Am Sonntag, den 9. September ist nach der Vorstellung um 19.15 Uhr der Bochumer Poetry-Slammer Sebastian23 zu einem Filmgespräch im Endstation Kino zu Gast. Er ist einer der Protagonisten von Marion Hütters Film Dichter und Kämpfer. Für ihren Dokumentarfilm hat sie vier Poetry-Slammer aus ganz Deutschland über ein Jahr begleitet. Die Filmankündigung: »Poetry Slam ist Dichterwettstreit auf der Bühne, unmittelbar, mit Rockkonzert-Atmo. Mit rund 1.000 Slams im Jahr ist die literarische Performance-Kunst in Deutschland absolut präsent. Der Film beginnt und endet in Bochum. Er begleitet hier Sebastian23 durch sein Jahr, das zwischen zwei Meisterschaften und zeigt, was ihn sowie Theresa Hahl, Julius Fischer und Philipp „Scharri“ Scharrenberg antreibt, sich mit Haut und Haaren zur Abstimmung zu stellen.«
Am Freitag, den 7.9. lädt das Freie Kunst Territorium – FKT in der Bessemer Straße 30 ab 19 Uhr zu einer Vernissage eines Projektes von fünf Studierenden der Folkwang Hochschule der Künste/ Fachbereich Fotografie: „14 Tage Arbeiten 5 im Viertel rund um den Springerplatz und auf dem Gelände des FKT“ Vom 23.8. – 6.9. 2012 arbeiten – Felix Hauke, Laetitia Eskens, Michael Schröder, Anna Knüppel, Ben Monks – vor Ort und mit dem Viertel.
Der Kölner Frauengeschichtsverein hat 2010 den 9. September als Freundinnentag ins Leben gerufen. Das Frauenarchiv ausZeiten greift auch in diesem Jahr die Idee auf und schreibt: »Der Freundinnentag ist langjährigen Freundinnen gewidmet, die uns über weite Strecken des Lebens begleiten. Ein Tag, der die Frauenfreundschaft feiert. Das Frauenarchiv ausZeiten lädt in Kooperation mit dem Autonomen FrauenLesbenreferat der Ruhr-Uni Bochum Freundinnen und deren Freundinnen am Sonntag, den 9. September 2012 um 18 Uhr in die Herner Straße 266 ein. mehr…
Das Bundesverfassungsgericht hat das Verbot der beiden für heute und morgen angemeldeten Nazi-Demos bestätigt. Was von den geplanten Gegendemonstrationen trotzdem stattfindet, wird sicherlich in den nächsten Stunden auf den entsprechenden Webseiten zu finden sein. Das Alerta-Bündnis hat angekündigt, dass die für heute ab 16.30 Uhr angekündigte Demonstration stattfindet. Auftakt ist um 16.30 Uhr am Bahnhof Langendreer.
Die Bochumer Linkspartei schreibt: »In Bochum wird in Gedenken an den deutschen Überfall auf Polen im Jahr 1939 der Antikriegstag begangen. Als Linke sind wir Teil der Friedensbewegung und beteiligen uns mit einem Infostand an der Veranstaltung des Friedensplenums am Freitag, 31. August ab 15.00 Uhr auf dem Husemannplatz. Amid Rabieh vom Vorstand der Linken in Bochum erklärt dazu: „Unser Schwerpunkt am Infostand wird sein, die Werbung der Bundeswehr an Schulen anzuprangern. mehr…
Donnerstag 30.08.12, 20:14 Uhr
Oberverwaltungsgericht bestätigt Verbot der Nazi-Demos in Dortmund
Das Oberverwaltungsgericht Münster hat heute die Verbote der geplanten Nazi-Demonstrationen am Wochenende bestätigt. „Trotzdem setzt die Dortmunder Polizei ihre Vorbereitungen auf einen möglichen Großeinsatz am kommenden Wochenende fort“, erklärte die Dortmunder Polizei in einer Presseerklärung. Ähnlich sehen es auch die Antifa-Bündnisse. Auch sie befürchten, dass das Bundesverfassungsgericht in letzter Minute das Verbot der Nazi-Demonstrationen aufheben könnte. Sie mobilisieren weiterhin zum Widerstand gegen die Nazi-Aufmärsche.
