Archiv für den Monat: November 2011


Uli Borchers vom Bochumer Bündnis gegen Rechts zur Ausstellungseröffnung in der Realschule Höntrop am 21.11.2011
Mittwoch 23.11.11, 18:35 Uhr

„Neofaschismus in Deutschland“

Vor wenigen Tagen haben wir uns erinnert an den 9.November 1938, die Reichspogromnacht.
Es war der erste organisierte Angriff auf die jüdische Bevölkerung im damaligen Deutschen Reich.
Es war der Hitler-Faschismus, der zum Genozid der Juden und zum Zweiten Weltkrieg führte.
Heute reden wir über die Neonazis,
über die militante extreme Rechte,
den „NSU“, den „Nationalsozialistischen Untergrund“ der seit 1998 9 Menschen aus Griechenland und der Türkei ermordet hat.
Die Gruppe aus Zwickau setzte gezielt Gewalt ein gegen Menschen anderer Hautfarbe, Herkunft und Religion.
Aber es sind nicht nur diese Ereignisse, über die aktuell zu reden notwendig ist.
Frankfurter Rundschau und Berliner Tagesspiegel haben dokumentiert, dass seit 1990 mehr als 140 Menschen von Neonazis umgebracht worden sind. Die Beratungsstellen von Opfern rechter Gewalt sprechen sogar von bis zu 170 Menschen.
Die Opfer waren Einzelne, aber angegriffen wurden auch Familien, Flüchtlinge und andere Personengruppen.
1993 wurde ein Brandanschlag auf das Haus der Familie Genc in Solingen verübt. 5 Familienmitglieder sterben.
Hünxe, Mölln, Rostock, sind nur Orte aber gleichzeitig Synonyme für fremdenfeindliche und rassistische Übergriffe und Tote.
Die Täter wurden immer als unpolitische „Einzeltäter“ dargestellt, es sollte aus politischen Gründen keine organisierten Neonazis geben.
Ist es nur merkwürdig oder nicht auch bezeichnend, dass die Gruppe aus Zwickau 13 Jahre lang ungehindert agieren und handeln konnte.
Der Verfassungsschutz ist in Verdacht geraten, von der
Gruppe gewusst zu haben,
nicht konsequent genug verfolgt zu haben,
evtl. sogar an ihrem Untertauchen beteiligt gewesen zu sein.
Zu diesen Punkten und den ungeklärten Fragen findet eine lebhafte Diskussion in Deutschland statt und wir wissen nicht, wann und mit
welchen Ergebnissen diese endet.
Ich kann mich allerdings des Eindrucks nicht erwehren, dass die militante extreme Rechte von diesen staatlichen Institutionen geschützt, geschont und gedeckt wurde und wird.
Neofaschismus in Deutschland ganz weit weg ???
Die Neonazis sind hier, sie sind in unserer Nähe, in dieser Stadt, sie leben und wohnen mitten unter uns :
die NPD unterhält nach wie vor die Landeszentrale in Bochum-Wattenscheid
in Langendreer sind Nazis aktiv
im Rat der Stadt Bochum sitzt Claus Cremer für die NPD
„Autonome Nationalisten“ siedeln sich in Dortmund-Dorstfeld gezielt an und verbreiten Angst und Schrecken im Stadtteil

Was können wir tun ???
Die Ausstellung soll zeigen,
wer die Neonazis sind,
wie sie agieren, wie sie organisiert sind,
welche Inhalte und Parolen von ihnen vertreten werden.
Die Ausstellung soll aber auch Mut machen,
sich mit Gleichgesinnten zu wehren,
einzuschreiten, wenn jemand beleidigt wird,
zu handeln, wenn es notwendig ist.
Der tägliche Rassismus  durch Neonazis mit Beschimpfungen, Anpöbeleien und körperlichen Attacken ist für die Betroffenen schon schlimm genug und kaum auszuhalten.
Es liegt auch an uns/an Euch, ob sich etwas ändert !
Wir wollen nicht mehr Wegsehen, wenn Neonazis auftreten,
wir wollen aber auch nicht mehr, dass ihre Existenz verharmlost wird.

