Archiv für den Monat: Oktober 2016


Donnerstag 20.10.16, 19:59 Uhr
Vertreibung aus Bochum nach dem Integrationsgesetz

Stadt räumt Härtefall-Regelung ein

In einer Presseerklärung der Stadt Bochum heißt es: »Etwa 800 Flüchtlinge sind möglicherweise verpflichtet, aus Bochum wegzuziehen. Das ergibt sich aus dem neuen Bundes-Integrationsgesetz. Aber: Das Aufenthaltsgesetz sieht eine Prüfung von Härtefällen vor. Das Ausländerbüro der Stadt Bochum und das Jobcenter in Bochum haben jetzt ein Verfahren zur Bearbeitung dieser Anträge abgestimmt. mehr…


Donnerstag 20.10.16, 19:48 Uhr

Wahlen zu „Nachwuchs-Betriebsräten“

Noch bis zum 30. November können sie Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) in den Betrieben gewählt werden. Darauf hat die IG BAU hingewiesen. „Mit ihrer Stimme verschaffen sich Berufsstarter das nötige Gehör beim Chef. Die JAV ist die Interessenvertretung der jungen Beschäftigten in den Unternehmen“, erklärt IG BAU-Bezirkschef Heinz Wessendorf. Jede abgegebene Stimme sei wichtig, so Wessendorf – gerade auch mit Blick auf die neuen Azubis: „Egal, ob Scherereien mit dem Ausbilder, häufige Überstunden, fehlende Schutzkleidung oder schlechte Ausbildungsqualität – es gibt viele Azubi-typische Probleme. Hier kommen die Jugendvertreter ins Spiel. Durch ihr Mandat können sie mit dem Chef Klartext reden – und auf Verbesserungen pochen“, sagt Wessendorf. mehr…


Donnerstag 20.10.16, 19:40 Uhr

Zur Situation in der Türkei

Am Donnerstag, de 27.10. um 19:30  laden die Naturfreunde Langendreer in ihr Zentrum, Alte Bahnhofstr. 175 ein: »Seit dem Fall Böhmermann, dem Flüchtlingsdeal und nicht zuletzt seit dem misslungenen Putschversuch überschlugen sich die Nachrichten aus der Türkei. Denn Erdoğan hatte den genutzt, um seine Macht radikal und schnell zu erweitern. Die Folge: Massenverhaftungen, Ausreiseverbote, Massenentlassungen und schließlich der Ausnahmezustand. Dabei hat er schon lange vorher mit seiner Politik tief in das Leben und den Alltag der Menschen in der Türkei eingegriffen. In unserem Bildungsabend wollen wir gemeinsam mit Gästen über die aktuelle Lage in der Türkei diskutieren, und uns auch die Frage stellen, wieso Erdoğan offenbar einen so großen Rückhalt auch in der deutsch-türkischen Comunity hat. Eingeladen dazu ist der Landtagsabgeordnete Serdar Yüksel von der SPD.«


Donnerstag 20.10.16, 10:48 Uhr

Critical Mass zum Cycling Film Festival

Die Initiative urban radeling empfiehlt: »Wer das Schräge liebt und gern Rad fährt,  sollte am nächsten Samstag, den 22.10., den kurzen Sprung über die Stadtgrenze wagen und mitkommen zum 11. International Cycling Film Festival nach Herne in die Flottmannhallen. Das Vorprogramm beginnt bereits am Freitag um 20 Uhr mit „Rough Conditions Adventure Films“. Am Samstag gibt es dann, wie jedes Jahr, wieder eine spezielle Critical Mass, die in Bochum um 15:30 Uhr an der Rathausglocke startet und auf verschlungenen Pfaden zum Festival führt – denn ursprünglich begann ja alles in Bochum…«


Mittwoch 19.10.16, 16:19 Uhr
Vortrag mit Klaus Dörre

Wie ticken eigentlich die Arbeitnehmer*innen?

