Mittwoch 19.08.26, 13:58 Uhr
Offener Brief des Bundesverband Psychatrie-Erfahrener

Rechtsruck und psychiatriepolitische Gesetzesverschärfungen


Der Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BPE) spricht sich in einem Offenen Brief an die Gesundheits- und Innenminister*innen der Länder entschieden gegen Gesetzesverschärfungen aus, die derzeit im Bereich der Unterbringung und der Behandlung von Menschen mit psychiatrischen Diagnosen vorbereitet werden. »Diese Entwicklungen stehen im Kontext eines politischen Klimas, in dem sicherheitspolitische Argumente zunehmend in den Vordergrund rücken.« Mit Verweis insbesondere auf die Ausweitung polizeilicher Befugnisse fordert der mit seiner Geschäftsstelle in Bochum ansässige Verband, »Reformen an der UN-BRK statt an populistischen Stimmungen auszurichten.«

Zu den Erstunterzeichnenden zählen:
– Dr. phil. h. c. Peter Lehmann (Dipl-Pädagoge, Sozialwissenschaftler und Autor)
– Evelyn Schötz (MdB, die Linke)
– Die Bundesarbeitsgemeinschaft Psychiatrie-Erfahrener (die-BPE)
– Pandora – Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener e.V.
– Nicole Hobrecker (Dipl.-Psych.; Psychologische Psychotherapeutin)
– Rote Hilfe e.V.
– Landesverband Psychiatrie-Erfahrener NRW e.V.
– Prof. Dr. Sebastian von Peter (Oberarzt StäB Team Universitätsklinik Rüdersdorf/ Professur für psychiatrische Versorgungsforschung Medizinische Hochschule Brandenburg)
– Gisela Puschmann (Euthanasie Opferangehörige, Rechtsanwältin a.D.)

Die Oval Office Bar / Kosmopolis e.V. und die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum haben die Eingabe ebenfalls unterschrieben. Weitere UnterstützerInnen können unter dem oben angegebenem Link zeichnen.