Nehmen wir das Thema „Neonazis ernst“ !!!!


Dienstag 22.11.11, 22:02 Uhr

Busse ins Wendland 1

Der Castor kommt ins Wendland? Wir auch!  In einem Aufruf der Anti-Atombewegung heißt es: »Wieder einmal startet ein neuer Castortransport am 24. November aus La Hague in Frankreich, der seinen Weg per Schiene und Transportern nach Gorleben nehmen wird. Wie schon bei den vorherigen Castortransporten rufen viele Bündnisse zu Gegenaktionen auf, die den Castor aufhalten sollen. Am 26. November wird es eine Großdemonstration gegen Atomenergie und den Castortransport ab 12:30 Uhr in Dannenberg geben. Auch aus dem Ruhrgebiet starten Busse Richtung Wendland Dannenberg! Samstagmorgen fährt um 6.00 Uhr ein Bus vom Bochumer Hauptbahnhof los (Tickets: normal 20€, ermäßigt 15€, Solipreis 20+X€). Die Rückfahrt ist am selben Tag gegen 17 Uhr. Für alle die sich an den Gegenaktionen vor Ort beteiligen wollen, also im Wendland bleiben, gibt es separate Kleinbusse (Tickets: normal 30€, ermäßigt 25€, Solipreis 30+X€), die bereits am Donnerstag bzw. Freitag starten werden. Ticketverkauf und weitere Infos per E-Mail an Castor-Bus@web.de oder unter http://castorbus.blogsport.de«


Dienstag 22.11.11, 18:32 Uhr

Schulfrei für die Bundeswehr

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaften (GEW). terres des homme und das Bochumer Friedensplenum haben in Bochum eine gemeinsame Initiative gestartet „Schulfrei für die Bundeswehr“. Dies ist als Unterstützung für die Kampagne der BezirksschülerInnenvertretung geplant, die sich schon seit einigen Monaten dafür einsetzt, dass Jugendoffiziere der Bundeswehr nichts an den Schulen zu suchen haben. Für Thilo Sommer, dem Geschäftsführer der Bochumer GEW, ist es wichtig, dass Schulen ihren Auftrag ernst nehmen und Schülerinnen und Schüler motivieren, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Das Kooperationsabkommen, das die schwarz-gelbe Landes Regierung mit der Bundeswehr abgeschlossen hat, um die Werbung der Militärs an Schulen zu erleichtern, sei eine antipädagogische Fehlleistung gewesen. Es sei deprimierend, dass die rot-grüne Landesregierung nicht bereit ist, dieses Abkommen zu kündigen. Christiana Obermüller von der entwicklungspolitischen Kinderhilfsorganisation terre des hommes sieht ein riesiges Glaubwürdigkeitsproblem der Bundesrepublik darin, dass in Deutschland bei Minderjährigen für die Bundeswehr geworben werden darf und Jugendliche unter 18 Jahren zur Bundeswehr eingezogen werden dürfen. Dies ist ihrer Ansicht nach ein Verstoß gegen die Kinderrechtskonvention der UN. Deutschland habe damit auch keine Autorität mehr gegen Kindersoldaten in anderen Ländern zu protestieren. Sie machte deutlich, dass Eltern natürlich das Recht haben, ihre Kinder von Werbeveranstaltungen der Bundeswehr zu befreien. mehr…


Dienstag 22.11.11, 17:45 Uhr

Bus zur Anti-Kriegsdemonstration in Bonn

Die Linke Bochum ruft für den 3. Dezember zur bundesweiten Demonstration gegen die Afghanistan-Konferenz der Bundesregierung in Bonn auf: »Der Kreisverband  Die Linke Bochum hat in Kooperation mit der Bochumer Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen (Die Linke), dem Friedensplenum Bochum, Didf Bochum und der Linksjugend [’solid] Bochum einen Bus organisiert, um gemeinsam mit Bochumerinnen  und Bochumern an der  Anti- Kriegsdemonstration am 3. Dezember in Bonn teilzunehmen. „Seit 10 Jahren führt die NATO Krieg in Afghanistan, und mit ihr die Bundesrepublik Deutschland. Nach 10 Jahren ist fest zu halten, dass der Krieg immer blutiger wurde und für die afghanische Bevölkerung in keiner Weise eine Perspektive auf Verbesserung ihrer dramatischen Lage besteht. Waren 2003 noch  5 581 ISAF-Soldaten in Afghanistan stationiert, sind es inzwischen  130 930. Mit steigender Zahl der Soldatinnen und Soldaten steigen dann auch die Opferzahlen: 2010 war das bisher blutigste Jahr des Afghanistan-Krieges“ so Christian Leye, Sprecher Die Linke Bochum. mehr…