Am kommenden Mittwoch, den 5. 9.um 19 Uhr referiert Susanne Spindler im Bahnhof Langendreer über Antimuslimischen Rassismus. Der Einladungstext: »In der sogenannten Integrationsdebatte werden häufig Schlagworte wie „Islamisten“, „Parallelgesellschaft und „Integrationsverweigerer“ verwendet und Ängste geschürt. Worum geht es in dieser Debatte eigentlich? Wie real sind Befürchtungen und Bedrohungsszenarien? Und wo beginnt und wie funktioniert der gesellschaftliche antimuslimische Rassismus? Die vom Rosa-Luxemburg-Club Bochum eingeladene Referentin Dr. Susanne Spindler ist Professorin am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und soziale Arbeit der Hochschule Darmstadt mit dem Schwerpunkt Migration, Rassismus und soziale Ungleichheit in der Einwanderungsgesellschaft.«
Mittwoch 29.08.12, 21:16 Uhr
Das Verwaltungsgericht in Gelsenkirchen hat entschieden:
Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat heute den Widerspruch gegen das Verbot der Nazi-Demos am Wochenende in Dortmund abgelehnt. In einer Pressemitteilung des Gerichtes heißt es: »Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat mit Beschluss vom heutigen Tag einen Eilantrag gegen das vom Polizeipräsidium Dortmund verfügte Verbot von Demonstrationen am 31. August und 01. September 2012 mit dem Thema „ Gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggressionskriege“ abgelehnt. Zur Begründung hat das Gericht ausgeführt, die geplanten Versammlungen ließen mit hinreichender Wahrscheinlichkeit eine unmittelbare Gefährdung der öffentlichen Sicherheit erwarten und zwar in Gestalt einer Verletzung von vereinsrechtlichen Strafnormen. Es sei durch Tatsachen belegt, dass der Antragsteller die Versammlungen nicht als Privatperson, sondern in seiner Funktion als Führungsmitglied der in der letzten Woche vom Innenministerium verbotenen Vereinigung „Nationaler Widerstand Dortmund“ angemeldet habe. Mit der Durchführung der Versammlungen würde dem verfügten Verbot in strafbarer Weise zuwidergehandelt. mehr…
Das in Dortmund geplante Antifa-Camp ist immer noch verboten. In einer Stellungnahme der OrganisatorInnen heißt es: »Seit Freitagabend, den 24.08., starten die Aktionen rund ums Antifacamp vom AZ Mülheim aus – 30 Fahrtminuten von Dortmund entfernt. Die Stadt Dortmund hatte am Donnerstagnachmittag kurzfristig dem Antifacamp die vorab zugesicherte Genehmigung entzogen, im Tremoniapark zwischen Dorstfeld und dem Kreuzviertel zehn Tage lang zu campen. Begeistert sind von dieser Verweigerungshaltung gegenüber einer breit unterstützten Idee weder die Camporga noch die angereisten Campenden, die jetzt die ersten beiden Nächte im AZ Mülheim verbracht haben. Dennoch ist der Wille zum Aktionismus nicht getrübt – das Programm findet größtenteils wie geplant statt. Aktuelle Änderungen zu Ort und Zeit finden sich stets aktualisiert auf der Homepage. mehr…
Im endstation.open air kino ist am Samstag, den 18. 8. um 21.30 Uhr im Hof des Bahnhof Langendreer der Dokumentarfilm Sound it out zu sehen. Die Ankündigung: »Der unabhängige Vinyl-Plattenladen ist eine seltene Spezies geworden. Dem Druck großer Ketten und Online-Riesen hat im Nordosten Englands einzig „Sound it Out“ standgehalten. Der letzte Laden seiner Art ist heute eine kulturelle Enklave in einer der abgelegensten Regionen des Landes, ein gewaltiges Archiv der Erinnerungen, in der von Abba bis Zappa alles gesammelt wird. Die renitenten Vinyl-Verteidiger kennen die Kunst des Suchens und Findens, des Stöberns und Ordnens. mehr…
