Montag 01.06.26, 16:31 Uhr
Ein Projekt mit vielen Beteiligten:

Ruhr International – das Fest der Kulturen 1


Am Wochenende 13. und 14. Juni findet an und in der Jahrhunderthalle „Ruhr International – das Fest der Kulturen“ statt. Mehr als 350 Künstler:innen und 70 interkulturelle Vereine und Initiativen prägen das Programm. Auf je einer großen Bühne in und vor der Halle sowie auf mehreren kleineren Aufführungsplätzen werden Live-Musik, Tanz, Theater, Artistik und Streetart angeboten. In verschiedenen Formaten wird parallel zur Auseinandersetzung mit kulturpolitischen und gesellschaftlich relevanten Themen angeregt. Der Eintritt ist frei.

Die kulturellen Angebote des Festivals wurden an dieser Stelle bereits ausführlich dargestellt. Das besondere bei Ruhr International ist die Beteiligung ganz vieler Initiativen und Organisation an diesem Festival. Das Fest versteht sich in der Tradition von Kemnade International. Für die Ausgabe 2026 wurde erneut ein Aufruf veröffentlicht: Interkulturelle lokale Gruppen, Vereine, Kollektive und Ensembles aus Bochum oder der Region Ruhr konnten sich z. B. um einen von insgesamt acht vergüteten Bühnenplätzen bei Ruhr International bewerben.

Gemäß dem partizipativen Selbstverständnis des Festivals ist die aktive Teilhabe von Migrant:innen-Selbstorganisationen bzw. von sozialen und kulturellen Vereinen, Initiativen und Gruppen der Region – sowohl in der Vorbereitung und Durchführung als auch in der Nachbereitung des Festivals – ein zentrales Kernelement.

Insgesamt sind rund 80 Standplätze auf dem Marktplatz vergeben – neben einer vielfältigen Auswahl an Speisen und Getränken gibt es ein breites Info-, Begegnungs- und Mitmachangebot als konkretem Ausdruck des interkulturellen Dialogs und der Auseinandersetzung mit gesellschaftliche relevanten Themen. So wird der Marktplatz auch 2026 zum Herzstück von Ruhr International, zum lebendigen und kreativen Ort der Teilhabe, Aufmerksamkeit und Achtung sowie des Austauschs, Verweilens, Zuhörens, Vernetzens und Genießens. Beteiligt sind u.a. die Afrika Initiative, die Aidshilfe Bochum & Aidshilfe Essen, die Amnesty International Hochschulgruppe, der Arbeitskreis Palästina e.V., attac Bochum., Bonem e.V., das Bündnis gegen Rechts, DARF e.V. – Deutsch Afrika Ruhr Forum, das Dersimer Kultur- und Geschichtszentrum e.V., das Deslocar Kollektiv, die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bochum NRW e.V., HSME e.V. – Humanistische Solidarität Middle East, die IFAK Bochum , der Internationale Kulturverein Bochum-Wattenscheid, das Kurdische Kulturzentrum e.V., MC Kuhle Wampe RuhrRevier, die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum, PlanB Ruhr, Planet Afrika e.V., RAIH, Ronak e.V., die Seebrücke Bochum, der Showroomkunst, Solidarisch in Stahlhausen, Stadt für alle, das Thealozzi, die VVN-BdA Bochum und die widersetzen Ortsgruppe Bochum.

Vertreter:innen von Initiativen informieren aber nicht nur auf dem Marktplatz, sondern kommen auch in den Umbaupausen auf den großen Bühnen zu Wort. So wird sich u.a. die IFAK zum radikalen Abbau von Demokratieförderung und Demontage der Integrationskurse positionieren, die Medizinische Flüchtlingshilfe wird zum systematischen finanziellen Abwürgen der Flüchtlingsberatungsstellen bei gleichzeitiger Entrechtung von Geflüchteten sprechen, das Bochumer Netzwerk der Migrant:innenorganisationen BoNeM wird ihr Projekt Weact vorstellen und gegen grassierenden Rassismus und Diskriminierung Stellung beziehen. Das Bündnis gegen rechts und widersetzen werden über den zunehmenden Rechtsruck und Aktionen dagegen informieren und amnesty international wird über die Lage der Menschenrechte im Iran und im Nahen Osten sprechen.

Die Haltung des Festivals ist völlig einseitig: GEGEN Rassismus, Krieg, Diskriminierung und Gewalt, FÜR eine Kultur und Gesellschaft der Vielfalt. Dies werden nicht nur die beteiligten Initiativen, sondern auch die auftretenden Künstler:innen mit viel Energie auf die Bühne bringen.

Alle Infos zum Festival gibt es unter: www.ruhr-international.de


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