Am Mittwoch, den 26.10. laden Occupy Bochum und der Bahnhof Langendreer in der Reihe „Für ein besseres Leben und Arbeiten! Bochumer Debatte“ um 19 Uhr zu einem Vortrag von Klaus Dörre ein, in dem er seine Forschungen zum Gesellschaftsbild der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vorstellen: »Die Ausgangssituation für Kapitalismus- bzw. Gesellschaftskritik ist gerade ausgesprochen gut. Nicht zuletzt im Diskurs um die aktuelle Flüchtlingsbewegung ist immer wieder das “Versagen des Staates” Thema. Allerdings kommen diese Äußerungen zu großen Teilen von rechts – von AfD, PEGIDA & Co. Linke Stimmen sind momentan nur leise zu vernehmen. Um in dieser Situation kritische Perspektiven zu entwickeln mag ein Blick auf ein Feld weiterhelfen, das lange Zeit großes Interesse bei linken Wissenschaftler*innen weckte, mittlerweile allerdings etwas in Vergessenheit geriet: Das Arbeiter*innenbewusstsein. Einerseits, weil gerade die Abstiegsängste eine zunehmend mit unsicheren Arbeitsverhältnissen konfrontierte Arbeitnehmer*innenschaft eine Ursache für rechte Einstellungen vermutet wird. Andererseits, weil doch genau diese Erfahrung gerade den Blick nach links öffnen müsste.« mehr…


Mittwoch 19.10.16, 13:00 Uhr

Weitere Beschneidung des Asylrechts?

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum (MFH) protestiert gegen das geplante Abschiebegesetz des Bundesinnenministers und erklärt: »Innenminister de Maizière scheint kein Ende zu finden bei der Beschneidung des Asylrechts. Seit Monaten folgen Gesetzesvorschläge des Innenministers, die klar gegen die Menschenwürde der Flüchtlinge verstoßen sowie gegen internationales Recht. Nun plant der Innenminister die systematische Abschiebung von Flüchtlingen, die eine Duldung erhalten, wenn sie keinen Pass vorweisen können und daher bisher nicht in ihr Herkunftsland abgeschoben werden konnten. Noch im vergangenen Jahr hatte die Bundesregierung für diesen Personenkreis wichtige Erleichterungen z.B. beim Zugang zu Arbeitsmarkt und Ausbildung geschaffen, die der Innenminister nun wieder abschaffen möchte. Statt einer Duldung sollen Flüchtlinge, die keinen Pass haben, zukünftig eine „Bescheinigung über die vollziehbare Ausreisepflicht“ erhalten. mehr…


Mittwoch 19.10.16, 09:44 Uhr
Spendenaufruf der Roten Hilfe

Solidarität gegen Polizeiübergriffe
am 1. Mai und 19. Juni in Bochum

Die Rote Hilfe ruft zu Spenden auf: »Am 01.05. und 19.06. protestierten viele Antifaschist*innen gegen rechte Aufmärsche in Bochum. Dabei wurden am 01.05. 300 Menschen willkürlich im Ausgehviertel Bermudadreieck eingekesselt und über Stunden unter freiem Himmel oder aber in Gefangenenbussen festgehalten. Den Menschen in den Gefangenenbussen wurden Getränke sowie Toilettengänge verweigert, der Freiluftkessel wurde erst nach 4 Stunden mit einem Dixieklo ausgestattet. Alle Personen mussten eine ED-Behandlung [erkennungsdienstliche Behandlung] über sich ergehen lassen und ihnen wurden Anzeigen wegen Landfriedensbruch angedroht. Die ersten Vorladungen sind nun eingetroffen und es läuft auch schon ein Verfahren. mehr…


Mittwoch 19.10.16, 09:44 Uhr
Bauvorhaben "Ehemaliger Bahnhof Weítmar"