Das Bochumer Friedensplenum erinnert am Montag, den 6. August an den 67. Jahrestag der atomaren Vernichtung der Stadt Hiroshima und seiner EinwohnerInnen. Die US-Regierung hatte sich kurz vor Ende des von Nazi Deutschland begonnenen zweiten Weltkrieges entschieden, am 6. und am 9. August 1945 die Wirkung von Atombomben zu Vernichtung von Großstädten zu testen. Ziel war Japan, das mit Deutschland im Krieg verbündet war. Hiroshima wurde durch die Atombombe auf einer Fläche von 13 Quadratkilometern dem Erdboden gleichgemacht. 78.000 Menschen verbrannten sofort, weitere 122.000 fielen den Folgen der Explosion zum Opfer. Mit einer Aktion, die um 17.00 Uhr vor dem Bochum Hauptbahnhof beginnt, soll u. a. daran erinnert werden, dass im weniger als 200 Kilometer entfernten Büchel in der Eifel immer noch ca. 20 Atomwaffen lagern.Jede der dort gelagerten Atombomben verfügt über eine vielfache Sprengkraft der Atombombe von Hiroshima. Im Mittelpunkt der Aktion soll die Aufklärung über die aktuelle atomare Aufrüstung stehen. mehr…
Dienstag 31.07.12, 06:02 Uhr
Heute 16 Uhr: Solidarität mit den bedrohten Occupy-Camps
Das Düsseldorfer Occupy-Camp, das seit dem 15. Oktober 2011 auf dem Martin-Luther-Platz steht, soll heute geräumt werden. Alternativen wurden seitens der Stadt Düsseldorf nicht angeboten. Gleiches gilt für das Camp in Frankfurt, dem heute gleichfalls die Räumung droht. Aus diesem Grund ruft die Bochumer Occupy-Initiative für den heutigen Dienstag um 16:00 zu einer Solidaritätsaktion auf dem Husemannplatz auf. Das Mitbringen von Zelten ist ausdrücklich erwünscht. Der Aufruf der Initiative: »Wir, die Bochumer Occupy Initiative sind der Meinung, dass es in Zeiten von zunehmendem Demokratieabbau wichtig ist, dass Demokratie- und Menschenrechtsbewegungen Freiräume geboten werden – in jeder Stadt . Die Regierenden in den Städten sehen dies offensichtlich anders und stellen sich (mal wieder) hinter die Interessen der Großkonzerne und Banken statt hinter die Menschen.“
Schon in der letztjährigen Ausgabe der Funkhaus Europa : Odyssee kam es zu einem furiosen Gipfeltreffen – die Ruhrgebiet-Fanfare Schwarz-Rot Atemgold 09 traf auf Balkantronica aus Berlin. Die Bläser aus dem Pott sorgen auch dieses Jahr für eine satte Grundierung in einem Stelldichein: Zu Gast ist dieses Mal der algerische Künstler Malik Belili. Der Berber gleitet mit seiner rauen Stimme durch ein hochgradig tanzbares Repertoire, das die Traditionen des Atlasgebirges mit urbaner Partylaune vereint. Melodieselige Chansons auf Französisch treffen auf rasante Arabesken und vorwärts preschende Rhythmen, Erinnerungen an die Kindheit in den Olivenhainen auf politisch aufgeladener Poesie. Kaum ein Berbermusiker hat in den letzten Jahren die Klänge der Kabylei so packend in ein modernes Gewand gekleidet. mehr…
Die Initiative Bürgerbegehren Musikzentrum schreibt: »Nach wie vor finden die Bochumer Bürger es unfassbar, dass dieses Prestigeprojekt „Musikzentrum“ (früher „Konzerthaus“) an den Bedürfnissen der Stadt Bochum vorbei und ohne Rücksicht auf die Haushaltslage der Stadt durchgesetzt werden soll. Noch ist das Kind nicht in den Brunnen gefallen, aber die einzige Chance dieses schildbürgerartige Projekt noch zu stoppen scheint ein Bürgerbegehren zu sein.
Deshalb treffen sich am Dienstag, den 24.07.2012 um 20 Uhr engagierte Bochumer Bürger wieder im ‚Ebstein‘ (Herner Str. 11), um weitere Aktionen wie den Neustart des Bürgerbegehrens gegen das Musikzentrum zu besprechen. Alle Bochumer Bürger, die dieses Projekt aktiv unterstützen oder sich auch einfach nur informieren möchten, sind herzlich dazu eingeladen! mehr…
Die NPD-hat ihren Auftritt in Dortmund beendet. Es ist damit zu rechnen, dass sie versuchen, pünktlich um 16.00 Uhr auf dem Husemannplatz ihre Tieflader-Nummer zu starten.
