Dienstag 30.06.26, 11:12 Uhr
Es Reicht Demonstration am 29.6.2026

Auftaktrede Es Reicht


Wir nehmen die Krisen dieser Zeit nicht einfach hin. Wir organisieren uns gemeinsam dagegen!

Gesundheit, Bildung, Renten, Bürgergeld – überall streicht die Bundesregierung gerade Gelder.

Und es werden sogar immer weitere Pläne geschmiedet, um den Sozialstaat Stück für Stück abzubauen. Wir spüren diese Kürzungen, wir haben immer weniger im Geldbeutel, wir müssen sehen wo wir bleiben. 

Wir sind es, die jeden Tag arbeiten gehen und trotzdem immer weniger haben. Wir sind es, die steigende Preise schultern, während gleichzeitig gefordert wird, länger zu arbeiten und mit weniger sozialer Sicherheit auszukommen. Wir sind es, die von Schließungen betroffen sind, wie die Glashütte Verallia in Essen-Karnap, die Großbäckerei Lieken in Essen-Borbeck oder jetzt ganz prominent bei VW.

Und selbst wenn wir uns wehren, wenn wir in Tarifrunden gehen oder streiken, wie beim Öffentlichen Dienst, beim ÖPNV oder der Telekom, stoßen wir auf Grenzen: lange Laufzeiten, minimale Lohnerhöhungen, Drohungen mit Entlassungen. Der Druck wird immer weitergegeben – nach unten, zu uns. Und warum? Weil die deutsche Wirtschaft seit Jahren im kapitalistischen Wettrennen gegen die internationale Konkurrenz nicht hinterherkommt. 

Und weil Deutschland Hunderte Milliarden für zukünftige Kriege ausgibt, anstatt das Geld für uns alle, für unsere Gesundheit und für unsere Bildung bereitzustellen. Sie streichen ja sogar genau dort wo es am dringlichsten gebraucht wird! Bei Kitas, bei der Psychotherapie, bei Suchtkliniken.

Wir sagen dazu: Ihre Krisen, nicht auf unserem Rücken!

Wir sind der Politik der Merz-Regierung und des deutschen Staates nicht machtlos ausgeliefert.

Wenn wir zusammenkommen, wenn wir uns austauschen, wenn wir gemeinsam handeln, können wir Druck aufbauen. Dann können wir nicht nur bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen erkämpfen, sondern auch dieser Politik etwas entgegensetzen. Denn ohne uns läuft nichts. Keine Produktion, kein Transport, kein Krankenhaus, kein Betrieb, keine Kita. Unsere Stärke ist unsere Zahl – und unsere Fähigkeit, uns zu organisieren.

Jeder Schritt, um wieder ins Gespräch zu kommen, um Strukturen aufzubauen, um gemeinsam aktiv zu werden, ist wichtig – im Betrieb, auf der Straße, überall. Setzen wir den Kürzungen und dem Sozialabbau etwas entgegen!

Kommt dafür auch auf die kommenden Aktionen der Ruhrpott Rebellion an diesen Wochenende in Gelsenkirchen und Duisburg und am 11.07. zur Kundgebung nach Essen. Und kommt zu unserem bundesweiten Aktionstag gegen die Krankheitsreform der Merz-Regierung am 09.07.

Lasst uns das nicht alleine durchstehen. 

Lasst uns gemeinsam handeln.