Dienstag 22.11.11, 17:32 Uhr
you-manity Bochum lädt ein

Workshop „Gerechte Lizenzen“

Am 11.Dezember findet an der Ruhr-Uni ein Workshop „Gerechte Lizenzen“ an der Ruhr-Uni statt.„Öffentlich finanzierte Medikamente müssen allen Menschen zugänglich sein“, so lautet die zentrale Forderung einer bundesweit angelegten Kampagne von Medizinstudierenden. Die drei Organisationen bvmd (Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland), IPPNW-Studierende (Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung) und UAEM (Universities Allied for Essential Medicines, Germany) haben den November 2011 in einer gemeinsamen Initiative zum „Aktionsmonat Medikamentenzugang“ ausgerufen.In der Einladung zum Workshop heißt es: Damit die Innovationen ihrer Universitäten auch in Entwicklungs- und Schwellenländern zugänglich werden, setzen sich die Studierenden besonders für einen sozialverträglichen Technologietransfer, z.B. für sogenannte „gerechte Lizenzen“  ein. mehr…


Dienstag 22.11.11, 16:06 Uhr

Preiserhöhungen bei der Stadtbücherei?

Die Soziale Liste schreibt: »In der Ratssitzung am Donnerstag, 24.11.2011, will der Rat der Stadt Bochum drastische Erhöhungen der Entgelte bei der Stadtbücherei beschließen. So sollen die BenutzerInnen-Ausweise für Erwachsene von 18 auf 30 Euro erhöht werden. Die Familienausweise von 20 auf 34 Euro. Auch die ermäßigten Ausweise, Tagesausweise und die Gebühren für Säumnisentgelte sollen deutlich steigen.  mehr…


Montag 21.11.11, 21:35 Uhr

Die RUB verbraucht 12.000 Tiere pro Jahr

Der AStA der Ruhr-Uni schreibt: »Jährlich sterben an der Ruhr-Universität rund 12.000 Tiere allein in der Forschung. Der „Tierverbrauch“ von Lehrveranstaltungen ist hier noch nicht mitgerechnet. Trotzdem wird über das Thema auf dem Campus wenig gesprochen. Dies soll sich ändern: Am kommenden Montag um 19 Uhr lädt der AStA im Zuge seiner Veranstaltungsreihe „Montag kontrovers“ zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Tierversuche ins KulturCafé ein. Auf dem Podium Platz nehmen werden Prof. Dr. Ulf Eysel (Prorektor für Forschung an der Ruhr-Uni, Mediziner), André Schmidt (Menschen für Tierrechte e.V., Biologe) sowie AStA-Referent Jan Keitsch als Moderator. mehr…


Montag 21.11.11, 21:14 Uhr

Vorsätzliche Verkehrsgefährdung

Klaus Kuliga, der Vorsitzende des Bochumer ADFC, kritisiert die Planungen für den Ausbau der Linie 310 in Langendreer, die die Bezirksregierung Arnsberg jetzt offenbar genehmigt hat: »Der ADFC Bochum hat gegen die vorgelegte Planung bis zuletzt scharf protestiert. In wesentlichen Teilen ist die Planung unbefriedigend und teils sogar verkehrsgefährdend. Gravierende Mängel gibt es in drei Bereichen:  S-Bahnhof Langendreer, Kreuzung Langendreer Markt und Hauptstraße.  Am S-Bahnhof Langendreer haben die Bogestra und die Stadt Bochum bis zuletzt an einer Radwegplanung festgehalten, die nicht mit der Straßenverkehrsordnung und erst recht nicht mit den ERA 2010 in Einklang zu bringen ist. Im Wesentlichen ist hier eine aufgehübschte Varaiante der jetzt bestehenden, völlig untauglichen und verkehrsgefährdenden Radwege geplant. Bochum will also im Jahr 2012 Radwege bauen, die nicht einmal dem Stand der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts entsprechen. mehr…