Der Nazi-LKW, der am morgigen Samstag ab 16.00 Uhr auf dem Husemannplatz aufkreuzen soll, war am heutigen Freitag in Bielefeld und Münster. Dort blamierte sich jeweils ein Dutzend NPD-Anhänger unter Führung ihres Landesvorsitzenden Claus Cremer aus Bochum. Der angekündigte Bundesvorsitzende der NPD blieb dem Auftritt fern. Laut Berichten der Lokalzeitungen sprach die Polizei in Bielefeld von 400 und in Münster von 850 GegendemonstratInnen. Die Berichte von Neuer Westfälischen und Westfalen Blatt aus Bielefeld und von Münsterschen Zeitung und Westfälischen Nachrichten aus Münster.
Freitag 20.07.12, 20:54 Uhr
Sonntag, 22.Juli, 14:00-21:00 Uhr im Falkenheim, Akademiestr. 69:
Die Humanitäre Cuba Hilfe schreibt über die am Sonntag stattfindende Fiesta Moncada: »Die Solidarität mit Kuba spielt neben kubanischem Essen, Mojitos, Zigarren, Kaffee & Kuchen, Son & Salsa eine wichtige Rolle. Neben Informationsständen zu Kuba und Kuba-Produkten präsentiert die HCH mit „Los Voceros“ ein eindrucks-volles Sprechtheaterstück über die Miami 5, fünf politischen kubanischen Gefangenen in US-Haftanstalten. Für Genießer gibt es neben kubanischen Menüs, Cocktails, Zigarren, Limo, Bier, Kaffee & Kuchen aber auch noch ein attraktives Kulturprogramm, das mit vielen hochkarätigen Darbietungen aufwartet: mehr…
Wenn die Nazis am morgigen Samstag frustriert verschwunden sind, ist Party angesagt: Ab 20:00 Uhr auf der Freilichtbühne Wattenscheid geht die Odyssee 2012 mit Grupo Fantasma in die zweite Runde. Der Bahnhof Langendreer kündigt das Konzert an: »Welche Musik bringt man mit Austin, Texas in Verbindung? Country? Texmex? Blues? Grupo Fantasma geben ein wenig Nachhilfeunterricht: Ihr Markenzeichen ist ein stilistischer Hexenkessel, der es in sich hat: Funk, Mambo, Merengue und Cumbia schwimmen lebhaft darin, gespickt mit herzhaft zupackenden Rocksequenzen. mehr…
Die Soziale Liste Bochum ruft „zum deutlichen, lauten und kreativen Protest gegen neuerliche Demonstrationsversuche der neonazistischen NPD am Samstag, 21. Juli, auf dem Husemannplatz auf.“ Treffpunkt für die Gegenkundgebung ist um 16.00 Uhr, Huestraße/ Ecke Kortumstraße, gegen über vom Glascafé. mehr…
Zur geplanten NPD-Kundgebung am Samstagnachmittag am Husemannplatz in Bochum erklärt Die Linke.Bochum: „Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, Widerstand zu leisten und ein unüberhörbares Signal gegen die menschenverachtenden Ideologien der Nazis zu setzen. Nicht erst seit der Aufdeckung der NSU-Morde wissen wir, welche Gefahr von faschistischen Ideologien ausgeht. Am kommenden Sonntag jährt sich das Massaker von Oslo und Utoya, wo ein islamfeindlicher Attentäter 77 Menschen ermordete. Im August jähren sich außerdem zum 20. Mal die rassistischen Pogrome von Rostock-Lichtenhagen. Diese Beispiele aus der jüngeren Geschichte des Nazi-Terrors soll deutlich machen, wie fatal es wäre, den Nazis den Husemannplatz zu überlassen. mehr…
Das Bochumer Forum für Antirassismus und Kultur – BoFo e.V. ruft alle Bochumer AntirassistInnen auf, dem Nazi-Propagandatruck am Samstag, 21. Juli ab 16 Uhr am Husemannplatz entschieden entgegen zu treten. In einer Presseerklärung heißt es weiter: „Nicht erst seit den Erkenntnissen über die deutschlandweiten Ermordungen vom MigrantInnen durch untergetauchte Neonazis steht fest, dass die Morde durch rassistische Nazis nur die Spitze des faschistischen Eisberges darstellen. Leider sind in den letzten zehn Jahren viele weitere tödliche Übergriffe auf MigrantInnen durch Nazis in Deutschland zu vermelden. Auch in Bochum ist es leider so, dass NPD AnhängerInnen und Funktionäre ungeschoren mitten unter uns leben und wohnen. Rassistisches Gedankengut ist leider bis weit in die Mitte der Bevölkerung verbreitet. Ein trauriges Zeichen ist der NPD-Ratsherr Claus Cremer im Rat der Stadt Bochum. mehr…
Der DGB ruft zur Unterstützung der Kundgebung „Eine Stadt solidarisch – Nazis keine Chance“ am Samstag auf. Treffpunkt ist die Fußgängerzone gegenüber vom Glascafé am Ende der Huestraße. Die Veranstaltung beginnt um 16.00 Uhr.
