Montag 29.11.21, 14:42 Uhr

GEW empört über die Schließung von Kinder- und Jugendpsychiatrie 1


Die WAZ berichtete in der vergangenen Woche über die Absichten des Heilios-Konzerns, die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Linden zu schließen. Dazu äußert die GEW in ihrer aktuellen Pressemitteilung ihre Empörung: »Die Berichte zu den Schließungsplänen für die Lindener Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Ferdinand-Krüger-Schule für Kranke, die seit vielen Jahren äußerst wichtige Einrichtungen für Heranwachsende in seelisch-gesundheitlicher Not in Bochum sind, empören auch den Bochumer Stadtverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Wenngleich absehbar war, dass auf lange Sicht und nach vielen Appellen das Profitstreben des Unternehmens Helios über die Verantwortung siegen würde (Werbe-Slogan der Helios-Gruppe: „Unser Ziel ist Ihre Gesundheit!“), ist die Ankündigung der Schließung auch in den Augen der Bildungsgewerkschaft ein Tiefschlag.

Es tut nach Wahrnehmung der GEW immerhin gut, dass Stimmen aus vielen Bereichen mit Protest laut werden.  Es muss jedoch befürchtet werden, dass sie an den entscheidenden Stellen nicht gehört werden. „Kranke Kinder leben weiterhin in unserer Stadt, ihre Heilung und schulische Bildung ist aber nicht mehr sicher gestellt ist. Besonders vor der gesamtgesellschaftlichen Erkenntnis, dass seelische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen zunehmen, sich gerade während der Pandemie häufen, gibt es keine befriedigende Erklärung für diesen Schritt“, so Ulrich Kriegesmann dazu für die GEW Bochum. Und weiter: „Insgesamt kann man nur hoffen, dass jetzt grundsätzlich erkannt wird, welche Folgen eine Privatisierung im Gesundheitswesen haben kann. Es geht doch um Versorgung, nicht um Konsumgüter!“«


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