Bebauungsplan vor Gericht

Jürgen Dassow, Sprecher der Bürgerinitiative Bahnhof Weitmar, hat einen Normenkontrollantrag bei dem zuständigen Oberverwaltungsgericht in Münster gegen den Bebauungsplan für das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Weitmar eingereicht. Er bemängelt, dass die Stadt Bochum im Bebauungsplanverfahren die Anzahl der zukünftig zu erwartenden Verkehrsbewegungen gar nicht ermittelt hat. Insofern unterließ sie auch die gesetzliche vorgesehene Abwägung der Interessen der jetzigen AnwohnerInnen mit den Interessen der Öffentlichkeit auf Bebauung des Bereiches vorzunehmen. lm Bereich der Abwägung werde von der Stadt Bochum vordringlich darauf abgestellt, dass eine andere oder zusätzliche Erschließung über die Straße Springorumallee“ an dem Widerstand des Bauträgers scheitere, der für den Ausbau der Durchgangsstraße „An der Holtbrügge” der Stadt einen Zuschuss in Höhe von 400.000,00 € zahle. Die Entlastung der Stadt Bochum von erforderlichen Sanierungsmaßnahmen der Straße „An der Holtbrügge” sei jedoch kein Abwägungskriterium für die Beeinträchtigung der AnwohnerInnen.


Dienstag 18.10.16, 20:06 Uhr

An der RUB: alternativer Ersti-Rundgang und alternative Semesterstart-Party

Wie jedes Semester veranstaltet die schwarze Ruhr-Uni  diesmal zusammen mit den Gruppen Glitzer&Krawall dem anarchistischen Buch- und Kulturzentrum Black Pigeon  und der FAU-Ruhr-Ost, am Donnerstag den 27.10. um 18 Uhr einen Ersti-Rundgang und ab 20 Uhr eine Semesterstartparty. Für den alternativen Ersti-Rundgang versprechen die VeranstalterInnen: »Wir zeigen euch spannende Ecken des Campus – Orte wie das politische Archiv, den Frauen*raum. Dazu gibt es Anekdoten aus den Bildungsprotesten und zum rebellischen Leben und Lernen an der RUB. Außerdem wird die Frage beantwortet: Kommt mensch nach 21 Uhr eigentlich irgendwie in die Unigebäude rein? Los geht’s um 18 Uhr an der Uni-Verwaltung. Eine Rundgang nicht nur für Menschen im ersten Semester.« mehr…


Dienstag 18.10.16, 13:36 Uhr

Ruhraue in Bochum-Stiepel schützen

Das Naturschutzgebiet Katzenstein in Hattingen und die Ruhrauen östlich und westlich der Kosterbrücke im Süden Bochums bilden einen einzigartigen, schützenswerten Flächenverbund im Ruhrgebiet. Eine der letzten großen Auenflächen bietet vielfältigen Vogelarten und Kleintieren Lebensraum. Diese Oase mit all ihren Lebewesen soll jedoch bald vom Ruhrtalradweg des Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR) durchkreuzt werden.  Die Naturschutzverbände BUND Bochum, AKU Bochum und NABU Bochum und Hattingen den RVR rufen die Bezirksregierungen sowie die Stadt Bochum auf, weiterhin zusammenzuarbeiten und ein gemeinsames verträglicheres Konzept als das vorliegende zum Schutz der Natur sowie der Erneuerung des Radweges zu entwickeln: »Seit der Schließung der Wassergewinnungsanlagen haben verschiedene Behörden Interesse angekündigt: mehr…


Dienstag 18.10.16, 11:23 Uhr
80. Jahrestag der Ermordung des Widerstandskämpfers Karl Springer

Erinnerung an die GESTAPO-Morde
im Bochumer Polizeipräsidium

Am Freitag 21.10.2016, findet eine Gedenkveranstaltung der VVN-BdA zur Erinnerung an die Morde der Gestapo in Bochum statt. Konkreter Anlass ist der 80. Jahrestag der Ermordung der Widerstandskämpfer Karl Springer, Bochum (Foto) und Benno Klier, Essen durch Gestapobeamte im Bochumer Polizeipräsidium. Die Veranstaltung beginnt um 17.00 Uhr im Innenhof des Polizeipräsidiums. Treffpunkt ist ab 16.45 der Schillerplatz. Es spricht Norbert Arndt, Gewerkschaftssekretär ver.di Bochum-Herne. In dem Einladungsflugblatt heißt es u. a.: mehr…


Dienstag 18.10.16, 08:42 Uhr

Was ist eigentlich Kapitalismus?

