Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz hat gestern im Ältestenrat des Stadtrates mitgeteilt, dass die SPD dem Druck von CDU und Bundeswehr nachgibt und die Bundeswehr auf der Berufsbildungsmesse als Ausstellerin werben darf. Das Jugendamt der Stadt hatte die Bundeswehr in diesem Jahr nicht mehr eingeladen, nachdem der Jugendhilfeausschuss der Stadt Herne, die Mitveranstalterin der Messe ist, sich in einem Beschluss gegen die Werbung der Bundeswehr bei Minderjährigen ausgesprochen hatte. Die Grünen in Bochum hatten die Position ihres Jugendamtsleiters unterstützt und sich gegen eine Beteiligung der Bundeswehr an der Messe ausgesprochen. Die Grünen werden es aber sehr wahrscheinlich hinnehmen, dass die SPD sie in dieser Frage zusammen mit der CDU überstimmt.
Die Initiative Religionsfrei im Revier beteiligt sich am Samstag, den 7. September an einem bundesweiten Aktionstag der Kampagne „Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz“. Zwischen 14 Uhr und 16 Uhr wird mit einer Aktion vor dem St. Elisabeth Hospital in der Bleichstraße darauf aufmerksam gemacht, dass in kirchlichen Einrichtungen etliche grundlegende Menschenrechte nicht garantiert werden. In einem kirchlichen Krankenhaus wie dem St. Elisabeth Hospital ist es z. B. legal, dass Menschen auf Grund ihres Glaubens oder Nichtglaubens diskriminiert werden und keine Anstellung erhalten. In kirchlichen Einrichtungen gilt das Betriebsverfassungsgesetz nicht und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern darf z. B. gekündigt werden, weil sie nicht den Moralvorstellungen der Kirche entsprechen und sich z. B. scheiden lassen. „Der größte Skandal ist dabei, dass der Bevölkerung vorgegaukelt wird, dass sich die Kirche sozial engagiert, indem sie so eine Einrichtung betreibt“, so Jörg Schnückel von der Initiative. „Krankenhäuser und fast alle andere kirchlichen Sozialeinrichtungen werden aber zu 100 Prozent von Krankenkassen oder anderen Sozialträgern bezahlt. Die Kirche bezahlt keinen Cent, sondern profitiert vom Imagegewinn und kann ihre vordemokratischen Moralvorstellungen für die Beschäftigten als verbindlich definieren.“ Die Initiative wird Schilder vor dem Krankenhaus aufstellen, auf denen steht: „Achtung Sie verlassen den demokratischen Sektor“.
Auch in diesem Jahr ruft die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten auf, der ermordeten WiderstandskämpferInnen gegen den Faschismus und Krieg zu gedenken. Die Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung findet am Sonntag, den 8. September um 11.00 Uhr statt. Treffpunkt ist der Haupteingang des Friedhofes Freigrafendamm Die Gedenkveranstaltung findet am Ehrenrundplatz und Denkmal auf dem Friedhof statt. Es spricht: Gudrun Müller, Geschäftsführerin der Gewerkschaft ver.di, Bezirk Bochum-Herne. Der zweite Sonntag im September ist der traditionelle Gedenktag für die Opfer des Faschismus, der 1946 von Überlebenden der Konzentrationslager und Haftstätten ins Leben gerufen wurde.
Nachdem der ultra-rechten Splittergruppe Pro NRW im Frühjahr gestattet wurde, unmittelbar vor der Flüchtlingsunterkunft an der Fröbeltraße in Bochum-Leithe gegen Flüchtlinge zu hetzen, will sie ihre Tour nun wiederholen und startet am Samstag, den 5. Oktober um 11 Uhr an gleicher Stelle. Die nächsten Stationen sind an diesem Tag Essen und Duisburg. Die Bundespartei dieser Gruppierung hatte am letzten Mittwoch sieben TeilnehmerInnen zu einer Kundgebung in Grumme mobilisiert. Am Sonntag verkündeten dann lokale Anhänger von Pro NRW, dass sie zur Kommunalwahl im nächsten Jahr in Bochum mit 55 Kandidaten „in den Ring steigen“ wollen. Die örtlichen Treffen werden geheim gehalten. Als Mitglieder geoutet haben sich: Diplom-Ingenieur Hans-Joachim Adler, Sterilisationsassistent Francis Marin und Gebäudereiniger Max Walter.
