Montag 09.02.26, 22:21 Uhr

Ein furioser Start einer Kampagne


Gestern fand in der KoFabrik die Auftaktveranstaltung der Kampagne „NRW Appell AfD-Verbot“ statt. Offenbar wollten viele Menschen dabei sein, denn vor der Quartiershalle bildete sich zeitweise eine lange Schlange von geduldig auf den Einlass wartende Teilnehmer*innen. Am Ende fanden alle Platz, auch wenn die Tür offen bleiben und jeder kleine Winkel als Sitz- oder Stehplatz genutzt werden musste. Zum einen waren viele Menschen aus Bochum gekommen, die bei der Eröffnung dabei sein wollten, aber ein Viertel waren auch aus anderen Orten in NRW angereist – sie vertraten einige der vielen Gruppen, die mittlerweile zu dem Netzwerk der Kampagne gehören.

Hier ist etwas gelungen, was dem Kampf gegen Rechts tatsächlich neuen Schwung verleihen kann, denn eine gleichzeitige Aktion in über 50 Städten von derzeit 90 beteiligten Gruppen und Organisationen stellt eine neue Qualität der Bewegung dar. Dies hat mittlerweile auch Echo in den bürgerlichen Medien gefunden. Über die Auftaktveranstaltung und die Ziele der Kampagne wurde mehrfach überregional berichtet und sogar Innenminister Reul sah sich genötigt zu der Kampagne Stellung zu nehmen.

Die Kraft, die dieses Netzwerk in den nächsten Wochen entwickeln kann, wurde bereits am letzten Samstag deutlich, wo nur in drei Städten – in Bochum, Bergisch-Gladbach und Gummersbach – bei Informationsständen Unterschriften gesammelt wurden. Am Stand in Bochum der Omas gegen Rechts bildeten sich zeitweilig Schlangen von Menschen, die mit ihrer Unterschrift dabei waren. In 90 Minuten waren so 260 Unterschriften zusammen gekommen, in Bergisch-Gladbach und Gummersbach jeweils sogar über 300. Wer schon einmal bei Unterschriftenaktionen dabei war, weiß, dass das nur möglich ist, wenn man über die Frage nicht lange diskutieren muss.

Auf der Seite der Kampagne findet sich ein ausführlicher Bericht mit einer Bildergalerie, die dieses wichtige Ereignis ganz gut einfängt. Und da geht es auch zur Unterschrift.