Archiv für den Monat: Januar 2008


Dienstag 15.01.08, 14:00 Uhr

Grüne: „Die Stadt hat die Ansiedlung von Nokia mit Erschließungsmaßnahmen in Millionenhöhe gefördert“

Zur angekündigten Schließung des Bochumer Nokia-Werks erklärt Fraktionsvorsitzender Wolfgang Cordes: “Diese Hiobsbotschaft wirft alle Anstrengungen der Wirtschaftsförderung in Bochum um Jahre zurück. Auch das Projekt Bochum 2015 – so sinnvoll und notwendig es ist – wird diesen Einbruch nur teilweise auffangen können. Die vom zweitgrößten industriellen Arbeitgeber in Bochum geplante Schließung des kompletten Nokia-Werks macht alle in letzter Zeit erreichten Verbesserungen der Arbeitsmarktsituation wieder zunichte. Wenn jetzt auch noch die Getriebefertigung bei Opel auf der Kippe steht, sind in Bochum rund 3.000 Arbeitsplätze gefährdet. Ich hoffe für die Beschäftigten, dass möglichst viele dieser Arbeitsplätze doch noch erhalten werden können. Die Stadt hat die Ansiedlung von Nokia mit Erschließungsmaßnahmen in Millionenhöhe gefördert. mehr…


Dienstag 15.01.08, 13:00 Uhr

Die Linke: „Nokia Bochum darf nicht geschlossen werden!“

Die Linke Bochum zeigt sich „überrascht und empört über die geplante Schließung des Nokia-Werkes in Bochum. Die Konzernführung wird aufgefordert, diese Entscheidung im Interesse der Belegschaft und der Region rückgängig zu machen.“ „Unsere Solidarität gilt in erster Linie den betroffenen Beschäftigten und deren Familien. Die Belegschaft hat immer gute Arbeit geleistet und war schon vor Jahren verkleinert worden. Hier zeigt sich wieder deutlich, dass die menschliche Arbeitskraft zum Spielball von Profitinteressen eines Großkonzerns wird“, so Ralf-D. Lange, Kreissprecher der Bochumer Linkspartei.  „Auch das Vorgehen der Konzernführung ist nicht hinnehmbar. Sowohl der Betriebsrat als auch die Belegschaft wurden im Vorfeld nicht informiert. Das nennt man wohl Gutsherrenmanier. Und dabei geht es doch hier um die Lebensgrundlage von einigen tausend Menschen und um eine tiefgreifende Veränderung der Arbeitsmarktstruktur von Bochum und Umgebung. Immerhin ist Nokia einer der größten Arbeitgeber in der Region.“
Die Linke Bochum will unverzüglich Kontakt zum Betriebsrat von Nokia, der Belegschaft und den Gewerkschaften aufnehmen, um gemeinsame Aktivitäten zu entwickeln, die eine Schließung verhindern könnten.


Dienstag 15.01.08, 11:00 Uhr

Nokia kündigt die Schließung seines Bochumer Werkes an

Der Nokia-Konzern hat auf seiner Webseite mitgeteilt, dass er seine Produktion in Bochum bis Mitte 2008 einstellen werde und den Standort Bochum schließen will. Die Produktion solle in wettbewerbsfähigere Nokia-Werke in Europa verlagert werde. Betroffen sind 2300 Beschäftigte. Nokia begründet die Schließung damit, dass der Standort Bochum nicht konkurrenzfähig sei. Veli Sundbäck, Executive Vice President des Unternehmens, wird in der Mitteilung mit der Einschätzung zitiert, dass durch die Entwicklungen des Marktes und den gesteigerten Bedarf an Kosteneinsparungen die Produktion von Mobiltelefonen in Deutschland nicht mehr rentabel sei. Der Standort biete auch nicht die Basis für eine flexible Kapazitätsausweitung. „Therefore we have to make this tough decision.“ Er kündigte Verhandlungen mit dem Betriebsrat an. Die Stadt Bochum und das Land NRW hatte erst vor wenigen Jahren riesige Summen an Wirtschaftsförderung für das NOKIA-Werk in Bochum zu Verfügung gestellt, nachdem Nokia die Fernsehproduktion dicht gemacht und das Mobiltelefonwerk aufgebaut hatte. Der NOKIA-Konzern erzielte in den letzten Jahren beachtliche Profite. Die Nokia Mitteilung im Wortlaut.


Dienstag 15.01.08, 00:00 Uhr
Heute Dienstag, 15. 1., 19.00 Uhr im "Filmfestival ueber morgen" im Kino endstation:

Lip oder die Macht der Phantasie

lip300.jpgDer Film „Lip oder die Macht der Phantasie“ spielt in der französischen Stadt Besançon. Hier beginnt 1973 ein soziales Experiment: Weil die Arbeiter der Uhrenfabrik Lip um ihre Arbeitsplätze fürchten, besetzen sie ihre Fabrik und übernehmen die Uhrenproduktion in Eigenregie. Zwei Jahre lang gelingt es ihnen, die Produktion weiterzuführen, Konzepte selbstbestimmter und gleichberechtigter Arbeit zu erproben und Entlassungen zu verhindern, bis die Fabrik 1975 zerschlagen wird.
Im Anschluss an diesen Films lädt der DGB zu einer Diskussionsrunde ein. Wenn Unternehmen damit drohen, ganze Standorte zu schließen und die Produktion in Regionen weiterzuführen, in denen z. B. die Löhne niedriger sind, dann sind die gewerkschaftlichen Möglichkeiten, sich dagegen zu wehren, beschränkt. Kerstin Sack, Mitglied in der Bundes-Koordination von Attac hat kürzlich an einer Konferenz in Buenos Aires über solidarische Ökonomie teilgenommen. Sie berichtet über die wachsende Zahl von stillgelegten Unternehmen in Lateinamerika, die von den Beschäftigten übernommen und kollektiv weitergeführt wurden. Die Diskussion wird von Michael Hermund, dem Vorsitzenden des DGB Ruhr-Mark geleitet.