Am Donnerstag, den 20. Oktober, findet um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer die erste Veranstaltung der Gruppe Glitzer & Krawall im Rahmen ihrer Reihe „Herrschaftskritischer Kaffeeklatsch“ statt. Es gibt Muffins gegen Spende und einen einführenden Vortrag zur Kapitalismuskritik von einem Referenten des Antifa AK Cologne. Das Thema ist: „Was ist eigentlich Kapitalismus? Eine Einführung in die kategoriale Kapitalismuskritik“. In der Einladung heißt es: »Im Zuge der Krise werden wieder vermehrt kritische Stimmen gegenüber dem herrschenden Wirtschaftsmodell laut. Doch die Gegenvorschläge reichen nur von einer Brutalisierung des Neoliberalismus mit sozialen Kahlschlägen, wie sie Griechenland von der Troika aufgezwungen wird, bis zum erneuten keynesianischen Versuch mit staatlich befeuerten Konsum ala Abwrackprämie den Wirtschaftsstandort wieder fit zu machen. Grundlegende Fragen, wie die Form des Wirtschaftens, und damit die Gesellschaft, in der wir leben, gestaltet werden könnte, werden jedoch üblicherweise nicht geklärt. Mit dem Verweis auf das Scheitern realsozialistischer Versuche, den Kapitalismus zu überwinden, scheinen sie oft erledigt. mehr…


Montag 17.10.16, 18:59 Uhr
4.770 LeiharbeiterInnen in Bochum

Immer mehr „Jobs zweiter Klasse“

Die Zahl der LeiharbeiterInnen in Bochum hat stark zugenommen. Im vergangenen Jahr gab es nach Angaben der Arbeitsagentur 4.772 Beschäftigte in Leiharbeit – zehn Jahre zuvor waren es noch 3.535. Das macht eine Zunahme von 35 Prozent, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilt. In einer Mitteilung der NGG heißt es: »In ganz NRW verdoppelte sich sogar die Zahl der Leiharbeiter im selben Zeitraum. Die NGG Ruhrgebiet spricht von einer alarmierenden Tendenz – und fordert die Politik zum schnellen Handeln auf. „Gerade berät der Bundestag über ein Gesetz gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen. Die Zahlen zeigen, dass wir eine Regelung dringender brauchen denn je“, sagt NGG-Geschäftsführerin Yvonne Sachtje. Allerdings müsse am Gesetz noch deutlich nachgebessert werden, um den „Wildwuchs im heimischen Arbeitsmarkt“ wirklich zu bekämpfen. Hierfür sollten sich jetzt die Bundestagsabgeordneten aus Bochum in Berlin stark machen. mehr…


Sonntag 16.10.16, 12:55 Uhr
Nazi-Kundgebung am kommenden Freitag

DaSKuT schon wieder

Das Bochumer Bündnis gegen Rechts erklärt: »Schon wieder will „DaSkuT“ in Bochum eine Kundgebung abhalten. Mittlerweile zum dritten Mal in diesem Jahr will die Gruppe um Branko Barkic am 21.10. um 18.00 (vermutlich) am Kuhhirten auf dem Boulevard erneut das „christliche Abendland“ verteidigen und andere rassistische Positionen öffentlich vertreten. Es besteht kein Zweifel daran,wo „DaSKuT“ politisch hingehört. Am 4.September waren „Hogesa“-Mitglieder in Bochum dabei, und an den „Dügida“-Kundgebungen in Duisburg nimmt „DaSkuT“  regelmäßig teil. Auch wenn sie ihren Namen geändert haben, heute heißt „DaSKuT“-“Deutschland am Scheideweg Kultur und Tradition“ : es sind Rassisten und gegen diese wollen wir protestieren. Die „Antifaschistische Linke Bochum“ plant für Freitag eine Kundgebung anzumelden, die so nah wie möglich in Hör- und Sichtweite der „DaSKuT“-Leute stattfinden soll. Außerdem soll mit schriftlichen Infos und Informationsständen über diese rassistische Gruppierung informiert werden. Für uns vom „Bündnis gegen Rechts“ ist klar, dass wir uns an diesen Aktionen beteiligen.«


