbrechen der Wehrmacht nicht vergessen!“ und zerstörte es (Foto rechts). Auch die offizielle Zeremonie eskalierte weiter. Während vor drei Jahren noch kein Militär einen Kranz niederlegte und in den letzten beiden Jahren der Reservistenverband dazu kam, war jetzt die Bundeswehr direkt beteiligt. Ein Kranz in Schwarz-Rot-Gold des „Bundesministers für Verteidigung“ ergänzte die Gebinde des Volksbundes und der Stadt Bochum. Während die Heldengedenkhymne erklang, salutierte der Soldat. Oberbürgermeisterin Scholz und Volksbund-Vorsitzender Faulenbach als OrganisatorInnen gehören beide einer Partei an, die schon vor 100 Jahren die Kriegskredite für den 1. Weltkrieg bewilligte. mehr…
Die Rhein-Ruhr-Skeptiker laden am Mittwoch, den 26. 11. ab 20 Uhr zum Rudelgucken ins Soziale Zentrum ein: »Jedes Jahr verleiht die Gesellschaft für Kritisches Denken in Österreich das „Goldene Brett vorm Kopf. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird erst auf der Verleihung bekannt gegeben. Neben dem Goldenen Brett werden dabei seit 2012 auch Personen für ihr Lebenswerk von der GWUP bei dieser Veranstaltung geehrt. Zahlreiche Nominierte haben gute Chancen auf ein Brett. Berühmtheiten wie Xavier Naidoo bewerben sich mit ihrem Wirken in der Reichsbürgerbewegung um das goldene Brett, genauso wie es Detlef D! Soost mit seinen Äußerungen zu Ionen-Armbändern tut. Unsere NRW Gesundheitsministerin Barbara Steffens von den Grünen ist mit ihrem Wirken jedes Brett wert! Während sie wissenschaftsferne Methoden wie Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), OsteopathieReiki und anthroposophische “Medizin†fördert, streicht sie ihren MitarbeiterInnen die kostenlose Grippeimpfung. Mit ihr haben wissenschaftsferne Scharlatane eine Speerspitze gefunden, die dringend von einem Brett abgefangen werden muss. Wir werden unsere Gesundheitsministerin gemeinsam anfeuern beim Public Viewing.«
Freitag 14.11.14, 14:06 Uhr
Sozialarbeiterinnen und Erzieherinnen sollen besser bezahlt werden
Ver.di Bochum lädt ihre Mitglieder aus den Sozial- und Erziehungsberufen am 20. November um 16:30 in die Geschäftsstelle des ver.di-Bezirks Bochum-Herne an der Universitätsstraße 76 zur Diskussion über Tarifforderungen ein. In der Einladung heißt es: Martin Biewald, Vorsitzender der Fachgruppe Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe des ver.di-Bezirks Bochum-Herne erklärt: „Erzieherinnen und andere Beschäftigte in den Sozial- und Erziehungsdiensten leisten in ihren verantwortungsvollen Berufen gute Arbeit. Sie verdienen es, durch eine deutlich verbesserte Bezahlung auch entsprechend anerkannt zu werden.“ mehr…
Die Linksfraktion berichtet in ihrem Newsletter über die gestrige Ratssitzung. Dabei geht sie auf folgende Punkte ein: den Lennershof-Bebauungsplan, die Erhöhung der Kita-Gebühren, die verkaufsoffenen Sonntage 2015, die Beitragssatzung der Stadtbücherei, den Zustand der Flüchtlingsunterkünfte in Bochum, den Erwerb des Steinkohlekraftwerks Bexbach durch die STEAG, die möglichen kommunalen Auswirkungen von TTIP, die geplanten Sozialkürzungen (Kosten der Unterkunft), die Unterstützung des Personalrats im JobCenter Bochum gegen die Einschüchterung durch die Geschäftsführung, und einige personelle Entscheidungen mehr…