Montag 14.01.08, 21:00 Uhr

Bochumer Geschichtswerkstatt neu gegründet

Seit November 2007 gibt es in Bochum wieder eine Geschichtswerkstatt. Themenschwerpunkte auf den kommenden Treffen werden sein: Bochum im Nationalsozialismus und die „Neuen Sozialen Bewegungen“ in den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Ferner sind Exkursionen in die nähere und weitere Umgegend geplant. Das nächste Treffen ist am 17. Januar um 17.00 Uhr im Sozialen Zentrum, Rottstr. 31.


Montag 14.01.08, 20:00 Uhr

Die Linke diskutiert…

Am Donnerstag, 17.Januar lädt die Linke Bochum um 19 Uhr im Gemeindehaus der Christuskirche, Westring 26b zu einer Diskussion über das Thema „Leiharbeit“ ein. Susanne Kim, Mitglied im LandessprecherInnenkreis der AG Betrieb & Gewerkschaft NRW und Michael Müller, Betriebsrat Opel Bochum, werden in kurzen Impulsreferaten in das Thema einführen. Die Studierendengruppe Die Linke.SDS lädt am selben Tag um 18.00 Uhr zu der Veranstaltung „Generation Praktikum sagt Nein, danke“ mit Nele Hirsch ein. Ort: Ruhr-Uni GB 02 Raum 60.


Montag 14.01.08, 19:00 Uhr
Verwaltungsgericht urteilt über die Polizeiaktion gegen die Khaled-Moschee

Polizeipräsident handelte rechtswidrig

Rechtsanwalt Lutz Eisel schreibt in einer Pressemitteilung: „Am 16.4.2004 hatte es eine groß angelegte Polizeiaktion gegen die Khaled-Moschee im Uni Center in Bochum gegeben. Insgesamt 190 Polizeibeamte haben die 227 Besucher des Freitagsgebetes z.T. länger als 7 Stunden festgehalten. Der Islamische Kulturverein e.V., der die Moschee im Uni – Center Bochum betreibt, hat gegen den Polizeipräsidenten Bochum beim Verwaltungsgericht eine Feststellungsklage erhoben (17 K 524/05). Durch Urteil vom 22.11.07 hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen nun entschieden, dass die polizeilichen Maßnahmen rechtswidrig gewesen sind.
Das Verwaltungsgericht hat festgestellt, dass die polizeilichen Maßnahmen einen Eingriff in das Grundrecht des Islamischen Kulturverein e.V. als Träger der Khaled-Moschee auf ungestörte Religionsausübung ( Art. 4 Abs. 2 GG ) dargestellt haben, weil der freie Zugang zu der Gebetsstätte beeinträchtigt worden ist.
Des weiteren hat das Verwaltungsgericht erhebliche Zweifel daran geäußert, ob die Voraussetzungen für die Errichtung einer Kontrollstelle ( § 12 Polizeigesetz ) überhaupt vorlagen, weil die vom Gesetz verlangte konkrete Gefahr selbst vom Polizeipräsidenten nicht angenommen worden war; jedenfalls entsprach die Durchführung der Polizeiaktion nicht den gesetzlichen Vorgaben.
Das Festhalten aller Besucher des Freitagsgebets war unverhältnismäßig, da das Polizeigesetz an einer Kontrollstelle nur die Vorlage des Ausweises verlangt; insbesondere das Festhalten einer Vielzahl von Personen länger als 5, 6 und 7 Stunden verstößt gegen den verfassungsmäßigen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Da die Polizei mit einer Vielzahl von Besuchern der Moschee gerechnet hatte, hätten notfalls noch mehr Polizeibeamte bei der Ausweiskontrolle eingesetzt werden müssen, um die Abwicklung zu beschleunigen.
Der Polizeipräsident Bochum muss die Kosten des gerichtlichen Verfahrens tragen.“


Montag 14.01.08, 07:00 Uhr

Rückblick auf ein Jahr Bewegung in Bochum

rueckblick2008.jpgBereits zum fünften Mal findet am Sonntag, dem 20. Januar 2008, ab 11.00 Uhr im Kultur-Bahnhof Langendreer ein Neujahrsempfang verschiedener Gruppen aus der sozialen Bewegung in Bochum statt. Auf Initiative des Friedensplenums laden diesmal ein: Attac, Attac-Campus, Bahnhof Langendreer, Bochumer Sozialforum, DFG-VK, Frauen für den Frieden, Humanitäre Cuba Hilfe, Medizinische Flüchtlingshilfe, Soziales Zentrum, Urbo und VVN/ BdA. Mit Bildern, Filmen und Geschichten soll vor Augen und Ohren geführt werden, was sich im Jahr 2007 in Bochum sozial bewegt hat. Der DGB-Vorsitzende Ruhr-Mark Michael Hermund wird in einen kurzen Zwischenruf an die wachsende Armut in einem der reichsten Länder der Welt erinnern.
Der Brunch bietet wieder Gelegenheit, völlig losgelöst von irgendeiner politischen Tagesordnung zu plaudern, das reichhaltige Buffet zu genießen, Huggy am Piano zu lauschen und dabei Kraft zu sammeln und Ideen auszutauschen für viel Bewegung im Jahr 2008.