Montag 21.11.11, 17:14 Uhr

Sie reden von Frieden, sie führen Krieg

Am 5. Dezember findet in Bonn die sogenannte „Afghanistan-Konferenz“ der kriegsführenden Staaten in Afghanistan statt. Dazu schreibt die Linksjugend, solid: »Regierungsvertreter aus über 90 Ländern kommen in Bonn zusammen, um über vermeintliche Perspektiven für Afghanistan zu diskutieren. In Wirklichkeit geht es darum, die verheerende Bilanz von zehn Jahren Krieg in Afghanistan schön zu reden. Aus Sicht der Linksjugend [`solid] ist dies keine Konferenz mit neutraler Zusammensetzung, sondern der Versuch der NATO-Staaten, das Land unter ihrer Kontrolle zu halten und der afghanischen Bevölkerung das Recht auf Selbstbestimmung weiterhin zu verwehren. Doch dagegen formiert sich Widerstand: Unter dem Motto „Sie reden von Frieden, sie führen Krieg“, mobilisiert die bundesweite Friedensbewegung vom 3. bis 5. Dezember nach Bonn, um ein Zeichen gegen den anhaltenden Krieg in Afghanistan zu setzen. mehr…


Sonntag 20.11.11, 12:50 Uhr
Drei Tage Filmfestival im Bahnhof Langendreer:

Nächstes Wochenende: die 19. blicke

Das Programm für das 19. blicke – filmfestival des ruhrgebiets vom 24.–27. November im Bahnhof Langendreer steht nun fest: Es wird 27 Filme im Wettbewerb zeigen. Erstmalig dabei außerdem ein Filmprogramm, das Studierende der Fachhochschule Dortmund selbst zusammengestellt haben. Die ausgewählten 13 kurzen Seminararbeiten sind am Samstag  um 15 Uhr zu sehen. In einer ausführlichen Pressemitteilung wird auch das Rahmenprogramm des Festivals beschrieben: mehr…


Sonntag 20.11.11, 11:07 Uhr

Zeitung gegen die Grauen Wölfe

Das Bochumer Bündnis gegen Rechts hat eine Zeitung veröffentlicht, mit der über die Grauen Wölfe aufgeklärt wird. Diese Zeitung gegen Rechts soll in den nächsten Tagen schwerpunktmäßig in Dahlhausen verteilt werden. Das Blatt informiert über die Geschichte der Grauen Wölfe und setzt sich mit ihrer faschistischen Ideologie auseinander. Es werden Alternativen zu ihrer Spaltungs- und Ausgrenzungspolitik aufgezeigt. Im Mittelteil der Zeitung begründen neun prominente BochumerInnen, warum sie den Grauen Wölfen „die Rote Karte“ zeigen.
Die Zeitung als PDF-Datei.


Sonntag 20.11.11, 07:02 Uhr

Opfer demonstrieren gegen Antje Vollmer 1

Am Dienstag, den 22. November sollte eigentlich eine ganz normale Werbeveranstaltung der ev. Kirche stattfinden. Der Hans-Ehrenberg-Preis wird an die ev. Pastorin Antje Vollmer vergeben. Damit sollte daran erinnert werden, dass es in der ev. Kirche auch vereinzelte Pastoren gegeben hat, die sich gegen den Hitlerfaschismus gewandt haben. Und grün liegt im Trend: Seht her, eine prominente Grüne ist ev. Pastorin.  Der Schuss ging nach hinten los. Antje Vollmer wird in der Begründung für die Preisverleihung dafür gerühmt, dass sie den Runden Tisch Heimerziehung“ moderiert hat. Opfer der Heimerziehung werden nun um 17.30 Uhr vor der Christuskirche demonstrieren. Sie sind zornig über Antje Vollmer und die Art und Weise, wie sie mit ihnen umgegangen ist. Aus der PR-Veranstaltung wird damit ein Medienereignis, das daran erinnert, wie brutal auch die ev. Kirche in ihren Einrichtungen mit Heimkindern umgesprungen ist. Vor allem wird damit daran erinnert, wie beschämend das Ergebnis des Runden Tisches ist, für den Vollmer verantwortlich zeichnet. Wer die Empörung der Opfer über Antje Vollmer nachvollziehen will, sollte auf die Webseite des Vereins ehemaliger Heimkinder schauen.


