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Montag 17.01.22, 10:47 Uhr
Zum Tod von Dagmar Wolf

Entschieden für eine bessere Welt 15

Für Dagmar war das Engagement für eine bessere, antikapitalistische Welt eine Herzensangelegenheit.

Als wir uns Anfang der 90er kennenlernten, prägte sie für mich mit ihrem Willen und ihrer Energie das politische „Gesicht“ des Bahnhofs Langendreer. Als überzeugte Internationalistin unterstützte sie alle Initiativen in der Eine-Welt-Arbeit und war eine der treibenden Kräfte in Bochum im Kampf gegen die Apartheid in Südafrika. Sie organisierte Sozio-Kultur in einem wirklich alternativen Sinne: durch ihre vielfältigen politischen Veranstaltungen, die sie immer mit klugen und präzisen Einleitungen und Moderationen zu prägen wusste, durch Konzerte (u.a. der Weltmusik), durch die von ihr organisierten Lesungen mit Autor:innen aus allen Kontinenten, vor allem aus Lateinamerika und Afrika. Eine besonders enge Beziehung hatte sie zu der Schriftstellerin Ruth Weiss, mit der sie noch Mitte letzten Jahres eine Lesung im Museum organisierte. – Überhaupt waren Bücher ihre Welt, an der sie uns durch diese Lesungen teilhaben ließ.

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Samstag 15.01.22, 10:27 Uhr

Ute Adamczewski erhält den Peter-Weiss-Preis

Der mit 15.000 Euro dotierte Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum wird an die Filmemacherin Ute Adamczewski verliehen. Die Auszeichnung wird seit 1990 alle zwei Jahre an eine Persönlichkeit aus einer der Sparten Literatur, Theater, bildende Kunst und Film vergeben. Die Preisjury begründet ihre Entscheidung: »Ute Adamczewski ist Regisseurin und Künstlerin, die seit 2013 mit verschiedenen konzeptuellen Videoarbeiten wie „Die neue Ordnung“ (2013) und „La Ville Radieuse Chinoise“ (2015) auf sich aufmerksam machte, und für ihren Dokumentarfilm „Zustand und Gelände“ (2016-2019) mehrfach ausgezeichnet wurde.

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Freitag 14.01.22, 21:54 Uhr

Klimademo bei düsterem Nebelwetter

Etwa 150 Klimaaktivist:innen sind am Freitagnachmittag dem Aufruf von fridays for future gefolgt, ein Signal an die Ampelkoalition zu senden, endlich ernsthaft eine Klimapolitik zu betreiben, die diesen Namen auch verdient. Es war keine Schüler:innendemonstration mehr. Ein Großteil der Teilnehmenden war auch schon auf vergleichbaren Demonstrationen, bevor es fridays for future gab. Ein Demonstrant hatte seine alte „Atomkraft nein Danke“ Fahne mitgebracht. Der erste Redebeitrag beschäftigte sich auch mit der Ungeheuerlichkeit, dass die EU-Kommission Atom- und Gasenergie als umweltfreundlich deklarieren will. In den weiteren Reden wurde u. a. daran erinnert, dass eine radikale Wende in der Verkehrspolitik ein zentraler Bestandteil auf dem Weg zu den auf der Pariser Klimakonferenz beschlossenen Zielen sein muss.

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