Die Linksfraktion im Rat der Stadt Bochum hat zur nächsten Ratssitzung einen Antrag eingereicht, mit dem Fracking in Bochum verboten werden soll. Ratsmitglied Horst Hohmeier erklärt dazu: „Im Juni 2014 versuchte der Minister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, im Schatten der Fußball WM und damit unbemerkt von der Öffentlichkeit, einen Gesetzentwurf zur Genehmigung von Fracking in Deutschland einzubringen. Doch er hatte die Rechnung ohne die aufmerksamen Beobachter der Anti-Fracking Initiativen und Umweltverbände gemacht. Diese starteten sofort eine online Resolution mit Campact, die in wenigen Tagen mehr als 300.000 Unterschriften sammeln konnte.“ Die Fraktion Die Linke sieht außerdem ein großes Risiko, dass die gefährliche Fracking-Technologie quasi durch die Hintertür eingeführt wird, wenn bestimmte internationale Handelsabkommen verabschiedet werden. mehr…
Die Ruhr Nachrichten berichten heute in ihrem überregionalen Aufmacher „Kirchen laufen die Mitglieder weiter davon“ über die steigende Zahl von Kirchenaustritten. Über Bochum heißt es: „Traten 2013 insgesamt 1955 Menschen aus der Kirche [gemeint sind die beiden Großlirchen] aus, waren es bis Ende Juli bereits 1480. Auffällig sei, dass sich die monatlichen Zahlen seit Oktober 2013 verdoppelten, so Amtsgerichtsdirektorin Rita Finke-Gross.“ Von 2012 auf 2013 war die Zahl der Austritte aus der katholischen Kirche in Bochum von 566 auf 1058 gestiegen.
„Bochum will eine fahrradfreundliche Stadt werden“, unter dieser Überschrift berichtet die WAZ heute darüber, dass die Bochumer Stadtverwaltung die Mitgliedschaft in der „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundliche Städte in NRW e.V.“ beantragt hat. Und die WAZ liefert auch noch ein „pro und contra“ zum Thema „Radverkehr fördern“. Dabei versteigt sich WAZ-Redakteur Bernd Kiesewetter zu der Formulierung: „Soll die Stadt ganze Häuserzeilen abreißen, nur um besseren Platz für das Radfahren zu schaffen?“ Wahrscheinlich hat er keine Ahnung davon, dass es in der Innenstadt vor einigen Jahrzehnten ganz brauchbare Radwege gab. Daraus wurden aber Parkplätze für Autos. Es muss also kein Haus abgerissen werden, sondern nur der Zustand vor dem Autowahn wieder hergestellt werden. Täglich ist an den Einfallstraßen Bochums zu lesen, wie viele Parkplätze in den Parkhäusern frei sind. Die Parkplätze auf den ehemaligen Radwegen werden nicht benötigt. mehr…
Die Humanitäre Cuba Hilfe (HCH) unterstützt zwei Projekte in einem sozialen Brennpunkt mitten im Herzen der Altstadt von Havanna. Es handelt sich zum einen um eine Mutter-Kind-Klinik, die eine Kapazität für gut 100 Patientinnen hat. Hier werden die Schwangeren ambulant und stationär betreut, die medizinische und/oder psychosoziale Probleme haben. Zum anderen handelt es sich um das Geriatrische Zentrum „Dr. Ramon y Cajal“ in Habana Vieja, das mit einer eigenen augenärztlichen und physiotherapeutischen Abteilung mehr als nur eine Altenbegegnungsstätte ist. Spendenkonto der HCH: Sparkasse Dortmund, KoNr 91016036 , BLZ 44050199, Stichwort : Mutter-Kind+Geri oder einfach MKG. Näheres.