Die NPD will um diese Zeit einen Großtransporter auf dem Husemannplatz abstellen. „Wir wollen keine NPD Tieflader in Bochum. Nicht erst seit Bekanntwerden der mörderischen Aktivitäten der Zwickauer Terrorzelle haben wir hier in unserer Stadt gegen Rechtsextremismus und Neofaschismus demonstriert. Wir stehen ein für ein Bochum, in dem alle ohne Angst verschieden sein und sicher leben können. Wir bekennen uns zu den Grundwerten Freiheit und Gleichheit, Solidarität und Gerechtigkeit, Respekt und Würde. Deshalb kämpfen wir gegen die rechtsextreme Ideologie, “ so DGB Regionsvorsitzender Michael Hermund. Der DGB unterstützt damit die Kundgebung, die vom „Bündnis gegen Rechts“ organisiert wird. „Zeigen wir, dass diese Partei in Bochum nicht erwünscht ist. Das längst überfällige Verbot der NPD wäre eine begrüßenswerte Maßnahme“, so der DGB Vorsitzender Michael Hermund. „Es ersetzt aber nicht das zivilgesellschaftliche Engagement, mit dem wir zeigen, dass wir den Nazis entschlossen entgegentreten! Wir wenden uns an alle Bochumer, dem Aufruf zu folgen und gemeinsam am Samstag Flaggen und Transparente zu zeigen.“
„Bochumerinnen und Bochumerinnen sind aufgerufen kreativ ein unüberhörbares Signal gegen die menschenverachtenden Ideologien der Nazis zu setzen und ihnen ihre Tour zu vermasseln – in Bochum und anderswo. Nazis sollten nicht ungestört ihre rassistische, antisemitische und völkisch-nationalistische Hetze öffentlich verbreiten können“, erklärt Sevim Dagdelen, Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke aus Bochum und migrationspolitische Sprecherin der Linkfraktion im Bundestag anlässlich der für den morgigen Samstag, 16 Uhr auf dem Husemannplatz geplanten Kundgebung mit Info-Stand der NPD und dem Gegenprotest bspw. auf der Kortumstrasse in Bochum. Dagdelen weiter:
„Seit dem 12. Juli sind die Nazis auf ‚Deutschlandfahrt‘ mit einem als ‚Flaggschiff‘ bezeichneten, gut erkennbaren NPD-Werbelaster. Die Nazi-Kundgebung widmet sich der Euro-Krise, um den Unmut der Bevölkerung über die Antikrisenpolitik in völkisch-nationalistische Bahnen zu lenken. Ihnen spielt dabei eine Politik in die Hände, die mit Fiskalpakt und ESM die soziale Ungleichheit zementiert und die soziale Spaltung durch prekäre Arbeitsverhältnisse, Lohn- und Rentenkürzungen, Sozialabbau und Privatisierung befeuert. mehr…
Die NPD will am kommenden Samstag mit einem Sattelschlepper und einem Dutzend Parteisoldaten auf dem Husemannplatz auf sich aufmerksam machen. Das Bochumer Bündnis gegen Rechts ruft dazu auf, am Samstag ab 16.00 Uhr dafür zu sorgen, dass die Nazis verschwinden. Zumindest optisch und akustisch wird dies gelingen. Mit vielen Transparenten soll dafür gesorgt werden, dass die Nazis nicht zu sehen sind. Möglichst viele Trillerpfeifen sollen dafür sorgen, dass die Nazipropaganda auf der Kortumstraße nicht zu verstehen ist. Treffpunkt ist am Ende der Huestraße gegenüber vom Glascafé.
Das Bochumer Bündnis gegen Rechts trifft sich am morgigen Donnerstag um 19.00 Uhr bei ver.di. Hier wird überlegt, wie mit der Nazi-PR-Tour umgegangen wird, die am späten Samstag Nachmittag in der Bochumer Innenstadt stattfinden soll. Auf dem Webportal NRW rechtsaußen ist eine Beschreibung der Nazi-Tour zu finden.