Samstag 19.11.11, 17:57 Uhr

Neofaschismus in Deutschland 1

Das Bochumer „Bündnis gegen Rechts“ und SJD-Die Falken zeigen die Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ vom 21. 11. bis 26. 11. 2011 in der Realschule Höntrop, Höntroper Str. 99, 44869 Bochum. Die NPD unterhält nach wie vor ihre Landeszentrale in Bochum-Wattenscheid. Die Ausstellung zeigt, welche Inhalte von NPD und anderen Neonazis vertreten werden, welche Strukturen in dieser Szene gelten und wie sie in der Öffentlichkeit auftreten. Die Ausstellung kann täglich besucht werden in der Zeit von 8.30 Uhr bis 13.30 Uhr. Anmeldungen zur Besichtigung über das Sekretariat der Realschule Höntrop, Tel.: 02327 – 974710 oder Info@bochumgegenrechts.de.


Samstag 19.11.11, 14:23 Uhr
Michael Schulze von Glaßer zur Werbeoffensive der Bundeswehr

Die Eroberung der Schulen

Am Mittwoch, den 23. November, findet um 19.30 Uhr im Bahnhof Langendreer eine Veranstaltung zum Thema Bundeswehr raus aus den Schulen statt. Michael Schulze von Glaßer, Autor eines vielbeachteten Buches über die Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr, stellt die psycholologische Kriegsführung im Klassenzimmer vor:  Bundeswehr-Werbespots im Fernsehen, Jugendoffiziere in Schulen, Auftritte bei youtube, Einladungen an Schülerzeitungen, Stände bei Job-Messen und Einflussnahme auf die Lehrerausbildung: immer stärker wirbt das deutsche Militär in der Öffentlichkeit, um Nachwuchs zu rekrutieren. Seit 2008 gibt es sogar ein Kooperationsabkommen zwischen dem nordrhein-westfälischen Schulministerium und der Bundeswehr, das dem Militär den Zugang zu Schulen erleichtert. Hervorragend ausgebildete Jugendoffiziere können so vor Schulklassen behaupten, dass friedliche Konfliktlösungen naiv und kriegerische Auseinandersetzungen notwendig seien. VeranstalterInnen sind die GEW, das Friedensplenum, die DFG-VK und der Bahnhof Langendreer.


Freitag 18.11.11, 18:14 Uhr
Soziale Liste zum Cross-Border-Geschäft:

42 Mio. Garantieerklärung bringt
Stadt Bochum in Schwierigkeiten

Die Soziale Liste erklärt in einer Pressemitteilung: »Die Soziale Liste im Rat widerspricht Stadtkämmerer Dr. Busch, der vor wenigen Tagen in einer Mitteilung der Verwaltung (Vorlagen-Nr. 20112505) erklärte hatte, dass er nur sehr geringe Risiken bei der Restabwicklung des Cross-Border-Leasing-Geschäftes, dem sogenannten B-Loop, sieht. Die Entwicklung bei der Bayrischen Landesbank hat die Lage jedoch deutlich verschärft. Durch hohe Verluste der Bayern LB und die dramatische Herabstufung dieser Bank durch Ratingagenturen ergeben sich für die Stadt Bochum jedoch sehr wohl hohe Risiken. Dies, weil die Stadt Bochum noch immer mit einer Garantieerklärung gegenüber der ebenfalls kriselnden West LB für einen Kredit mit einem Volumen von 42 Mio. Euro im Rahmen dieses B-Loops haftet. mehr…


