

Vom 5. Mai bis zum 23. Juni zeigt das Fritz Bauer Forum die Ausstellung „Überleben im Zelt“ des Dorstener Fotografen, Journalisten und Künstlers Alexander Fichtner. „Überleben im Zelt“ zeigt dabei „auf nüchterne und zugleich intime Weise das Leben der Menschen im Flüchtlingscamp Sheikhan“: »Eröffnet wird die Ausstellung am 05. Mai, ab 18.00 Uhr, mit einer Abendveranstaltung bei der es ebenfalls möglich sein wird die Ausstellung zu besichtigen. Neben der Leiterin des Fritz Bauer Forums Dr. habil. Irmtrud Wojak wird Alexander Fichtner die Entstehungsgeschichte der Bilder umreißen. Live zugeschaltet wird Emanuel Youkhana von der Situation vor Ort berichten.
Am 3. August 2014 überfiel der „Islamische Staat“ (IS) die kurdische Region Shingal im Irak, in der vor allem Jezîd*innen leben. Etwa 10.000 jezîdische Männer und etwa 7.000 Frauen wurden entführt und über Jahre systematisch vergewaltigt und versklavt. 400.000 Jezîd*innen mussten ihre Heimat verlassen.
„Mit meinen Fotografien dokumentiere ich die Lebensrealität von Menschen nach ihrer Flucht vor dem Völkermord. Ich mache sichtbar, was oft übersehen wird: dass ihre Geschichte auch Jahre später noch weitergeht.“ so Alexander Fichtner. Er dokumentiert die Lebenssituation der Menschen nach ihrer Flucht und gibt Einblick in ihr Leben. „Meine Arbeit ist für mich ein klares Bekenntnis gegen Krieg, Ausgrenzung und Verfolgung und zugleich ein Aufruf, sich für Demokratie, Würde und Menschlichkeit einzusetzen.“ (Alexander Fichtner) Im Rahmen einer Pressereise in das Flüchtlingscamp Sheikhan in der Provinz Nordkurdistan entstanden nüchterne und zugleich intime Aufnahmen. Auch zehn Jahre später leben viele noch immer in Zelten. „Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtiger denn je, diese Bilder zu sehen und hinzuschauen, statt wegzusehen.“ (Alexander Fichtner)«
Weitere Informationen
Veranstaltung: Überleben im Zelt | Ausstellungseröffnung
Ort: Fritz Bauer Forum | Feldmark 107 | 44803 Bochum
Datum: Dienstag, 5. Mai, Beginn: 18.00 Uhr, Ende: 19.30 Uhr
Eintritt: frei