Das Bochumer Friedensplenum und die DFG-VK laden am Mittwoch, den 22. Oktober um 19 Uhr zu einem Vortrag von Andreas Zumach in der Quartiershalle der KoFabrik, ein. In seinem Vortrag und in der anschließenden Diskussion wird es um die Fragen gehen, ob Russland nach dem Krieg gegen die Ukraine in wenigen Jahren die baltischen Staaten, Polen und auch Deutschland angreifen könnte. Mit dieser Bedrohungsbehauptung soll unser Land durch massive, kostspielige Aufrüstung und innergesellschaftliche Militarisierung „kriegstüchtig“ gemacht werden. Doch stimmt die Bedrohungsbehauptung? Und wie könnte Deutschland friedensfähig statt „kriegstüchtig“ werden? Und welche Chancen gibt es für Rüstungskontrolle und Entspannung in Europa mit Russland?“
Trotz aller Versuche es zu verhindern, die Stadt(Verwaltung) lässt seit heute Vormittag die Bäume an der Graf-Adolf-Straße abholzen. Was in 80, 90 und teilweise über 100 Jahren gewachsen ist – in drei Stunden ist es nieder geraspelt… – traurig. Wenn etwas Bereitschaft , Interesse und Bemühungen dagewesen wären, wäre das nicht nötig gewesen. Klar, ein Saugbagger oder andere Verfahren kosten etwas mehr als das Abholzen. Dazu waren die Verantwortlichen in UNSERER Stadt nicht bereit. Bochum wird wieder ein Stück näher zur waldärmsten Stadt in NRW gesägt.
Die Ruhr-Uni lädt ein: » Am 21. Oktober 2025 findet die dritte Runde der FuckUp Night@RUB statt. Ein Abend, an dem Studierende und Alumni* offen über das Scheitern sprechen. Ob abgebrochenes Studium, geplatztes Start-up oder verpatzte Prüfung: Die Speaker teilen ihre persönlichen Erfahrungen, was sie daraus gelernt haben und wie es danach weiterging. Die Veranstaltung zeigt: Fehler gehören zum (Studien-)Leben dazu und können wichtige Wendepunkte sein. Neben persönlichen Geschichten gibt es Raum für Fragen, Austausch und ehrliche Gespräche – mit einer guten Portion Humor und Selbstreflexion.«
Die Stadt Bochum macht darauf aufmerksam, dass im Haus Kemnade am Sonntag, 19. Oktober, um 14.30 Uhr eine Führung durch die Welt der Miniaturmalerei aus verschiedenen Kulturkreisen stattfindet. Präsentiert wird die Sammlung von Inge und Werner Rudowski.
Die Offene Fahrradwerkstatt „Velotopia“ teilt mit, dass am kommenden Samstag, den 18.10.2025, von 12-16 Uhr im Botopia (Griesenbruch 9) das Fahrrad Repair-Cafe Velotopia stattfindet.
Der „Verein für Leibesübungen (VFL) Bochum 1848“ entstand 1938 im Zuge verschiedener Gleichschaltungsmaßnahmen durch Fusion des „Turnvereins 1848“ mit „TuS Bochum 08“ und „Germania Bochum“. Die Gauhauptstadt Bochum sollte damit einen erstklassigen Fußballverein bekommen. Unter anderem hieran erinnert am kommenden Samstag eine Stadtführung im Rahmen der Fußballkulturtage NRW. Seit 2018 bietet das Fanprojekt Bochum diese Stadtführung mit dem Titel „1938, nur damit es jeder weiß“ an. In der Führung zu verschiedenen Erinnerungsorten zwischen der Bochumer Innenstadt und dem Ruhrstadion erhalten die Teilnehmenden Informationen zur Gründungsgeschichte des VfL, der Rolle der Stadt Bochum im Nationalsozialismus und der Geschichte des jüdischen Fußballmeisters Hakoah/Schild Bochum.
