Montag 29.04.24, 19:06 Uhr
Kino Endstation zeigt aus Anlass des Tags der Befreiung am 8. Mai

Morgen ist auch noch ein Tag


MORGEN IST AUCH NOCH EIN TAG Trailer Deutsch | Jetzt im Kino!

Neben dem normalen Kinoprogramm (siehe unten) zeigt das Kino Endstation am Mittwoch, den 08.05. den italienischen Erfolgsfilm Morgen ist auch noch ein Tag: »Rom, 1946 nach der Befreiung vom Faschismus. Delia ist die Frau von Ivano und Mutter dreier Kinder. Zwei Rollen, in die sie sich voller Hingabe fügt. Obendrein bessert sie die Haushaltskasse mit vielen kleinen Hilfsarbeiten auf, um die Familie über Wasser zu halten. Ivano hingegen fühlt sich berechtigt, alle daran zu erinnern, wer der Ernährer ist.

Nicht nur mit Worten. Körperliche und psychische Gewalt gehören für Delia zum Alltag. Bis ein mysteriöser Brief eintrifft, der ihr den Mut gibt, alles über den Haufen zu werfen und sich ein besseres Leben zu wünschen, nicht nur für sich selbst …
Autorin, Regisseurin und Hauptdarstellerin Paola Cortellesi ist eine der dynamischsten und vielseitigsten Künstlerinnen Italiens. Ihr Regiedebüt proklamiert keinen Feminismus mit erhobenem Zeigefinger, sondern erzählt von den vielen kleinen Schritten auf dem langen Weg zur Emanzipation. Im Genre wechselt sie dabei immer wieder zwischen Drama und Komödie. Es ist ein lakonischer, schulterzuckender Humor, mit dem die Frauen in dieser repressiven Zeit unter dem Radar tyrannischer Männer zusammenhalten, eine leichte, geradezu beiläufige weibliche Solidarität angesichts der Übermacht des Patriachats mit seinen überkommenen Rollenvorstellungen. Vorstellungen, die sich bis heute halten.«

DER JUNGE DEM DIE WELT GEHÖRT | TEASER 2 | 2024

Über das weitere Programm schreibt das Kino: »ab Donnerstag, den 02.05. zeigt das endstation.kino in zum Bundesstart Robert Gwisdeks (aka Käptn Peng) Debütfilm Der Junge dem die Welt gehört. Basilio lebt allein in einer verlassenen sizilianischen Villa und schreibt Musik. Er wird von einem mysteriösen Mentor heimgesucht, der ihn mal wie ein Kind mal wie ein alter Mann dazu antreibt, die „wahre Poesie“ zu suchen.

Als Basilio wenig später auf die ebenfalls mysteriöse Karla trifft, beginnt sich seine Welt mehr und mehr in ein Gedicht zu verwandeln. Die Musik im Film ist von Sophie Hunger, Faber, Käptn Peng und Olicia. „Ein Film, der durch seine atmosphärische, surreale und fantastische Bildsprache überzeugt, sich über Konventionen hinwegsetzt und ästhetisch als auch dramaturgisch eigene Wege geht.“ Jurybegründung Kritikerpreis HOF 2023

KLEINE SCHMUTZIGE BRIEFE | Trailer | ab 28. März 2024 im Kino

Ebenfalls ab Donnerstag, den 02.05. zeigt das endstation.kino die Komödie Kleine schmutzige Briefe. Die lebhafte Rose Gooding hat wenig mit der frommen Edith Swan gemeinsam, außer dass sie Nachbarinnen in der englischen Küstenstadt Littlehampton in den 1920er Jahren sind. Doch eines Tages erhalten Edith und andere in der Stadt anstößige Briefe, gespickt mit gemeinen Beschuldigungen in unflätiger Sprache, und der Verdacht fällt sofort auf Rose. Scotland Yard ermittelt und Rose droht sogar, das Sorgerecht für ihre Tochter zu verlieren. Während die skandalösen Briefe weiterhin die Stadt heimsuchen, ahnt nur die Polizistin Gladys Moss, dass etwas nicht stimmt und Rose möglicherweise doch nicht die Schuldige ist…

KALLE KOSMONAUT // Trailer // Kinostart: 26.1.23

Am Montag, den 06.05. zeigt das endstation.kino in Kooperation mit der GEW Bochum den Dokumentarfilm Kalle Kosmonaut. Der Eintritt ist für GEW-Mitglieder frei. Der 16-jährige Kalle streift durch eine Brachlandschaft in Berlin. Er bereut eine folgenschwere Tat, die sein Leben verändern wird. „Ich weiß nicht, wie’s angefangen hat, die ganze Geschichte mit mir“. Kalle mit 10. Nachts allein im Kiez. Die erste Liebe. Jugendweihe. Mutproben auf den Fernwärme-Rohren der Stadt. Freundschaften und Hochzeiten. Verhandlung, Verurteilung, Knast. Die Welt draußen dreht sich weiter. Opa wünscht sich die DDR zurück. Oma besiegt die Sucht. Mama schickt zum 18. Geburtstag Raketen in die Nacht. Die Polizistin wacht über ihr Revier. Für Kalle beginnt nach dem Gefängnis eine atemlose Odyssee zurück zu sich.
Kalle Kosmonaut porträtiert eindrucksvoll über 10 Jahre hinweg das Leben des jungen Kalle und zeigt, wie soziale Ungleichheit eine Biografie bestimmen kann. Eine radikal ehrliche und gleichzeitig poetische Reflexion über Liebe, Familie, Schicksal und Schuld – getragen von der Hoffnung, dass am Ende ein besseres Leben möglich ist. „Eine schöne Langzeitdoku. Warmherzig, realitätsnah und klischeefrei.“ (Goethe-Institut)

Am Mittwoch, den 08.05. präsentiert außerdem Regisseurin Irina Heckmann ihren Dokumentarfilm Zwischen den Fronten. Sie schreibt über ihren Film: 2017 – ich fahre mit einer deutschen Reisegruppe nach Russland. Als Reiselektüre nehme ich das Tagebuch des Wehrmachtssoldaten Buff, gefallen 1942, als er einem russischen Soldaten erste Hilfe leisten wollte. Unsere Reiseroute kreuzt sich mit Orten, an denen er kämpfte. In Russland bin ich groß geworden. Meine Oma schuftete in Stalins Lagern. 2022 – der Konflikt, den der Angriff Russlands auf die Ukraine in mir ausgelöst hat, zieht sich durch den Film. Die Reise nach Russland war geprägt von Begegnungen zwischen Menschen, denen Erfahrungen ihrer Eltern oder Großeltern gemeinsam sind – die des 2. Weltkrieges. In kurzen Momenten der Annäherung bleiben viele Fragen offen – vor allem aber die nach dem Sinn von Kriegen.

Im KinderKino zeigt das endstation.kino am Sonntag, den 05.05. um 16.00 Uhr Die unlangweiligste Schule der Welt