Am 27. Juni ist es wieder soweit. Das seit 2001 jährlich im Sommer stattfindende Kulturfestival ExtraSchicht – Die Nacht der Industriekultur geht an zahlreichen Orten im Ruhrgebiet über die Bühne. Von Live-Musik, über Lichtinstallationen, Feuer- und Drohnenshows bis hin zu Comedy-Veranstaltungen und Führungen an sonst nicht zugänglichen Orten ist das Programm wie immer bunt gemischt und setzt insbesondere alte Industrieanlagen in Szene.
In Bochum beteiligt sich das LWL-Museum Zeche Hannover erneut an dem Event. In diesem Jahr trifft dort Industriekultur auf Steampunk. Ein gibt einen Markt mit allerlei Zubehör für die Freunde der Szene, verschiedene Walkacts, Lesungen und Shows. Die Extraschicht-Gäste tauchen in die retro-futuristische Welt des Steampunks ein. Kinder können sich mit „Professor Gundolf von Breytenstein“ an verschiedenen Zeitreise-Prüfungen versuchen. Livemusik und Comedy ergänzen das Angebot. Zum Abschluss des Abends steht eine Steampunk-Feuershow auf dem Programm.
Wieder dabei ist auch die Jahrhunderthalle. Unter dem Motto „Industriekultur in Bewegung“ zeigt eine Fotoausstellung den Wandel der Industriestätte zum Kulturort. Bei der beliebten Unterweltenführung werden – mit neuem Konzept für mehr Gäste – die verborgene Ebenen der Halle zugänglich gemacht. Angeboten werden zudem Musik und Tanzshows; am späteren Abend, wenn es dunkler wird, »übernimmt das Licht die Hauptrolle«.
Im Bochumer Hauptbahnhof wird die Empfangshalle zur Newcomerbühne für Entdeckungen aus der Musikszene. »Zwischen Gleisen, Lichtern und Reisenden ist hier genau richtig, wer Neuentdeckungen liebt und sich gerne auf eine musikalische Reise begibt«, heisst es zur Ankündigung von vier Live-Acts.
Junge Talente der Theodor-Körner-Schule machen das Eisenbahnmuseum zu einer großen Bühne aus Stahl und Geschichte. Versprochen wird: »Zwischen imposanten Lokomotiven und historischen Waggons entfalten sich packende Theaterstücke, mitreißende Musicalmomente, klangvolle Chöre und energiegeladene Bands zu einem Gesamterlebnis.«
Im Bergbaumuseum stehen das Fördergerüst und das Anschauungsbergwerk für Gäste der ExtraSchicht offen. Walking-Acts überraschen zwischen den Ausstellungen, während Familien an Mitmachstationen kreativ werden können. Später, so heisst es, »übernehmen Beats und Licht das Kommando. Im Innenhof legt ein DJ den Soundtrack der Nacht auf, Laser zeichnen leuchtende Linien in den Himmel.«
In Bochum als Spielort der ExtraSchicht erstmal dabei ist die Galerie RUTTKOWSKI;68, die seit kurzem einen Sitz in den ehemaligen Räumen der Galerie m hat. Sie lädt zu Kurzführungen durch die aktuelle Ausstellung ein und ergänzend zu stündlichen Führungen, mit denen die Verbindung von Industriekultur, Stadtgeschichte und zeitgenössischer Kunst sichtbar gemacht werden soll.
Informationen zu Ticketpreisen und Kaufmöglichkeiten hier.

Die Veranstaltung im Bahnhof ist ausgefallen, zu warm.
War vorher bekannt. Ein paar Ventilatoren, gibt es ohne Rotoren, oder Wasserverdampfung zur Kühlung. Sehr undynamisch, das Management. Besonders weil die Veranstaltung mit junger Zielgruppe ausgefallen ist. Mich wundert auch was für aufwendige Hochglanzheftchen für so ein Ding gedruckt werden. Muß wohl.