Im Oval Office im Schauspielhaus wird am Samstag, dem 18.Oktober um 19:30 Uhr das Stück Manhattan Project gezeigt: »Spätestens seit dem Box Office-Duell zwischen Barbie und Oppenheimer ist der Erfinder der Atombombe den meisten Menschen ein Begriff. Doch Robert Oppenheimer war nicht allein: Getrieben von der Angst, Nazideutschland könnte die Kernspaltung militärisch nutzbar machen, leitete er ab 1942 das Manhattan Project. Darin arbeitete eine Gruppe junger, geflüchteter, ungarischer, jüdischer und vor allem genialer Wissenschaftler an der Entwicklung der größten Massenvernichtungswaffe der Menschheit, um dem Krieg endlich ein Ende zu bereiten.
Die Wittener Straße – Für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen verboten
Der Bochumer Autobahnring aus A40, A43, A448 hat für den Radverkehr eine enorme Trennwirkung, die häufig übersehen wird. Das verdeutlicht Klaus Kuliga auf seinem kritischen Fahrrad-Blog bovelo im Beitrag „Wittener Straße – Knackpunkt A448„. Auf der Wittener Straße gibt es Radfahrverbote in beiden Richtungen. Am Beispiel der neuesten Radwegplanungen an der Wittener Straße kann man erkennen, wie viel Autobahnen mit Radverkehr zu tun haben. Die einzige vernünftige Konsequenz muss sein: Die Wittener Straße muss auf der ganzen Länge zur Stadtstraße werden, d.h. eine Straße. die auch für Fußgänger:innen und Radfahrende gefahrlos genutzt werden kann.
Im Rahmen der Fußballkulturtage NRW lesen Monty Ott und Ruben Gerczikow am Mittwoch, den 15. 10 um 19 Uhr in der Quartiershalle der KoFabrik zentrale Passagen aus ihrem Buch „Juden auf dem Platz, Juden auf den Rängen“. Die Einladung: »Fußball ist mehr als 90 Minuten. Das Stadion ist Brennglas der Gesellschaft, Bühne für Solidarität, aber auch Ort von Bedrohung. In ihrem Ende September 2025 veröffentlichten Sammelband haben Ruben Gerczikow und Monty Ott Geschichten von Jüdinnen*Juden und Menschen gesammelt, die sich gegen Antisemitismus und für eine Fankultur für alle stark machen — auf den Rängen und auf dem Platz.
Das atelier automatique wirbt für die ressourcerie automatique. Selbige „vernetzt all die Keller und Dachböden, die Garagen und Abstellkammern der freien Szene miteinander. Dort liegen ungenutzte Produktionsteile, Requisiten, Kostüme und vieles mehr aus vielen Tagen der künstlerischen Arbeit. Innerhalb der ressourcerie kann jeder Mensch, Verein, jedes Kollektiv oder jede Gruppe ihren eigenen Katalog anlegen und all diese Dinge zum Vermieten oder Verleihen anbieten.“ Sehr konkret wird das ganze am Donnerstag, den 16. Oktober von 16 – 20 Uhr in einem Workshop. Die Einladung:
Am 16.10. um 19 Uhr ist im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung Jennifer Degner-Mantoan zu Gast in der Zanke. Sie hält einen Vortrag zum Thema „Und die Wurzel allen Übels ist der … – Verschränkungen von Antifeminismus und Antisemitismus in Verschwörungsideologien“: »Geheime Eliten, globale Strippenzieher und böse Machenschaften – antisemitische Verschwörungserzählungen sind wahrscheinlich so alt wie der Antisemitismus selbst. Doch nicht nur Juden:Jüdinnen werden als mächtige, die Welt lenkende Kraft imaginiert. Auch der Feminismus ist immer häufiger ein Feindbild in zentralen Verschwörungserzählungen der (extremen) Rechten. Im Vortrag werden die parallele Entwicklung des modernen Antisemitismus und Antifeminismus nachgezeichnet und anhand aktueller Verschwörungsideologien die Überschneidungen zwischen beiden Phänomenen aufgezeigt.«
Die sehr feindlichen Beziehungen zwischen den NATO-Partner:innen Griechenland und Türkei haben aktuell vor allem ihre Ursache in den umstritten Ansprüchen über Hoheitsgebiete im Mittelmeer. Diese Feindschaft hat aber auch eine lange Tradition. Der AStA der RUB erinnert am Mittwoch, den 15. 10. mit einer Veranstaltung an einen Genozid an der griechischen Bevölkerung im Osmanischen Reich zur Zeit des ersten Weltkrieges und den Jahren danach. Der größte Teil der Überlebenden wurde schließlich nach Griechenland zwangsumgesiedelt. Im Gegenzug wurden Zehntausende in Griechenland lebende Türk:innen in die Türkei vertrieben. Parthena Iordanidou, als Nachfahrin von pontosgriechischen Genozidüberlebenden erinnert an den in Deutschland weitgehend unbekannten Genozid.
