Dienstag 18.08.26, 14:48 Uhr
25. bis zum 30. August auf der Bergbaumuseumswiese

Klimacamp 2026


Wie in den letzten fünf Jahren wird Fridays for Future Bochum auch in diesem Jahr ein Klimacamp veranstalten: vom 25. bis zum 30. August auf der Wiese am Bergbaumuseum

»Dieses Jahr wurde der neue Ort aus symbolischen Gründen gewählt. „Die Hitzewellen diesen Sommers gefährden nicht nur die Wirtschaft, indem Verkehrswege wie der Rhein nur eingeschränkt nutzbar oder Ernten weniger ergiebig sind.

Sie gefährden Ökosysteme und Menschenleben. Der Klimawandel ist kein Zukunftsszenario mehr.“ erklärt Jesse von FFF.
„Die Weltgemeinschaft hat versprochen, die Erderwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Ein Ziel, das wohl nicht mehr erreicht wird. Um 2°C Erwärmung zu verhindern, muss das Umdenken, über das seit Jahren gesprochen wird, real werden. Stattdessen formulieren die CDU und SPD Pläne Gaskraftwerke auszubauen. Kohle, Öl und Gas sind Vergangenheitstechnologien und gehören ins Museum!“

Aktivist*innen von FFF sind in dem genannten Zeitraum dauerhaft anwesend. Das Klimacamp soll einen Gesprächsraum für jeden sein; ein Wohnzimmer in der Stadt. Jede*r ist willkommen. Nur im Gespräch kann die Gesellschaft weiter kommen.
Zusätzlich wird zusammen mit anderen Bochumer Initiativen ein breites Programm angeboten.

„Trotz der schwierigen klimapolitischen Lage ist das Klimacamp der Beweis, dass Demokratie Spaß machen kann.“ so Mascha von FFF. „Es kommt zu vielen erwarteten und unerwarteten Begegnungen. Man lernt Menschen kennen und kann sich vernetzen. Jedes der vorherigen Klimacamps gehörte zu den besten Wochen des Jahres und lieferte unvergessliche Erinnerungen“«

Das genaue Programm steht noch nicht fest, aber die Wärmeinitiative teilt mit, dass sie am 26.8. um 16 Uhr einen

Workshop zum Thema „Nahwärmenetze für Bochum“

anbieten wird und schreibt dazu:

»Die anstrengenden Hitzetage sind noch nicht vergessen, auch wenn die Temperaturen wieder gefallen sind. Die Auswirkungen des Klimawandels waren in Bochum deutlich zu spüren. Klimafreundliche Heizungslösungen, wie Nahwärmenetze, schlagen hier zwei Fliegen mit einer Klappe: So reduzieren den CO2-Ausstoß beim Heizen erheblich und können zudem Kälte für Wohnungen und Häuser in der hitzegeplagten Stadt liefern.

Über die Möglichkeit der Kühlung über diese Nahwärmenetze möchte die bürgerschaftliche Wärmeinitiative auf dem Klimacamp von Fridays For Future Bochum am 26. August auf der Wiese vor dem Bergbau-Museum aufklären. Um 16 Uhr bieten sie dort einen Workshop an, in dem das Prinzip von Nahwärmenetzen erläutert und aufgezeigt wird, wie diese in Bochum geplant und umgesetzt werden können. Teilnehmende sind dazu eingeladen, ihre Ideen für Pilotquartiere einzubringen.

„Die Eindrücke der zurückliegenden Hitzewellen in diesem Jahr möchten wir als Anlass nehmen, über eine energieeffiziente und klimafreundliche Versorgung mit Kälte durch Nahwärmenetze aufzuklären.“, sagt Judith Wiemers, Gründerin der Wärmeinitiative. „Natürlich werden wir aber auch über das Heizen sprechen.“

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich. Die Initiative informiert über ihren Newsletter über weitere Informationsveranstaltungen und Aktiventreffen:

QR-Code siehe Anhang

Über die Initiative:

Die bürgerschaftliche Wärmeinitiative ist eine offene Gruppe von Bochumer Bürger:innen, die klimafreundliche, unabhängige und gemeinschaftliche Nahwärmenetze umsetzen will. Dabei orientieren sie sich an erfolgreichen Beispielen aus anderen Städten, wie etwa der kliq eG in Berlin oder der ErdwärmeDich eG in Bremen. Die Gruppe steht weiteren Interessierten offen.

Zitat:

„Nahwärmenetze, die mehrere Gebäude mit klimafreundlicher Energie beliefern, sind zwar im Wärmeplan der Stadt nicht explizit vorgesehen, bieten jedoch für Bochumer Quartiere gute Chancen. Wir möchten den Menschen in Bochum anbieten, die Herausforderung der Wärmewende gemeinschaftlich anzugehen. Denn was einer nicht schafft, das schaffen viele.“ – Judith Wiemers«