Montag 14.01.08, 00:00 Uhr
Heute Monntag, 14. 1., 19.00 Uhr im "Filmfestival ueber morgen" im Kino endstation:

I Broke my Future – Paradies Europa

brokemf200.jpgZum Hintergrund des Filmes: Parlamentarische Demokratie, soziale Mindestversorgung, Wohlstand für etliche – was für uns lange Selbstverständlichkeiten waren, klingt für viele Menschen außerhalb der »Festung Europa« wie das leibhaftige Paradies. Hunderttausende versuchen jedes Jahr, als AsylbewerberInnen oder Illegale die Grenzen zur EU zu überwinden. Die Dokumentation begleitet vier junge Afrikaner in Berlin, deren Träume längst zerbrochen sind. Ihr Alltag besteht aus Angst vor Kontrollen, Ausbeutung als illegale Arbeitskraft und der schwindenden Hoffnung auf eine Lebensperspektive.
In der anschl. Diskussion ist Knut Rauchfuss von der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum (Mfh) zu Gast. Die Mfh unterstützt MigrantInnen, die in aller Regel von einer angemessenen – manchmal auch von jeder – medizinischen Versorgung ausgeschlossen sind. Sie bietet auch traumatisierten Flüchtlingen Betreuung an. Menschen fliehen schließlich häufig nicht nach Europa, weil sie hier von einer schönen Welt träumen, sondern weil sie von Verfolgung und Folter bedroht oder betroffen sind.


Sonntag 13.01.08, 15:00 Uhr

Ausstellung: Andere Landschaften

ausstellung-tewes.jpg„Die große Resonanz lässt vermuten, dass sich die Reihe kulturLinks in meinem Wahlkreisbüro als feste Größe etabliert“, zog gestern die Bundestagsabgeordnete der Linken Sevim Dagdelen (l.) bei der Vernissage mit Bildern von Barbara Tewes (r.) ihr Resümee. „Die vielen BesucherInnen aus Bochum und Umgebung haben offensichtlich die Gelegenheit wahrgenommen, in entspannter Atmosphäre zwanglos miteinander zu reden. Und mir persönlich macht es immer wieder Spaß, mich mit Kulturschaffenden auszutauschen.“ Ausgestellt werden Bilder von Barbara Tewes unter dem Titel „Andere Landschaften“. Sie hat zehn Arbeiten auf Papier zusammengefasst. Die Bilder sind noch bis Mitte März im Wahlkreisbüro von Sevim Dagdelen an der Alleestraße 36 zu besichtigen.


Sonntag 13.01.08, 00:00 Uhr
Heute Sonntag, 13. 1., 19.00 Uhr im "Filmfestival ueber morgen" im Kino endstation:

Verschwörung der Herzen

Der Film handelt von Kåre Morten und Per, zwei Freunden mit Down-Syndrom. Sie führen im norwegischen Bergen ein ganz normales Leben, bis Kåre Morten sich in Maybritt verliebt. Zwischen Herzklopfen, Liebesbriefen und einer skeptischen Mutter lernt er, mit seinen Gefühlen umzugehen und vor Problemen nicht wegzulaufen. Eine anrührende Geschichte über drei Menschen, die eine ganz konkrete Utopie erlebbar machen: ein selbstbestimmtes Leben inmitten der Gesellschaft.

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Samstag 12.01.08, 15:43 Uhr

Sichtwechsel – Was ist dran an der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs?

Die „Tageszeitung“ (TAZ) hat gestern einen Beitrag von Ellen Johnson-Sirleaf, der Präsidentin von Liberia, veröffentlicht, in dem es heißt: „Heute haben wir die historische Chance, weltweit 250.000 Frauen jährlich vor dem Tod zu bewahren, indem wir Gebärmutterhalskrebs ausmerzen. Diese Chance ergibt sich dank neuer, bahnbrechender Impfstoffe, die vor den meisten Formen des Gebärmutterhalskrebses schützen.“ Das Gen-Archiv/Impatientia aus Essen und die VHS Bochum bieten im Februar und März eine Veranstaltungsreihe an, mit der diese Behauptung in Frage gestellt wird. In der Einladung heißt es: »Die HPV-Impfung wird allgemein als Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs propagiert. HPV steht für Human Papillom Virus. Mit Schlagzeilen wie „Impfung gegen Krebs“, „Immun gegen Krebs“ oder „Drei Piekser für die Ewigkeit bewahren vor Schmerz und Tod“, wurde die Zulassung der ersten HPV-Impfung in Deutschland im Oktober 2006 euphorisch begrüßt. Bereits im März 2007 hat dann die Ständige Impfkommission (STIKO) diese Impfung in den Katalog der empfohlenen Impfungen für 12- 17jährige Mädchen aufgenommen. Dadurch sind die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, sie für diese Zielgruppe zu bezahlen. Doch unbestritten ist: Die HPV-Impfung schützt nicht vor Krebs! Das behaupten die Hersteller auch gar nicht. Die Marketingstrategen wissen aber, dass die Drohung einer möglichen Krebserkrankung Angst macht, dass die Angst der Mütter um ihre Töchter eine Not und einen Entscheidungsdruck erzeugt, dass die Töchter nicht abseits stehen wollen, wenn Rettung angeboten wird. Noch vor 2 Jahren fühlte sich keine Mutter vom Gebärmutterhals direkt bedroht, kannten die Töchter kein HPV. Es ist nichts passiert, keine Epidemie, kein enormes Ansteigen einer seit vielen Jahren rückläufigen Krebserkrankung und dennoch funktionieren die Verkaufsargumente.« Der Einladungsflyer als PDF.


