Programm 2.Halbjahr 2014

Standrundgänge und Exkursionen per Rad

Bochum in der NS-Zeit
Samstag, 06.09. 2014
Standrundgang zum Thema Widerstand und Verfolgung in Bochum 1933 – 1945
Während dieses ca. 2-stündigen Stadtrundgangs wird an den Widerstand gegen das NS-Regime in Bochum erinnert sowie über das Ausmaß und die Organisierung der Verfolgung und Vernichtung von Nazi-Gegnern, Juden und Sinti und Roma informiert. Wir machen u. a. Station vor den ehemaligen Standorten der Gewerkschaftshäuser, am Apolonia Pfaus-Park und am Standort der alten Synagoge. Weitere Stationen sind das ehemalige Polizeipräsidium an der Uhlandstr. und der Springerplatz
Treffpunkt: Hauptbahnhof Bochum
Uhrzeit: 14.00 Uhr
Anmeldung werden bis zum 03.09.2014 erbeten unter: geschichtswerkstatt@bo-alternativ.de

 

Samstag. 13.09.2014
Der Niederrhein während des Dreißigjährigen Krieges
Radtour von Rheinberg über Geldern nach Krefeld
Wir werden mit dem Zug bis Rheinberg fahren und von dort mit dem Fahrrad entlang der Fossa Eugeniana, einem noch an manchen Stellen sichtbaren Kanal, mit dessen Bau die Spanier im Jahr 1626 begonnen hatten. Dieser Kanal von sollte Venlo bis Rheiberg gebaut werden und die Maas mit dem Rhein verbinden. Der Weiterbau dieses Kanals wurde allerdings 1632/33 eingestellt., als die Generalstaaten Rheinberg und Venlo eroberten.
Dass das ehemalige Herzogtum Geldern damals zu Spanien bzw. zur spanische Niederlande gehörte, ist heute im öffentlichen Bewusstsein weitgehend vergessen.
Im Jahre 1642 fand auf der Kempener Heide, in der Nähe von Krefeld, eine Schlacht zwischen der katholischen Allianz (kaiserliche und kurkölnische Truppen) und der protestantischen Allianz (französische, hessische und weimarische Truppen) statt. Diese Schlacht endete für die protestantische Allianz siegreich. Auf der Kempener Heide werden wir das ehemalige Schlachtfeld erkunden, Reste von alten Landwehren entdecken und etwas über den Kriegsalltag der Menschen, die damals in dieser Region lebten, erfahren.
Treffpunkt: Hauptbahnhof Bochum
Uhrzeit: 9.00 Uhr
Tourleiter: Volker Gerwers
Anmeldung werden bis zum 10.09.2014 erbeten unter: geschichtswerkstatt@bo-alternativ.de

 

Samstag 27.09.2014
Kriegerdenkmäler in Bochum
Radtour in Bochum zu verschiedenen Kriegerdenkmälern
In Bochum gibt es an mehreren Orten Denkmäler für die getöteten Soldaten
des Ersten Weltkriegs. Die meisten dieser Denkmäler sind in den 20er
Jahren errichtet worden und drückten nur teilweise den Wunsch der
Hinterbliebenen nach einem Ort des Gedenkens und der Trauer aus. Sehr
viel öfter sind diese Denkmäler eine Manifestation des reaktionären
Revisionismus. Das sicherlich bekannteste Denkmal ist der Steinlöwe an
der Königsallee vor der Schiller-Schule. Die Führung soll vor diesem
sehr bekannten Denkmal beginnen und zu anderen, nicht so prägnanten und
eindeutigen Denkmälern führen. Bei den verschiedenen Denkmälern werden
die historischen Hintergründe erklärt.
Tourleiter: Grischa Jacob
Uhrzeit: 13:00 Uhr

 

Samstag, 18.10.2014
Gedenkorte für die Opfer des Nationalsozialismus in Bochum
Rundfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Wir machen Station an Orten außerhalb des Stadtzentrums von Bochum, die in der nationalsozialistischen Zeit von Bedeutung waren. Diese etwa 4- stündige Rundfahrt führt zu den Orten des Nazi-Terrors, zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung in Bochum. Ausgangspunkt ist der Springerplatz. Weitere Stationen sind die früheren Standorte der ehemaligen Zwangsarbeiterlager, der Gedenkort Saure Wiesen und als Endpunkt das ehemaliges Zechengebäude am Kemnader Stausee.
Treffpunkt: Springerplatz, Bochum
Uhrzeit: 11.00 Uhr
Tourleiter: Volker Gerwers
Anmeldung werden bis zum 15.10.2014 erbeten unter: geschichtswerkstatt@bo-alternativ.de
Studienreise