Seit Montag, den 14.7. fahren Frauen, die nach Deutschland geflüchtet sind, in Begleitung der Band Strom & Wasser auf zwei Flößen über Flüsse und Kanäle von Nürnberg nach Berlin. Als schwimmende Demonstration machen sie insbesondere auf die Situation von geflüchteten Frauen und Kindern aufmerksam. Am Freitag, den 15. 8. kommt die Floßtour nach Bochum. Ab ca. 15 Uhr werden einige Frauen der Tour, ein Puppenspieler und ein Clown die Kinder und Frauen in der Flüchtlingsunterkunft an der Wohlfahrtstraße besuchen. Für die Kinder wird es einen Schminktisch, einen Maltisch, Waffeln und Luftballons geben. Auch für die Frauen sind ein paar Überraschungen geplant. Anschließend fahren alle gemeinsam zum Konzert von Strom & Wasser, das um 20 Uhr im Bahnhof Langendreer beginnt. mehr…
Eine witzige Wissenschaftsshow und Mitmach-Aktionen für die ganze Familie verspricht die Verbraucherzentrale Nordrhein- Westfalen für das Gastspiel ihrer „Klimatour für NRW“ in Bochum: »Am Donnerstag, den 14.8., machen die Energie-Experten zusammen mit den Comedians der „Physikanten“ Station auf dem Dr. Ruer. Platz Unter dem Motto „Energy in the City“ geht es von 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr darum, wie jeder und jede Einzelne Energie sparen und damit Klima und Geldbeutel schonen kann. In verblüffenden Experimenten lassen die „Physikanten“ auf der Bühne Fässer implodieren, machen Laserstrahlen zu Musikinstrumenten und erklären nebenbei Wissenswertes zur Energie. mehr…
„Die einzige Möglichkeit, für die Yesiden im Nordirak Hilfe und Schutz vor den Massakern der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zu erlangen, sind die kurdischen Enklaven im Norden Syriens, die von kurdischen Selbstverteidigungskräften gegen den IS gehalten werden. Gerade in diese Gebiete aber leistet Deutschland keine humanitäre Hilfe, sondern unterstützt die De-facto-Blockade des Erdoğan-Regimes. Wenn die Bundesregierung wirklich interessiert ist, humanitäre Hilfe zu leisten, muss sie diese Blockade sofort beenden“, erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linksfraktion Sevim Dağdelen. Dağdelen weiter: mehr…
Für den 20.9.2014 plant das Soziale Zentrum ein Sommerfest im und am Haus selbst, in der Schwarzbachstraße und auf dem Bürgerplatz. Hierfür wird zu einem Vorbereitungstreffen am 22. 8. um 19 Uhr im Sozialen Zentrum eingeladen: »Das Fest wird eine bunte Mischung werden: es wird Angebote für Kinder, Essensstände und Getränke für das leibliche Wohl geben, eine offene Bühne mit Live-Musik und Lesungen, Infostände, einen Flohmarkt und vieles mehr. Mitmachen werden Gruppen aus dem Sozialen Zentrum und andere Initiativen. Da die Gestaltung des Festverlaufs für weitere Ideen offen ist, ist dies eine herzliche Einladung an die Anwohnerinnen und Anwohner sowie weitere Gruppen aus dem Stadtteil, sich in das Fest einzubringen. mehr…
Acht junge FilmemacherInnen aus Israel und Deutschland präsentieren am 16. August von 14:00 bis 20:30 Uhr im Museum Bochum ihre Filme, „in denen sie sich mit individuellem Rollenverhalten und Lebenserfahrungen in Partnerschaften und Familienkonstellationen unter mehr oder weniger offensichtlichen psychologischen oder gesellschaftlichen Ausnahmesituationen beschäftigen“. Prof. Mischa Kuball von der Kunsthochschule für Medien in Köln wird die einzelnen KünstlerInnen kurz vorstellen und die anschließenden Diskussionen leiten, in denen es um die gesehenen Filme, aber auch um die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen in beiden Ländern gehen soll. Folgende KünstlerInnen werden bei „short films“ vertreten sein: Yotam Ben-David, Ulu Braun, Jana Debus, Anna Hepp, Elinor Nechemya, Tamar Rudoy, Rebecca Ann Tess und Rivka Wiesenfeld.
Per Mängelmelder können die BochumerInnen ihre Stadt seit einigen Wochen über Mängel informieren, die abgestellt gehören. Der ADFC stellte kritisch fest: »Siebenundzwanzig verschiedene Kategorien von Mängeln können gemeldet werden. Die Liste reicht von „Ampel“ bis zu „Wilde Plakatierung“. Fahrräder kommen gleich zweimal vor: als „Schrottfahrräder“ und als „Schrottfahrräder im öffentlichen Raum“. Ansonsten scheint es in Zusammenhang mit Fahrrädern keine denkbaren oder wichtigen Mängel zu geben. Gehwege können mangelhaft und Grund zur Beschwerde sein, Radwege nicht. In einer so fahrradfreundlichen Stadt wie Bochum kann das ja auch nicht anders sein. Und fehlende Radwege können keine Mängel haben. Problem gelöst.« Inzwischen hat die Stadt Bochum – auf Initiative des ADFC – den Punkt „Radwege und Radverkehrsanlagen“ ergänzt. Es können jetzt also auch alle Mängel und Probleme, die beim Radfahren in Bochum auffallen, über den Mängelmelder gemeldet werden.