Am Mittwoch, den 11.09. laden Bahnhof Langendreer und Amnesty International um 19.00 zum Dokumentarfilm „Schlacht um Chile“ mit anschließendem Gespräch mit dem Autor Friedrich Paul Heller ins Endstation Kino ein. Anlässlich des 40. Jahrestags des Militärputsches in Chile wird mit der Veranstaltung an die Ereignissen am 11. September 1973 erinnert: An diesem Tag putschte das chilenische Militär unter General Augusto Pinochet gegen die demokratische gewählte sozialistische Regierung Salvador Allendes. Mehr als 3000 Menschen wurden ermordet, Zehntausende verhaftet, gefoltert, zum Verschwinden gebracht; mehr…
Die grüne Ratsfraktion „sieht viele ihrer Kritikpunkte am ‚Platz des Europäischen Versprechens‘ nun offiziell bestätigt“ und schreibt: »Das städtische Rechnungsprüfungsamt hat jetzt einen Bericht vorgelegt, in dem die einzelnen Verfahrensschritte des Kunstprojektes von 2006 bis heute minutiös untersucht werden. Maßgeblich auf Druck der Grünen hin hatte der Rat in der Sitzung vor der Sommerpause die internen Rechnungsprüfer beauftragt. Wolfgang Cordes, der grüne Fraktionschef, zählt die fünf gravierendsten Punkte auf: „1. Es gab keine Projektsteuerung: Die Verwaltung hat in der Ausführung keine klaren Projektziele und keine Kostenobergrenzen definiert, trotz eines Ratsbeschlusses über eine Kostenobergrenze von 1,046 Mio. €. Dadurch wurde für die Ratsmitglieder immer schwerer nachvollziehbar, was der Platz am Ende tatsächlich kosten würde. mehr…
Der Betriebsrat der Bochumer Opelwerke lädt für den 9. September zur nächste Belegschaftsversammlung ein und schreibt: »Die Versammlung beginnt um 8.oo Uhr – Ende offen! Es gibt viele Themen zu diskutieren: Geplanter Auslauf der Getriebefertigung; Stand der Verhandlungen (Beschäftigung oder Abwicklung?, Abfindungen und Austrittsprogramme). Unsere Alternativen und Vorschläge. Als Gäste haben bereits zugesagt: Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sowie Vertreter der IG Metall, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Hochschulen und anderer Betriebe. Es wird mit Sicherheit eine lange und eindrucksvolle Belegschaftsversammlung. Es geht um unsere Zukunft. «
Zum Schuljahresbeginn weist Die Linke im Rat darauf hin, dass noch wichtige schulpolitische Aufgaben auf ihre Erledigung warten. Im letzten Schuljahr vor der Kommunalwahl sollten sie am besten bewältigt, wenigstens aber auf den Weg gebracht werden. Die dringendsten Anliegen der Linksfraktion sind die Gründung zweier Gesamtschulen, der Ausbau des Offenen Ganztags an Grundschulen und die Sanierung der naturwissenschaftlichen Räume. Die Schulentwicklungsplanung für die weiterführenden Schulen dürfe nicht länger verzögert werden. Aus den Anmeldungen für das beginnende Schuljahr erkennt Ralf Feldmann, schulpolitischer Sprecher der Linken im Rat, zwei klare Trends: Bochums Eltern wollen keine Hauptschulen mehr, dafür aber mit steigender Tendenz integrative Schulen, in denen Kinder ohne Aussortieren möglichst lange gemeinsam lernen und alle Schulabschlüsse erreichen können. mehr…
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten Bochum (VVN -BdA) fordert den Rat der Stadt Bochum auf, die Ehrenbürgerschaft von Paul von Hindenburg abzuerkennen und erklärt: »Bochum gehört zu den Städten, die als erste Paul von Hindenburg zum Ehrenbürger ernannten. Seit 1917, zu seinem 70. Geburtstag, zählt er somit zu den 13 Personen, die Ehrenbürger der Stadt Bochum sind. Während Adolf Hitler dieses „Recht“ 1984 aberkannt wurde, besteht es für seinen Steigbügelhalter bis heute. mehr…
Viele Bochumer Schulen stehen zu Beginn des neuen Schuljahres vor dem Problem, ihre pädagogischen Konzepte nicht umsetzen zu können. Das befürchtet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und schreibt: »Das Oberverwaltungsgericht (OVG) hat mit seinem Urteil vom 14.11.2012 entschieden, dass Lehrkräfte im Beamtenverhältnis für die Teilnahme an Klassenfahrten einen Anspruch auf Reisekostenvergütung haben und ein erklärter Verzicht auf solche Vergütung unwirksam ist. Für angestellte Lehrkräfte gilt diese Regelung schon seit längerem. Das Land NRW stellt für die kommenden zwei Jahre den Schulen ein festes Budget für die Reisekostenvergütung der Lehrkräfte zur Verfügung, welches sich aus der Lehrerzahl der jeweiligen Schulen errechnet. Die GEW befürchtet jedoch, dass diese Budgets bei weitem nicht ausreichen, um die Klassenfahrten in bisherigem Umfang durchführen zu können. mehr…
Montag 02.09.13, 15:13 Uhr
Sevim Dagdelen: Keine deutsche Kriegsunterstützung gegen Syrien!