Die Soziale Liste schreibt: »Es ist offensichtlich nicht möglich, für das kommende Jahr einen genehmigungsfähigen Haushalt für die Stadt Bochum zu erstellen. Wie am Rande der Ratssitzung bekannt wurde, geht die Rathauskoalition von SPD und Grünen davon aus, dass das sog. Haushaltssicherungskonzept gescheitert ist und der von der Verwaltung in Arbeit befindliche städtische Haushalt für das nächste Jahr nicht genehmigt wird. Damit droht Bochum der Abstieg in den Kreis der Ruhrgebietsstädte, die nach § 82 der Gemeindeordnung im Nothaushaltsrecht und unter der Fuchtel des Regierungspräsidenten Arnsberg stehen. Zurzeit ist das städtische Haushaltsloch rund 35 Millionen Euro größer als eigentlich geplant. Stadtkämmerer Dr. Busch beziffert das Haushaltsdefizit auf 120 Mio. €. mehr…
Das Bochumer Friedensplenum hat am Montag dazu aufgerufen, am kommenden Sonntag, dem „Volkstrauertag“, an der Zeremonie teilzunehmen, die um 15 Uhr vor dem Mahnmal „Die trauernde Alte“ vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) und der Stadt Bochum inszeniert wird: gruseliges Heldengedenken. Das Friedensplenum wird dabei wie im vergangenen Jahr mit Plakaten daran erinnern, dass die deutschen Soldaten seit vielen Generationen immer Angriffskrieger, also Täter waren. Die VVN – BdA hat eine Ausgabe ihrer Antifaschstischen Blätter veröffentlicht, in der sie das Bochumer Heldengedenken problematisiert und schreibt: „Wir sind gespannt, ob der Wechsel im Vorstand beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Bochum von einem Oberst d.R. von der CDU zu einem emeritierten Professor der Geschichte von der SPD irgendwelche Veränderungen bringt.“ Heute kam die Antwort: In der WAZ wird unter der Überschrift „Andere Gedenkkultur etablieren“ der neue VDK-Vorsitzende Faulenbach zitiert: „Ganz klar, wir wollen weg von diesem reinen Heldengedenken.“ Das Friedensplenum glaubt dieser Ankündigung erst, wenn am Sonntag zumindest die Bundeswehr keine Rolle mehr spielt und die Heldengedenkhymne von treuen Soldaten nicht mehr erklingt.
In diesem Jahr findet die Wahl des Studierendenparlaments an der RUB früher statt als üblich, nämlich vom 08. bis zum 12. Dezember. Die Linke Liste hat einen Aufruf gestartet, mit dem sie um Unterstützung bittet: „Wie immer sucht die LiLi auch in diesem Jahr Solikandidat_innen, um mit einer möglichst breiten Liste den derzeit amtierenden Mitte-Rechts-AStA in der kommenden Legislatur abzulösen. Seid also dabei, wenn wir endlich wieder einen linken AStA bilden werden. Unterstützt uns mit einer Solikandidatur, helft im Wahlkampf und nicht zu vergessen: Wählt uns! Ihr erreicht uns entweder per Mail unter kontakt@lili-bochum.de, könnt uns am 14.11. ab 20:00 Uhr beim Cocktailabend im Sozialen Zentrum in Bochum treffen oder einfach die üblichen Verdächtigen ansprechen. Wer gerne auch aktiv an dem linken AStA-Projekt mitarbeiten möchte, kann immer donnerstags ab 18:15 in GB 02/160 zu unserem Listentreffen kommen. Listen mit Kandidaturen müssen dieses Jahr bereits am 19. November bei uns eingegangen sein.“
„Ein ungeheuerlicher Vorgang ist die Klage der Leitung des Jobcenters gegen den Personalrat der Institution. Wir fordern die sofortige Rücknahme der Klage“ sagt Günter Gleising von der Sozialen Liste Bochum. Es sei ein Skandal, wenn ein Redebeitrag im Sozialausschuss, in dem es um erhöhte Arbeitsbelastung durch die Einführung eines neues Erfassungs- und Auszahlungsprogramm ging, jetzt zum Anlass genommen wird, um zu versuchen den Personalrat zu reglementieren. „Die Ratsmitglieder in den verschiedenen Gremien des Jobcenters sind aufgefordert, die Geschäftsleitung in die Schranken zu verweisen“, so Gleising.