Freitag 18.11.11, 08:43 Uhr

Talco & The Roughneck Riot

Am Samstag, den 19.11. lädt Radio El Zapote um 19.30 Uhr zu einem Konzert mit Talco aus Italien und The Roughneck Riot aus Großbritannien in den Bahnhof Langendreer: »Aus dem ArbeiterInnen-Stadtteil Maghera in Venedig kommend, gastiert mit Talco eine der jüngeren, jedoch sich in der Beliebtheitsskala beim Publikum ganz oben bewegenden italienischen Bands. Nicht nur ihre tanzbare Musik aus Patchanka, Ska, Punk-Rock und BalkanBeats mit zumeist ausverkauften Konzerten in Europa manifestieren diesen Status, sondern ebenso ihre politischen Lyrics,die sich aus anti-rassistischen/faschistischen & weiteren Hintergründen speisen. mehr…


Freitag 18.11.11, 07:54 Uhr

Kreativität als Kunst des Überlebens

blicke – filmfestival des ruhrgebiets zeigt am Sonntag, den 20. November um 18 Uhr in der Projektgalerie Rottstr5 den Dokumentarfilm: Amsterdam: Creativity and the Capitalist City. mehr…


Freitag 18.11.11, 07:31 Uhr

Soziale Bewegungen in Mexiko

In der Reihe “Politischer Dienstag” geht es am 22.  November  um 18.30 Uhr im KulturCafe an der Ruhr-Uni um das Thema: „Soziale und politische Bewegungen in Mexiko“.  Referent ist Valentin Franck. In der Ankündigung heißt es:»Das internationale Bild Mexikos ist geprägt durch eskalierende Gewaltkriminalität: Feminizide als Gipfelpunkt patriarchaler Gewalt, Entführungen von Migrant_innen, die weltweit höchste Mordrate an Journalist_innen und seit 2006 über 40.000 Tote in Felipe Calderóns „Krieg gegen die Drogen“. mehr…


Donnerstag 17.11.11, 22:01 Uhr

Die VVN – BdA fordert: NPD-Verbot Jetzt!

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschisten fordert angesichts der neuen Informationen über die vermutlich von einer Neonazi- Gruppierung innerhalb eines längeren Zeitraumes verübten Morde und Anschläge eine umfassende Aufklärung über das Versagen von Polizei und Verfassungsschutz sowie einen sofortigen neuen Anlauf zu einem NPD-Verbot. Weiter heißt es in der Presseerklärung: »Die nordrhein-westfälische Landesregierung muss die Ermittlungen über die nicht vollständig aufgeklärten Mordfälle an drei Polizisten in Dortmund im Jahr 2000 und den antisemitischen Anschlag von Düsseldorf-Wehrhahn auch im Jahr 2000 wieder aufnehmen. mehr…


Donnerstag 17.11.11, 21:58 Uhr

Kurzfilmabend für Frauen

Am Sonntag, den 20. November findet ab 17.00 Uhr der 3. Kurzfilmabend für Frauen im Frauenarchiv ausZeiten statt. In der Einladung heißt es: „Wir zeigen alte und neue Kurzfilme von Frauen. Sie erzählen schwarz-weiß oder farbig, auch ohne Worte, ernst und humorvoll von Mädchenund Frauenleben und von lesbischem Leben. Die Kraft der Bilder lädt zum Hinschauen ein, regt zum Mit- und Weiterdenken an. Alle Filme sind Werke von Studentinnen, die sie während ihres Studiums oder als Abschlussarbeit an verschiedenen Filmhochschulen in Deutschland und den USA geschaffen haben und die sie uns freundlicherweise zur Aufführung überlassen haben.“ Der erste von acht Kurzfilmen läuft unter dem Titel „One Small Step“.