„Die Bundesregierung muss dem österreichischen Beispiel folgen und darf den USA ebenfalls keine Überflugrechte für ihre Angriffe auf Syrien genehmigen“, so Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken im Bundestag. Weiter fordert sie: „Die Bundesregierung muss endlich klare Worte zu den Kriegsvorbereitungen ihrer NATO-Partner USA, Frankreich und Türkei finden: Luftangriffe ohne UN-Mandat sind völkerrechtswidrig. Wer um diese Feststellung herumlaviert, fügt dem Völkerrecht schweren Schaden zu. Die Vorbereitung und Führung eines Angriffskrieges von deutschem Boden wird zudem im Grundgesetz verboten. Daran hat sich auch die Bundesregierung zu halten und den USA die Nutzung ihrer Militärbasen für einen Syrienkrieg zu untersagen. Alles andere macht obendrein Deutschland und die Bundeswehr in der Türkei selbst zu Konfliktparteien. mehr…
Arbeitskreis Umweltschutz Bochum e.V. (AkU) schreibt: »Der nächste überaus beliebte Fledermausbeobachtungsabend für Kinder im Rahmen des Spürnasenpasses findet am 06.09.2013 statt. Frei nach dem Motto: „Was man nicht kennt, schützt man nicht“ bietet der AkU Kindern wieder die Möglichkeit, Fledermäuse aus der Nähe zu erleben. Die Kinder sind bei dieser Veranstaltung immer wieder mit großer Begeisterung bei der Sache. „Da fliegt eine“ riefen gleich mehrere Kinder bei der letzten Beobachtung. Aber für eine Fledermaus war das Tier viel zu groß und die Dämmerung noch nicht weit genug fortgeschritten. Es war einer der Graureiher, der seinen Schlafplatz auf der Insel im Ümminger See anflog. mehr…
Im neunten Jahr schon bietet das Projekt „Arbeit und Leben“ von DGB und Volkshochschule an sieben Donnerstagabenden einen fortlaufenden kostenfreien Crash-Kurs Hartz IV an. Beginn ist am 12. 09., 18.00 Uhr. Vermittelt wird die Wichtigste aus Hartz IV und der Grundsicherung im Alter. Informiert wird auch über die angehobenen Mietobergrenzen und deren unsichere Berechnung. Die Informationen durch die Behörden sind unzureichend. Nicht selten werden Anträge zu Unrecht abgewiesen oder die Bearbeitung lange verschleppt. Da hilft nur die Eilklage beim Sozialgericht. Die Welle an Widersprüchen und Klagen reißt nicht ab. Im Ankündigungstext der VHS heißt es: mehr…
Das Bochumer Friedensplenum hat heute am Vortag der Antikriegstages ein Flugblatt zur drohenden Bombardierung Syriens verteilt. Hierin heißt es u. a.: »Das Friedensplenum begrüßt die Entscheidung des britischen Unterhauses, dass Großbritannien sich nicht an einem militärischen Angriff gegen Syrien beteiligen soll. Die deutsche Bundesregierung hat daraufhin erfreulicher Weise ihre Position geändert und erklärt, sich ebenfalls nicht an der Bombardierung Syriens zu beteiligen. In den USA wächst die Zahl der Abgeordneten, die Präsident Obama auffordern, ebenfalls eine Parlamentsentscheidung über den geplanten Angriff auf Syrien abzuwarten. Dies sind ermutigende Zeichen für die weltweite Friedensbewegung und motivieren zu verstärktem Engagement. Schließlich betonen auch alle Befürworter eines militärischen Angriffs, dass es für den seit mehr als zwei Jahren anhaltenden Bürgerkrieg in Syrien keine militärische Lösung geben kann. Die geplanten Bombardierungen haben keinerlei rechtliche Grundlage, werden weitere zivile Opfer fordern und noch mehr Menschen zur Flucht zwingen. Diplomatische Lösungsversuche werden weiter untergraben.“« Das Flugblatt als PDF-Datei.
