Die Gründung des Rüstungs-Netzwerkes „Dual Use Rhein Ruhr“ durch die Wirtschaftsförderungen von vier Ruhrgebietsstädten stößt auf eindeutige Kritik der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) NRW.
„Schon einmal war das Ruhrgebiet „Rüstungsschmiede des Reiches“. Noch heute erleben wir fast wöchentlich die Folgen, wenn wieder große Teile von Städten im Revier wegen Bombenfunden aus dem II. Weltkrieg evakuiert werden. Auch für die Beschäftigten ist das eine schlechte Nachricht: Facharbeiter und Ingenieure müssen die Gelegenheit bekommen, Produkte zum Wohle der Menschen zu produzieren und keine Tötungsmaschinen“ meint Joachim Schramm, Landessprecher der Friedensorganisation. Wirtschaftsexperten verweisen nach Aussage der Organisation darauf, dass Rüstungsproduktion nicht nachhaltig wirtschaftliche Probleme lösen könne. „Die Nachfrage durch den deutschen Staat ist auf Schulden aufgebaut. Diese reichen nur über einen begrenzten Zeitraum. Dann bricht die Nachfrage ein und die neuen Rüstungsunternehmen müssen sich Kunden im Ausland suchen. Sie heizen dann Kriege in aller Welt an“, so Schramm. Auch sei zu beobachten, dass staatliche Investitionen in Rüstung private Anlieger ermuntern, ebenfalls in Rüstung zu investieren und Geld aus zivilen Projekten wie z.B. erneuerbaren Energien abzuziehen. Die Friedensgesellschaft appelliert an die die Stadträte der beteiligten Städte, diese falsche Wirtschaftspolitik zu stoppen.