Seit Dezember 2025 unterstützen das Deutsche Zentrum für Kulturgutverluste und die Stadt Bochum die Provenienz- (Herkunfts-)forschung am Kunstmuseum Bochum. Mittwoch, 20. Mai, um 19 Uhr informiert das Kunstmuseum Bochum, Kortumstraße 147, über das Forschungsprojekt. Nach Angaben aus dem Haus ermöglicht es eine grundlegende Erforschung der Provenienz der Werke in der Sammlung des Kunstmuseums. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
In der Provenienzforschung wird untersucht, ob Kunstwerke legal erworben wurden oder sich unrechtmäßig entzogene Kulturgüter darunter befinden. Dazu zählen NS-Raubgut, insbesondere aus jüdischem Besitz, Kulturgutentziehungen in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR sowie Zugänge aus kolonialen Zusammenhängen. Die Recherche nach Objekten, die auf unklaren oder unrechtmäßigen Wegen in Sammlungen von Museen gelangt sind, ist heute die Kernaufgabe der Provenienzforschung.