Die deutschen Juden und der Erste Weltkrieg, Vortrag von David Jünger

Dienstag, 25.11.2014

Mit Begeisterung zogen die deutschen Juden in den Ersten Weltkrieg,
sollte er ihnen doch die endgültige Durchsetzung der Emanzipation bringen.
Stattdessen stand an seinem Ende die Verweigerung der Gleichberechtigung durch
Staat und Gesellschaft. In dem Vortrag werden die historischen Bedingungen
jüdischer Teilhabe im Deutschland des frühen 20. Jahrhunderts erläutert und
schließlich gezeigt, warum die Emanzipation der Juden bereits gescheitert war,
noch bevor der Nationalsozialismus entstand.

Uhrzeit: 19.00 Uhr Ort: Bahnhof Langendreer

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Vor 70 Jahren: Der Beginn der deutschen Ardennenoffensive

Donnerstag, 11.12.2014

Vortrag von Volker Gerwers
Im 16.Dezember 1944 begann an der damaligen Westfront eine Offensive der deutschen Truppen, die sogenannte Ardennenoffensive, oder auch Runstedt-Offensive genannt. Die deutschen Truppen drangen bis zum belgischen Ort Bastogne vor. Während dieser Offensive kam es im ostbelgischen Ort Stavelot zu einem Massaker an der Zivilbevölkerung. Etwa 150 Zivilisten wurden dort durch Angehörige der SS-Kampfgruppe Peiper erschossen. Die Kampfgruppe Peiper war auch für die Ermordung von 73 amerikanische Soldaten nach ihrer Gefangennahme in der Nähe von Malmedy verantwortlich. Es sind noch weitere Kriegsverbrechen nachgewiesen, die während der Ardennenoffensive stattfanden.
Während dieses Vortrages wird noch weitgehend unbekanntes Bildmaterial gezeigt, das diese Kriegsverbrechen dokumentiert. Abschließend wird auf den Malmedy-Prozess eingegangen, der vom 16.Mai bis 16.Juli 1946 im Internierungslager Dachau stattfand.
Uhrzeit: 19:00 Uhr

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Studienreise: 100 Jahre Erster Weltkrieg – eine Exkursion zum Hartmannswillerkopf, Elsass (Frankreich)

Mittwoch, 08.10.2014 bis Sonntag, 12.10.2014

Der Hartmannswillerkopf ist ein Berg im Elsass der während des Ersten Weltkriegs zwischen Deutschen und Franzosen erbittert umkämpft war. Davon zeugt heute noch ein gut erhaltenes System von Schützengräben. Ebenso finden sich mit Gras überwachsene Trichter. Der Kampf um den Gipfel begann am 31.12.1914. Die schwersten Kämpfe fanden am 19./20.Januar, 26.März, 25./26.April und am 21./22.Dezember 1915 statt. Ab etwa Mitte 1916 reduzierten beide Seiten ihre Truppen dort, intensivere Kämpfe fanden in nördlicheren Frontabschnitte statt. Insgesamt starben etwa 30000 Soldaten am Hartmannsweilerkopf.
Anmeldung werden bis zum 10.09.2014 erbeten unter: geschichtswerkstatt@bo-alternativ.de

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Gedenkorte für die Opfer des Nationalsozialismus in Bochum

Sonntag, 19.10.2014

Rundfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Wir machen Station an Orten außerhalb des Stadtzentrums von Bochum, die in der nationalsozialistischen Zeit von Bedeutung waren. Diese etwa 4- stündige Rundfahrt führt zu den Orten des Nazi-Terrors, zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung in Bochum. Ausgangspunkt ist der Springerplatz. Weitere Stationen sind die früheren Standorte der ehemaligen Zwangsarbeiterlager, der Gedenkort Saure Wiesen und als Endpunkt das ehemaliges Zechengebäude am Kemnader Stausee.
Treffpunkt: Springerplatz, Bochum
Uhrzeit: 14.00 Uhr
Tourleiter: Volker Gerwers
Anmeldung werden bis zum 15.10.2014 erbeten unter: geschichtswerkstatt@bo-alternativ.de

