Samstag 03.11.18, 16:07 Uhr

Aktionswochen gegen Antisemitismus

In der Einladung zu den Aktionswochen gegen Antisemitismus an der Ruhr Uni, die am Dienstag, den 6. November beginnen, wird gefragt: “Warum brauchen wir eine Aktionswoche gegen Antisemitismus (AgA)? Warum sich heute noch mit Antisemitismus befassen? Ist das nicht eher 1944 und was für die Ewiggestrigen?” Die Antwort lautet: »Nein! Antisemitismus ist immer noch ein gesamtgesellschaftliches Problem [1]. Antisemitismus tritt in viele Gestalten auf und wir betrachten und diskutieren einige davon in den Aktionswochen. Antisemitische Gewalt nimmt zu [2], antisemitische Äußerungen findet man in bürgerlichen Zeitungen [3], Parlamenten [4] und an Küchentischen.
Kommt vorbei, um euch über dieses Thema zu informieren, von Erfahrungen zu berichten und Neues zu lernen.

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen.“
– Primo Levi (Holocaust-Überlebender).

Wieso sind wir Akteur*innen bei der AgA?

Als Studierende an der Ruhr-Universität Bochum engagieren wir uns in verschiedensten politischen Bereichen. Aber gerade der 80. Jahrestag der Novemberpogrome ist eine der Zäsuren der Geschichte. Anlässlich diesen Tags der Barbarei wollen wir den Kampf gegen Antisemitismus in den Fokus rücken. Zahlreiche Expert*innen aus Wissenschaft und Politik sind zu Gast an der RUB, um auch in Bochum über dieses Thema aufzuklären. Dabei können wir uns leider nur Teilaspekten des Antisemitismus widmen. Sich gegen antisemitische Dispositionen zu wehren und Aufklärung zu betreiben ist eine immerwährende Aufgabe.

„Ihr seid nicht schuld an dem, was war, aber verantwortlich dafür, dass es nicht mehr geschieht.“
– Max Mannheimer (Holocaust-Überlebender)

Was wird gemacht?
Vorträge, Workshops und Kulturveranstaltungen werden im Rahmen der Aktionswochen sowohl an der RUB selbst als auch in der Stadtmitte Bochums stattfinden. Parallel dazu werden auf unseren Social Media Kanälen Beiträge, Fotos und Videos geteilt, um eine breitere Informationsteilhabe zu ermöglichen und zusätzliche Aspekte des Themas aufzugreifen.

Beteiligte Akteur*innen
- Linke Liste Bochum
- Juso- Hochschulgruppe Bochum
- DGB-Hochschulgruppe Bochum
- GRAS – Grüne & Alternative Studentinnen Bochum
- FSR Sozialwissenschaft RUB
- Fachschaft Psychologie RUB
- Fachschaftsrat Geschichte – Ruhr Universität Bochum
- Autonomes FrauenLesbenreferat der Ruhr-Universität Bochum
- Junges Forum DIG Ruhr
- Soziales Zentrum Bochum

Die Veranstaltungen finden in Kooperation mit den Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung statt.

[1]: „Die enthemmte Mitte – Autoritäre und rechtsextreme Einstellung in Deutschland“ (Decker, Oliver; Kies, Johannes; Brähler, Elmar [Hrsg.] (2016); S.75

[2] https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/31356; https://report-antisemitism.de/…/bericht-antisemitischer-vo…

[3]: http://www.taz.de/!5506527/

[4]: Die Möllemann-Affäre (FDP); Die Hohmann-Affäre (CDU); „AfD & FPÖ – Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlechtsbilder“ (Stephan Grigat [Hrsg.] 2017); Inge Högger (Die Linke) https://www.dw.com/…/linke-politikerinnen-auf-to…/a-18163816 ; Sabine Wölfle (SPD) http://www.fr.de/…/facebook-eintrag-spd-politikerin-wegen-a…; etc..«

Veranstaltungsübersicht:
Dienstag,  6. 11. , 18.15 Uhr, Blue Sqare 2/02
DGB Hochschulgruppe
Auseinandersetzung des DGB mit Antisemitismus
Referent: Niklas Steinkamp

Mittwoch 7. 11. , 16 Uhr,  GBCF 04/411
Linke Liste Bochum
Workshop: Antisemitismus und Kapitalismuskritik, die keine ist

Donnerstag, 8. 11., 18.00 Uhr, Blue Square 2/02
Fachschaftsrat Psychologie
Zur Psychologie von Opfern und Tätern im Konzentrationslager
Referent: Prof. Dr. Jürgen Margraf

Montag, 12. 11., 18.00 Uhr, Blue Sqare 2/02
Juso Hochschulgruppe
Erinnerungskultur im 21. Jhd. – Zwischen Schlussstrichrufen und den letzten Überlebenden
Referentin: Dr. Kristin Platt

Dienstag, 13.11.,  18:00 Uhr, Blue Sqare 2/02
Fachschaftsrat Sozialwissenschaft
Verschwörungstheorien und Antisemitismus
Referent: Sebastian Bartoscheck

Mittwoch, 13.11. 19.00 Uhr, Soziales Zentrum
AntifaCafé
Feminismus zwischen Antisemitismus und notwendiger Gesellschaftskritik
Referentin: Kira Rudolph

Sonntag, 18. 11., 13.00 Uhr, GA 03/49
Autonomes FrauenLesbenreferat der Ruhr-Uni
Krav Maga Workshop für Frauen – Ausgebucht!
Trainer: Andreas Schwarzenberger

Mittwoch, 21. 11., 18.00 Uhr, Hörsaalzentrum Ost 80
Junges Forum – Deutsch-Israelische Gesellschaft
Erinnern ohne Zeitzeug*innen – erinnern mit Zweitzeug*innen
Referentin: Vanessa Eisenhardt

Freitag, 23. 11., 18.00 Uhr
Grüne & Alternative Student*innen
Israel ist an allem Schuld – Antizionismus als Antisemitismus2.0
Referent: Volker Beck

Mittwoch, 5. 12., 19:00 Uhr, Hörsaalzentrum Ost 80
Junges Forum – Deutsch-Israelische Gesellschaft
AfD und Judenbild. Die „Alternative für Deutschland“ und der Antisemitismus.
Referent: Marc Grimm

 
 
 
 


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