Samstag 12.01.08, 00:00 Uhr
Heute Samstag, 12. 1., 19.00 Uhr im "Filmfestival ueber morgen" im Kino endstation:

A Scanner Darkly – Der dunkle Schirm

scannerdarkly-600.jpgDie Filmstory ist simpel: Undercover-Ermittler Fred erhält den Auftrag, einen gewissen Bob Arctor zu observieren – der niemand anderes ist als er selbst. Richard Linklater verfilmt den legendären Roman von Kultautor Philip K. Dick mit Stars wie Winona Ryder, Keanu Reeves, Robert Downey Jr. und Woody Harrelson und verfremdet ihn mit der Technik eines Animationsfilms. Er zeichnet das düstere Bild eines paranoiden Überwachungsstaates mit Parallelen zum gegenwärtigen »Krieg gegen den Terror«. Der Film thematisiert die amerikanische Gesellschaft in naher Zukunft, ein Überwachungsstaat, in dem die Bürgerechte der Drogenfahndung geopfert worden sind. Die Mittel, die BürgerInnen zu schützen, bewirken, dass deren Rechte liquidiert werden.
Die beschlossene Vorratsdatenspeicherung ist auch in der BRD ein aktuelles Beispiel, wie die Freiheit Zentimeter für Zentimeter stirbt. In der Diskussion sollen aktuelle Entwicklungen thematisiert und Möglichkeiten der Gegenwehr aufgezeigt werden. Im Anschluss findet eine Diskussion mit “Das Labor”, Attac Campus Bochum und der “AG Überwachungsstaat im Sozialen Zentrum” statt.


Freitag 11.01.08, 22:00 Uhr

Bericht vom Neujahrsempfang der Linksfraktion im Rat

Als einen guten Start des neuen Jahres sieht die Linke im Rat ihren heutigen Neujahrsempfang: „In den gut gefüllten Räumen des Wahlkreisbüros von Sevim Dagdelen nutzten die BürgerInnen die Gelegenheit, sich mit den Mitgliedern der Fraktion über politische Fragen aber auch über Persönliches auszutauschen. Besonders freute sich die Fraktion darüber, dass auch VertreterInnen verschiedener Interessensgruppen gekommen waren.“ Ausführliches.


Freitag 11.01.08, 00:00 Uhr
Heute Freitag, 11. 1., 19.00 Uhr im "Filmfestival ueber morgen" im Kino endstation:

Eggesin möglicherweise

monty-schaedel.jpgZum Hintergrund des Filmes: Zu Zeiten der DDR waren in Eggesin 27.000 Soldaten stationiert. Dann kam der Anschluss an die BRD und der Standort wurde aufgelöst. Die örtliche Wirtschaft brach zusammen, junge Leute wandern ab. Mehr als ein Drittel der EinwohnerInnen sind schon fort, weitere 30% sollen noch folgen. Doch die BürgerInnen von Eggesineggesin_600.jpg resignieren nicht. Sie versuchen sich in agilen Bürgerschaften zu organisieren und mit Einfallsreichtum das Beste aus ihrer Situation zu machen. Das Bochumer Sozialforum und das Bochumer Friedensplenum haben für die Diskussion über den Film Monty Schädel (Foto), Bundessprecher der DFG/VK, eingeladen. Er lebt in Mecklenburg-Vorpommern und kennt die Situation dort sehr genau. Mit ihm soll diskutiert werden, wie sich die Widerständigkeit in einigen Orten entwickelt hat und was sich daraus für Bochum lernen lässt. Gemeinsam soll überlegt werden, warum der gigantische Sozialabbau der letzten Jahre nicht mehr Widerstand hervorgerufen hat und wie dies anders werden kann.


Donnerstag 10.01.08, 21:00 Uhr

Aidsbekämpfung und Patentschutz

Die DKP lädt am 17.1. ein zu einer öffentlichen Nachlese zum G-Gipfel unter dem Thema: „G8 für Aidsbekämpfung und Patentschutz – ein Widerspruch?“ In der Einladung heißt es: »Joseph Stiglitz, als ehemalige Chef-Volkswirt der Weltbank ein Mann mit Insiderwissen, sagt dazu: „Die Bekämpfung von Krankheiten wie HIV/AIDS verträgt sich nicht mit der Verschärfung von Patentregeln. Als die Wirtschaftsminister das TRIPS-Abkommen zum Schutz geistigen Eigentums verabschiedeten, haben sie „Tausende von Menschen in den ärmsten Ländern zum Tode verurteilt“. Als etwas verspäteter Beitrag zum Weltaidstag sollen in einem kleinen Vortrag Hintergrundinformationen vermittelt werden, die zeigen, warum es trotzdem kein Widerspruch ist, dass die G8 sich beides auf die Agenda setzten. Veranstaltungsort ist das Studentenheim Q 100 im Unicenter. Der Tagungsort ist zu erreichen über den Nebeneingang im Kellergeschoß (links vom Haupteingang im Unicenter). Uhrzeit 19:30«