Mittwoch, 08.10.2014 bis Sonntag, 12.10.2014
100 Jahre Erster Weltkrieg – eine Exkursion zum Hartmannswillerkopf, Elsass (Frankreich)
Der Hartmannswillerkopf ist ein Berg im Elsass der während des Ersten Weltkriegs zwischen Deutschen und Franzosen erbittert umkämpft war. Davon zeugt heute noch ein gut erhaltenes System von Schützengräben. Ebenso finden sich mit Gras überwachsene Trichter. Der Kampf um den Gipfel begann am 31.12.1914. Die schwersten Kämpfe fanden am 19./20.Januar, 26.März, 25./26.April und am 21./22.Dezember 1915 statt. Ab etwa Mitte 1916 reduzierten beide Seiten ihre Truppen dort, intensivere Kämpfe fanden in nördlicheren Frontabschnitte statt. Insgesamt starben etwa 30000 Soldaten am Hartmannsweilerkopf.
Anmeldung werden bis zum 10.09.2014 erbeten unter: geschichtswerkstatt@bo-alternativ.de

 

Vortrag

Dienstag, 16.12.2014
Vor 70 Jahren: Der Beginn der deutschen Ardennenoffensive
Vortrag von Volker Gerwers
Im 16.Dezember 1944 begann an der damaligen Westfront eine Offensive der deutschen Truppen, die sogenannte Ardennenoffensive, oder auch Runstedt-Offensive genannt. Die deutschen Truppen drangen bis zum belgischen Ort Bastogne vor. Während dieser Offensive kam es im ostbelgischen Ort Stavelot zu einem Massaker an der Zivilbevölkerung. Etwa 150 Zivilisten wurden dort durch Angehörige der SS-Kampfgruppe Peiper erschossen. Die Kampfgruppe Peiper war auch für die Ermordung von 73 amerikanische Soldaten nach ihrer Gefangennahme in der Nähe von Malmedy verantwortlich. Es sind noch weitere Kriegsverbrechen nachgewiesen, die während der Ardennenoffensive stattfanden.
Während dieses Vortrages wird noch weitgehend unbekanntes Bildmaterial gezeigt, das diese Kriegsverbrechen dokumentiert. Abschließend wird auf den Malmedy-Prozess eingegangen, der vom 16.Mai bis 16.Juli 1946 im Internierungslager Dachau stattfand.
Uhrzeit: 19:00 Uhr

 

 

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Linke Opposition in der DDR, Vortrag von Thomas Klein und Wolfgang Rüddenklau

Die beiden Aktivisten Thomas Klein und Wolfgang Rüddenklau werden am 13. 5. in der Reihe “Kritik des Staatssozialismus” im SZ einen Vortrag halten. Beide Referenten stammen aus der ehemaligen DDR und waren beide in auf verschiedene Weise in der Opposition aktiv. Thomas Klein hatte schon in den 70er Jahren Kontakte zur Opposition und mußte deswegen eine Haftstrafe absitzen. Er gehörte 1989 zu den Gründern der Vereinigten Linken und wurde als deren Spitzenkandidat in die Volkskammer gewählt. Bis heute beschäftigt er sich mit der Aufarbeitung des DDR Systems. Wolfgang Rüddenklau war ebenfalls seit den frühen 70er Jahren in der kirchlichen Oppositionsbewegung Aktiv. 1986 gründete er mit anderen Oppositionellen die Umwelt Bibliothek, im Zuge dessen wurde auch er verhaftet doch durch starken öffentlichen Druck wurde er aus der Untersuchungshaft entlassen und das Verfahren gegen ihn eingestellt. Sowohl Thomas Klein als auch Wolfgang Rüddenklau gehörten zur linken Opposition in der DDR und haben das System aus einer konsequent links-emanzipatorischen Perspektive kritisiert. In der Veranstaltung werden beide ihre Sicht auf die Geschichte auf die Opposition in der DDR darlegen und sie im Kontrast setzen zur staatlichen Erinnerungskultur der BRD Diese linke Kritik am Staatsozialismus ist um so dringender, da eine emanzipatorische Perspektive nach dem Ende des Endes der Geschichte wieder sagbar ist.