Die NPD tourt z. Z. mit einem Sattelschlepper durch das Land und versucht, auf sich aufmerksam zu machen. In einer Pressemitteilung schreiben die Nazis: „Hauptthemen sind der Protest gegen den Euro und den ESM sowie die inländerfeindliche Einwanderungspolitik.“ Weiter heißt es dann: „Nach erfolgreichem Auftakt in Hannover […] war das Werbefahrzeug bisher in Kiel, Neumünster, Rostock und Schwerin im Einsatz. Städte wie Hamburg, Oldenburg, Dortmund und Bochum stehen in den nächsten Tagen auf dem Plan“.
Mittwoch 18.07.12, 11:50 Uhr
Aufruf zur Demonstration am 20.07.2012, 18 Uhr Dortmund HBF-Nord
Die Bochumer BezirksschülerInnenvertretung ruft zu einer Demonstration am Freitag in Dortmund auf und schreibt: „Vor kurzem ist in Dortmund ein Mann aus Gambia im Polizeigewahrsam ums Leben gekommen. Die Angehörigen erheben Vorwürfe gegen die Polizei und gegen Sanitäter_Innen, die den Mann trotz Herzproblemen nicht ins Krankenhaus brachten. Nun soll es am kommenden Freitag, 20. Juli 2012, eine Demonstration geben, um Aufklärung über die Todesumstände von Ousman Sey zu fordern. Die Demo beginnt um 18.00 Uhr am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs. Die Demo wird vom Transnationales Aktionsbündnis und dem Dortmunder Antifa Bündnis organisiert. Hier findet Ihr den kompletten Aufruf zur Demonstration auf unserer Homepage.Wir würden uns freuen viele von Euch am Freitag in Dortmund zu sehen!“
Die Soziale Liste im Rat fordert die sofortige Aussetzung der Bettensteuer (Beherbergungsabgabe in der Stadt Bochum). In einer Pressemitteilung heißt es weiter: »Durch den Spruch des Bundesverwaltungsgerichts wurde die Steuer, wie sie auch mit Mehrheit vom Rat der Stadt Bochum beschlossen wurde, in Teilen für verfassungswidrig erklärt. „Um weiteren Schaden zu begrenzen, um einen unsinnigen Steuereinzug mit anschließenden Rückforderungen zu entgehen, sollte der Einzug der Bettensteuer sofort beendet werden“ so Nuray Boyraz, Ratsfrau der Sozialen Liste. mehr…
Montag 16.07.12, 08:19 Uhr
CDU-Schmidt erkennt eine linke Einheitsfront gegen das Musikzentrum
Am morgigen Dienstag trifft sich die Initiative Bürgerbegehren Musikzentrum um 19 Uhr im Ebstein, Herner Str. 11. Hier soll der Text für ein neues Bürgerbegehren beraten und die weitere Arbeit geplant werden. Der CDU-Rechtsaußen Dirk Schmidt hat die Initiative beobachtet und analysiert. Das Ergebnis des CDU Ratsmitgliedes: „Ich sehe da eine Einheitsfront entstehen aus linken Gruppen, deren “Parteien†und der Piratencrew des Dr. Volker Steude. Und damit ist eine Radikalisierung der Piraten verbunden, denn die müssen jetzt gegen das Musikzentrum agitieren.“ Schmidt ist schon häufiger durch bemerkenswerte Analyse aufgefallen. Erst kürzlich bescheinigte er den faschistischen Grauen Wölfen in Dahlhausen, dass sie sich um Integration bemühen, während er dem Internationalen Kulturverein Dahlhausen (ehemals Regenbogenladen) vorwarf, “integrationshemmend†zu sein.
„Shell – Raus aus der Arktis“ – mit dieser Forderung wollen am Samstag Greenpeace-AktivistInnen in Bochum vor zwei Shell-Tankstellen (Herner Str. 463 und Wittener Str. 361) gegen die in der Arktis stattfindenden Ölbohrungen des Ölkonzerns demonstrieren. Greenpeace schreibt dazu: »Autofahrer werden von den Aktivisten an den Shell-Tankstellen über die Bedrohung der Arktis informiert. Gleichzeitig sammeln die Aktivisten Unterschriften zum Schutz der Arktis. mehr…