Donnerstag 17.11.11, 21:32 Uhr
"Gewerkschaften und Protest" in Chile

Aufstand gegen das neoliberale System

Am Dienstag, den 22.11., um 19.30 sind im Bahnhof Langendreer die Gewerkschaftsaktivisten Iván Saldías (Foto) und Gonzalo Cornejo aus Chile zu Gast. Bei der Veranstaltung, die in Kooperation mit ver.di Jugend und DGB Jugend stattfindet, berichten die Gäste unter anderem über die aktuellen Proteste in Chile. In der Ankündigung heißt es: »Seit sechs Monaten stehen in Chile Hunderttausende SchülerInnen und Studierende für eine umfassende Reform des neoliberalen, extrem selektiven, ungerechten chilenischen Bildungssystems auf – eine historische Massenbewegung, die es so seit den Protesten gegen die Diktatur Pinochets (1973-1990) nicht mehr gab. Nicht nur Universitätsangestellte, LehrerInnen, Eltern und Großeltern sind bei den Protesten dabei, von Anfang an mobilisierten auch ArbeiterInnen und Gewerkschaften mit und erklärten sich solidarisch. Nicht ohne Grund findet die Bewegung derart überwältigende Unterstützung: Während der Militärdiktatur unter General Pinochet wurde ein System installiert, das nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche privatisierte. Mit dem Übergang zur Demokratie wurde es kaum reformiert. So sind gute Bildung und Gesundheitsversorgung teure Privilegien, die für die Mehrheit der in Chile lebenden Menschen unbezahlbar sind. mehr…


Donnerstag 17.11.11, 21:23 Uhr

Ungleichheit und Differenz

Die AG ‚Ungleichheit und Differenz‘, vormals ‚Geschlecht und Gesellschaft‘, bietet nun zum fünften Mal mit Unterstützung des AStA der Ruhr-Uni eine Vortragsreihe an. Die fünf Vorträge finden jeweils donnerstags um 18.00 Uhr im Raum GA 03/46 an der Ruhr-Uni statt. Der erste Vortrag am Donnerstag, den 25. November trägt den Titel: „ … außerdem dusche ich immer mit dem Arsch zur Wand“. Frank Rost referiert über den Diskurs über Homosexualität in der deutschen Fußballbundesliga. Zur Beschreibung aller fünf Vorträge.


Donnerstag 17.11.11, 19:32 Uhr

Praktischer Politikunterricht 1

Die OrganisatorInnen des Bochumer Bildungsstreiks schreiben: »Lautstark demonstrierten heute 300 Schülerinnen und Schüler, Studierende und Azubis durch die Bochumer Innenstadt. Im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks fand heute auch in Bochum eine Demonstration statt. Die Zahl der Teilnehmenden fiel geringer aus als erwartet: „Leider haben viele Lehrerinnen und Lehrer im Vorfeld mit Ordnungsmaßnahmen gedroht,“ sagt Carolin Jung vom Bildungsstreik Bündnis, „Aus unserer Sicht ist eigenes Engagement und die Teilnahme an einer solchen Demo der beste Politikunterricht. Die Lehrkräfte sind auf Gesprächsangebote im Vorfeld nicht eingegangen, obwohl viele der Missstände, die wir kritisieren, sie ja auch betreffen.“ Hier sind vor allem die finanziellen Mittel gemeint, die im Bildungssystem fehlen. mehr…


Donnerstag 17.11.11, 15:42 Uhr
Radfahren in England und Deutschland

beauty and the bike

Am Montag, den 21. November zeigt der VCD um 19.30 Uhr im Umweltzentrum Bochum, Alsenstraße 27 den Film Beauty and the Bike. In der Einladung heißt es: „Dies ist ein Projekt, der von der Darlington Media Group in Nordost-England 2008 initiiert wurde. Ein Filmteam begleitet Mädchen aus Großbritannien (Darlington) und Deutschland (Bremen) bei ihren Erfahrungen mit dem Radfahren und vermittelt Kontakt und Austausch. Die positiven und negativen Erfahrungen zeigen: Why do girls stop cycling? It’s the infrastructure, stupid!“ Anschließend ist eine Diskussion zum Radverkehr in Bochum vorgesehen.  Näheres zum Projekt.