Nachdem ver.di in einer Resolution den Versuch der Geschäftsführung des JobCenters der Stadt zurückgewiesen hat, den Personalrat mit einer Klage vor dem Verwaltungsgericht mundtot zu machen (siehe Meldung vom 10.11.14), schließen sich auch der DGB Stadtverband Bochum und der DGB in Region Ruhr Mark dieser Resolution an. Eva Kerkemeier für den Bochumer DGB und Regionsgeschäftsführer Jochen Marquardt fordern die Rücknahme der Klage und den Versuch einer vernünftigen gemeinsamen Lösung außerhalb von Gerichten. Eva Kerkemeier:„Der Versuch Auseinandersetzungen um verantwortungsvolle Lösungen für die Beschäftigten im JobCenter gemeinsam mit Vertretern aus der Politik zu finden, ist seit vielen Jahren übliche Praxis und es ist nicht nachzuvollziehen, warum in diesem Fall Gerichte bemüht werden sollen, anstatt nach gemeinsamen Lösungen durch Verhandlungen und Gespräche vor Ort zu suchen.“ Dieser Meinung schließt sich auch Jochen Marquardt für die DGB-Region an. „Ein solcher Fall ist uns in der gesamten Region bisher nicht bekannt. Aus meiner Sicht muss die Klage zurückgezogen werden. Mehr noch, wenn es darum geht, die Personalsituation im JobCenter zu verbessern und dies unter Einbeziehung der politischen Öffentlichkeit besser möglich erscheint, ist das im Interesse der Beschäftigten auch zu versuchen.“
Linksjugend [ˈsolid] lädt am Mittwoch, den 19.11. um 18:30 Uhr zu einer Infoveranstaltung über Kobane ein. Die beiden Referenten Gizem Koçkaya und Hasan Özer sind Mitglieder der Linksjugend und waren in der Region und werden in ihrem Reisebericht „über die politische Situation und die Möglichkeiten des Widerstands berichten“. Die Veranstaltung findet in der Landesgeschäftsstelle der Linkspartei, Kortumstr. 106-108 statt. In der Einladung heißt es: »Seit Wochen schon wird Kobane von der Terrormiliz IS belagert. Widerstand leisten einzig die kurdischen Volksverteidigungskräfte. Dabei wird der IS von vielen westlichen und arabischen Kräften unterstützt, Grenzen werden geöffnet und Güter geliefert, während kurdische WiderstandskämperInnen immer noch auf eine Grenzöffnung warten. Die imperialistischen Mächte verfolgen damit nur ein Ziel: Die fortschrittlichen Strukturen in Kobane, die mit basisdemokratischen Ansätzen wie Komitees und Geschlechtergleichheit eine Alternative zu Kapitalismus und Krieg in der Region aufzeigen, sollen vernichtet werden.«
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten hat eine neue Ausgabe ihrer Antifaschistischen Bochumer Blätter (ABB) veröffentlicht. Schwerpunktthemen der Ausgabe sind der Volkstrauertag (Heldengedenktag 2014?) und der 8. Mai 1945 in der offiziellen deutschen Geschichtsschreibung. Wolfgang Dominik beschreibt die Geschichte des Volkstrauertages von seinen Anfängen im Jahre 1926. Einige Jahre später haben die Faschisten den Volkstrauertag zum Heldengedenktag erklärt – und zum Feiertag. Heute sehen TeilnehmerInnen des Friedensplenums bei der Veranstaltung zum „Volkstrauertag“ in Bochum eine immer bedenklichere (Rück)Entwicklung zum Heldengedenktag hin. In einem weiteren Artikel über den 8. Mai 1945, erläutert Wolfgang Dominik, unter dem Titel „Kriegsende? Niederlage? Katastrophe?“, warum die Befreiung vom Faschismus in der offiziösen Geschichtsschreibung noch nie Eingang gefunden hat.Ein kürzerer Beitrag beschäftigt sich mit dem VVN-BdA BürgerInnenantrag: Hindenburgs Ehrenbürgerschaft aberkennen! Die neue ABB als PDF.
