Sonntag 18.01.26, 11:21 Uhr
Hohe Kosten für die Kommunen – Große Gewinne für das IOC

NOlympia an Rhein und Ruhr


Im März sollen die Bürger*innen in Bochum und anderen Städten über eine mögliche Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Nordrhein-Westfalen abstimmen. Die Ratsfraktion Die Linke lehnt diese Bewerbung ab. Dazu Elias Bala, stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses: »Wir haben nichts gegen die Olympischen Spiele. Doch die Erfahrungen weltweit zeigen, dass ausrichtende Städte oft mit Schulden zurückbleiben, während das IOC profitiert und noch nicht einmal Steuern dafür zahlen muss.

Zudem kann erwartet werden, dass durch die Austragung die Mieten steigen sowie Natur, Klima und Verkehr negativ belastet werden. Dies belegen die Bilanzen vergangener Gastgeberstädte.

Außerdem entspricht die NRW-Bewerbung nicht den Anforderungen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und ist daher kaum aussichtsreich. Insbesondere die Vorgaben zu Fahrzeiten und Entfernungen zwischen dem Olympischen Dorf und den Wettkampfstätten sind aufgrund der Weitläufigkeit des Rhein-Ruhr-Raums nicht erfüllbar. So dürfen die Fahrzeiten zwischen dem Olympischen Dorf und den Wettkampfstätten eine maximale Dauer von einer Stunde oder eine Entfernung von höchstens 50 Kilometern nicht überschreiten.

Das Olympische Dorf soll in Köln angesiedelt werden. Von Köln z.B. nach Dortmund geht es im Stauland NRW nicht unter einer Stunde. Wir sind für mehr Bürgerbeteiligung, aber dieser Bürgerentscheid sieht nach Geld- und Zeitverschwendung aus, zumal sich der DOSB-Vorstandsvorsitzende Otto Fricke nach der Abstimmung in München für kompakte Spiele ausgesprochen hat.“

Die Linke stellt jetzt für den nächsten Sportausschuss eine Anfrage, da in Bochum Wettbewerbe im Fußball und Modernen Fünfkampf geplant sind. Die Anfrage betrifft den Zustand der Sportstätten 2044, die Kosten für Instandhaltung und Investitionen.

Außerdem wollen wir wissen, welche infrastrukturellen Maßnahmen wie Parkplätze, Verkehrserschließung und Sicherheitskonzepte notwendig werden. Die Steuerzahler*innen sollten wissen, was auf sie zukommen könnte.«