
Die Sonntagsetappe des Ostermarsches endete in der Quartiershalle der KoFabrik. Als erste Rednerin motivierte Miriam Bala die Zuhörenden. Sie ist Mitglied in den Vorständen der Schüler:innenvertretungen in Bochum und auf Landesebene. Sie berichtete über den erfolgreichen Protest der Schüler:innen gegen die drohende Wiedereinführung der Pflicht Kriegsdienst zu leisten. Die vielen älteren Aktiven in der Friedensbewegung sind begeistert, wie auch in Bochum zwei große Demonstrationen organisiert wurden. Miriam Bala: „Wir haben kein Mitbestimmungsrecht, kein Wahlrecht, keine Lobby, wenn es um unsere Zukunft geht. Die Entscheidungen werden über unsere Köpfen hinweg getroffen, unsere Proteste ignoriert und sogar behindert.
Wir haben kein Mitbestimmungsrecht, kein Wahlrecht, keine Lobby, wenn es um unsere Zukunft geht. Die Entscheidungen werden über unsere Köpfen hinweg getroffen, unsere Proteste ignoriert und sogar behindert. […] Wir wollen eine Gesellschaft, die in Menschen investiert, nicht in Waffen. Wir wollen eine Zukunft, in der das Wort „Frieden” nicht als Naivität gilt.“ Das Redeskript im Wortlaut.
Anschließend berichte ein Mitglied der örtlichen Rojava-Solidarität“ über die aktuellen Ereignisse im Nordosten Syriens stattfindet. In der vorletzten Woche war der jetzige syrische Regierungschef und ehemalige HTS-Führer als Staatsgast in Berlin. Die Bundesregierung will 80 Prozent der syrischen Flüchtlinge abschieben und bietet als Deal Geld für das syrische Regime an.
Rojava ist de-facto ein autonomes Gebiet im Nordosten Syriens, das während des Bürgerkriegs entstand . Es findet weltweit Anerkennung für sein basisdemokratisches System, für vorbildliche Frauenrechte und und die hohe Akzeptanz der ethnischen Vielfalt. Das syrische Regime bekämpft die Autonomie von Rojava. Das NATO-Mitglied Türkei bedroht militärisch die Entwicklung in vorwiegend kurdischen Rojava und Deutschland liefert Waffen dafür.
Achim Bigus hat die Veranstaltung mit Friedensliedern begleiten und viel Beifall geerntet.
Der Ostermarsch hatte mittags in Wattenscheid Halt gemacht. Karin Salewski von der Kampagne „NRW-Appell AfD-Verbot.jetzt“, begründete, warum es inhaltlich wichtig ist, die AfD zu verbieten, warum das bald passieren muss und wieso die NRW-Stimmen im Bundesrat für das Verfahren von großer Bedeutung ist. Sie erzählte auch, wie die Kampagne entstanden ist und welche Aktivitäten in nächster Zeit in Bochum laufen werden. Das Redeskript im Wortlaut.