Donnerstag 10.01.08, 21:00 Uhr

Sozialticket für Bochum

Das Bochumer Sozialforum hat sich auf seiner letzten Sitzung intensiv mit der Einführung eines Sozialtickets für den öffentlichen Nahverkehr beschäftigt. Vorbild ist dabei das Dortmunder Sozialforum, das es in einem breiten Bündnis geschafft hat, die Dortmunder rot-grüne Ratsmehrheit zur Einführung eines Sozialtickets zu bewegen. Damit ist zunächst das Argument von SPD und Grünen in Bochum ausgehebelt, dass eine solche Maßnahme im VRR-Verbund für eine Stadt im Alleingang nicht möglich sei. Auf der Sitzung wurde auch ausführlich über die Unzulänglichkeiten der Dortmunder Regelung informiert: Das Ticket gibt es z. B. nur im Jahresabo und kann von KundInnen ohne Konto nicht erworben werden. Das Sozialforum wird am Samstag, dem 26. Januar – dem global action day – mit einer Aktion in der Innenstadt über das Sozialticket informieren.
Unabhängig davon hat die Soziale Liste einen Antrag zur Einführung eines Sozialtickets für die nächste Ratssitzung gestellt.


Pressemitteilung der Sozialen Liste vom 10. 1. 2008
Donnerstag 10.01.08, 17:47 Uhr
Soziale Liste: Die Zeit für eine Entscheidung ist reif

Ein Sozialticket für Bochum und Wattenscheid

Die Soziale Liste im Rat hat zur Sitzung am 30. Januar 2008 einen Antrag eingereicht, der die Einführung eines Sozialtickets in Bochum und Wattenscheid zum Ziel hat (siehe Anhang).
Die Soziale Liste ist der Auffassung, dass der Nahverkehr für alle Menschen der Stadt Bochum bezahlbar gemacht werden muss. Wie bekannt ist, reicht der Regelsatz des ALG II von 345 Euro kaum fürs Überleben. Für Fahrtkosten sind im Regelsatz insgesamt 18.11 Euro vorgesehen. Das Ticket 1000 kostet aber im Abo schon 45, 77 Euro allein für den Bereich Bochum.
Mobilität ist heute ein entscheidender Faktor um soziale Isolation und Ausgrenzung entgegenzuwirken. Sie ist Voraussetzung zur Teilhabe am gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben in unserer Stadt. Ohne das Sozialticket wird dies den ALG II-BezieherInnen und den übrigen armen Bürger jedoch unerträglich erschwert. Nicht nur im täglichen Leben, sondern auch zur Arbeitssuche, den Vorladungen zur ARGE und Behörden ist der ÖPNV für diesen Personenkreis von besonderer Bedeutung. Und gerade dies setzt einen hohen Grad an Mobilität dieser Personengruppe voraus. Selbst die Angebote von warmen Mahlzeiten, der Kleiderkammern und dem sozialen Kaufhaus sind meist nur durch Fahrten mit Bus und/oder Bahn erreichbar.
Dass ein Sozialticket möglich ist, hat nach Köln und Berlin nun auch Dortmund bewiesen. Was in Dortmund möglich ist, kann in Bochum nicht unmöglich sein. Die Forderung nach einem Sozialticket wird im Rat, den Ausschüssen und der Bochumer Öffentlichkeit jetzt seit mehreren Jahren beraten, diskutiert und geprüft. Nach über drei Jahren ist die Zeit für eine Entscheidung reif.

Antrag zur Sitzung des Rates am 30. Januar 2008

Sozialticket

Der Rat der Stadt Bochum möge beschließen:

Der Rat der Stadt Bochum beschließt die Einführung des Sozialtickets. Bezugsberechtigt sind analog dem Bochum-Pass: Leistungsbezieher des Arbeitslosengeldes II plus 10%, Leistungsempfänger nach SGB XII, der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsunfähigkeit, der wirtschaftlichen Jugendhilfe oder nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.
Es werden zwei Arten des Sozialtickets geschaffen:
a)Das personenbezogene Ticket 1000 (Preisstufe A). Es ist im Jahresabonnement für den Preis von monatlich 15 € erhältlich und im gesamten Bochumer Stadtgebiet gültig.
b)Ein um mindestens 50% verbilligtes Viererticket.
Eine erstmalige Nutzung soll ab dem 01. März 2008 möglich sein.
Um einen bürokratischen Aufwand möglichst gering zu halten, können Besitzer des Bochum-Passes das Ticket sofort an den BOGESTRA-Verkaufsstellen unter Vorlage des Bochum-Passes und des Personalausweises bestellen.
Nicht Inhaber des Bochum-Passes können diesen bei der Stadt Bochum im Sozialamt, sowie in den Bezirksverwaltungsstellen beantragen.
Entsprechend dieses Antrages wird das Sozialticket in den Bochum-Pass aufgenommen.
Begründung:
Erfolgt mündlich

