Die Linke kritisiert die Entscheidung zum August-Bebel-Platz in der Bezirksvertretung Wattenscheid: »Seit rund zehn Jahren wird über den Umbau des August-Bebel-Platzes diskutiert. Ziel ist es, den Platz familienfreundlicher und generationengerechter zu gestalten. Unter anderem durch mehr Grünflächen sowie überdachte Sitzmöglichkeiten, die zum Verweilen einladen sollen. Allein in die Planung des Projekts flossen rund eine Million Euro. Nun wurde in der Sitzung der Bezirksvertretung Wattenscheid am 19. Mai gegen das Vorhaben gestimmt. Kai Menningmann, Bezirksvertreter der Linken in Wattenscheid, kritisiert die Entscheidung:
„Der August-Bebel-Platz stellt einen zentralen Punkt der Wattenscheider Innenstadt dar. Seit Jahren wird beklagt, der Platz sehe nicht schön aus, es fehle an Aufenthaltsmöglichkeiten und die Verkehrsbelastung sei zu hoch. Jetzt gab es endlich die Möglichkeit, diese Probleme anzugehen und wieder passiert nichts.“
Größter Konfliktpunkt war die geplante Autofreiheit des August-Bebel-Platzes. Alle Parteien außer der gemeinsamen Fraktion von Grünen und Linken vertreten die Ansicht, dass diese dem Platz nur schade. Dabei wäre eine Zufahrt zum Platz weiterhin möglich. Lediglich der Hauptverkehr solle künftig über andere Straßen umgeleitet werden. Kai Menningmann abschließend dazu:
„Es ist doch gerade das hohe Verkehrsaufkommen, das den Platz unattraktiv macht. Durch die Autofreiheit würden Bürger*innen und ansässige Lokale langfristig profitieren. Die Entscheidung in der Bezirksvertretung ist deshalb ein fatales Signal für alle, die sich eine lebenswerte und moderne Innenstadt wünschen. Hier wird die Chance verspielt, die Innenstadt zukunftsfähig zu gestalten.“«
Schon wieder soll Wattenscheid leer ausgehen.
Noch irritierender kann eine Überschrift kaum sein.
Wie ist es zu erklären, dass in den letzten Jahren Folgendes in Wattenscheid „voll“ geworden ist?
Ich sage da mal nur Waldbühne, Ehrenmal, Stadtgarten mit Storchenpark, der Förderturm Holland sowie die Dreifachturnhalle am Märkischen Gym. und last but not least das Lohrheidestadion.
Alles in allem sind das wohl locker 75–80 Millionen €, die nach Wattenscheid geflossen sind.
Wer kann denn da von „leer ausgehen“ reden.
Mal ein bisschen sprachlich abrüsten und genauer bezeichnen, was man eigentlich meint, wäre oft hilfreich.
Lieber Manfred,
für deine Zeilen danke ich Dir! Das seit 10 Jahren darüber „diskutiert“ wird ist natürlich ein Witz. Gegen eine familienfreundlichere und autofreien Platz ist nichts einzuwenden. Das Geschäfte davon profitieren halte ich für ein Gerücht. Hauptproblem in Wattenscheid ist die schwache Binnennachfrage….die Hohe SGB Quote und das geringe Einkommen. Dazu habe ich weder im Stadtrat noch sonst wo etwas gelesen..(da braucht es ganz andere Förderprogramme usw.), wenn das so weitergeht ist die FckAFD bald in ganz Wattenscheid stärkste Kraft…Vermutlich bereits zur Landtagswahl. Studien belegen, daß Defitismus, wie in der PM die FckAFD stärker werden lassen….wir werden es im April 2027 Wissen….Ich hoffe ich irre…“Optimismus des Willens, Pessimismus des Verstandes“ Gramsci