Dienstag 04.06.24, 19:06 Uhr
Cafébetrieb im FLUID muss schließen – Petition zur Finanzierung hauptamtlicher Arbeit im FLUID

Cafébetrieb im FLUID muss schließen 1


Seit seiner Eröffnung vor zwei Jahren ist das FLUID als Zentrum for queere Kultur und sexuelle Bildung zu einer wichtigen Anlaufstelle für queere Menschen and allys in und um Bochum geworden. Neben Veranstaltungen und Gruppenangeboten hat es lange Zeit auch einen Veganer Cafébetrieb gegeben. Dieser muss nun mangels fehlender finanzieller Förderung seitens der Stadt Bochum eingestellt werden.

Vor diesem Hintergrund liegt nun eine Petitionsliste im FLUID aus, die die Stadt Bochum dazu auffordert, die hauptamtliche Arbeit im FLUID zu finanzieren, damit das noch bestehende Veranstaltungsangebot weiter aufrecht erhalten werden kann:

»Unser queeres Zentrum FLUID im Herzen der Bochumer Innenstadt
ist vor allem eins: Ein echter Safer Space

Ein Treffpunkt für queere Menschen aller Orientierungen und Identitäten, für queere Menschen jeden Alters und jeder Herkunft. Unser queeres Wohnzimmer bietet
Platz für zahlreiche selbstorganisierte und von Uns bereitgestellte Gruppen für die verschiedensten Besucher*innen, Veranstaltungen, Events, Bildungs- und Beratungsangebote und soziale Räume für die, die sie am meisten brauchen.

Darüber hinaus unser veganes, solidarisches Café, an dem queere Leute sich einfach sicher fühlen können.

Mensch könnte meinen, dass das für die Stadt Bochum eine unterstützenswerte Sache ist. Doch Bochum fördert unser soziales Zentrum, das inzwischen zu einer wichtigen Anlaufstelle und einem festen Bestandteil des Soziallebens für unzählige Queers geworden ist, mit keinem einzigen Cent.

Die versprochenen Mittel, als das FLUID eröffnet wurde? Längst Geschichte. Trotz erheblichen Besucher*innen-Zuwachs, nahezu Vollbelegung an allen Abenden von Montag bis Sonntag und der Diversität und Reichhaltigkeit an Angeboten, die Wir inzwischen bieten, für queere Menschen und weitere marginalisierte Gruppen, lässt Uns die Stadt Bochum im Regen stehen.

Uns war klar, dass das irgendwann Folgen für Unsere Community-Arbeit haben wird. Und jetzt ist es leider soweit.

Unsere geschätzte Mitarbeiterin Melanie muss uns verlassen, und einen Ersatz wird es nicht geben, da kein Geld vorhanden ist. Daher müssen Wir Unser Café-Angebot mit sofortiger Wirkung schließen – letzte Öffnungstage: Sonntag, 02. Juni und Sonntag, 09. Juni, dann ist Schicht im Schacht.

Für Unsere Besucher*innen bedeutet das, dass ein wichtiger Teil Ihres queeren Safer Spaces in Bochum einfach ersatzlos wegbricht.

Unsere Gruppenangebote und Veranstaltungen laufen zwar für’s erste weiter, aber auch die sind in Gefahr, wenn unsere Finanzlage weiter so prekär bleibt. Deshalb gibt es für Uns; ganz klar; nur eine Lösung: Wir nehmen die Dinge selbst in die Hand und kämpfen selbst für Unsere Zukunft.

Und das machen Wir zunächst einmal mit einer Petition. Wir fordern die Stadt Bochum auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und unseren queeren Safer Space als das anzuerkennen, was es ist: Ein unersetzliches Angebot von der Community, für die Community; das nicht mehr wegzudenken ist. Wir fordern die Stadt Bochum auf, die Finanzierung unserer hauptamtlichen Arbeit endlich sicherzustellen.
Und so könnt Ihr helfen: Kommt zu Uns ins FLUID, bei Unseren Veranstaltungen oder auch zwischendurch nach Anfrage, und unterschreibt dort Unsere Petitionsliste. Sagt Euren Freund*innen Bescheid, und jeder Person aus Eurer queeren Bubble. Nehmt auch gerne eine Liste mit und sammelt selbst in Eurem Umfeld Unterschriften für Unsere gute Sache. Zusammen werden Wir beweisen, dass wir so stark und so Viele sind, dass die Stadt Bochum uns nicht weiter ignorieren kann.«


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Ein Gedanke zu “Cafébetrieb im FLUID muss schließen

  • Hä?

    „hat es lange Zeit auch einen Veganer Cafébetrieb gegeben.“
    Diesen veganen Cafebetrieb gibt es doch erst seit etwa 1,5 Jahren.
    Erstaunlich wie das Zeitempfinden dieser Personen ist.