Das Archiv und Dokumentationszentrum Sexarbeit feiert Jubiläum und schreibt: »Seit dem Jahr 2000 ist das Madonna – Archiv und Dokumentationszentrum Sexarbeit ein feministischer Ort, in dem systematisch gesammelt, erschlossen und aufbereitet wird, was in Vergangenheit und Gegenwart über das Thema Prostitution und Sexarbeit verhandelt wurde und wird. Dieses 25-jährige Bestehen wollen wir mit euch feiern und laden euch am 17. Oktober um 18 Uhr zu unserer Jubiläumsfeier im Prinz Regent Theater ein!
Der bisherige Jugendverband der AfD hat sich kurz vor seinem zu erwartenden Verbot aufgelöst. Ende November soll es eine Neugründung geben. Die Kampagne „Widersetzen“ will das verhindern und schreibt: »Am 29. und 30. November will die AfD in Gießen eine neue Jugendorganisation gründen – mit abgewandeltem Reichsadler und Namen wie „Junge Patrioten“ oder „Patriotische Jugend“. Die AfD möchte eine neue Generation gewaltbereiter Faschist*innen heranziehen. Wir stellen uns der Normalisierung der AfD und der Neugründung ihrer Jugendorganisation in Gießen in den Weg! Wir veranstalten ein Fest der Vielfalt und Solidarität und machen so die Gründung der AfD-Jugend unmöglich. Die Vorbereitung auf Anreise und Aktionen laufen.« Am Montag, dem 13. Oktober findet hierfür ein Vortrag an der RUB statt: um 18 Uhr im Raum GD 03/158.
Zu den drastischen Maßnahmen, auf die sich Union und SPD beim Bürgergeldentzug verständigt haben, erklärt die Bochumer Bundestagsabgeordnete der Linken: »Cansın Köktürk: »Sie drohen Menschen mit Hunger und nennen es Sozialpolitik. Die Merz-Regierung hat jede Bodenhaftung verloren: Mit ihren geplanten Sanktionen treibt sie Menschen ohne jede Rücksicht auf Lebensrealitäten gezielt in existenzielle Not. Das Grundgesetz garantiert ein menschenwürdiges Existenzminimum, doch die Bundesregierung macht daraus einen blanken Verfassungsbruch mit Ansage und führt Armut und Obdachlosigkeit per Totalsanktionen ein. Diese Maßnahmen sind nicht nur unsozial, sie sind verfassungswidrig, verlogen und verantwortungslos.
Ein Bochumer Start-up hat ein CO₂-neutrales Lastenfahrzeug mit den Vorteilen eines Fahrrads für die Paketzustellung entwickelt. Die Volkshochschule Bochum (vhs) bietet am Mittwoch, 15. Oktober, von 15 bis 17.30 Uhr eine Exkursion zu dem Thema an (Kursnummer: L20008). Interessierte erhalten Einblicke in die Entwicklungsgeschichte des Fahrzeugs, das bis zu 60 Prozent schneller zustellt als herkömmliche Sprinterfahrzeuge, auf Radwegen fahren darf und ohne Führerschein nutzbar ist. Die Teilnahmegebühr beträgt sechs Euro, eine Ermäßigung ist möglich. Treffpunkt ist die Josef-Baumann-Straße 37b. Anmeldungen sind unter der Rufnummer 02 34 / 910 – 15 55 oder über die Webseite vhs.bochum.de möglich.