Sonntag 16.10.16, 08:00 Uhr

Macbeth nach Shakespeare
von Heiner Müller


Am Sonntag den 23.10 zeigt das Theater Gegendruck um 19 Uhr im Bahnhof Langendreer seine aktuelle Inszenierung „Macbeth nach Shakespeare“ von Heiner Müller. In der Ankündigung heißt es: „Spannend wie ein Krimi – und doch weit mehr als nur eine Geschichte von Ehrgeiz und Verbrechen: Shakespeares Tragödie Macbeth fasziniert bis heute das Theaterpublikum. Heiner Müllers Bearbeitung wurde 1972 uraufgeführt. Sie erzählt in einer poetischen und zugleich lakonischen Sprache, die den Autor berühmt gemacht hat, die Story des brutalen und blutigen Machtkampfs innerhalb einer Clique von Adligen, die von der Unterdrückung der Bevölkerung lebt. Macbeth, der durch den Mord an König Duncan zum Herrscher aufgestiegene Feldherr, wird zum zügellosen Tyrannen. Aber auch seine Gegner, die ihn schließlich zu Fall bringen, haben nur ihre Macht im Auge. mehr…


Samstag 15.10.16, 19:01 Uhr

Lesung: Christian Jakob „Die Bleibenden“

Der Flüchtlingsrat NRW lädt am 20.10. um 20 Uhr zu einer Lesung mit Christian Jakob in die „Goldkante“ ein. In seinem Buch „Die Bleibenden: Wie Flüchtlinge Deutschland seit 20 Jahren verändern“ beschreibt der taz-Redakteur, welche Veränderungen die Geflüchteten gefordert und welche sie bereits erkämpft haben. Geflüchtete bleiben nicht nur Menschen mit einem Schicksal, sondern „die Bleibenden“ unterstreicht, dass sie Akteure sind, die ihre gesellschaftliche Zukunft mitbestimmt haben und weiter mitbestimmen werden. Diese Menschen, so die These, haben erst die Basis für die neue deutsche „Willkommenskultur“ geschaffen. „Dem Redakteur der Tageszeitung taz gelingt es, die Asylpolitik der letzten 20 Jahre in einem kompakten Bild zusammenzufassen. Es erinnert an eben noch vertraute Namen und Ereignisse und an den Mut jener Hartnäckigen unter den Asylsuchenden, die ihre Rechte einzufordern versuchten“ so Deutschlandradio Kultur.


Samstag 15.10.16, 07:52 Uhr

Kennen sie Leo Kofler?

Am Samstag, den 22. 10. erinnert Christoph Jünke um 19 Uhr in einem Vortrag im Bahnhof Langendreer an Leo Kofler und sein Werk. Der deutsch-österreichische Gesellschaftstheoretiker und Sozialphilosoph Leo Kofler (1907-1995) war ein herausragender Vertreter des deutschen Nachkriegsmarxismus. Mit seinem Versuch, die marxistische Theorie den Erfahrungen des 20.Jahrhunderts entsprechend weiterzuentwickeln und die sozialistische Bewegung auf die Höhe der neokapitalistischen Zeit zu heben, machte sich der an Max Adler und Georg Lukács geschulte „heimatlose Linke“ seit den 1950er Jahren zu einem wichtigen Vermittler von alter Arbeiterbewegung und Neuer Linker. mehr…


Freitag 14.10.16, 18:12 Uhr

Wilde Pflanzen

WILD PLANTS - Offizieller Trailer

Aam Mittwoch, den 26.10. beendet das endstation.kino die diesjährige Filmreihe Kino Global. Es wird der Dokumentarfilm Wild Plants gezeigt und im Anschluss findet ein Gespräch mit Carlos Tobisch (Die Urbanisten e.V., Dortmund), Britta Meyer (Gemeinschaftsgarten Bochum) und Elmar Schulte-Tigges (Solawi, Dortmund) statt. Regisseur Nicolas Humber hat mit Wild Plants einen Dokumentarfilm über die Natur und die Menschen, die sie besiedeln, deren Geschichten und Beziehungen gedreht. Sein Film beschreibt, wie die Natur sich Brachland zu eigen macht, wie Pflanzen keimen und Blumen sich entfalten, um neuen Lebensraum zu schaffen. Eine Begegnung mit Menschen auf der Suche nach ihrer eigenen Lebensform, die eine neue Art von Aktivismus geschaffen haben.