Dienstag, 13.Mai 2014

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Ort: Soziales Zentrum Bochum, Josephstr. 2

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Studienreisen

Auf dem Weg der Befreiung

Sonntag, 25.Mai – Mittwoch, 28.Mai  2014
Radtour von Xanten nach Kleve
Im Februar und März 1945 wurde der Niederrhein von den alliierten Truppen befreit. Die Kämpfe auf der linken Rheinseite dauerten fast vier Wochen. Vor allem im Reichswald bei Kleve haben noch erbitterte Kampfhandlungen stattgefunden. Am 23.März 1945 begann der großangelegte Rheinübergang von Briten, Amerikanern und Kanadiern.
Wir werden Gedenkorte aufsuchen, die an die Befreiung des Niederrheins durch die alliierten Truppen sowie an Widerstand und Verfolgung während des Nationalsozialismus erinnern.
Treffpunkt: Bochumer Hauptbahnhof, Fahrt mit dem Zug bis Kleve
Uhrzeit: 9.00 Uhr
Tourleiter: Volker Gerwers

Kosten: ca. 80 Euro (Übernachtung) + Anfahrt

Maloja, Kanton Graubünden (Schweiz)

Sonntag, 1.Juni 2014 – Sonntag, 8.Juni 2014

Während dieser Studienreise werden in der Freizeit- und Bildungsstätte Salecina übernachten. Die Freizeit – und Bildungsstätte Salecina liegt am Übergang vom Oberengadin zum Bergell, auf dem Malojapass im Kanton Graubünden. Sie entwickelte sich seit den siebziger Jahren zum Treffpunkt von Menschen, die sich in verschiedenen sozialen und linken Bewegungen engagieren.

Wir werden vor Ort einige Wanderungen unternehmen sowie Ausflüge ins Bergell-Tal und zum Museum Ciäsa Granda in Stampa, in dem Werke der Künstler Familie Giacometti zu sehen sind. Ferner werden wir uns in Chiavenna (Italien) über die Geschichte der Arbeiterbe- wegung in dieser Region informieren.

Veranstalter: Bochumer Geschichtswerkstatt

Anmeldung erbeten bis zum 29.April 2014

Geschichte des Widerstandes gegen Atomanlagen im Wendland

Mittwoch, 18.Juni 2014 – Sonntag, 22.Juni 2014

Im Februar 1977 erklärte der damalige Ministerpräsident von Niedersachsen Ernst Albrecht (CDU) Gorleben zum Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum (NEZ). Gemeint war damit Atommülldeponie und Wiederaufbereitung an einer Stelle. Nur wenige Wochen später, am 12.März, protestierten bereits über 10000 Menschen in Gorleben gegen diese Pläne. Es folgte im Frühjahr 1979 der große Protest-Treck nach Hannover. Das Gelände, auf dem das atomare Endlager errichtet werden sollte, wurde im Frühjahr 1980 von Atomkraftgegnern besetzt, die „Freie Republik Wendland“ wurde gegründet. Nach einem Monat wurde sie durch einen brutalen Polizeieinsatz beseitigt.
Das NEZ ließ sich zwar politisch nicht durchsetzen, geblieben sind allerdings die Gorleben-Anlagen: ein atomares Zwischenlager, eine Pilotkonditionierungsanlage im Wartestand und ein Endlager-Erkundungsbergwerk. Geblieben ist auch der Protest dagegen.
Seit den neunziger Jahren kam es immer zu Protesten von AtomkraftgegnerInnen gegen die Castor-Transporte ins atomare Zwischenlager.
Während unserer Exkursion wollen wir mit ZeitzeugInnen sprechen, mit Menschen, die sich im Jahr 1980 an der Gründung der „Freien Republik Wendland“ beteiligten und die heute noch für den Widerstand gegen die Atomanlagen im Wendland und gegen die Castor-Transporte verantwortlich sind. Ferner werden wir das Museum Wustrow in Wustrow und das Rundlingsmuseum in Küsten besuchen, um uns über die Geschichte des Wendlandes zu informieren.