Die Linke im Rat hat eine neue Ausgabe ihrer Zeitung „Einblicke“ herausgebracht. Auf der Titelseite unterstreicht Bianca Schmolze die Forderung nach einer gerechteren Verteilung des vorhandenen Reichtums und ruft zur bundesweiten umFAIRteilen-Demo am 14. September in Bochum auf. Weitere Themen sind u.a.: Posse um „Leben des Brian“, Bundeswehr auf der Berufsbildungsmesse, Auslagerung der Wirtschaftsförderung, Eindrücke vom bodo-Stadtrundgang und eine Einladung zum Stadtrundgang zur Bochumer Frauengeschichte am 29. September. Die “Einblicke†gibt es gedruckt im Fraktionsbüro der Linken, Willy-Brandt-Platz 1-3. Es gibt sie auch als PDF-Datei.
Die Initiative Religionsfrei im Revier lädt am Donnerstag, den 5. September um 19.00 Uhr in das Soziale Zentrum, Josefstr. 2 zu einer Nudelmesse ein. Der Glaube an das Fliegende Spaghettimonster entwickelte sich in den USA als Parodie und Gegenbewegung auf das Vordringen von Kreationismus und Intelligent Design in den Schulunterricht. Evangelikales Denken und Kreationismus sind auch in Deutschland auf dem Vormarsch. Aber auch das Fliegende Spaghettimonster findet immer mehr Fans und feiert köstliche Nudelmessen. Am Donnerstag wird reichlich Spaghetti mit Tomatensauce kredenzt. Tief gläubige Pastafari, wie die AnhängerInnen dieser Religion genannt werden, erscheinen zu ihren Ritualen in Piratenkluft. Sie sehen als einzige Ursache für die globale Erwärmung, Orkane und alle anderen Naturkatastrophen die sinkende Zahl von Piraten seit Beginn des 19. Jahrhunderts. Am Donnerstag werden Wunder-bare Dinge im Soziale Zentrum zelebriert: Elli Spirelli und Bruder Spaghettus werden die Reliquien preisen und nach dem Glaubensbekenntnis und dem Monsterunser die liturgische Feier des Heiligen Pastamahls darbieten. Nach einer abschließenden Predigt bleibt auch noch Zeit für eine zweite Portion Spaghetti und um zu diskutieren, wie es mächtige Organisationen schaffen, dass Menschen an den größten Unsinn glauben.
Das Bochumer Friedensplenum wird am morgigen Samstag von 14 Uhr bis 16 Uhr auf der Kortumstraße neben dem Glascafé an den Überfall Nazis-Deutschlands am 1. September 1939 auf Polen erinnern. Der 1. September wird seit vielen Jahren als Antikriegstag wahrgenommen, um gegen Krieg, Rüstung und Rüstungsexporte zu demonstrieren. Aus aktuellem Anlass wird Morgen im Mittelpunkt die Warnung vor den Angriffsplänen gegen Syrien stehen. Das Friedensplenum begrüßt die Entscheidung des britischen Unterhauses, dass Großbritannien sich nicht an einem militärischen Angriff gegen Syrien beteiligen soll. Das Friedensplenum will mit der morgigen Aktion deutlich machen, dass auch alle Befürworter eines militärischen Angriffs betonen, dass es für den seit mehr als zwei Jahren anhaltenden Bürgerkrieg in Syrien keine militärische Lösung geben kann. Die geplanten Bombardierungen haben keinerlei rechtliche Grundlage, werden weitere zivile Opfer fordern und eine neue Flüchtlingswelle auslösen. Diplomatische Lösungsversuche werden weiter untergraben.