Nuray Boyraz Günter Gleising


Donnerstag 10.01.08, 14:32 Uhr

Sevim Dagdelen: Diätenerhöhung geht an Projekte

Sevim Dagdelen, Mitglied der Linksfraktion im Bundestag, spendet ihre Diätenerhöhung an lokale Projekte und Einrichtungen in Bochum und Umgebung. Sevim Dagdelen: „Die Abgeordneten der Großen Koalition wirtschaften sich lieber mehr Geld in die eigenen Taschen, während der Bundestag dank ihrer Politik in den letzten Jahren eine soziale Verschärfung nach der anderen beschlossen hat. Die Linke hat daher im Bundestag geschlossen gegen diese Diätenerhöhung gestimmt. Auch ich meine die Ablehnung der Diätenerhöhung ernst. Deshalb werde ich ab dem 1. Januar von dem Mehr an Diät folgende soziale und politische Projekte in Bochum und NRW unterstützen: das Soziale Zentrum Bochum, die Medizinische Flüchtlingshilfe und den Verein Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren. Das Soziale Zentrum halte ich für eine unverzichtbare politische und kulturelle Institution in Bochum, in der sich ganz unterschiedliche Gruppen treffen können. Leider ist es nicht zuletzt durch chronischen Geldmangel immer wieder in seiner Existenz bedroht. Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum engagiert sich seit nunmehr über zehn Jahren für die Verbesserung der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen und MigrantInnen. Diese ehrenamtliche Arbeit kann man – gerade für die Betroffenen – nicht hoch genug einschätzen. Und der Verein „Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren“ unterstützt seit Jahren die unmittelbar von der Abschiebehaft betroffenen Menschen und informiert die Öffentlichkeit über die unmenschliche Praxis der Abschiebehaft. Der Verein wurde 2006 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. Die großen Ungerechtigkeiten in dieser Gesellschaft lassen sich durch meine Spenden sicherlich nicht beseitigen. Zumindest möchte ich aber ein Zeichen setzen, dass die Linke ihren Worten auch Taten folgen lässt.“


Donnerstag 10.01.08, 00:00 Uhr
Heute Donnerstag, 10. 1., 19.00 Uhr im "Filmfestival ueber morgen" im Kino endstation:

Werner Herzog: The Wild Blue Yonder

wby-200.jpgFilmemacher Werner Herzog erzählt in »The Wild Blue Yonder« die Geschichte zweier hoffnungsloser Begegnungen mit der jeweils anderen Art. Zwischen verlorenen Aliens, im All treibenden Astronauten und Astrophysikern, die über interplanetarische Super-Highways spekulieren, entdeckt er die gefährdete Schönheit des Planeten Erde: Warum in ferne Galaxien streben, wenn es auf dem eigenen Planeten einiges zu tun gibt?
Diskussionspartner dieses Films ist Rainer Vowe vom Institut für Medienwissenschaften der Ruhr-Uni. Üblicherweise werden im Science-Fiction-Film Utopien und zukünftige Welten entworfen. Den berühmten Regisseur Werner Herzog interessiert aber in seinem Science-Fiction-Film etwas ganz anderes: die Zukunft der Erde, ihre rätselhafte Schönheit, die es wert ist vor weiteren Zerstörungen bewahrt zu werden. In der Diskussion soll u.a. der Frage nachgespürt werden, welche Rolle Filme und andere Medien für gesellschaftliche Aufklärung und Veränderungen haben.


Mittwoch 09.01.08, 21:00 Uhr

Rubrosen werden ihren Namen nicht los

Die Jusos an der Ruhr-Uni müssen nun doch unter ihrem stark in Misskredit geratenen Namen Rubrosen für das Studierendenparlament antreten. Sven Ellmers, Mitglied des Wahlausschusses schreibt: »Die Rubrosen dürfen nicht unter dem gewünschten Label „Jusos & friends“ antreten; auf dem Wahlzettel steht weiterhin „Rubrosen Jusos & friends“. Hintergrund: Die Jusos hatten Wahlvorschläge eingereicht, auf denen „Rubrosen Jusos & friends“ stand, und Unterstützerlisten, auf den „Jusos & friends“ stand. Also: Sie hatten Kandidaten, die nicht unterstützt wurden, und Unterstützer für eine Liste, die keine Kandidaten vorzuweisen hatte. Der Wahlausschuss hat daher beschlossen, die Rubrosen nur dann zur Wahl zuzulassen, wenn sie binnen 24 Stunden die erforderliche Anzahl an UnterstützerInnen nachweisen – für die Liste „Rubrosen Jusos & friends“ (denn nur für diese Liste gab es KandidatInnen). Dies ist mittlerweile geschehen. Außerdem wurde der Name „Die Linke.SDS“ aufgrund der Verwechlungsgefahr mit der „Linken Liste“ geändert. Der neue Name lautet genau umgekehrt: „SDS. Die Linke“.  Hier die antretenden Listen und deren KandidatInnen-Zahl: mehr…


Mittwoch 09.01.08, 13:43 Uhr

Jugendwettbewerb gegen Rechtsextremismus

Zum ersten Mal in Bochum veranstaltet die Bundestagabgeordnete der Linksfraktion Sevim Dagdelen in diesem Jahr den Jugendwettbewerb „Zivilcourage vereint“. Es handelt sich hierbei um einen bundesweiten Wettbewerb, der zum vierten Mal von den Mitgliedern der Linksfraktion im Bundestag organisiert wird. Gesucht werden phantasievolle Beitrage von Jugendlichen zwischen 16 und 26 Jahren, die sich gegen Nazismus, Rassismus und Antisemitismus richten. Diese können künstlerisch gestaltender oder handwerklich technischer Art sein (Videos, Theaterstücke, Drehbücher, Gedichte, Songs, die Gestaltung einer Internetseite, gewaltfreie originelle Aktionen etc.). Zu gewinnen gibt es eine Studienreise nach Griechenland. Unter dem Motto „Kultur und Barbarei“ geht es u. a. nach Athen und Delphi. Im letzten Jahr fuhren die GewinnerInnen des Wettbewerbs nach Katalonien, um Einblick in die Geschehnisse des Spanienkrieges vor gut 70 Jahren zu bekommen. Hierüber informiert eine Plakatausstellung, die ab dem kommenden Montag im Sozialen Zentrum, Rottstraße. 31 ausgestellt ist.