Das Fritz Bauer Forum lädt am Dienstag, den 14. Oktober um 18 Uhr zu einer „ernst-heiteren Lesung“ von Günter Pohl und Olaf Reitz ein: »Warum ist Philosophie für uns wichtiger als wir zuweilen glauben? Welche fortschrittlichen Ideen hat sie in zweieinhalbtausend Jahren hervorgebracht? Was kann sie uns im Kontext der oft irrationalen Geschehnisse in der heutigen Gesellschaft sagen? Warum hilft dialektisches Denken?
»Vom Montag, 13. Oktober, bis Freitag, 17. Oktober, präsentiert die Bücherei Querenburg im UniCenter, Querenburger Höhe 270, die Themenwoche „Was macht eigentlich die Feuerwehr …?“ Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Anmeldungen sind per E-Mail an buechereiquerenburg@bochum.de oder telefonisch unter 02 34 / 910 – 91 41 möglich.
Am 16.10.2025 veranstalten das Team des Projekts „Fahrradmedien“, gemeinsam mit dem Bochumer Cycling Club Windkante ein Filmscreening des feministischen Fahrradfilms OVARIAN PSYCOS im Kino Endstation, Wallbaumweg 108, 44894 Bochum. Der Eintritt ist frei, die Türen öffnen sich um 18:30 und der Film beginnt um 19:00 Uhr.
Die VHS bietet in der 1. Ferien-Woche ab MO 13.10.25 einen Kurs zum selber Möbel bauen an : >>In den Herbstferien bietet die Volkshochschule Bochum (vhs) einen kreativen Kurs für alle Holz-begeisterten an: „Die Holzwerkstatt – Möbel und anderes selber bauen“ (Kursnummer: L35001). Er findet von Montag, 13. Oktober, bis Donnerstag, 16. Oktober, jeweils von 17 bis 21.30 Uhr im Raum 051 des BVZ, statt. Die Teilnahmegebühr beträgt 88,40 Euro,
Die Gesellschaft für Geographie und Geologie Bochum lädt am 15.10.25 um 19h zu einem Vortrag von Prof. Dr. MATTHIAS KIESE, Ruhr-Universität Bochum zum Thema ‚Wasserstoffwirtschaft im Ruhrgebiet: Utopie oder realistisches Potenzial?‘ in den Pfarrsaal St. Peter und Paul,
Auf 26 Plakaten an 26 Platanen bringen 25 Menschen und ein Kleiber zum Ausdruck, was sie ganz persönlich über die geplante Abholzung in der Graf-Adolf-Straße denken.
Mit der Lost Tree Gallery wollen Mitglieder des Bochumer Klimaschutzbündnisses (BoKlima) gemeinsam mit vielen weiteren Bürger:innen unserer Stadt zum Ausdruck bringen, »dass sie nicht einverstanden sind. Mit einer Sanierungsplanung, wie sie für die Wattenscheider Graf-Adolf-Straße nun traurige Wahrheit werden soll. Einer Planung, die mangelhaft ist, weil sie den komplexen Anforderungen, wie sie heute gestellt werden müssen, nicht gerecht wird. Einer Planung, die die Abholzung von 26 alten Platanen vorsieht, anstatt deren Erhaltung zu priorisieren. Denn es hätte eine ganz andere Planung gebraucht:
Die Bochumer Verbraucherzentrale NRW / Energieberatung klärt über 6 Stromsparmythen auf und stellt 6 Irrtümer klar und lädt zur Beratung ein : >>Sparen bei den Stromkosten hat im Alltag vieler privater Haushalte eine hohe Bedeutung. Doch einige überlieferte Tipps und Verhaltensweisen entpuppen sich häufig als Irrtum oder haben gegenteilige Effekte. „Wichtig ist, sich zu informieren, seine Verhaltensweisen kritisch zu prüfen und Schritt für Schritt die eigenen Stromsparroutinen im Alltag zu finden und anzuwenden“, sagt Stephanie Kallendrusch, Energieberaterin von der Beratungsstelle Bochum der Verbraucherzentrale NRW. Doch was sind gängige Irrtümer rund um Strom sparen im Haushalt?
