Mittwoch 25.12.19, 09:23 Uhr

27.12. 19 Uhr: Critical Mass


Am vierten Freitag im Monat um 19 Uhr startet am Rathaus immer eine gemeinschaftliche Radtour durch Bochum: Critical Mass. Ein Teilnehmer dokumentiert die Aktion im November in einem Video. Urban radeling beschreibt, was Critical Mass ist: »Grundlage ist § 27 der Straßenverkehrsordnung. Danach darf eine Gruppe von mehr als 15 Radfahrenden im geschlossenen Verband fahren und wird wie ein großes Fahrzeug behandelt, d.h.:

  • Man fährt zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn
  • Fährt der erste Radler bei Grün über eine Kreuzung, dürfen die anderen bei Rot folgen.

Warum eine Critical Mass?

Zuallererst: Eine Critical Mass dient nicht dazu, Autofahrer zu provozieren. Sie dient dazu, für ein bis zwei Stunden

  • das Radfahren mit Gleichgesinnten zu feiern
  • sich darin zu bestärken, weiter mit dem Rad durch die Stadt zu fahren
  • die Forderung nach besseren Radfahrbedingungen in die breite Öffentlichkeit zu tragen

Critical Masses finden überall dort statt, wo das Radfahren noch nicht ganz selbstverständlich, sicher und entspannt abläuft. In den Niederlanden gibt es keine Critical Masses mehr, weil der „Schlachtruf“ der Critical Mass-Bewegung „We are traffic!“ (Wir sind Verkehr!) dort verwirklicht wurde.

Daher versprechen wir: Sobald in Bochum Zustände wie im niederländischen Eindhoven (in den 60ern stark autofixierte Industriestadt) erreicht werden, rufen wir nicht mehr zur Beteiligung an einer Critical Mass in Bochum auf.

Weltweit findet in ca. 350 Städten monatlich eine Critical Mass statt, Tendenz steigend; davon bereits 100 in Deutschland! Die größte monatliche Critical Mass Deutschlands gibt es in Hamburg, wo schon über fünftausend(!) Radfahrer mitfuhren. Und es geht noch größer: in LA waren schon einmal zwanzigtausend Radfahrer unterwegs, in Budapest sogar einmal achtzigtausend(!).«