Mittwoch 09.01.08, 12:00 Uhr
Jugendtheater gegen das Vergessen und gegen Rassismus

Yemej HaShoah – Tage der Erinnerung

Vom 21.01. bis 08.02. findet im Kultur Magazin, Lothringerstr. 36 c in Gerthe eine neue Veranstaltungsreihe des Kinder- und Jugendtheaters statt. In der Einladung heißt es: »Die Auseinandersetzung mit dem dritten Reich und seinen Folgen finden in der Bundesrepublik traditionell um den 9. November herum, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, mit Gedenkfeiern und Kranzniederlegungen statt. Das „tausendjährige Reich“ hat aber nicht nur einen Tag, sondern unsägliche zwölf Jahre gedauert. Mittlerweile können wieder 25 % aller Bundesbürger dem Hitlerregime auch positive Aspekte abgewinnen. „Du Judenschwein“ ist leider wieder ein auf Schulhöfen gebräuchliches Schimpfwort und das ist nur die Spitze des Eisberges. Deshalb hat das Theater Traumbaum/FreierVogel eine neue Veranstaltungsreihe gegen das Vergessen und gegen Rassismus ins Leben gerufen: Yemej HaShoah – Tage der Erinnerung vom 21.01. bis 08.02. im Kultur Magazin. Mit einem Kindertheaterstück und zwei Jugendtheaterstücken wendet sich diese Reihe ganz bewußt an Grundschulen und weiterführende Schulen. mehr…


Dienstag 08.01.08, 19:00 Uhr

Kritik an der Sozialen Liste

Horst Hohmeier vom Bochumer Anti-Atom-Plenum schreibt: „Die soziale Liste hat in der Abstimmung über die Beteiligung der Stadtwerke Bochum an neuen Kohlekraftwerken mit der SPD, CDU, UWG und der FDP gegen die Linke und die Grünen und damit für die Errichtung und den Betrieb dieser Dreckschleudern gestimmt. Da mir dazu kein sachlicher Kommentar einfällt, bleibt mir nur die Feststellung, dass die Soziale Liste in ihrem Denken offensichtlich immer noch dem von Stalin proklamierten Primat der Schwerindustrie verhaftet ist und an ein grenzenloses industrielles Wachstum glaubt. J.W. Stalin 1952: Was hieße es aber, auf das Primat der Produktion von Produktionsmitteln verzichten? Das hieße, unserer Volkswirtschaft die Möglichkeit eines ununterbrochenen Wachstums zu nehmen, denn es ist unmöglich, ein ununterbrochenes Wachstum der Volkswirtschaft zu sichern, ohne zugleich das Primat der Produktion von Produktionsmitteln zu sichern.“


Dienstag 08.01.08, 17:00 Uhr

Brauner Sumpf

Die Bochumer Jusos schreiben: »Durch die Arbeit der Roten Antifa kam erneut ein Skandal in den Reihen der Bochumer CDU/ Jungen Union ans Licht. Zum zweiten Mal wurde eine rassistische Seite ins Internet gestellt, dessen Administrator u.a. Hendrik Schäfer ist (Schatzmeister der Jungen Union Bochum). Zwar hat sich der Name von „bochum-gegen-links“ in „bochum-konservativ“ gewandelt, Inhalt und Stil blieben der gleiche: Rassistisch, dilettantisch, verleumderisch. Die CDU Bochum reagierte bereits auf den letzten Vorfall nur halbherzig. Erst auf Druck der Öffentlichkeit wurden Konsequenzen gegenüber den Verantwortlichen in Erwägung bezogen. Bis auf dieses Lippenbekenntnis geschah jedoch nichts. Für uns Jusos Bochum ist jedoch klar: Das Maß ist endgültig voll. CDU, Junge Union und nahe stehende Arbeitskreise müssen endlich ihre Köpfe aus dem braunen Sumpf ziehen und sich ehrlich von allem rechtem Gedankengut und seinen Trägern in ihrer Partei verabschieden.«


Dienstag 08.01.08, 08:00 Uhr

Filmfestival startet mit Werner Herzogs „The Wild Blue Yonder“

Das Filmfestival „ueber morgen“ startet am kommenden Donnerstag, dem 10. Januar im Kino Endstation im Bahnhof Langendreer. Eine Woche lang wird täglich um 19.00 Uhr ein anderer Film gezeigt. Der Vorsitzende der DGB Region Ruhr-Mark, Michael Hermund, unterstrich bei der Vorstellung des Festivals die Bedeutung von Utopien und Visionen: „Uns wird immer wieder weis gemacht, dass gesellschaftliche Prozesse durch Sachzwänge bestimmt und damit unveränderbar seien. Im Wirklichkeit sind alle Dinge, die durch Menschen geschaffen wurden, auch wieder durch Menschen veränderbar.“ Der Auftaktfilm am Donnerstag ist „The Wild Blue Yonder“. Filmemacher Werner Herzog erzählt hierin die Geschichte zweier hoffnungsloser Begegnungen mit der jeweils anderen Art. Zwischen verlorenen Aliens, im All treibenden Astronauten und Astrophysikern, die über interplanetarische Super-Highways spekulieren, entdeckt er die gefährdete Schönheit des Planeten Erde: Warum in ferne Galaxien streben, wenn es auf dem eigenen Planeten einiges zu tun gibt? mehr…


Dienstag 08.01.08, 07:00 Uhr
Podiumsdiskussion: "Quo vadis, Türkei?"