In einer Nachfolgeveranstaltung der Feministischen Aktionswochen hält Günseli Yilmaz am Montag, 13.10.25 um 19.00 Uhr in der Zanke einen Vortrag zum Thema „Körperliche Selbstbestimmung als Ausdruck der Naturbeherrschung im Marxismus“: »Seit Jahrzehnten kämpfen Frauen um körperliche Selbstbestimmung. Teil davon ist der Kampf für das Recht auf Abtreibung. In der BRD sind Schwangerschaftsabbrüche immer noch nicht straffrei. Über Schwangerschaftsabbrüche aufklären dürfen Ärzte erst seit 2022. Auch in anderen Bereichen äußert sich Frauenverachtung in der Kontrolle von Frauenkörpern und Gewaltdelikten, die die weiblichen Körper unmittelbar bedrohen. Häufig führt diese Bedrohung dazu, dass in der zeitgenössischen feministischen Theorie und Praxis Frauenkörper im Fokus der Bewegung stehen.
Am Dienstag, den 14. 10. um 19 Uhr lädt die Geschichtswerkstatt zu einer Vortrag von Volker Gerwers im Sozialen Zentrum ein: »Im Jahre 2014 entstanden als Reaktion auf den Krieg in der Ostukraine in vielen Orten der Bundesrepublik die sogenannten “Montagsmahnwachen“. Die Initiatoren dieser Mahnwachen verfolgten eine Querfrontstrategie, mit der äußerst rechte und antisemitische Positionen an gesellschaftliche Akzeptanz gewinnen sollten. Hierfür sollte das Thema Frieden instrumentalisiert werden.
Greenpeace lädt am Dienstag, den 14. 10. um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer zu einer „Liveshow für alle, die sich jemals ängstlich oder machtlos angesichts der Klimakrise gefühlt haben“: »Journalistin Louisa Schneider besuchte fünf Orte unseres Planeten, sogenannte Kipppunkte, und begegnete dort mutigen Menschen, die heute schon am meisten betroffen sind aber furchtlos in die Welt von morgen aufbrechen. Louisa nimmt uns mit in den Regenwald, wir lernen vom Schamanen der indigenen Yanomami, rücken zusammen mit den Menschen Senegals, lauschen den Geschichten der Inuit und tauchen tief zum Great Barrier Reef.
Tobias Fetzer, Herausgeber der „Geschichten aus dem Widerstand im Ruhrgebiet“, liest am Freitag, den 10. Oktober um 19:30 Uhr in der Leseinsel im Brenscheder Kirchviertel einige Kapitel aus dem Buch: »Die Erinnerung an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus steht in Deutschland meist in Verbindung mit Orten wie Berlin oder München, die Wenigsten denken dabei an das Ruhrgebiet. Doch auch hier wurde Widerstand geübt, oft mit dramatischen Konsequenzen.
10.10. 2025 Premiere im Prinz Regent Theater, 19:30 Uhr Leonie Jenning, Anne Tismer und Anaïs Urban denken in dieser Lecture-Performance über all das nach, was vergeht: Manches verlieren wir, das ist traurig und bei anderen Dingen ist es ganz gut, wenn es verrottet. FAUST zum Beispiel. Und der Natur ist es sowieso egal.
Für das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung erklärt Wolfgang Czapracki-Mohnhaupt zu erforderlichen Konsequenzen aus den Ergebnissen der Kommunalwahl 2025: »Da reagierten viele aus der Zivilgesellschaft, die am 14.09.2025 im Rathaus vor den Monitoren den Ausgang der Kommunalwahl in Bochum verfolgten, doch verwundert: Aus den Reihen der SPD gab es fast schon tosenden Beifall, als ihr Vorsitzender Serdar Yüksel verkündet hatte, die SPD sei erneut stärkste Partei und der gemeinsame rot-grüne OB-Kandidat Jörg Lukat habe im ersten Wahlgang die weitaus meisten Stimmen auf sich vereint. Die Ergebnisse der Kommunalwahl 2025 sind aber kein Grund zum Feiern – auch nicht für die SPD.