Jürgen Link zitiert in seinem Blog „Bangemachen gilt nicht“ Bertolt Brechts Gedicht „DER KRIEG IST GESCHÄNDET WORDEN“. Wie ich höre, wird in den besseren Kreisen davon gesprochen Daß der zweite Weltkrieg in moralischer Hinsicht Nicht auf der Höhe des ersten gestanden habe. Jürgen Link kommentiert: »und es ist der Quasi-Bischof Joachim Gauck, der nun wieder an die Pflicht heranrückt, “zu den Waffen zu greifenâ€. Natürlich nicht auf “diese Weiseâ€. Sondern auf entschändete, 100 Prozent saubere Weise, zum Beispiel nächstens mit unbemannten, von der Heimat aus gesteuerten Drohnen, wie Gott selbst.« Im Wortlaut.
Das Presseamt der Stadt Bochum schreibt: »Komplett belegt sind die 850 Plätze in den städtischen Übergangsheimen, für weitere 172 Personen hat das Amt für Soziales und Wohnen an unterschiedlichen Orten im Stadtgebiet Wohnungen angemietet. Da die Bezirksregierung Arnsberg Bochum weitere Flüchtlinge zuweisen wird, will die Stadt zusammen mit der VBW Bochum ab Mitte September nach und nach zwölf Wohneinheiten in Querenburg in der Straße „Zum Schebbruch“ mit Flüchtlingen – voraussichtlich aus Syrien – belegen. Die Stadt mietet die Wohnungen für etwa ein Jahr an. Damit die Flüchtlinge direkt vor Ort eine Anlaufstelle und eine Ansprechperson haben, wird eine Wohnung für die sozialarbeiterische Betreuung genutzt. mehr…
Freitag 08.08.14, 18:11 Uhr
NGG warnt: Mindestlohn nicht aus der Tasche ziehen lassen
Ab August gilt in der Fleischindustrie ein Mindestlohn von 7,75 Euro pro Stunde. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. „Alles darunter ist illegal. Damit gibt es in der Fleischbranche endlich eine unterste Lohngrenze – noch bevor der gesetzliche Mindestlohn kommt“, sagt die Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet, Yvonne Sachtje. Der Lohn steige in vier Stufen bis Dezember 2016 auf 8,75 Euro. Gerade für Werkvertragsarbeitnehmer sei dies „ein gewaltiger Schritt“. Die NGG warnt allerdings vor „Tricksereien beim Mindestlohn“. So müsse insbesondere die Arbeitszeit genau erfasst und kontrolliert werden. mehr…
Das TauschGold-Team lädt am Samstag, den 23. 8. um 20:00 Uhr zur Party: »Die fast schon legendäre Tauschgold-Tausch-Party geht in die dritte Runde!!! Diesmal nicht wie sonst im Sozialen Zentrum in Bochum sondern in der Goldkante, Alte Hattinger Straße 22. Es werden auch keine Klamotten getauscht sondern Schuhe, Rucksäcke, Taschen, Koffer und kleinere wichtige Dinge wie zum Beispiel Gürtel. Wie immer werden ausgewählte Sachen nach der Party an Refugees in Bochum gespendet und wie immer steht diese Veranstaltung im Geist der Solidarität mit den Flüchtlingen in Deutschland und der ganzen Welt. Unser Motto ist darum: Refugees Welcome! Und so funktioniert das Ganze: mehr…
Das Bochumer Friedensplenum erinnerte heute an die atomare Vernichtung von Hirohima vor 69 Jahren und machte darauf aufmerksam, dass die in Deutschland stationierten Atombomben nicht – wie von der Bundesregierung versprochen – abgezogen sondern durch noch gefährlichere Atombomben ersetzt werden sollen. Fotos von der heutigen Aktion. mehr…
Atomwaffen in Büchel: Regierung belügt uns - ARD Monitor
Heute ist der 69. Jahrestag der atomaren Vernichtung von Hiroshima. Die US-Regierung plant mit Unterstützung der Bundesregierung die Stationierung „modernerer“ Atombomben in der Eifel. Das ARD-Magazin Monitor berichtete über den Plan. Um 17 Uhr startet am Glas-Café eine Aktion des Friedensplenums gegen die atomare Aufrüstung.