Die Lage in Syrien ist aus der Sicht des Friedensplenum ziemlich ausweglos. Zu viele sich völlig konträr gegenüberstehende Interessen scheinen eine Lösung des Konfliktes unmöglich zu machen. In einer solchen Situation müssen zumindest kleine Deeskalationsschritte von der Bundesregierung gefordert werden: Rüstungsexport müsse eingestellt und Flüchtlinge aufgenommen werden.
Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer versuchen mit Meldungen über freie Ausbildungsplätze darüber hinweg zu täuschen, wie erschreckend mies ihre Ausbildungsbilanz aussieht. Die Zahlen, die die Arbeitsagentur für Bochum und Herne heute veröffentlicht hat, besagen, dass in den beiden Städten in diesem Jahr für 3.966 Ausbildungssuchende nur 2.448 Angebote gemeldet wurden. Statistisch fehlen also 1.518 Lehrstellen. Als „ausgeglichener Ausbildungsmarkt“ wird allerdings erst ein Zustand bezeichnet, bei dem es deutlich mehr Angebote als Ausbildungssuchende gibt. Vor zwei Jahren war die Differenz zwischen Angebot und Nachfrage mit 1.118 exakt 400 geringer. Arbeitsagentur und Kammern erklärten damals, dass sich das Problem der fehlenden Ausbildungsplätze schon allein aufgrund des demografischen Wandels zukünftig von selber lösen werde. mehr…
Die Redaktion des Straßenmagazins schreibt über ihre neue Ausgabe: »Im September porträtiert „bodo“ Bernadette La Hengst. Mit ihrer Band „Die Braut haut ins Auge“ war sie Teil des musikalischen Aufbruchs der „Hamburger Schule“ Anfang der 1990er Jahre. Seit gut 10 Jahren ist sie solo unterwegs mit intelligentem Pop und sehr politischen Theaterprojekten. Mit ihrem Stück „Bedingungsloses Grundeinsingen“ war sie in Bochum und kommt im September nach Mülheim. In der Kontakt- und Beratungsstelle Sprungbrett trifft „bodo“ Bochumer Straßenkinder, in der Reihe Verkäufergeschichten stellt die Redaktion Reinhold vor, der in Wattenscheid das Straßenmagazin verkauft. mehr…
Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) an die Hotels und Gaststätten appelliert, „Jugendliche qualifiziert und tarifgerecht auszubilden. Hierzu gehöre ein qualifizierter Ausbilder im Betrieb, der den Azubis gutes fachliches Know-how vermittle. Darüber hinaus sei es notwendig, die Arbeits- und Urlaubszeiten der Jugendlichen einzuhalten und ihnen die festgesetzte Vergütung zu zahlen.“ „Unser Appell zum Start des neuen Lehrjahres hat durchaus einen ernsten Hintergrund. Unter Berufsanfängern genießen die Ausbildungsqualität und die Ausbildungsbedingungen in der Gastro-Branche nämlich keinen guten Ruf. Im NRW-Ausbildungsreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes haben die befragten Jugendlichen ihre Ausbildungen zum Hotelfachmann und zur Restaurantfachfrau mit am schlechtesten bewertet“, sagt Yvonne Sachtje. Die Geschäftsführerin der NGG Ruhrgebiet fordert die Gastro-Betriebe in Bochum auf, hier ein klares Gegensignal zu setzen. In punkto fairer und guter Ausbildung sollten sie mit gutem Beispiel vorangehen. mehr…
Der Bochumer Mieterverein lädt am Dienstag, den 3. September von 19 bis 21 Uhr im Ladenlokal des Bochumer Mietervereins, Brückstraße 58 zu einer Veranstaltung ein und schreibt: »„Stimmt es, dass ich nur drei Nachmieter stellen muss, um meinen Mietvertrag vorzeitig zu kündigen?“ oder: „Darf ich sonntags waschen?“ Diese und eine Vielzahl anderer Fragen tauchen immer wieder im Beratungsalltag des Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend e. V. auf. Höchste Zeit also, über alles aufzuklären, was Mieter schon immer über ihre Rechte und Pflichten wissen wollten und noch nicht fragen konnten. mehr…