Veranstalter: Anti-Atomplenum Bochum und Bochumer Geschichtswerkstatt

Unterkunft: in einem Tagungshaus im Wendland

Kosten: ca. 200 Euro (Übernachtung und Verpflegung) + Anreise

Anmeldung erbeten bis zum Freitag, 06.Juni 2014

 

Verantwortlich für das Programm: Volker Gerwers

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Standrundgänge und Exkursionen per Rad

GW-Dinsl-Wes1Kapp-Putsch und Märzrevolution im Jahr 1920

Samstag, 12.April 2014

Radtour von Dinslaken nach Wesel

Am Morgen des 13. März 1920 zog die ”Brigade Erhardt“ mit schwarz-weiß-roten Fahnen und Hakenkreuzen am Stahlhelm durch das Brandenburger Tor bis zum Regierungsviertel, um die noch junge Weimarer Republik zu beseitigen. Die damalige Reichsregierung musste fliehen. Vor ihrer Flucht hatte sie noch zum Generalstreik aufgerufen, dem ungefähr 12 Millionen Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland folgten. Zur Abwehr Kapp-Putsch formierten sich im gesamten Ruhrgebiet Arbeiterwehren, die sich dann Roten Ruhrarmee nannten. Die Aufstandsbewegung weitete sich im gesamten Ruhrgebiet aus.

Auf der Tour von Dinslaken über Wesel nach Hünxe (ehemaliges Frontgebiet) werden wir Orte des Kampfes und Erinnerungsstätten aufsuchen.
Treffpunkt: Bochum Hauptbahnhof
Uhrzeit: 9.00 Uhr

Anmeldung erbeten bis zum 09.04.2014 unter: geschichtswerkstatt@bo-alternativ.de

Historisch-politische Bildungsfahrt per Rad

Sonntag, 11.Mai 2014

Radtour von Wetter über Bönen nach Hamm

Der Ausgangspunkt der Radtour wird der Bahnhof Wetter sein. Dort wurde am 15.März 1920 eine Einheit des Freikorps Lichtschlag von Einheiten der Roten Ruhrarmee umzingelt und besiegt

Während des Rückzuges der Roten Ruhrarmee kam es in Pelkum bei Hamm am 1.April 1920 noch zu heftigen Kämpfen zwischen Einheiten der Roten Ruhrarmee und der Brigade Epp. Nach dieser Schlacht wurden 74 Arbeiter gefangengenommen und von Freikorpssoldaten erschossen.

Auf dieser Radtour werden wir uns mit Ursachen und Verlauf des Märzrevolution im Jahr 1920 beschäftigen, insbesondere aber mit der Schlacht bei Pelkum und um den Bahnhof in Wetter.

Tourleiter: Volker Gerwers

Uhrzeit: 11.00 Uhr

Anmeldung erbeten bis zum 06.05.2014 unter geschichtswerkstatt@bo-alternativ.de

Zwangsarbeit und Zwangsarbeiterlager in Bochum
Stadtrundfahrt per Rad

Samstag 26.April 2014

Im gesamten Bochumer Stadtgebiet wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa 100 Zwangsarbeiterlager errichtet. Männliche und weibliche Arbeitskräfte aus Holland, Belgien, Frankreich, Polen, Russland, Weißrussland, der Ukraine und aus anderen besetzten Gebieten wurden damals in Bochumer Betrieben zwangsweise beschäftigt. In den zwei Bochumer Außenlagern des KZ Buchenwald waren überwiegend jüdische Häftlinge interniert, von denen viele aus Ungarn stammten.

Während dieser etwa 4-stündige Radtour machen Station an den früheren Standorten der KZ-Außenlager und auf den Geländen der ehemaligen Zwangsarbeiterlager. Weitere Stationen sind das Gelände des Bochumer Vereins, die Sauren Wiesen, der Jüdische Friedhof an der Wasserstr. und der Kommunalfriedhof in Altenbochum.

