Samstag 25.04.26, 13:06 Uhr
Klima-Demonstration von Fridays for Future am 24.4.2026

Redebeitrag von Karin Salewski BUND Bochum


Auch der BUND Bochum unterstützt den heutigen Klimastreik und die Forderungen von Fridays for Future. Als Umwelt- und Naturschutzverband sind wir natürlich schon aus Gründen des Klimaschutzes für eine Energiewende. Extremwetterlagen haben weltweit zugenommen, was auch große Kosten verursacht und übermäßig die Ärmeren trifft. Das Leben von Mensch und Natur wird durch die Klimakrise beeinträchtigt, unsere Lebensgrundlagen sind gefährdet. Da sollte es eigentlich selbstverständlich sein, dass auch unsere Regierung alles dafür tut, den CO2-Ausstoß in allen Bereichen zu verringern.

Zumindest sollte sie die vor Jahren angestoßene Energiewende fortsetzen: d.h. hin zur „Elektrifizierung“ in den Bereichen Mobilität und Heizung und zur Nutzung erneuerbarer Energien statt fossiler Energieträger für die Stromproduktion.
Aber dem ist leider nicht so. Die jetzige Bundesregierung und vor allem die Wirtschaftsministerin Reiche versuchen eher, alle bisher getroffenen Maßnahmen zur Energiewende zurückzudrehen (z.B. in Bezug auf Gebäude und Heizungen) und wieder auf fossile Energieträger wie Gas zu setzen. Eine im wahrsten Sinne des Wortes „fossile“ Politik! – die auch nicht der gestiegenen Nachfrage nach E-Autos, Wärmepumpen und PV-Anlagen gerecht wird. In der aktuellen Situation, wo der Irankrieg zu einer starken Verteuerung von Öl und Benzin und zu einer Verknappung dieser Brennstoffe führt, kommt die Bundesregierung nicht auf die Idee, Maßnahmen zu treffen, die zur Energiesicherheit und zur Unabhängigkeit von anderen Staaten führen, wie Energiewende und Energiesparen oder der Ausbau von Netzen und großen Batteriespeichern.
Stattdessen setzt vor allem Ministerin Reiche auf Gas, plant Bohrungen nach Erdgas im Wattenmeer und in Oberbayern, will mehr Gaskraftwerke bauen lassen und setzt ansonsten auf die Regulierung durch „den Markt“. Das ist wirklich eine von „Ideologie“ statt von Vernunft geleitete Politik, wie sie oft der Klimaschutzbewegung vorgeworfen wurde. Oder schlicht Lobbypolitik für bestimmte Energiekonzerne, was für eine vorher bei Eon beschäftigte Managerin nicht fern liegt.
Wir fordern: die Energiewende beschleunigen statt zurück zu fossilen Energieträgern! Denn: Sonne und Wind kommen problemlos auch durch die Straße von Hormus!