Samstag 31.01.26, 13:40 Uhr
LUX-Publikumspreis

Jafar Panahi: Ein einfacher Unfall


In Kooperation zwischen dem Endstation Kino und Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Uni Bochum wird am Montag (2.2.) als letzter Teil der LUX-Filmreihe der Spielfilm „Ein einfacher Unfall“ gezeigt. Der Film wurde als «furchtlose Meisterleistung des Filmemachers Jafar Panahi – zugleich hochpolitisch und zutiefst menschlich« mit der Goldenen Palme von Cannes ausgezeichnet und kann nun beim vom Europäischen Parlament initiierten LUX-Publikumspreis bewertet werden.

„Ein einfacher Unfall“ wird am Montag, dem 2.2. um 18 Uhr im Original mit Untertiteln und mit anschließendem Filmgespräch gezeigt, sowie am Samstag, den 7.2. ohne Gespräch.

Über den Film: «Als der Automechaniker Vahid zufällig auf den Mann trifft, der ihn mutmaßlich im Gefängnis gefoltert hat, entführt er ihn, um Vergeltung zu üben. Doch der einzige Hinweis auf Eghbals Identität ist das unverkennbare Quietschen seiner Beinprothese. Auf der Suche nach Gewissheit wendet sich Vahid an einen zerstreuten Kreis anderer, inzwischen freigelassener Opfer. Doch je tiefer sie in ihre Vergangenheit eintauchen und je mehr ihre unterschiedlichen Weltanschauungen aufeinanderprallen, desto größer werden die Zweifel: Ist er es wirklich? Und was hieße Vergeltung überhaupt?«

Über die LUX-Reihe: «Lux ist lateinisch für Licht und findet sich als gemeinsamer Wortstamm im spanischen und portugiesischen luz genau wie im italienischen luce, im dänischen lyz, im schwedischen ljus, im englischen light, im französischen lumière, im rumänischen lumin? und im niederländischen licht. Doch Lux ist nicht nur lateinisch für Licht, sondern auch die internationale Einheit der Beleuchtungsstärke, die angibt wie viel Licht auf eine bestimmte Fläche fällt. Der Name der LUX-Filmreihe verweist damit gleich doppelt auf ihr Programm: Zum einen geht es um gemeinsame Wurzeln in der Vielstimmigkeit des europäischen Kinos, zum anderen um das Kino als Ort der Projektion und der Kontemplation. Denn die Lichtkunst Kino braucht den dunklen Kinosaal genau wie die große Leinwand, um ihre Strahlkraft zu entfalten. Und das Kinodispositiv ist nicht nur dazu da, sich im Dunklen in den Filmgeschichten zu verlieren. Das Kino ist auch ein Ort des Zusammenkommens und des Austausches. Und genau dazu lädt die LUX-Filmreihe ein.

Der vom Europäischen Parlament und der Europäischen Filmakademie initiierter LUX-Publikumsfilmpreis regt auf Basis von fünf ausgewählten Filmen zum Gespräch über aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen an. Deshalb laden auch wir nach jedem LUX-Filmscreening zum Gespräch mit internationalen Studierenden der Film- und Medienwissenschaft der Ruhr-Universität ein.

Und Ihre Stimme zählt: Sehen Sie sich die fünf Filme an, die für den LUX-Publikumsfilmpreis 2026 nominiert sind, und bewerten Sie sie auf einer Skala von einem Stern (schlecht) bis zu fünf Sternen (ausgezeichnet), um den Gewinner zu bestimmen.«