Sonntag 05.04.15, 08:05 Uhr
Stadtrundgang zu jüdischen Leben in Bochum vor und nach 1933

Am Beispiel Ottilie Schoenewalds

Die Volkshochschule lädt zu einem Stadtrundgang am Sonntag, den 12. 4. um 14.00 Uhr ein: »Vor fast genau 82 Jahren fand am 1. April 1933 ein wichtiger erster großer terroristischer Anschlag auf jüdische Mitbürger auch in Bochum statt. Es war der sog. Judenboykott. In jüdischen Geschäften sollten „arische“ Menschen nicht mehr einkaufen, sie sollten nicht mehr zu jüdischen Ärzten oder Rechtsanwälten gehen. Für die faschistische Regierung standen wichtige Fragen im Vordergrund: Wie würde sich die Bevölkerung verhalten? Wie würden sich Kirchen, Parteien, Organisationen verhalten? Was würde das Ausland dazu sagen? Die faschistische Regierung konnte nach dem 1. April zufrieden sein und noch schlimmere Anschläge planen, weil es fast keine Proteste gab. Wie sah jüdisches Leben in Bochum vor und nach 1933 aus? Wie nach 1945 für die wenigen Überlebenden?
Diesen Fragen geht der VHS-Stadtrundgang nach. An bestimmten Stolpersteinen, Gebäuden und Plätzen soll gezeigt werden, wie rassistische, antisemitische Diskriminierung, zunehmende Ausgrenzung, Vertreibung und Vernichtung funktionierte. Am Beispiel einer bekannten Bochumerin, Ottilie Schoenewald, soll dem Thema nachgegangen werden.

Der Rundgang startet an der Glocke auf dem Rathausplatz. Er dauert bis ca. 16.15 Uhr. Die VHS erhebt einen Beitrag von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die VHS bittet um Anmeldung unter Tel.: 0234/9192812.«

 
 
 
 


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