Morgen startet die 2. bobiennale


Morgen Abend am 13. Juni um 19.30 Uhr in den Rottstrßen5 Kunsthallen beginnt zum zweiten Mal die bobiennale, das 10-tägige Festival der Freien Kulturszene Bochums. Seit der ersten Ausgabe vor zwei Jahren hat sich der Kreis der beteiligten Künstler*innen und Orte fast verdoppelt. Rund 200 Künstler*innen werden an etwa 80 verschiedenen Orten weit über 250 kulturelle Ereignisse bestreiten. Alle Sparten der Szene, von Figuren- und freiem Theater, Performance, Medien- und bildenden Künstler*innen, Musik von Jazz und Klassik bis Metal, mobilem Kino und Tanz, Fotografie sind mit vielfältigen Angeboten vertreten, dazu nationale und internationale Gäste.

bobiennale – das ist die konzentrierte Sichtbarmachung und Wertschätzung der Vielfalt und Kraft von Künstler*innen einer ganzen Stadt!
Die Eröffnung liefert schon erste Eindrücke, was das Publikum die nächsten zehn Tage erwartet. Die Schauspieler*innen Maria Wolf und Helge Salnikau führen durch den Abend – von einem Hochsitz aus (der im Verlauf des Festivals beim Open-Air-Tag am Springorum Radweg nochmal eine zentrale Rolle spielen wird).
Kulturdezernent Dietmar Dieckmann und die Organisatorinnen Annette Helmstädter und Seta Guetsoyan werden stellvertretend für das große Orga-Team das Festival eröffnen.
Musik: Eva Kurowski und Band
Präsentation Kunstprojekt Bochum Drawings von Bart Lodewijks in Anwesenheit des Künstlers und Ulrich Fernkorn (Galerie Januar)
Präsentation: Wrong side of the tracks Lichtperformance / Immersives Videomapping des storylab kiU

Bis 23. Juni zeigt das Festival dann gebündelt die aktuellen künstlerischen Positionen einer ganzen Stadt und macht sie einem breiten Publikum zugänglich. Bestehende Kunst-Orte werden wiederentdeckt und das Publikum kann sich neue Orte erschließen. Zum Beispiel beim großen KunstMix Wochenende mit Kunstpräsentationen von rund 50 Künstler*innen in Garagen, Gartenhäuser, Galerien, Straßen und Wege, Gärten, Ladenlokale, verschwiegene Kammern oder Ausstellungen in den eigenen vier Wänden der Künstler*innen. Erstmals werden Führungen durch die über den gesamten Stadtraum verteilten Orte angeboten – zu Fuß, mit Bus und Rad – kostenlos und ohne Anmeldung.

In der ehemaligen Zeche Lothringen öffnet das Kunstprojekt Labyrinth.Welt«sonst kaum zugängliche Räume fürs Publikum. Dort kann die denkmalgeschützte Haspelstube besichtigt werden. Performt, präsentiert und inszeniert werden Exponate der Malerei, Collage, Plastik, Installation, Objektkunst und Fotografie.

50 Aufnahmen von internationalen Fotograf*innen zeigt die Fotoausstellung Aus nächster Nähe – Ethische Fotografie in der Witteler Passage, kuratiert vom Bochumer Fotografen Martin Steffen. Eindringliche Porträts von Menschen zeigen und dokumentieren Schicksale und sind Zeugnisse unserer Verletzlichkeit: Fotografiert von den engagiertesten Bildreporter*innen, entstanden in Reportagen, ganz nah dran an den Menschen.

Der Open Air-Tag zeigt, was Künstler*innen aus einem profanen Radweg machen können: Die Urbanen Hörner des Herner Klangkünstlers Christof Schläger, Hochsitze mit Hörgeschichten und Performance, Parcour-Workshops für Jugendliche, eine Naturbühne für Musik und Theater, ein Tipi und ein Open Air Tanzboden werden das große und kleine Publikum der Metropole Ruhr am Fronleichnamstag empfangen.

Der Stadtteilschwerpunkt gilt bei dieser Ausgabe Langendreer. Mit insgesamt 25 Programmen öffnen dort Künstler*innen und Initiativen sprichwörtlich ihre Türen und laden herzlich ein Langendreer zu besuchen. Zu erleben sind ungewöhnliche Konzerte, Installationen, Bildende Kunst, Figurentheater, Filmworkshops und vieles mehr.

Kläääsch steht für den Moment des Aufeinandertreffens unterschiedlicher Bands und Ensembles bei der bobiennale. Es ist ein respektvoll inszenierter Schlagabtausch musikalischer Genres im (besten) Sinne eines ‚Battle of the Bands’. Drei Termine auf drei zentralen Dächern in Bochum – dem Kunstmuseum, dem Handelshof und den Stadtwerken.

Und unter dem Titel BoBienchen stehen die Angebote an Kinder und Jugendliche. Darunter sind Theaterworkshops (»Auf die Bühne, fertig, los!«), eine Schreibwerkstatt, Märchenlesungen und verschiedene Inszenierungen.

Die meisten Veranstaltungen der bobiennale sind kostenlos. Willkommen sind alle Menschen, die Lust haben, die rieisige Vielfalt von Bochums Künstler*innen zu erleben.

Alle Informationen und das ganze Programm unter www.bobiennale.de