Freitag 14.10.16, 17:59 Uhr

Klagen gegen 2,5 % Sperrklausel

Die Soziale Liste schreibt: »Die neue Sperrklausel gegen kleine Parteien und Vereinigungen bei Kommunalwahlen in NRW wird von mehreren Parteien juristisch angefochten. Die Sperrklausel ist seit einer Gesetzesänderung im Juni die Untergrenze für ein erfolgreiches Abschneiden bei den Kommunalwahlen. Wer weniger als 2,5 Prozent erreicht, wird bei der Sitzverteilung nicht mehr berücksichtigt. Auch die Soziale Liste sieht darin eine Ungleichbehandlung von Parteien, Behinderung von Wählervereinigungen. „Wer mit Sperrklauseln vorgibt, die Demokratie zu verteidigen, betreibt in Wirklichkeit den Abbau von Demokratie“, sagt Helgard Althoff, die Vorsitzende der Sozialen Liste Bochum.«


Donnerstag 13.10.16, 16:58 Uhr
3.675 Stromsperren im Jahr 2015 in Bochum

Zeichen der sozialen Spaltung

Auf Anfrage der Linksfraktion hat die Verwaltung die Statistik über die Stromsperren in Bochum fortgeschrieben. Als Ergebnis schreibt die Linksfraktion: Im vergangenen Jahr haben die Stadtwerke 3.675 mal in Häusern und Wohnungen unserer Stadt den Strom wegen Zahlungsversäumnis abgedreht. Damit bleiben die Stromsperren auf sehr hohem Niveau. Eine Anfrage der Linken im Jahr 2013 hatte bereits ergeben, dass sich die Zahl der Stromsperren von 2007 (1379 Sperrungen) bis 2012 (2012: 2501 Sperrungen) um mehr als 81 Prozent erhöht hatten. Die Antwort auf die erneuten Anfragen zeigen, dass sich die besorgniserregende Entwicklung verstetigt: Demnach gab es 2013 insgesamt 3.796 und 2014 3.669 Sperrungen. Mit anderen Worten: Im Vergleich zum Jahr 2007 gab es in Bochum bereits 2013 eine Erhöhung um 175 Prozent. Stromsperren sind ein ernsthaftes soziales Problem, denn ein menschenwürdiges Wohnen ohne Strom ist praktisch nicht möglich. mehr…


Donnerstag 13.10.16, 13:45 Uhr
Auch Mieterverein Bochum fordert Zweckentfremdungssatzung

Warten löst keine Probleme 1

Auf den Wohnungsmärkten des Ruhrgebiets, auch in Bochum, wiederholt sich derzeit ein Ärgernis aus den 80er Jahren: Zahlreichen Menschen, die händeringend bezahlbaren Wohnraum suchen, steht eine relativ hohe Zahl an leer stehenden Wohnungen gegenüber, die von ihren Eigentümern dem Markt entzogen werden. Der Mieterverein Bochum, Hattingen und Umgegend e. V. fordert deshalb seit geraumer Zeit, Zweckentfremdung von Wohnraum wieder entschiedener zu bekämpfen. Inzwischen findet diese Forderung immer mehr Unterstützung: Aktuell stand sowohl auf dem Donnerstagsforum der VHS im Haus der Begegnung vorige Woche wie auch beim Rundgang des Netzwerks „Stadt für alle“ die Forderungen nach einer Zweckentfremdungssatzung im Mittelpunkt. Eine solche Satzung, die sich die Kommune selber geben kann, stellt Umnutzung, Abriss und Leerstand unter Genehmigungsvorbehalt der zuständigen Behörde. Verstöße können mit Bußgeldern geahndet werden. mehr…


