Dienstag 13.10.20, 19:37 Uhr

Tarifpolitischen Konferenz der IG Metall


Die IG Metall Ruhrgebiet Mitte berichte über ihre erste tarifpolitische Konferenz, die zur Vorbereitung auf die Tarifrunden der Metall-, Elektro-, sowie der Stahlindustrie mit Interessenvertreter*innen aus 26 Betrieben stattfand: »Ulrike Hölter, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Ruhrgebiet Mitte eröffnete die Konferenz: „Die Tarifpolitik ist das Herzstück unserer Gewerkschaftsarbeit. Gute Tarifverträge sind der beste Grund Mitglied in der IG Metall zu sein!“ Die Corona-Pandemie hat den Alltag und das Arbeitsleben weiter fest im Griff. Viele Betriebe stehen vor einer schwierigen Zeit. Die Bewältigung der Krise wird noch einige Zeit andauern. Zudem sind die Herausforderungen, die durch Klimawandel, Mobilitätswende und Digitalisierung die Transformation in der Industrie vorantreiben, nicht vom Tisch. Standortschließungen, Personalabbau und Kündigungen sind keine Lösungen. Die Beschäftigten dürfen nicht zu den Verlierern der Krise werden!

Volker Strehl, 2. Bevollmächtigter der IG Metall Ruhrgebiet Mitte: „Um Entlassungen zu vermeiden ist Kurzarbeit ein sinnvolles Mittel. Um den vor uns stehenden Strukturwandel bewältigen zu können, werden aber weitere Instrumente zur Beschäftigungssicherung notwendig sein. Dazu gehört auch der Vorschlag einer 4-Tage-Woche mit einem Teilentgeltausgleich.“

Mit dem Vorschlag zu einer 4-Tage-Woche sorgt die IG Metall für eine gerechtere Verteilung des Arbeitsvolumens und so könnten Beschäftigung und Arbeitsplätze in den Betrieben erhalten werden. Dies ist die Alternative zum Abbau von Industriearbeitsplätzen in Deutschland. Deshalb sollte Arbeitszeit und Arbeitszeitverkürzung, als ein Gestaltungsvorschlag für die Arbeitswelt unter Berücksichtigung der Arbeitszeitwünsche der Beschäftigten, ein wesentliches Thema in den Tarifverhandlungen sein.

„Auch Ausbildung und die Übernahme der Ausgebildeten muss in der Tarifrunde behandelt werden. Der Industriestandort Deutschland benötigt gut ausgebildete Fachkräfte. Anstatt Ausbildungsplätze und Ausbildungskapazitäten zu reduzieren, bedarf es einer Ausbildungsstrategie, die den jungen Menschen in diesem Lande eine Zukunft bietet und die Voraussetzungen für eine gelungene Transformation in der Industrie schafft,“ sagte Ulrike Hölter.

Nicht zuletzt benötigen die Menschen Einkommen und sichere Beschäftigung! Kaufkraft stärkt die Binnennachfrage und hilft uns aus der Krise. Deshalb müssen Einkommenserhöhungen Bestandteil der kommenden Tarifrunden sein.

Ulrike Hölter machte deutlich: “Tarifverträge werden durch die Mitglieder der IG Metall erstritten. Deshalb gehört ein Bonus für die Mitglieder in den Tarifvertrag!“«

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