Die kurdische Frage zwischen Krieg und politischer Lösung

Am Dienstag, 15.01., findet um18.30 Uhr an der Ruhr Uni im HZO 50 eine Podiumsdiskussion statt. Einlader ist der Verband der Studierenden aus Kurdistan. Es diskutieren: Selahattin Demirtas, Diyarbakir Vize-Fraktionsvorsitzender der DTP im türkischen Parlament; Prof. Dr. M. Cengiz Gülec, Ankara, Sprecher des Friedensrats der Türkei und Wolfgang Zimmermann, Düsseldorf,  Sprecher der Linken NRW. In der Einladung heißt es: „Trotz jahrelanger Bemühungen für eine friedliche Lösung der kurdischen Frage beharrt der türkische Staat darauf, den Freiheitswillen der Kurden mit militärischen Mittel zu unterdrücken. Letztes Beispiel für diese Politik der Verleugnung und Vernichtung sind die Luftangriffe gegen mutmaßliche PKK-Stellungen im Nordirak, bei denen es auch zivile Opfer gegeben hat. So hat die Türkei mit Unterstützung der USA und der stillen Zustimmung der EU zum wiederholten Mal den Friedensappellen der kurdischen Seite mit Bomben geantwortet. mehr…


Montag 07.01.08, 22:00 Uhr

Rubtulpen statt Rubrosen

Zu der in 14 Tagen beginnenden Wahl für das Studierendenparlament (SP) an der Ruhr-Uni treten die Rubrosen nicht mehr unter ihrem bisherigen Namen an. Sie hatten zusammen mit dem RCDS und der LHG bisher den AStA gestellt und mit einer gigantischen Mensapartypleite für überregionale Furore gesorgt. Sie nennen sich jetzt Jusos Hochschulgruppe. Dafür treten dieses Mal aber „Rubtulpen“, „Der Schwarze Ritter wird Siegen“, „Liste der Herzen“ und „Die Linke.SDS“ neu an. Bis auf eine Jux-Liste kandidieren alle bisher im SP vertretenen Listen erneut. Die alternative Liste mit 85 und die Linke Liste mit 108 KandidatInnen haben die meisten Studierenden motivieren können, sich für die Wahl aufstellen zu lassen.


Montag 07.01.08, 17:47 Uhr

Ausstellungseröffnung: andere Landschaften

Am Samstag, 12. Januar präsentiert die Bochumer Künstle­rin Barbara Tewes ab 16.00 Uhr im Wahlkreisbüro von Sevim Dagdelen, Alleestr. 36 in Bochum ihre Bilder zu dem Thema „Andere Landschaften“. Damit wird die Ausstellungsreihe kulturlinks mit einer weiteren Vernissage fortgesetzt. „Ich möchte in der Ausstellung die Auseinandersetzung mit der vom Menschen der Natur abgerungenen Lebensgrundlagen widerspiegeln. Dabei dient mir Papier als Basismaterial“, so Barbara Tewes, die bereits international ausgestellt hat. „Nach dem großen Erfolg der ersten Ausstellung im vergangenen Jahr wollen wir lokalen KünstlerInnen auch in Zukunft mit kulturlinks eine Plattform bieten, die auch das kulturelle Angebot der Stadt Bochum bereichert, “ sagt Sevim Dagdelen, „und wir wollen die Möglichkeit nutzen, mit KünstlerInnen in einen dauerhaften Dialog zu treten“.
Kulturlinks ist eine Ausstellungsreihe verschiedener KünstlerInnen, die ihre Werke jeweils vierteljährlich im Bochumer Wahlkreisbüro zeigen. „Denkbar sind in dieser Reihe auch Filme oder Buchvorstellungen“, so die migrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sevim Dagdelen.


Montag 07.01.08, 15:00 Uhr

Neujahrsempfang der Linksfraktion

Am Freitag, den 11. Januar, lädt Die Linke im Rat der Stadt Bochum zu ihrem Neujahrsempfang ein. Der Empfang findet ab 15.00 Uhr im Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen, Alleestr.36, statt. Die Fraktion will ein für sie „erfolgreiches Jahr Revue passieren lassen und kurz einen Ausblick auf 2008 geben“. Dazu der Fraktionsvorsitzende Ernst Lange: „Ich freue mich, dass wir unseren Empfang im Wahlkreisbüro von Sevim Dagdelen durchführen, die an diesem Tag natürlich auch anwesend sein wird. Wir können auf ein durchaus erfolgreiches Jahr zurückblicken. Durch unsere Beharrlichkeit im Rat und in den Ausschüssen musste zum Beispiel die ARGE die Zahlen der Zwangsumzüge nennen. Durch uns initiiert, konnte auch durchgesetzt werden, dass die Arbeit der ARGE transparenter wird und im Sozialausschuss über ihre Angelegenheiten beraten werden kann. Wenn jetzt im Januar der Zug der Erinnerung in Bochum Stadion macht, so liegt dies auch an einem Antrag von uns. mehr…