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10 Jahre wilder Streik bei Opel

Freitag, 03.10.2014

6 Tage wilder Streik bei Opel-Bochum im Oktober 2004… Seine lange Vor- und kurze Nachgeschichte (Bude zu Ende 2014) und die radikale Linke… Dazu werden wir zunächst den Opel-Streik-Film (28 Min) sehen, anschließend einen inhaltlichen Aufschlag mit anschließender gemeinsamer Diskussion

Viele radikale Linke, die also den Kapitalismus für eine abzuschaffende und abschaffbare Produktionsweise halten, haben sich in die Auseinandersetzungen bei Opel-Bochum eingemischt. Deutlich wird, dass wir dabei sehr widersprüchliche Einschätzungen und Schlussfolgerungen vertreten haben, sowohl was die Kapitalstrategie betrifft, als auch die Analyse der offiziellen Gewerkschafts- und Betriebsratspolitik, und insbesondere was die Einschätzung des Alltagsbewusstseins und der Möglichkeiten der großen Mehrheit der KollegInnen betrifft… Insgesamt haben wir eher ein Bild abgegeben von theoretischer wie praktischer Schwäche und Zersplittertheit.

Gemeinsam sollen in dieser Veranstaltung einige Diskussionspunkte angesteuert werden, wie Erfahrungen der Opel-Arbeiter-Gruppe “Gegenwehr ohne Grenzen” GOG (gegr.1972)… Wildcat und andere zum Opel-Streik und möglichen Konsequenzen… Kommentare, Forderungen etc der Partei Die Linke … Position der organisierten “Gewerkschaftslinken” …

(Wolfgang Schaumberg arbeitete 30 Jahre lang bei Opel in Bochum, 25 Jahre Betriebsratsmitglied, weiterhin aktiv in der Opel-Arbeitergruppe GoG (Gegenwehr ohne Grenzen), in der Gewerkschafts- und Sozialforenbewegung und in Vernetzungsprojekten mit Menschen in China.)
Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit notstand und freiraum e. V. statt
Ort: Soziales Zentrum Bochum

Die Veranstaltung beginnt pünktlich um 19 Uhr!

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Kriegerdenkmäler in Bochum

Samstag 27.09.2014

Radtour in Bochum zu verschiedenen Kriegerdenkmälern
In Bochum gibt es an mehreren Orten Denkmäler für die getöteten Soldaten
des Ersten Weltkriegs. Die meisten dieser Denkmäler sind in den 20er
Jahren errichtet worden und drückten nur teilweise den Wunsch der
Hinterbliebenen nach einem Ort des Gedenkens und der Trauer aus. Sehr
viel öfter sind diese Denkmäler eine Manifestation des reaktionären
Revisionismus. Das sicherlich bekannteste Denkmal ist der Steinlöwe an
der Königsallee vor der Schiller-Schule. Die Führung soll vor diesem
sehr bekannten Denkmal beginnen und zu anderen, nicht so prägnanten und
eindeutigen Denkmälern führen. Bei den verschiedenen Denkmälern werden
die historischen Hintergründe erklärt.
Tourleiter: Grischa Jacob
Uhrzeit: 13:00 Uhr

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Der Niederrhein während des Dreißigjährigen Krieges

