Die Absage der Stadt Bochum des im Kunstmuseum geplanten Konzerts von „Lebenslaute“ hat dem Happening heute Abend einen regelrechten Popularitätsschub verliehen. Gut 200 Zuschauer:innen lauschten den Klängen des Orchesters, das nicht im, sondern neben dem Kunstmuseum Werke von Joseph Haydn über Clara Schumann und Bertolt Brecht bis zum „Baggerführer Willibald“ von Dieter Süverkrüp intonierte.
Dazu gab es brandaktuelle Texte über Wohnungsnot und die Rolle großer Konzerne wie Vonovia dabei. Da fielen viele kritische Worte, die die Stadt Bochum sicher wieder als „üble Nachrede“ bezeichnet hätte. Deren Rolle bei der Unterdrückung der Kunstfreiheit zog einige kritische Kommentare auf sich. Nach einem Begrüßungslied des Bochumer Chores „Chorrosion“ und einer Stunde Lebenslaute-Konzert gab es stehende Ovationen vom Publikum.