Donnerstag 13.10.16, 11:38 Uhr

MeerErleben

Die Erwerbslosen Initiative „Werkschlag“ lädt in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule am Mittwoch, den 19. Oktober zu einem  Besuch der Sonderausstellung MeerErleben« im  Deutschen Museum Bonn ein und schreibt: „Im »Wissenschaftsjahrs  2016/17 – Meere und Ozeane« präsentieren das Deutsche Museum Bonn und das Wissenschaftszentrum Bonn gemeinsam die Welt der Meere mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft. In dieser interaktiven Erlebnisausstellung erfahren Sie auf spannende und unterhaltsame Art, wie bedeutsam die Weltmeere unseres Planeten sind. »MeerErleben« bietet vielfältige Einblicke in unterschiedliche Ozeanwelten und beleuchtet Themen rund ums Meer und die Meeresforschung. So wird das Verhältnis zwischen Mensch und Meer dargestellt, die Vielfalt und Evolution, die Entstehung von Vulkanen und Erdbeben und die modernsten Technologien der Meeresforschung. Ob steuerbarer Tauchroboter, Erdteilpuzzle oder Dinonews – hier darf sich jeder Besucher wundern. mehr…


Donnerstag 13.10.16, 11:37 Uhr

Protest gegen Studiengebühren

Die Grünen & Alternativen Student*innen Bochum sprechen sich gegen die Pläne der Grünen in Baden-Württemberg aus, Studiengebühren einzuführen: »Die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Bündnis 90/Die Grünen) schlägt vor, Studiengebühren in Höhe von ca. 1500 € pro Semester für Nicht-EU-Bürger*innen, die zum Studium nach Deutschland kommen, zu erheben. Des Weiteren steht die Überlegung im Raum, Studiengebühren in Höhe von ca. 650€ für Studierende im Zweitstudium einzuführen. Zu diesen Überlegungen veröffentlichen die Grünen & Alternativen Student*innen Bochum folgendes Statement: mehr…


Donnerstag 13.10.16, 11:33 Uhr

Soziale Liste: Keine Nordanbindung!

Die Soziale Liste schreibt: »Im Rahmen der möglichen Entwicklung der Opelflächen III, des Baus des Opel-Warenverteilzentrums auf dem Gelände des früheren Werkes II und der geplanten Entwicklung neuer Gewerbeflächen im Werner Feld plant die Stadt Bochum den Bau einer neuen Straße durch das Landschaftsschutzgebiet im Osten von Werne. Die Soziale Liste im Rat lehnt das Bauvorhaben Erschließungsstraße Werner Feld aus ökologischen und Klimaschutzgründen ab. mehr…


Mittwoch 12.10.16, 17:59 Uhr

Der Iserlohner Aufstand

Die Volkshochschulen Bochum und Hattingen bieten zusammen mit der DGB Weiterbildungseinrichtung „Arbeit und Leben“ eine Stadtführung in Iserlohn zur demokratischen Revolution von 1848/49 an: »Wer hätte in der Schule nicht vom Paulskirchenparlament und dem großen Verfassungsentwurf gehört? Doch die Revolution von 1848/49 fand nicht im Saale statt, sondern auf der Straße. In der Paulskirche saßen Professoren, Advokaten und wohlhabende Bürger, doch nur einige wenige Handwerker, keine Bauern, kein einziger Arbeiter und keine einzige Frau. Draußen wurde die Revolution vorangetrieben von zumeist einfachen Leuten, die es satt hatten, stille Untertanen einer überalterten Ordnungsmacht zu sein. mehr…


Mittwoch 12.10.16, 17:49 Uhr

Fließende Grenze Mittelmeer

Das Zentrum für Mittelmeerstudien an der Ruhr-Uni bietet eine Vortragsreihe „Das Mittelmeer. Fluid Borders“an, die 14-tägig jeweils dienstags von 18:00-20:00 Uhr im Blue Square der RUB stattfindet. In der Einlaung heißt es, die Reihe »eröffnet Reflexionen über die aktuelle Situation und fragt mit Beiträgen aus den Geschichts- und Politikwissenschaften nach der Bedeutung und Funktion von „Grenzen“ am Mittelmeer, aber auch der Wahrnehmung und Erfahrung des Mittelmeers als Grenze und Grenzregion. mehr…


