Donnerstag 21.05.26, 20:18 Uhr
August-Bebel-Platz

Schon wieder soll Wattenscheid leer ausgehen


Die Linke kritisiert die Entscheidung zum August-Bebel-Platz in der Bezirksvertretung Wattenscheid: »Seit rund zehn Jahren wird über den Umbau des August-Bebel-Platzes diskutiert. Ziel ist es, den Platz familienfreundlicher und generationengerechter zu gestalten. Unter anderem durch mehr Grünflächen sowie überdachte Sitzmöglichkeiten, die zum Verweilen einladen sollen. Allein in die Planung des Projekts flossen rund eine Million Euro. Nun wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung Wattenscheid am 19. Mai  gegen das Vorhaben gestimmt. Kai Menningmann, Bezirksvertreter der Linken in Wattenscheid, kritisiert die Entscheidung:

„Der August-Bebel-Platz stellt einen zentralen Punkt der Wattenscheider Innenstadt dar. Seit Jahren wird beklagt, der Platz sehe nicht schön aus, es fehle an Aufenthaltsmöglichkeiten und die Verkehrsbelastung sei zu hoch. Jetzt gab es endlich die Möglichkeit, diese Probleme anzugehen und wieder passiert nichts.“

Größter Konfliktpunkt war die geplante Autofreiheit des August-Bebel-Platzes. Alle Parteien außer der gemeinsamen Fraktion von Grünen und Linken vertreten die Ansicht, dass diese dem Platz nur schade. Dabei wäre eine Zufahrt zum Platz weiterhin möglich. Lediglich der Hauptverkehr solle künftig über andere Straßen umgeleitet werden. Kai Menningmann abschließend dazu:

„Es ist doch gerade das hohe Verkehrsaufkommen, das den Platz unattraktiv macht. Durch die Autofreiheit würden Bürger*innen und ansässige Lokale langfristig profitieren. Die Entscheidung in der Bezirksvertretung ist deshalb ein fatales Signal für alle, die sich eine lebenswerte und moderne Innenstadt wünschen. Hier wird die Chance verspielt, die Innenstadt zukunftsfähig zu gestalten.“«

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