Occupy Bochum und Bahnhof Langendreer laden am Mittwoch, den 27. August um 19 Uhr in den Bahnhof Langendreer ein: »Wir wollen gemeinsam diskutieren, wie die politisch-gesellschaftliche Arbeit der vielen Bochumer Initiativen und Gruppen im Herbst 2014 weitergehen soll. Ob aus den Bereichen Asyl, Sozialberatung, Kultur, Stadteilprojekte, Initiativen gegen Rechts, Verkehrspolitik, ob alte oder neue Gruppen: Wir sollten uns alle einmal zusammensetzen, um unsere Arbeitsschwerpunkte der nächsten Zeit vorzustellen und uns abzusprechen. Lasst uns in Bochum ab Herbst 2014 gemeinsam für Unruhe und Bewegung sorgen! Lasst uns gemeinsam unausstehlich werden!«
Das Bochumer Friedensplenum erinnert am Mittwoch, dem 6. August mit einer Aktion an den Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki vor 69 Jahren. Treffpunkt ist um 17 Uhr am Glas-Café an der Kortumstraße. Mit einem Transparent und Flugblättern sollen die PassantInnen in der Innenstadt dann an den Jahrestag des ersten Atombombenabwurfs erinnert werden. Das Friedensplenum will vor allem auf die aktuelle Entwicklung im atomaren Wettrüsten aufmerksam machen. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hatte noch versprochen, die Atombomben, die in Büchel in der Eifel lagern, abziehen zu lassen. Die SPD stimmte damals im Bundestag heftig zu. Jetzt stimmt die CDU/CSU/SPD-Bundesregierung den Plänen der USA zu, ihre A-Bomben weiter in Deutschland zu stationieren und zu modernisieren. Modernisierung heißt: Größere Sprengkraft, größere Treffgenauigkeit.
Der Flüchtlingsrat NRW schreibt: »Die Lebensbedingungen von alleinstehenden und alleinerziehenden Flüchtlingsfrauen sind in Deutschland häufig miserabel. So werden sie oftmals in Sammelunterkünften untergebracht, die zudem teilweise völlig überfüllt sind. Dort finden die Frauen weder genügend Privatsphäre, noch einen vor Übergriffen und Gewalt geschützten Raum vor. Hinzu kommt, dass viele Flüchtlingsfrauen große Hemmungen haben, auf ihre schwierige Lebenssituation in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Der Musiker Heinz Ratz, der im vergangenen Jahr die Integrationsmedaille erhielt, rief daher eine Aktion ins Leben, die auf die Lage der Flüchtlinge insgesamt und im Besondern auf die der Flüchtlingsfrauen aufmerksam machen soll. Gemeinsam mit seiner Band „Strom und Wasser“, der Organisation „Women in Exile“ und vielen weiteren Unterstützerinnen ist er nun mit zwei großen Flößen auf der „Flüchtlingsfloßtour“ 2014 und fordert Flüchtlingsfrauen auf, laut zu werden. In Kürze erreicht die Aktionstour dabei auch NRW. mehr…
Montag 04.08.14, 15:05 Uhr
Das Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit:
Deutlichen Protest formuliert das Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit gegen die angedrohten weiteren Kürzungen im Haushalt der Stadt und erklärt: »Die vom Kämmerer der Stadt geplante nächste Kürzungsrunde um 10 Prozent per Rasenmäher hält das Bündnis für unverantwortlich. Während in der so genannten großen Politik von Steuereinnahmen in nie gekannter Höhe erzählt wird und nicht wenige von einem Wirtschaftswunder fabulieren, geht der Stadt das Geld aus und es sollen weitere Einschnitte vorgenommen werden. Für das Bündnis ist die Vorgehensweise nicht akzeptabel und sie widerspricht den Erfordernissen künftiger Stadtentwicklung. mehr…
Montag 04.08.14, 08:24 Uhr
VVN erinnerte an die toten Kriegsgefangenen des 1. Weltkrieges