Am Mittwoch, den 4. September findet im Bahnhof Langendreer um 19 Uhr eine Veranstaltung statt zum Thema: Gestrandet im Transit – Migrantische Selbsthilfe in Mali. In der Einladung heißt es: »In Mali standen in der jüngsten Vergangenheit Binnenflucht und interne Vertreibungen im Fokus der Aufmerksamkeit, Mali ist aber auch weiterhin ein wichtiges Transitland für MigrantInnen auf ihrem Weg aus anderen afrikanischen Ländern nach Europa. Die Situation von Flüchtlingen und Vertriebenen in Mali und an den malischen Grenzen ist prekär. Sie sind gestrandet im Transit, da ihnen oftmals die Papiere oder die finanziellen Mittel zur Weiterreise fehlen. Unterstützung finden viele dieser Migrant*innen bei der Vereinigung der Abgeschobenen in Mali ARACEM. mehr…
Die Pantoffelfabrik am Gersteinring 3 öffnet am Samstag, den 31. 8. ab 16.00 Uhr ihre Räumlichkeiten für ein Sommerfest. In der Einladung heißt es: »Die kreativen „Werksbewohner“ zeigen was in der einzigartigen Hinterhofatmosphäre zwischen Papageienhaus und Fußballplatz am Gersteinring 3 produziert und getüftelt wird. So bestechen die Upcyclingideen der Objektdesigner Karolchicks und Carsten Hensing vor allem durch die Wiederverwendung von unerwarteten Materialien. Unter anderem trifft hier der Fußball, nicht ins nachbargelegene Tor, sondern präsentiert sich als leuchtendes Designobjekt und aus Fernsehern, sind nicht die aktuellen TV Programme, sondern gar Bücher eines Sideboards zu entnehmen. mehr…
Donnerstag 29.08.13, 11:14 Uhr
21 Prozent der Beschäftigten in Bochum erhalten unter 8,50 Euro
Der DGB Ruhr-Mark schreibt: »In der Stadt Bochum haben fast 22.000 Minijobberinnen und Minijobber einen Stundenlohn von weniger als 8,50 Euro. Das sind über 60 Prozent der Beschäftigten im Minijob insgesamt. Der Durchschnittslohn dieser Niedriglohnbeschäftigten liegt bei 5,86 Euro. „Der Minijob führt zu Dumpinglöhnen und muss dringend reformiert werden. Nicht die Minijobberinnen und Minijobber sind die Gewinner, sondern deren Arbeitgeber, denn in der Regel kassieren sie den Sozialversicherungsbeitrag, der eigentlich den Beschäftigten zusteht, einfach ein“, sagte der DGB Regionsgeschäftsführer Jochen Marquardt. mehr…
Die Soziale Liste schreibt: »Die Berichte, dass die JobCenter Langzeitarbeitslose mit Vollendung des 63. Lebensjahres gegen ihren Willen drängen, eine Rente mit hohen Abschlägen zu akzeptieren veranlasst die Soziale Liste zu der Frage, wie sich das JobCenter Bochum in dieser Frage verhält. Die Fragen der Sozialen Liste im Rat im einzelnen: 1. Wie viele über 58-jährige werden vom JobCenter in der Statistik geführt? mehr…
Mittwoch 28.08.13, 18:21 Uhr
Gewerkschaft, terres des hommes und Friedensplenum fordern:
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, terres des hommes, das Bochumer Friedensplenum und weitere Organisationen haben die Oberbürgermeisterin aufgefordert, die Entscheidung des Jugendamtes zu unterstützen, die Bundeswehr nicht mehr zur Berufsbildungsmesse einzuladen. Unterzeichnet haben den Brief an die Oberbürgermeisterin auch der ehemalige DGB-Regionsvorsitzende Michael Hermund und Annemarie Grajetzky, die mit der Ehrenplakette der Stadt Bochum für ihr friedenspolitisches Engagement ausgezeichnet wurde. In dem Schreiben wird der Appell für die Jugend-Messe „Kein Werben fürs Töten und Sterben“ als ethisches Minimum des Kinder- und Jugendschutzes bezeichnet. Der Brief verweist dabei auf die UN-Kinderkonvention, die alle Unterzeichner-Länder auffordert, auf Rekrutierungsversuche für das Militär bei Minderjährigen zu verzichten.