Tourleitung: Volker Gerwers

Treffpunkt: Springerplatz, am Hochbunker

Uhrzeit:14.00 Uhr

Veranstalter: Bochumer Geschichtswerkstatt und VHS Bochum

Standrundgang zum Thema Widerstand und Verfolgung in Bochum 1933 – 1945

Samstag, 3.Mai 2014

Während dieses ca. 2-stündigen Stadtrundgangs wird an den Widerstand gegen das NS-Regime in Bochum erinnert sowie über das Ausmaß und die Organisierung der Verfolgung und Vernichtung von Nazi-Gegnern, Juden und Sinti und Roma informiert. Wir machen u. a. Station vor den ehemaligen Standorten der Gewerkschaftshäuser, am Apolonia Pfaus-Park und am Standort der alten Synagoge. Weitere Stationen sind das ehemalige Polizeipräsidium an der Uhlandstr. und der Springerplatz

Treffpunkt: Hauptbahnhof Bochum

Uhrzeit: 14.00 Uhr

Anmeldung werden bis zum 14.05.2014 erbeten unter: geschichtswerkstatt@bo-alternativ.de

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Bini Adamczak liest aus ihrem Buch „gestern morgen: über die einsamkeit kommunistischer gespenster und die rekonstruktion der zukunft“ “ in der Reihe „Kritik am Staatssozialismus“.”

Der Aufstand der Kronstädter Soldatinnen 1921 und dessen Niederschlagung war das Ende der Russischen Revolutionen. Die Forderungen der Kronstädterinnen, alle Macht den Räten zu geben, wurde von der bolschewistischen Partei mit Kugeln und Exekutionen beantwortet.
Es war einer der Momente, in dem die Russische Revolution sich selbst nahe kam, in dem die Emanzipation des Menschen greifbar wurde. Dieses Zeitfenster wurde geschlossen und versiegelt, der Anspruch der russischen Kommunistinnen, jede Unterdrückung und Entmündigung des Menschen zu beenden, schlug um in Unterdrückung. Wann wurde die Revolution zur Konterrevolution? Gab es einen reinen Ursprung oder war dieser bereits zu Beginn der Revolution korrumpiert? Ist eine positive Bezugnahme auf die Russische Revolution überhaupt möglich, sind  die Opfer der Befreiung dafür nicht zu groß? Können wir Befreiung heute noch denken oder ist der Versuch, die Menschen aus der Geschichte der Herrschaft herauszuführen, auf immer irreparabel beschädigt?

Freitag, 28.März 2014

Uhrzeit: 20:00 Uhr

Soziales Zentrum Bochum

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Der gescheiterte Antifaschismus der SED – Rassismus in der DDR Vortrag von Harry Waibel

Was sind die historischen, politischen und sozialen Ursachen für den latenten und manifesten Rassismus und für die vielen progrome, die ausländischer ArbeiterInnen („Vertragsarbeiter“) gerichtet waren? Wie ging die SED gegen Rassisten vor? Wie konnte es bis in die Gegenwart dazu kommen, dass in Ostdeutschland, gemessen an der Bevölkerungszahl, eine zwei- bis dreifach höhere Anzahl neo-nazistischer, rassistischer oder antisemitischer Propaganda- und Gewaltstraftaten zu verzeichnen ist? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für den Antifaschismus?

Dienstag, 4.März 2014

Uhrzeit: 19:30 Uhr

Ort: Bahnhof Langendreer, Wallbaumweg 108

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Linke Bolschewismuskritik Vortrag von Hendrik Wallat

Die Idee der Re­vo­lu­ti­on und die einer so­zia­lis­ti­schen Ge­sell­schaft haben im An­ge­sicht der Er­fah­rung mit dem einst sog. re­al-​exis­tie­ren­den Sozia­lis­mus schwers­ten Scha­den er­lit­ten. Zu Recht, hat doch das von Lenin und sei­nen Nach­fol­gern an­ge­führ­te staats­so­zia­lis­ti­sche Experiment einen ein­zi­gen Trüm­mer­hau­fen hin­ter­las­sen. Der Kom­mu­nis­mus steht seit­dem für po­li­ti­sche Un­frei­heit, öko­no­mi­sche In­ef­fi­zi­enz und Staats­ter­ror, dem Mil­lio­nen von Men­schen zum Opfer ge­fal­len sind. An­ge­sichts des­sen, was man sich zu ver­wirk­li­chen vor­nahm, die Errichtung einer klas­sen­lo­sen Ge­sell­schaft und die Eman­zi­pa­ti­on der Mensch­heit, fällt die Bi­lanz ka­ta­stro­phal aus. Daran ist nicht zu rüt­teln. Was je­doch gerne ver­drängt und ver­ges­sen wird, ist die his­to­ri­sche Tat­sa­che, dass es be­reits sehr früh – lange vor der Herrschaft Stalins -  eine ra­di­ka­le Kri­tik von Links am bol­sche­wis­ti­schen Staats­kom­mu­nis­mus gab. Am Beispiel zweier herausragender Protagonisten dieser wenig bekannten Geschichte soll dies verdeutlicht werden: an der marxistischen Kritik des Linkskommunisten Otto Rühle und der nichtmarxistischen Kritik des linken Sozialrevolutionärs Isaak Steinberg.