Dienstag 11.10.16, 21:55 Uhr

Soziale Kämpfe in Frankreich


Am Donnerstag, den 20.10. zeigt die Antifaschistische Linke Bochum um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum den Film “Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte” von den North East Antifascists und Left Report aus Berlin. Der Ankündigungstext: „Nach unserer Antifa-Doku „Une vie de lutte“ aus dem Jahr 2015 veröffentlichen wir nun die Dokumentation „Paris Rebelle – Zwischen Rechtsruck und Revolte“ über das Gedenken an den von Nazis ermordeten Antifaschisten Clément Méric, den französischen Ausnahmezustand und seine Auswirkungen auf den politischen Aktivismus, den andauernden Rechtsruck in Frankreich und soziale Kämpfe im Zusammenhang mit den Protesten gegen das „Loi El Khomri“, während denen nicht nur im ganzen Land gestreikt wurde, sondern die auch eine neue Protestbewegung namens Nuit Debout hervorbrachte und denen die Staatsmacht mit aller Gewalt und Repression begegnet. mehr…


Dienstag 11.10.16, 21:08 Uhr
Ausstellung im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets

Der jüdische Kommunist Werner Scholem

Dienstag, den 18. Oktober wird um 18 Uhr im Haus der Geschichte des Ruhrgebiets, Clemensstraße 17, eine Ausstellung eröffnet, die an den bemerkenswerten politischen Lebensweg von Werner Scholen erinnert.  Das Haus der Geschichte des Ruhrgebiets schreibt: »Werner Scholem, geboren 1895 in Berlin, verkörpert die Widersprüche einer Generation. Aufgewachsen in einer Berliner jüdischen Familie startete er mit seinem Bruder Gershom eine Revolte gegen den autoritären Vater und den Chauvinismus des Ersten Weltkrieges. Werner und Gershom diskutierten über Zionismus oder Sozialismus, Auswanderung nach Palästina oder Klassenkampf in Deutschland. Während Gershom nach Jerusalem übersiedelte, sah Werner in der Arbeiterbewegung die Möglichkeit eines «anderen Deutschland» ohne Ausbeutung und Antisemitismus. Scholem ging zur Arbeiterjugend, später zur KPD. Im Frühjahr 1923 bereiste er das Ruhrgebiet in der Hoffnung, aus dem „Ruhrkampf“ würde sich die Vollendung der Novemberrevolution ergeben. mehr…


Dienstag 11.10.16, 20:23 Uhr

IFAK sucht ehrenamtliche HelferInnen

IFAK, der  Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe  und für Migrationsarbeit schreibt: »Immer wieder samstags treffen sich um 9 h ehrenamtlich tätige Bochumer vor der Geschäftsstelle der IFAK. Zu dieser Gruppe von 14 Personen gehören Syrer, Iraker, Iraner, Deutsche und seit einigen Wochen auch ein Ghaner/Ghanese?? Sie teilen sich auf die beiden IFAK-Busse auf und fahren los – zu Familien in Bochum, die Möbel abgeben. Dann zu Familien, die in Bochum Zuflucht gefunden haben und Möbel benötigen. Zwischendurch immer wieder zum Lager an der Carolinenglückstraße, das die Stadt Bochum uns unentgeltlich zur Verfügung gestellt hat. Denn nicht jedes gespendete Möbelstück kann sofort zu einer Familie gebracht werden, die genau dieses gebrauchen kann. Nicht selten fahren wir jeden Samstag 150 Kilometer. Das Benzin und die Unterhaltung der in die Jahre gekommenen Busse deckt die IFAK über Mittel der Stadtwerke ab. mehr…


Montag 10.10.16, 17:56 Uhr

Der arabische Frühling brachte Hoffnung

Yallah! Underground (2015) Official Teaser

Am Mittwoch den 19.10. zeigt das endstation.Kino in der Reihe Kino Global um 19.00 Uhr den Film Yallah! Underground. Im Anschluss findet ein Filmgespräch statt und DJ Brassputim vom Duo Schwarze Katze Weißer Kater legt im Foyer des Kinos auf. Der arabische Frühling brachte Hoffnung, aber derzeit herrscht in der arabischen Welt vor allem Unsicherheit für eine Generation junger Untergrund-Musikkünstler. Egal ob jordanische Rapper, ägyptische DJs, libanesische Elektropopper oder palästinensische Folkmusiker, sie alle haben eine Stimme, die sie für Veränderungen einsetzen wollen – politisch, religiös, gesellschaftlich. Ihnen droht Unterdrückung, Verhaftung und sogar wiederkehrende Bürgerkriege. mehr…