Die ultra-rechte Splitterpartei Pro Deutschland präsentierte sich heute in Bochum und demonstrierte im Rahmen ihrer Deutschland-Tournee vor dem Sozialen Zentrum in Bochum. Zu sehen waren ein Fahrer, ein Redner und fünf ZuhörerInnen. Über ihnen hingen Transparente, auf denen zu lesen war: „Gegen Pro NRW, NPD und andere Rassisten – Den Nazis die Show stehlen!“ und „Flüchtlingen Willkommen – Nazis haut ab!“ Das Soziale Zentrum hatte den „dunklen Ort“, auf den die Gruppierung aufmerksam machen wollte, liebevoll dekoriert. Etwa Hundert Menschen ließen es sich nicht nehmen, den Nazis zu zeigen, wie unerwünscht sie sind. Im Sozialen Zentrum gab es ein sehr schönes Angebot an Speisen und Getränken, die Sonne schien und so wurde aus der ärgerlichen Nazi-Provokation ein nettes Nachbarschaftsfest. Am morgigen Donnerstag will die Nazi-Truppe um 14.30 Uhr mit einem Auftritt vor einem Haus in Duisburg (In den Peschen 3-5) auflaufen, in dem mehrere Roma-Familien wohnen. Das Soziale Zentrum ruft zusammen mit vielen anderen Initiativen dazu auf, hier den Rassisten entschlossen entgegenzutreten.
Pro wie Provokation nennt sich eine Splitterpartei, die am morgigen Mittwoch ab 12.30 Uhr mit einem Dutzend Wanderdemonstranten vor dem Sozialen Zentrum aufschlagen will. Vorher demonstriert die Truppe in Dortmund, nachher in Gelsenkirchen. Das Soziale Zentrum hat gestern in seiner Nachbarschaft ein Flugblatt verteilt. Die Überschrift: Einladung zu Kaffee, Kuchen & für einen vielfältigen Stadtteil. Im Text heißt es: „Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, liebe Anwohnerinnen und Anwohner, für Mittwochmittag, den 28.08.2013, hat die rassistische und islamfeindliche Kleinpartei „Pro Deutschland“ eine Kundgebung in der Schmechtingstraße angemeldet. Die Kundgebung soll sich gegen die vielfältige Bevölkerung des Stadtteils sowie gegen das Soziale Zentrum richten. Das Soziale Zentrum ist ein Ort, an dem sich viele Menschen gegen Rassismus und für eine offene Gesellschaft einsetzen. Pro Deutschland sieht in unserem Stadtteil und dem Sozialen Zentrum dagegen einen „dunklen Ort“ . mehr…
Die Linksfraktion im Rat schreibt: »Am 14.9. findet eine der beiden bundesweiten umFAIRteilen-Demonstrationen in Bochum statt. Dem sehr breiten Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien, Migrantenorganisationen, kirchlichen und Arbeitsloseninitiativen und vielen anderen mehr geht es darum, den gesellschaftlichen Reichtum gerechter zu verteilen und durch eine Reichensteuer die öffentlichen Kassen zu füllen. mehr…
Der Betriebsrat des Bochumer Opel-Werkes hat ein Flugblatt an die Belegschaft verteilt, in dem es heißt: »Am Dienstag, dem 20. August 2013, wurde der Betriebsrat von der Geschäftsleitung informiert, dass Ende September 2013 die Bochumer Getriebeproduktion beendet wird. Das F 13-Getriebe soll zukünftig durch das F 17-Getriebe in Aspern (Österreich) ersetzt werden. Durch diese Maßnahme will Opel das österreichische Werk besser auslasten. In Bochum werden ca. 300 Stammarbeitsplätze gestrichen, ebenso viele Menschen sollen kurzfristig ihre Arbeit verlieren und in Aspern gibt es immer noch Leiharbeit im Werk. mehr…
Die VVN -BdA schreibt: »Der am 30. März 1895 in der Gemeinde Rauschken in Ostpreussen geborene Karl Springer zog 1920/21 mit seiner Frau Emilie, in das Ruhrgebiet, wo er auf der Zeche „Prinz Regent“ in Weitmar Arbeit fand. Die Familie Springer, wenig später mit drei Kindern, wohnte in der Wiemelhauser Str. 17 (heute Markstr. 406), einem Miet- und Geschäftshaus des Konsumvereins „Wohlfahrt“ in Weitmar.