Samstag. 13.09.2014

Radtour von Rheinberg über Geldern nach Krefeld
Wir werden mit dem Zug bis Rheinberg fahren und von dort mit dem Fahrrad entlang der Fossa Eugeniana, einem noch an manchen Stellen sichtbaren Kanal, mit dessen Bau die Spanier im Jahr 1626 begonnen hatten. Dieser Kanal sollte von Venlo bis Rheiberg gebaut werden und die Maas mit dem Rhein verbinden. Der Weiterbau dieses Kanals wurde allerdings 1632/33 eingestellt., als die Generalstaaten Rheinberg und Venlo eroberten.
Dass das ehemalige Herzogtum Geldern damals zu Spanien bzw. zur spanischen Niederlande gehörte, ist heute im öffentlichen Bewusstsein weitgehend vergessen.
Im Jahre 1642 fand auf der Kempener Heide, in der Nähe von Krefeld, eine Schlacht zwischen der katholischen Allianz (kaiserliche und kurkölnische Truppen) und der protestantischen Allianz (französische, hessische und weimarische Truppen) statt. Diese Schlacht endete für die protestantische Allianz siegreich. Auf der Kempener Heide werden wir das ehemalige Schlachtfeld erkunden, Reste von alten Landwehren entdecken und etwas über den Kriegsalltag der Menschen, die damals in dieser Region lebten, erfahren.
Treffpunkt: Hauptbahnhof Bochum
Uhrzeit: 9.00 Uhr
Tourleiter: Volker Gerwers
Anmeldung werden bis zum 10.09.2014 erbeten unter: geschichtswerkstatt@bo-alternativ.de

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Bochum in der NS-Zeit

Bochum in der NS-Zeit
Samstag, 06.09. 2014
Standrundgang zum Thema Widerstand und Verfolgung in Bochum 1933 – 1945
Während dieses ca. 2-stündigen Stadtrundgangs wird an den Widerstand gegen das NS-Regime in Bochum erinnert sowie über das Ausmaß und die Organisierung der Verfolgung und Vernichtung von Nazi-Gegnern, Juden und Sinti und Roma informiert. Wir machen u. a. Station vor den ehemaligen Standorten der Gewerkschaftshäuser, am Apolonia Pfaus-Park und am Standort der alten Synagoge. Weitere Stationen sind das ehemalige Polizeipräsidium an der Uhlandstr. und der Springerplatz
Treffpunkt: Hauptbahnhof Bochum
Uhrzeit: 14.00 Uhr
Anmeldung werden bis zum 03.09.2014 erbeten unter: geschichtswerkstatt@bo-alternativ.de

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Linke Opposition in der DDR, Vortrag von Thomas Klein und Wolfgang Rüddenklau

Die beiden Aktivisten Thomas Klein und Wolfgang Rüddenklau werden am 13. 5. in der Reihe “Kritik des Staatssozialismus” im SZ einen Vortrag halten. Beide Referenten stammen aus der ehemaligen DDR und waren beide in auf verschiedene Weise in der Opposition aktiv. Thomas Klein hatte schon in den 70er Jahren Kontakte zur Opposition und mußte deswegen eine Haftstrafe absitzen. Er gehörte 1989 zu den Gründern der Vereinigten Linken und wurde als deren Spitzenkandidat in die Volkskammer gewählt. Bis heute beschäftigt er sich mit der Aufarbeitung des DDR Systems. Wolfgang Rüddenklau war ebenfalls seit den frühen 70er Jahren in der kirchlichen Oppositionsbewegung Aktiv. 1986 gründete er mit anderen Oppositionellen die Umwelt Bibliothek, im Zuge dessen wurde auch er verhaftet doch durch starken öffentlichen Druck wurde er aus der Untersuchungshaft entlassen und das Verfahren gegen ihn eingestellt. Sowohl Thomas Klein als auch Wolfgang Rüddenklau gehörten zur linken Opposition in der DDR und haben das System aus einer konsequent links-emanzipatorischen Perspektive kritisiert. In der Veranstaltung werden beide ihre Sicht auf die Geschichte auf die Opposition in der DDR darlegen und sie im Kontrast setzen zur staatlichen Erinnerungskultur der BRD Diese linke Kritik am Staatsozialismus ist um so dringender, da eine emanzipatorische Perspektive nach dem Ende des Endes der Geschichte wieder sagbar ist.

