Mittwoch 15.04.26, 18:41 Uhr
Stadtverwaltung ist bei Fragen zu Olympia überfordert

31 Fragen und keine Antwort


Die Fraktion Die Linke im Rat kritisiert, dass die Verwaltung die Anfrage zur Beschlussvorlage „Durchführung eines Ratsbürgerentscheids zur Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele“ bisher nicht hinreichend beantwortet habe. „Die Anfrage wurde zur Ratssitzung am 5. Februar gestellt, doch bis heute wurde keine der 31 Fragen beantwortet“, stellt Ratsmitglied Elias Bala fest. In ihrer Antwort habe die Verwaltung mitgeteilt, dass die Beschlussvorlage „ein einheitlicher Text der Staatskanzlei für alle Städte der sich bewerbenden Region Rhein-Ruhr“ sei. „Die Anfrage wurde daher an die Staatskanzlei weitergeleitet mit der Bitte sich dazu zu verhalten“, heißt es weiter. Eine Antwort steht jedoch bis heute aus.

„Nicht nur, dass die städtische Verwaltung offensichtlich nicht in der Lage ist, Fragen zur Olympiabewerbung zu beantworten. Auch die Staatskanzlei verweigert sich einer Stellungnahme“, bemängelt Elias Bala und fügt hinzu: „Diese Bewerbung ist schlecht für Bochum und dazu auch noch handwerklich schlecht gemacht.“

Die Fragen umfassten sowohl die wissenschaftliche Grundlage der aufgestellten Behauptungen zu Olympia als auch die Einschätzung möglicher negativer Effekte der Olympischen Spiele auf Bochum. „Wer nicht in der Lage ist, darzustellen, auf welcher Grundlage eine Behauptung fußt, sollte gar nicht erst darüber nachdenken, sich für Olympia zu bewerben“, sagt Elias Bala.

„Entweder geht das Land völlig planlos in die Bewerbung. Oder der Öffentlichkeit werden Informationen vorenthalten. Es drängt sich der Verdacht auf, dass so Kritik unterbunden wird, oder die Staatskanzlei an ihre eigene Bewerbung nicht glaubt“, schließt Elias Bala ab.

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