Karl Springer wurde Mitglied des Bergarbeiterverbandes, organisierte sich in der KPD und wurde schon bald Leiter der KPD-Gruppe Weitmar. 1925 arbeitete er als Redakteur für die Tageszeitung Ruhr-Echo. Im Juni 1926 und 1929 bei den Kommunalwahlen wurde Karl Springer zum Stadtverordneten in den Rat der Stadt Bochum gewählt. mehr…
Das Presseamt der Stadt Bochum schreibt: „Das Bürgerbüro Wattenscheid muss auch am Dienstag (27. August) in der Zeit von 13 Uhr bis 13.45 Uhr geschlossen bleiben. Aufgrund einer Vielzahl krankheitsbedingter Ausfälle ist die Personalsituation weiterhin angespannt.“ Das klingt nach Deutscher Bahn und Mainz. Bochum will dem Vorbild der Bahn folgen und in den nächsten Jahren 1.000 Stellen in der Stadtverwaltung streichen.
„Es darf keine deutsche Beteiligung an einer westlichen Militärintervention in Syrien geben. Das wäre ein Bruch des Völkerrechts mit unabsehbaren Folgen, gerade auch für die Bevölkerung in der Region. Es wäre auch ein Betrug an Parlament und Bevölkerung in Deutschland, denn bei der Verlegung der Patriot-Staffeln in die Türkei wurde wiederholt versichert, diese kämen nicht im Zusammenhang mit Offensivmaßnahmen der NATO zum Einsatz. Die Bundesregierung droht so unverhohlen mit einer Beteiligung an einem völkerrechtswidrigen Krieg gegen Syrien“, erklärt Sevim Dagdelen, Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken. Dagdelen weiter: „Deutschland hat in Syrien selbst zur Eskalation des Konfliktes beigetragen. Gemeinsam mit den ‚Freunden Syriens‘ hat man die bewaffnete Opposition unterstützt und aufgerüstet, wie auch Pläne für den ‚Tag danach‘ ausgearbeitet. All das hat zur Eskalation beigetragen, die man nun als Vorwand für eine Intervention nutzen will. Nun sitzt der deutsche Generalstabschef der Bundeswehr Volker Wieker mit seinen Kollegen aus den USA, Frankreich, Großbritannien, Katar und Saudi Arabien in Jordanien zusammen und plant Militärschläge. Außenminister Westerwelle nennt das ‚Abstimmung mit Verbündeten‘. In Wahrheit geht es wieder einmal um die Vorbereitung eines völkerrechtswidrigen Angriffskrieges. mehr…
Bei der bundesweiten Demonstration der Umfairteilen-Kampagne am 14. September in Bochumer wird es auch ein ganz attraktives Kulturprogramm geben. Bis jetzt haben schon eine Reihe von KünsterInnen zugesagt: Chupa Cabras – die Garantie für wilde, durchtanzte Nächte, Wilfried Schmickler (Foto) – der „Scharfrichter unter den deutschen Kabarettisten“, Até Logo – Samba-Laune aus dem Pott, schwarz / rot Atemgold 09 – die fetzige Dorfkapelle des Ruhrgebiets, Hardy & die Occupy Singers & Klaus der Geiger, Pappnasen Rotschwarz – satirisch-karnevalistisch-politisches Frohsinn-Spektakel mit selbstgebauten 4-Meter- Großpuppen…
Für Mittwoch, den 28. August um 12.30 Uhr will die Wahlkampf-Tournee der ultra-rechten Splitterpartei Pro-Deutschland für eine Mini-Demonstration in der Nähe des Sozialen Zentrums in der Schmechtingstraße Halt machen. Ein Dutzend Leute wird dann angekarrt und hört sich rassistische Parolen an. Auf ihrer Webseite schreibt die Gruppierung: „Wir gehen da hin, wo es weh tut, wo das Scheitern der Altparteien offensichtlich geworden ist. Hier kollidiert ihre schöne, bunte Multi-Kulti-Welt mit dem wirklichen Leben. Radikale Islamisten und ihre einheimischen Helfer bedrohen unsere Freiheit!“ Das Soziale Zentrum lädt ab 12 Uhr zu „Kaffee, Kuchen und für einen vielfältigen Stadtteil“ ein. Über Manfred Rouhs, den Vorsitzenden der Splitterpartei und Organisator der Tour schreibt wikipedia: mehr…