Freitag, 21.Februar 2014

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Ort: Soziales Zentrum Bochum, Josephstr. 2

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Bochum in der NS-Zeit

Samstag, 12.Mai 2012, 14:00 Uhr

Standrundgang zum Thema Widerstand und Verfolgung in Bochum 1933 – 1945

Während dieses ca. 2-stündigen Stadtrundgangs wird an den Widerstand gegen das NS-Regime in Bochum erinnert sowie über das Ausmaß und die Organisierung der Verfolgung und Vernichtung von Nazi-Gegnern, Juden und Sinti und Roma informiert. Wir machen u. a. Station vor den ehemaligen Standorten der Gewerkschaftshäuser, am Apolonia Pfaus-Park und am Standort der alten Synagoge. Weitere Stationen sind das ehemalige Polizeipräsidium an der Uhlandstr. und der Springerplatz

Treffpunkt: Bochum Hbf, Haupteingang

Anmeldung werden bis zum 10.05.2012 erbeten unter: geschichtswerkstatt@bo-alternativ.de

 

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Film über Salecina

Freitag, 4.Mai 2012, 20:00 Uhr

Salecina- Von der Weltrevolution zur Alpenpension?

1971 gründete der Zürcher Sozialist und Buchhändler Theo Pinkus zusammen mit

seiner Frau Amalie Pinkus-de Sassi auf dem Malojapass das Begegnungszentrum Salecina. Es wurde zum soziokulturellen, politischen Mekka der linken Intelligenzia mit Gästen wie Max Frisch oder Herbert Marcuse (Foto).

Der Film gibt Einblicke in das vom Establishment scharf beobachtete „widerständische Nest“, das sogar in der Nähe terroristischen Gedankenguts gerückt wurde. Zitate von Gründungsmitgliedern spiegeln die Ursprungszeit. Gespräche mit zeitgenössischen schlagen den Bogen zur Gegenwart.

Filmabend mit Diskussion im Sozialen Zentrum, Ecke Schmechtingstr. / Josephstr.

 

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Zwangsarbeit und Zwangsarbeiterlager in Bochum

Sonntag, 29.April.2012

Stadtrundfahrt per Rad:

Im gesamten Bochumer Stadtgebiet wurden während des Zweiten Weltkrieges etwa 100 Zwangsarbeiterlager errichtet. Männliche und weibliche Arbeitskräfte aus Holland, Belgien, Frankreich, Polen, Russland, Weißrussland, der Ukraine und aus anderen besetzten Gebieten wurden damals in Bochumer Betrieben zwangsweise beschäftigt. In den zwei Bochumer Außenlagern des KZ Buchenwald waren überwiegend jüdische Häftlinge interniert, von denen viele aus Ungarn stammten.
Während dieser etwa 4-stündige Radtour machen Station an den früheren Standorten der KZ-Außenlager und auf den Geländen der ehemaligen Zwangsarbeiterlager. Weitere Stationen sind das Gelände des Bochumer Vereins, die Sauren Wiesen, der Jüdische Friedhof an der Wasserstr. und der Kommunalfriedhof in Altenbochum.

Tourleitung: Volker Gerwers
Treffpunkt: Springerplatz, am Hochbunker
Uhrzeit:14.00 Uhr
Veranstalter: Bochumer Geschichtswerkstatt und VHS Bochum
Telefonische Anmeldung bis zum 25.April 2012 erbeten unter: 0234/910-1555.

 

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