
Das blicke filmfestival des ruhrgebiets befindet sich im Umbau. Nachdem das Festival keine Förderung durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen mehr erhält, erfindet sich blicke mit deutlich geringerem Förderetat neu. An zwei Tagen im November präsentiert das Festival ein vielfältiges Programm und zeigt, was blicke ausmacht, und was es zukünftig sein könnte. Am Freitag, den 14. November, ist das endstation.kino in Langendreer wie in den letzten 32 Jahren Veranstaltungsort. Am Samstag, den 15. November, bespielt blicke verschiedene Orte in der Bochumer Innenstadt mit bewegten Bildern.
Freitag, 14. November 2025
Das Programm: »Am ersten Tag der Sonderausgabe haben sich Wegbegleiter:innen und Freund:innen des Festivals besonders inspirierende Filme aus 32 Jahren Festivalgeschichte ausgesucht, die sie dem interessierten Publikum in drei Programmen im endstation.kino vorstellen. Mit dabei sind u.a. der renommierte Mülheimer Dokumentarfilmer Rainer Komers, die Gewinnerin des Deutschen Kurzfilmpreises Maria Mayland, der Bochumer Künstler Daniel Burkhardt und die Leiterin des Referats für Gleichstellung, Familie und Inklusion Regina Czajka. Sie alle präsentieren Kurzfilme, die für das Festival stehen, die blicke in den letzten drei Jahrzehnten ausgemacht haben und die Bedeutung des Festivals für die Region hervorheben. Wie bei blicke üblich, steht das Ruhrgebiet oftmals im Fokus der Filme. So wird im Film ERDENLEIB von Vincent Ercolani, Nicholas Dues und Julius Farwick ein verlassener Schacht und in Rainer Komers Dokumentarfilm B 224 die titelgebende Bundesstraße erkundet. Beginn des ersten Programms ist um 17 Uhr. Raum für anschließenden Austausch bietet dabei das gemütliche Café des endstation.kinos.
Samstag, 15. November 2025
Am zweiten Tag zieht das Festival in den Bochumer Stadtraum. In der Quartiershalle der KoFabrik am Imbuschplatz und dem Blue Square in der Kortumstraße gibt es Medien-Performances, Installationen und eine Gesprächsrunde zu regionalen Kulturveranstaltungen. Bewegte Bilder stehen dabei im Zentrum, werden aber in unterschiedlichen Weisen in andere Kunstformen überführt oder in sie eingebettet. In der KoFabrik wird an diesem Tag um 15 Uhr musikalisch gestartet – mit einer außergewöhnlichen Karaoke-Einlage der Künstlerinnen Eleonora Arnold und Wiebke Meischner. Weiter geht es mit Linda Weidmanns Auseinandersetzung mit Überwachungsbildern in der Videoinstallation SHE LOOKS UP TO THE SKY – WHERE NO SKY IS. Unter dem Titel LICHTPLÄTZE STATT LEUCHTTÜRME kommen Moderatorin Johanna-Yasirra Kluhs und Autor:in Miedya Mahmoud ins Gespräch, um Visionen für die Kulturszene im Ruhrgebiet zu entwickeln. Der Titel des Gesprächsformats wird dabei von der Band Yenga und dem Bochumer Duo Scheinzeitmenschen medienkünstlerisch umgesetzt. Auch für das leibliche Wohl ist an diesem Tag gesorgt. Die Zubereitung wird zur Performance der Gruppe easyeasy, bevor blicke in Richtung Blue Square weiterzieht. Auf dem Weg dorthin kuratiert die Gruppe „A Wall Is a Screen“ einen Filmspaziergang, bei dem sich verschiedene Hauswände der Bochumer Innenstadt in Leinwände verwandeln. Im Blue Square empfängt die Künstlerin Locuratolo das Publikum mit einer Lecture-Performance zu ihrer eigenen Migrationsgeschichte und Wasserforschung. Alle Künstler:innen des Tages beantworten dem interessierten Publikum Fragen zu Ihren Arbeiten bei einem gemeinsamen Ausklang.«
Weitere Informationen gibt es auf der Webseite von blicke: https://blicke.org/