Freitag 12.06.26, 11:45 Uhr
Linke stellt Ratsantrag für bessere Information

Steckersolar-Förderung: Erhalten statt streichen


Nach nur drei Monaten Laufzeit will die Stadtverwaltung das Bochumer Förderprogramm für Steckersolaranlagen wieder beenden. Dagegen wendet sich die Ratsfraktion Die Linke mit einem Antrag für die kommende Ratssitzung. Statt die Förderung einzustellen, soll die Stadt gezielt daran arbeiten, mehr Haushalte mit geringem Einkommen zu erreichen.

Die Linke schreibt: »Dazu Ratsmitglied Sonja Knobbe: „Wer es mit sozialer Gerechtigkeit und Klimaschutz ernst meint, darf ein Förderprogramm nicht beenden, bevor die eigentliche Zielgruppe überhaupt davon erfahren hat. Gerade Menschen mit kleinen Einkommen brauchen Unterstützung, um von sinkenden Stromkosten und der Energiewende profitieren zu können. Es ist das völlig falsche Signal, dieses Angebot nach wenigen Monaten wieder einzustampfen.“

Die Ratsfraktion Die Linke weist darauf hin, dass viele anspruchsberechtigte Haushalte in der kurzen Laufzeit des Programms bislang kaum Gelegenheit hatten, sich über die Förderung zu informieren oder eine Anschaffung zu planen. Gerade für Menschen mit geringem Einkommen ist die Entscheidung für eine Investition auch bei bestehender Förderung oft mit längeren Überlegungen verbunden.

Konkret fordert die Ratsfraktion Die Linke, die Informationsangebote zum Förderprogramm auszubauen, zusätzliche Kommunikationswege zu erschließen und insbesondere Bochum-Pass-Inhaber*innen gezielt über die Fördermöglichkeiten sowie die möglichen finanziellen Einsparungen zu informieren.

Schließlich hat der Rat erst kürzlich den Aufbau einer BürgerSolarBerater-Gruppe beschlossen. Diese soll Bürger*innen über Solartechnologien informieren und sie bei der Nutzung von Förderangeboten unterstützen.

„Aus unserer Sicht  wäre die Einstellung des Steckersolar-Förderprogramms deshalb widersprüchlich und würde den klimapolitischen und sozialen Zielen der Stadt zuwiderlaufen“, so Sonja Knobbe abschließend.«