Die Initiative Gedenkort Bochum-Bergen bietet am Sonntag, den 12. Oktober um 14 Uhr eine Führung durch das ehemalige Zwangsarbeiter:innenlager an der Bergener Straße an: »Bei dem Rundgang auf dem noch bewohnten Gelände werden anhand von anschaulichen Dokumenten die Geschichte der Entstehung des Lagers, die Herkunft und das Leben der hier untergebrachten Zwangsarbeiter, die besonders harten Arbeits- und Lebensbedingungen auf der Krupp-Zeche „Constantin der Große“ erfahrbar.
Am Freitag, den 10. Oktober um 19.30 Uhr lädt David Zabel in der Oval Office Bar „zu einer spannenden Lecture-Performance über afrofuturistische Zukunftsbilder in der Popkultur ein“: »Ausgehend von Octavia E. Butlers Xenogenesis-Trilogie führt er durch postapokalyptische Szenarien und die Denkschule des Afrofuturismus als empowernden Möglichkeitsraum. Im Fokus stehen außerirdische Wesen als Metaphern für Migration und Kolonialismus.
Am kommenden Samstag im Bahnhof Langendreer: die Gruppe Manzanar
Am Samstag, den 11. Oktober gibt es im Bahnhof Langendreer um 19 Uhr eine Solidaritätsveranstaltung für die „Unidad por Chile“: »Am 16. November 2025 finden in Chile Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Eine Stichwahl fände im Dezember statt. In dieser „Schicksalswahl” stehen sich Negationismus und Erinnerungskultur, Fake, Bots und Pressefreiheit, Demokratie und Autoritarismus, soziale Reformen und extremer Neoliberalismus gegenüber.
Gotteskinder [Offizieller Trailer DEUTSCH HD] – Ab 31.07.2025 als Stream erhältlich
Am Sonntag, dem 12. Oktober um 11 Uhr zeigen Religionsfrei im Revier und Artikel 4 – Initiative für Glaubensfreiheit im Endstation.Kino den Film „Gotteskinder“. Dies ist ein mehrfach preisgekröntes Drama, das die Konflikte zwischen Glauben, Familie und persönlicher Selbstfindung beleuchtet. Der Film erzählt die ergreifende Geschichte zweier Geschwister, die mit den strengen Regeln einer evangelikalen Freikirche und ihren eigenen Gefühlen kämpfen.
Zum „Tag der Deutschen Einheit“ am 3. Oktober hatte die Oval Office Bar im Schauspielhaus Bochum zu einem Punkabend geladen. Der Titel: „Deutschland muss sterben“ – eine Anspielung auf den Refrain „Deutschland muss sterben, damit wir leben können“ aus dem gleichnamigen Song der Hamburger Punkband Slime von 1981. Was folgte, war der erwartbare rechte Shitstorm auf Instagram. Mit von der Partie waren Sebastian Pewny, Fraktionsvorsitzender der Bochumer Grünen, und Leon Beck, Kreisvorsitzender der wirtschaftslibertären Kleinstpartei FDP. Der Tenor vieler Kommentare war: „Wie kann so etwas mit Steuergeldern gefördert werden?” – gemeint war das Schauspielhaus, das die Veranstaltung „canceln“ solle.
EssBo! Ernährungsrat Bochum bietet am kommenden Wochenende zwei Termine an: eine Fledermaus-Exkursion am Freitag und einen Workshop zum essbare Pilze Sammeln und Verarbeiten am Samstag. Hier geben zunächst Pilzkundlerinnen ihre langjährige Erfahrung weiter. Welche Exemplare sind essbar, welche nicht? Wo dürfen Pilze gepflückt werden, wo nicht? Anschließend werden die gefundenen Pilze gemeinsam verarbeitet. Welche Pilze eignen sich für die Pfanne? Welche sollte man lieber einkochen, marinieren oder fermentieren?