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Bochum hat am Samstag, dem 100. Jahrestag der deutschen Mobilmachung, Gräber von Kriegsgefangenen mit Blumen geschmückt und berichtet: »An den drei Denkmälern auf dem Kath. Friedhof Wattenscheid und dem Kommunalfriedhof Höntrop wurden Blumenschalen aufgestellt. Die Gräber der dort bestatteten 66 russischen Kriegsgefangenen und zwei serbischen Kriegsgefangenen wurden mit roten Rosen geschmückt. Eine aktuelle Forderung enthielten die blauen Schleifen der Blumengebinde: „Beendet die Kriege“. Neben Mitgliedern der VVN beteiligten sich auch Angehörige der Friedensbewegung und der SDAJ an der Gedenk- und Mahnaktion. mehr…
Die Libertäre Gruppe aus Bochum schreibt auf ihrer Webseite: „Am Donnerstag 31.07.14 haben einige Anarchistinnen und Anarchisten in der Bochumer Innenstadt eine Streetart-Aktion zum Gedenken an den 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges und zur Mobilisierung für die “Krieg dem Kriegâ€-Kampagne in Dortmund durchgeführt. Dabei wurden viele Pappen mit antimilitaristischen Symbolen, Parolen und Bildern auf dem zentralen Husemannplatz aufgestellt, um dem alltäglichen Trott aus Arbeiten und Einkaufen zumindest optisch etwas zu durchbrechen und daran zu erinnern, dass vor 100 Jahren ein unfassbares Grauen seinen Lauf nahm. Für die Anarchist*Innen war es wichtig, auch darauf hinzuweisen, dass es immer sowohl in Wirtschaft, Staat und auch in der Bevölkerung Kräfte gibt, die vom Krieg profitieren und ihn wollen. Das gilt damals wie heute und dem gilt es gerade auch aus anarchistischer Perspektive etwas entgegenzusetzen.«
Das Bochumer Friedensplenum erinnerte am Freitag an den 100. Jahrestag der Deutschen Kriegserklärung. Kundgebungsort war der Springerplatz, auf dem gleichzeitig der Delikatessmarkt einiger Bochumer Geschäftsleute stattfand, die diesen Markt nach dem preußischen Militärführer Moltke benannt haben. Annemarie Grajetzky, Wolfgang Dominik, Ralf Feldmann und Volker Gerwers (Fotos v.l.n.r.) lasen aus Dokumenten, die sich gegen die Marktbennenung, wandten, Moltke charakterisierten, Warnungen vor dem Krieg äußerten, die Kriegsbegeisterung deutscher Hochschullehrer dokumentierten, die Spirale der Gewalt im Israel/Palästina-Krieg veranschaulichten und vor der Eskalation im Ost-West-Konflikt um die Ukraine warnten. Zwischen den Texten waren Antikriegslieder und -gedichte zu hören. Die Texte, Gedichte und Lieder: mehr…
Hätt ich aus Kriegen den zu wählen,
der mir am besten so gefällt –
1000 und mehr müßte man zählen,
die es gab auf dieser Welt –
würde ich gar nicht erst lange raten,
auch Bedenken hätt ich keins.
Ich bin Fan, Herr Oberst gestatten,
von Weltkrieg Nr. 1
Nicht, daß ich all die guten alten
noblen Kriege bloß veracht‘,
diese herrlich bunten Gestalten,
die sich tümmelten in der Schlacht
Doch diese Kavallerie-Attacken,
Lanze und Säbel, alles nicht meins —
ich bin Fan, Herr Oberst gestatten,
von Weltkrieg Nr. 1
Einige gab es, und die waren
fabelhaft lang und voller Witz —
damals Troja, doch an Jahren
länger noch die vom Alten Fritz.
Auci nach dem Dreißi hatten
alle noch nicht genug davon, scheint‘s.
Ich bleib Fan, Herr Oberst gestatten,
von Weltkrieg Nr. 1
Ja auch die echten Heiligen Kriege
gegen die Heiden waren gut,
all diese Kreuz- und anderen Züge.
und da floß auch sehr viel Blut.
— Sicher noch wahre Heldentaten.
da waren Gott und Gold auch noch eins.
Doch ich bleib Fan, Herr Oberst gestatten,
von Weltkrieg Nr. 1
Ein sehr gewaltiges Massaker
war auch der Weltkrieg Nr. 2:
Ganz Europa im Brandgeflacker,
war ja selber mit dabei.
Doch für uns echte Bellokraten
nur die Kopie von Numero Eins.
Ich bleib Fan, Herr Oberst gestatten,
von Weltkrieg Nr. 1
Also, Herr Oberst, wollen mal warten,
ist ja vielleicht noch gar nicht Schluß.
Wenn die Raketen erst mal starten,
kommt es zum großen Todeskuß.
Danach bleiben nur noch paar Ratten,
doch bis dahin bleib ich bei meins.
Ich bin Fan, Herr Oberst gestatten,
von Weltkrieg Nr. 1.
