Freitag 29.10.21, 13:46 Uhr

Die November-„bodo“


Die bodo-Redaktion kündigt für die November-Ausgabe des Straßenmagazins Beiträge an mit: »Gamze Kubaşık, Zamarin Wahdat, Michael Lohrmann, Heinrich König, Dortmunds größtem Leerstand, Sorge vor dem zweiten Corona-Winter, einem Weckdienst für Obdachlose, Baggern in der Bochumer Bronx, einer Martener Spukgeschichte, einer Promi-Speisekarte in Langendreer und vielem mehr.

15 Jahre ist es her, dass der Dortmunder Mehmet Kubaşık vom rechtsterroristischen Netzwerk NSU ermordet wurde. Seine Tochter Gamze engagiert sich seit Jahren dafür, dass das Gedenken an ihren Vater einen festen Platz in Dortmund bekommt.

Im Jahr 2019 ließ Michael Lohrmann einen ausrangierten US-Schulbus umbauen. Er hat rund 3.500 Schallplatten an Bord und fährt im Stile eines Bücherbusses durch Stadt, Land und Provinz. Die Kundschaft sind Musikliebhaber – und die sind begeistert.

Ein Spaziergang mit Kamerafrau und Regisseurin Zamarin Wahdat: über das Aufwachsen als Kind afghanischer Geflüchteter, ihr Leben hinter der Kamera und über junge Frauen, die wegen der Taliban zur Flucht gezwungen sind.

Das Olleroh: Manchmal offenbaren Orte ihre Geschichten erst nach hartnäckiger Suche, und manchmal ist das auf den ersten Blick Unspektakuläre erstaunlich spannend. Eine Martener Novembergeschichte um Adelssitze, Bergsenkungen, Hochwasser, ein Grubenunglück – und einen Spuk.

Vor 35 Jahren endete mit dem endgültigen Abriss des Bochumer Heusnerviertels einer der größten Hausbesetzungen in der Bundesrepublik. Doch das Heusnerviertel hat Spuren hinterlassen: tiefe Gräben, Lehren aus der Niederlage, einen späten Finanzskandal, ein Kulturhaus mit eigener Autobahn-Abfahrt ‑ und Erinnerungen.

Die Ausstellung „HK anwesend“ im Kunstmuseum Bochum erzählt mit der Sprache der Kunst die Geschichte des Bochumers Heinrich König (1886-1943), dem SPD-Politiker und Widerstandskämpfer, der vom NS-Regime ermordet wurde.

Sorge vor dem zweiten Winter: Anders als im vergangenen Jahr ist die Dringlichkeit von zusätzlichen Anstrengungen in der Wohnungslosenhilfe schwerer zu vermitteln. Zusätzliche Räume zum Aufwärmen wären nötig, eine hohe Zahl täglicher Testungen kann nicht allein den oft spendenfinanzierten Einrichtungen aufgebürdet werden. Es ist viel zu tun in den kommenden Wochen.Außerdem: Ein Weckdienst für Wohnungslose, Warum kratzt Wolle?, „Richtig gutes Zeuch“, Mietenpolitischer Stillstand?, Verkäufergeschichten, der kommentierte Veranstaltungskalender mit Verlosungen uvm.«