Am Samstag, den 22. November ab 16.00 Uhr öffnen die Ateliers von Gabi Moll, Barbara Tewes und Dirk Wenke ihre Türen und laden FreundInnen und Kunstinteressierte in ihre neuen Arbeitsräume in der Emscherstr. ein. Die Künstlerin Gabi Moll, ehemals im FKT tätig, Barbara Tewes in der Antoniusstr. ansässig und Dirk Wenke, der bislang in der Schattbachstr sein Atelier hatte, sind in diesem Sommer in die Emscherstr. gezogen und wollen gemeinsam ihre Ateliers einweihen und erste dort entstandene Arbeiten zeigen. mehr…
Die vierköpfige Hochschulgruppe RUB-Piraten hat auf ihre heutigen Mitgliederversammlung, die laut Protokoll von 18.54 Uhr bis 19.02 dauerte, mit drei Ja-Stimmen bei einer Enthaltung den „Ausstieg aus dem AStA“ beschlossen. (Das falsche Datum des Protokolls scheint ein Copy-and-Paste Problem zu sein.) In einem Beitrag auf ihrer Webseite schreiben sie u.a.: »Was uns bewegt ist eine gewisse Enttäuschung, die viele Bereiche umfasst. Enttäuschung über die Arbeitsatmosphäre, die Kooperation mit uns, der Wandel im Umgang mit uns sowohl seitens der Koalition, als auch der Opposition, und den Ergebnissen der politischen Arbeit. Letztlich ist es aber auch eine Enttäuschung, unseren eigenen Ansprüchen und Zielen nicht gerecht geworden zu sein. […] Es ist für uns nun wichtig uns auf unseren Kern zu besinnen, eine Innenschau zu betreiben, und den Weg zurück zu unseren Prinzipien zu finden.«
Der ver.di-Bezirk Bochum-Herne hat heute eine Erklärung seines Landesverbandes verbreitet, in dem es heißt: „Kitas, Seniorenheime, Behinderteneinrichtungen und Offene Ganztagsschulen der Arbeiterwohlfahrt in NRW sollen am 19. November ganztägig bestreikt werden. „Einen Tag vor der 5. Verhandlungsrunde für die 36.000 Beschäftigten des Wohlfahrtsverbandes wollen wir klar machen, dass die AWO-Kolleginnen und Kollegen nicht schlechter gestellt werden dürfen als die Beschäftigten in vergleichbaren kommunalen Einrichtungen“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Wolfgang Cremer. Am Kölner Sitz des Vorsitzenden des Arbeitgeberverbandes AWO-Deutschland soll eine zentrale Kundgebung stattfinden.
You-manity Bochum lädt am Donnerstag, den 20. 11. um 18.30 Uhr im BlueSquare der Ruhr-Uni, Bongardstr. 16-18, 2.Etage zu einer Podiumsdiskussion ein. Das Thema lautet: „Braucht der Mensch noch Nutztierhaltung?“ Diskutieren werden Jan Hegenberg, der in seinem Blog „Der Graslutscher“ über vegane und vegetarische Ernährung schreibt, Konstantinos Tsilimekis von der Albert-Schweitzer-Stiftung, die sich für Fleischverzicht und Tierschutz einsetzt, Prof. Dr. Sievert Lorenzen von proVieh e.V., die Nutztierhaltung befürworten aber gegen die Massentierhaltung kämpfen, sowie Ulfert Bewig-Glashoff, selbst Demeter-Landwirt, der auf seinem Hof Nutztiere hält. Moderiert wird die Diskussion von Stephan Wallaschowski, Dozent für Nachhaltige Entwicklung an der Hochschule Bochum. In der Einladung heißt es: »Die Weltbevölkerung wird bis zum Jahr 2050 vorraussichtlich auf 9,6 Milliarden Menschen anwachsen. Das sind 2 Milliarden Menschen mehr als heute. Und bereits jetzt sind 2 Milliarden Menschen unter- oder mangelernährt. Dabei steigt der weltweite Fleischkonsum, obwohl die Produktion einer tierischen Kalorie 5-30 pflanzliche Kalorien verbraucht. mehr…
Am Montag, den 17.11. findet um 20 Uhr der nächste Sciene Slam im Bahnhof Langendreer statt. Der Science Slam bietet Studierenden und WissenschaftlerInnen die Möglichkeit, ihre Forschungsprojekte in einem unterhaltsamen 10-Minuten-Vortrag auf die Bühne zu bringen. Im Gegensatz zum Poetry Slam sind hier alle Hilfsmittel erlaubt: PowerPoint-Präsentationen, Requisiten oder Live-Experimente sind herzlich willkommen. Die Moderation des Journalisten und Science Slammer Sebastian Bartoschek und das Engagement von WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Disziplinen lassen einen informativen und unterhaltsamen Abend erwarten. Von der Raketentechnik über Blutspurenanalyse in Schusswaffen bis zum Kamasutra der Tiere sind diesmal die Themen gespannt. Und am Ende entscheidet das Publikum, welcheR SlammerIn als SiegerIn nach Hause geht. mehr…