Das Webportal newsroom berichtet heute: »Am Freitag kündigte Lensing zudem die Schließung zweier Lokalredaktion der „Ruhr Nachrichten“. Für das Aus der „Ruhr Nachrichten“-Lokalredaktionen Witten (Auflage: 3400 Exemplare) und Bochum (3700) zum 31. Oktober gab der Verlag wirtschaftliche Gründe an. In beiden Gebieten seien die „Ruhr Nachrichten“ hinter dem Marktführer „WAZ“ klare Zweitzeitung mit geringer Auflage und geringem Marktanteil. Für die Mitarbeiter strebe der Verlag einvernehmliche und sozialverträgliche Lösungen an.« Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Rat Manfred Preuß erklärte dazu: „Wenn es so kommt – und es sieht ganz so aus –, wäre das ein herber Verlust für die Pressevielfalt in Bochum. Das Angebot an politischen Informationen würde für die Bürgerinnen und Bürger deutlich eingeschränkt, die politische Meinungsbildung erschwert. mehr…
Das Straßenmagazin bodo macht Sport. Ein ganzes Heft lang. Das Behauptet die bodo-Redaktion und kündigt für die August-Ausgabe an: »Kein Bundesliga-Auftakt und kein Partypatriotismus, dafür „Immer nur Heimspiel“ beim Knastfußball, eine 87-jährige Schwimmlegende, die immer noch jeden Hobbykrauler abhängt, ein taxifahrender Taekwondo-Nationaltrainer, dessen Team in Kabul trainiert, ein Treffen mit Jugendfußballtrainer Frank Goosen, „Vollkontakt im Kreisverkehr“ beim Roller Derby, essen gehen bei Ente Lippens uvm. mehr…
Der DGB in Bochum „bleibt bei einem kritischen Blick angesichts der aktuellen Zahlen auf den Arbeitsmärkten“ und schreibt: »Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der Betroffenen erhöht und vor allem junge Menschen trifft es am stärksten. Für die Gewerkschaften eine besondere Herausforderung. Regionsgeschäftsführer Jochen Marquardt: „Eine nicht hinnehmbare Situation. Seit Jahren wird ein so genannter Fachkräftemangel von Unternehmen und Politik beklagt. Gleichzeitig sind im Bezirk der Arbeitsagentur fast 3.000 junge Menschen erwerbslos gemeldet. Dieser Zustand ist unverantwortlich. Er muss dringend im Interesse der Jugendlichen überwunden werden.“ mehr…
Am Samstag, den 2. 8. in der Zeit von 12:30 bis 13:30 wird die Ortsgruppe der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) Bochum eine Flugblattaktion mit Infostand in der Bochumer Innenstadt, Kortumstraße / Ecke Huestraße durchführen. In der Ankündigung heißt es: »Mit Hilfe eines Quiz und Flugblättern sollen Passanten für die drohende Arbeitslosigkeit von einem Drittel der Belegschaft bei Johnson Controls sensibilisiert werden. „Wir stehen voll auf der Seite der Kolleginnen und Kollegen, die sich gegen den Arbeitsplatzabbau wehren.“ sagt Stefanie Reicht von der SDAJ; „Der Konzern macht Milliardengewinne und hier werden die Menschen auf die Straße gesetzt.“ mehr…
Die Ruhr Nachrichten Bochum berichten: „Die Zahl der Arbeitslosen ist von Juni zum Juli um 619 auf 19.622 gestiegen.“ Die WAZ Bochum schreibt: „Arbeitslosenquote in Bochum ist im Juli auf 10,5 Prozent angestiegen.“ Radio Bochum meldet: „Aktuell sind 19.600 Männer und Frauen in unserer Stadt ohne Arbeit – 600 mehr als Ende Juni.“ Alle drei Meldungen suggerieren, dass es eine Erfassung der Arbeitslosigkeit in Bochum gibt. Das ist absoluter Quatsch. Niemand hat exakte Zahlen über die reale Arbeitslosigkeit in Bochum. Bei den Zahlen handelt es sich um Daten, die die Arbeitsagentur zu ihrer monatlichen Pressekonferenz veröffentlicht hat. Etliche Erwerbslose melden sich aber nicht bei der Arbeitsagentur, weil sie sich nicht den Schikanen der Arbeitsagentur bzw. des Jobcenters aussetzen wollen. Sie halten sich lieber mit Gelegenheitsjobs über Wasser und sind häufig nicht einmal krankenversichert. Die von den Medien kolportierten Zahlen geben nicht einmal die bei der Arbeitsagentur gemeldeten Erwerbslosen an. Dies waren im Juli nicht 19.622 sondern 24.326. mehr…