Donnerstag 17.11.11, 07:00 Uhr
6. Jazzfestival an der Ruhr Uni:

„Jazz is not dead, it just smells funny.“

Mara Minjoli Quintett

In der aktuellen BSZ kündigt Dennis Evers das 6. Jazzfestival am kommenden Wochenende an der Ruhr Uni an: »„Jazz is not dead, it just smells funny.“  So lautet eine Zeile im „Be-Bop Tango“ des großen Frank Zappa. Das Studierendenwerk Akafö und der Verein B.itte Jazz beweisen das, indem sie nun zum sechsten Mal junge und aufregend neue Musik aus Europa und der Region ins Musische Zentrum der Ruhr-Universität bringen. Gemeinsam mit dem jazzwerkruhr, dem Polnischen Institut Düsseldorf und dem AStA der RUB haben sie nicht weniger als fünf nationale und internationale Jazzacts an die Ruhr-Uni holen können. mehr…


Donnerstag 17.11.11, 00:10 Uhr
Die BSV berichtet kurz vor dem Bildungsstreik:

Schulleitungen drohen mit Repression

Die BezirksschülerInnenvertretung hat um Mitternacht noch eine Pressemitteilung veröffentlicht: »Am heutigen Donnerstag findet im Zuge der bundesweiten Kampagne erneut ein Bildungsstreik in Bochum statt. Alle Schülerinnen und Schüler, sowie Azubis und Studierende sind aufgerufen, sich den Protesten gegen die Missstände im deutschen Bildungssystem anzuschließen. Dies wollen jedoch erneut einige Bochumer Schulleiter verhindern. An mindestens drei Bochumer Schulen wurde den Schülerinnen und Schülern konkret mit Konsequenzen gedroht, sollten sie am Bildungsstreik teilnehmen. Auch die Teilnahme an der Schülervollversammlung der Bezirksschülervertretung wurde den Schülern verboten. Bei der Vollversammlung handelt es sich um eine im Schulgesetz NRW´s verankerte Veranstaltung, bei der alle Schüler einer Stadt regulär entschuldigt sind. „Dass Schülern die Teilnahme an einer offiziellen Veranstaltung der Schülervertretung verboten wird, ist eine Frechheit! mehr…


Mittwoch 16.11.11, 21:30 Uhr

Nazi belästigt und verfolgt drei Mädchen
Polizei: ein reiner Familienstreit
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Wenn ein WAZ-Artikel über einen Polizeieinsatz mit der Einschätzung der Polizei endet, dies „sei es ein reiner Nachbarschaftsstreit zwischen zwei zerstrittenen Familien gewesen. Mit Rechts-Links-Anfeindungen habe der Einsatz nichts zu tun gehabt“, wenn dann noch mehrere Dutzend PolizistInnen bei der Aktion beteiligt waren und die Pressestelle der Bochumer Polizei zu diesem Groß-Einsatz keine Silbe veröffentlicht, dann kann davon ausgegangen werden, dass die Öffentlichkeit desinformiert werden soll. Tatsächlich ist es ganz offensichtlich so gewesen, dass ein Großaufgebot der Polizei den agressivsten der Langendreerer Nazis vor den aufgebrachten Familienangehörigen und FreundInnen von drei Mädchen schützen wollte, die er zuvor übel beschimpft, verfolgt und belästigt hatte. Dies war am frühen Montagabend passiert. Die Mädchen mit Migrationshintergrund hatten offensichtlich in einer Apotheke Schutz vor dem Nazi gesucht und ihre Angehörigen verständigt. Von dort wurde auch die Polizei informiert. Der Nazi flüchtete daraufhin in die Wohnung seiner Schwester, deren Mann ebenfalls ein berüchtigter Nazi ist. Da die Angehörigen der Mädchen schon häufig von dem Nazi drangsaliert worden waren, zogen sie vor das Haus, in dem sich der Nazi aufhielt. Hier zog die Polizei ein Großaufgebot zusammen und nahm die Personalien der empörten Angehörigen auf. Immerhin: NachbarInnen berichten, dass der BMW des Nazi-Schwagers von der Polizei nach Waffen oder ähnlichem durchsucht wurde. Die Polizei hat Recht: Mit Rechts-Links-Anfeindungen hatte das alles am Montag nichts zu tun. Es war ein weiterer Nazi-Übergriff auf MigrantInnen in Langendreer. Dies zu verschweigen ist ein Skandal. Nicht zu recherchieren und die Polizei-Version unkritisch zu übernehmen ist für die WAZ einfach ein weiteres Mal nur peinlich.