Samstag 29.08.26, 10:56 Uhr
Die Linke im Rat fordert:

„Gebühren für Straßenmusik abschaffen“


Die Stadt Bochum hat eine Gebühr für die Auftritte von Straßenmusiker:innen eingeführt: 25 Euro für fünf Tage, dazu ein Gang ins Rathaus. Die Linke im Rat will diese Gebührenpflicht für Straßenmusik abschaffen. Sie kritisiert, dass Bochum damit einen Sonderweg im Ruhrgebiet geht und junge Musiker:innen und Musiker unnötig abschreckt, statt sie zu fördern.

Batıkağan Pulat, Vorsitzender des Kulturausschusses, erklärt dazu: „Straßenmusik ist Kultur und keine Sondernutzung, für die man erst bezahlen und einen Antrag stellen sollte. Gerade junge Musikerinnen und Musiker brauchen Möglichkeiten, sich auszuprobieren und vor Publikum zu spielen. Mit Gebühren und Bürokratie machen wir ihnen das unnötig schwer. Dass es auch ohne Gebühren geht, zeigen andere Städte. Wir sollten uns daran orientieren, statt Straßenmusiker:innen mit einem Genehmigungsverfahren zu vergraulen. Straßenmusik bietet auch ein niedrigschwelliges Angebot für Kultur dar, was Bochum als Kunst- und Kulturstandort stärken kann.“

Die Ratsfraktion Die Linke fordert deshalb, „die Gebühren für Straßenmusik abzuschaffen und nach einfachen, kreativen Lösungen zu suchen, die gleichzeitig die Interessen von Musiker:innen, Anwohner:innen und Geschäften berücksichtigen. Das dürfte nicht so schwierig sein, denn jetzt schon gehören zeitliche Begrenzungen und regelmäßige Ortswechsel zu den Auflagen.“
Carolin Paskuda, für Die Linke im Kulturausschuss: „Wenn Bochum eine lebendige Kulturstadt sein will, gehört Straßenmusik dazu. Wir brauchen weniger Bürokratie und mehr Mut, Kultur im öffentlichen Raum zu ermöglichen. Deshalb werden wir im nächsten Kulturausschuss einen Antrag auf Abschaffung der Gebühren stellen.“

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