Dienstag, 13.Mai 2014

Uhrzeit: 19:00 Uhr

Ort: Soziales Zentrum Bochum, Josephstr. 2

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Studienreisen

Auf dem Weg der Befreiung

Sonntag, 25.Mai – Mittwoch, 28.Mai  2014
Radtour von Xanten nach Kleve
Im Februar und März 1945 wurde der Niederrhein von den alliierten Truppen befreit. Die Kämpfe auf der linken Rheinseite dauerten fast vier Wochen. Vor allem im Reichswald bei Kleve haben noch erbitterte Kampfhandlungen stattgefunden. Am 23.März 1945 begann der großangelegte Rheinübergang von Briten, Amerikanern und Kanadiern.
Wir werden Gedenkorte aufsuchen, die an die Befreiung des Niederrheins durch die alliierten Truppen sowie an Widerstand und Verfolgung während des Nationalsozialismus erinnern.
Treffpunkt: Bochumer Hauptbahnhof, Fahrt mit dem Zug bis Kleve
Uhrzeit: 9.00 Uhr
Tourleiter: Volker Gerwers

Kosten: ca. 80 Euro (Übernachtung) + Anfahrt

Maloja, Kanton Graubünden (Schweiz)

Sonntag, 1.Juni 2014 – Sonntag, 8.Juni 2014

Während dieser Studienreise werden in der Freizeit- und Bildungsstätte Salecina übernachten. Die Freizeit – und Bildungsstätte Salecina liegt am Übergang vom Oberengadin zum Bergell, auf dem Malojapass im Kanton Graubünden. Sie entwickelte sich seit den siebziger Jahren zum Treffpunkt von Menschen, die sich in verschiedenen sozialen und linken Bewegungen engagieren.

Wir werden vor Ort einige Wanderungen unternehmen sowie Ausflüge ins Bergell-Tal und zum Museum Ciäsa Granda in Stampa, in dem Werke der Künstler Familie Giacometti zu sehen sind. Ferner werden wir uns in Chiavenna (Italien) über die Geschichte der Arbeiterbe- wegung in dieser Region informieren.

Veranstalter: Bochumer Geschichtswerkstatt

Anmeldung erbeten bis zum 29.April 2014

Geschichte des Widerstandes gegen Atomanlagen im Wendland

Mittwoch, 18.Juni 2014 – Sonntag, 22.Juni 2014

Im Februar 1977 erklärte der damalige Ministerpräsident von Niedersachsen Ernst Albrecht (CDU) Gorleben zum Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum (NEZ). Gemeint war damit Atommülldeponie und Wiederaufbereitung an einer Stelle. Nur wenige Wochen später, am 12.März, protestierten bereits über 10000 Menschen in Gorleben gegen diese Pläne. Es folgte im Frühjahr 1979 der große Protest-Treck nach Hannover. Das Gelände, auf dem das atomare Endlager errichtet werden sollte, wurde im Frühjahr 1980 von Atomkraftgegnern besetzt, die „Freie Republik Wendland“ wurde gegründet. Nach einem Monat wurde sie durch einen brutalen Polizeieinsatz beseitigt.
Das NEZ ließ sich zwar politisch nicht durchsetzen, geblieben sind allerdings die Gorleben-Anlagen: ein atomares Zwischenlager, eine Pilotkonditionierungsanlage im Wartestand und ein Endlager-Erkundungsbergwerk. Geblieben ist auch der Protest dagegen.
Seit den neunziger Jahren kam es immer zu Protesten von AtomkraftgegnerInnen gegen die Castor-Transporte ins atomare Zwischenlager.
Während unserer Exkursion wollen wir mit ZeitzeugInnen sprechen, mit Menschen, die sich im Jahr 1980 an der Gründung der „Freien Republik Wendland“ beteiligten und die heute noch für den Widerstand gegen die Atomanlagen im Wendland und gegen die Castor-Transporte verantwortlich sind. Ferner werden wir das Museum Wustrow in Wustrow und das Rundlingsmuseum in Küsten besuchen, um uns über die Geschichte des Wendlandes zu informieren.

Veranstalter: Anti-Atomplenum Bochum und Bochumer Geschichtswerkstatt

Unterkunft: in einem Tagungshaus im Wendland

Kosten: ca. 200 Euro (Übernachtung und Verpflegung) + Anreise

Anmeldung erbeten bis zum Freitag, 06.Juni 2014

 

Verantwortlich für das Programm: Volker Gerwers

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