Freitag 13.03.15, 12:35 Uhr

Gradlinig statt Querfront

Das Duisburger Friedensforum will die Querfront-Band “Bandbreite” beim Ostermarsch auftreten lassen. Dazu erklärt das Bochumer Friedensplenum: »Das Bochumer Friedensplenum fordert das Duisburger Friedensforum auf, den antifaschistischen Konsens der Friedensbewegung nicht zu verlassen und der Musikgruppe „Die Bandbreite“ keine Bühne auf dem Ostermarsch zu bieten. Die Bandbreite behauptet von sich links und antifaschistisch orientiert zu sein. Diese Behauptung steht in krassem Widerspruch zu dem Umfeld, in dem die Bandbreite immer wieder auftritt.
Seit Marcel Wojnarowicz als Kopf der Bandbreite vor acht Jahren ein Interview mit der Jungen Freiheit gab, werden seine Kontakte zur äußersten Rechten kritisch beobachtet. Obwohl die Bandbreite das weiß, sucht sie immer wieder die Nähe zu rechten Gruppierungen. 2011 trat sie z. B. zusammen mit Funktionären der rechtspopulistischen „Schweizerischen Volkspartei“ auf der Konferenz gegen das Bilderberger-Treffen in St. Moritz (Schweiz) auf.

Seit Jahren kooperiert die Bandbreite mit verschiedenen „Querfront-Projekten“ insbesondere mit Jürgen Elsässer und der Redaktion seiner inzwischen ultra rechten Zeitschrift „Compact“.

Die Bandbreite hat für den Gründungskongress der „Reichsbürger“ massiv geworben und ist dort aufgetreten.

Seit kurzem tritt die Bandbreite bei Kundgebungen der aus dem Pegida-Spektrum entstandenen Gruppierung „Endgame“ auf.

Das Bochumer Friedensplenum begrüßt die Stellungnahme des BundessprecherInnenkreis der DFG/VK vom 1. 3. 2015:
Pegida, Hagida, Pegada, Endgame – es ist die gleiche Ideologie. Die DFG-VK stellt sich den Versuchen entgegen, Friedenspolitik als Vehikel für rassistische sowie rechtsradikale Forderungen und das Schüren von Hass auf “das Andere” zu nutzen. Der Einsatz für Frieden ist immer transnational, antifaschistisch und solidarisch. Die DFG-VK unterstützt die Proteste gegen die Demonstrationen der sogenannten “Europäer gegen die Amerikanisierung des Abendlandes” und fordert ihre Mitglieder und alle Friedensbewegten auf, diese Proteste aktiv zu unterstützen.

Die Bandbreite als fester Bestandteil dieses politischen Spektrums hat auf dem Ostermarsch nichts zu suchen.

Das Bochumer Friedensplenum lädt zusammen mit anderen Organisationen zu einer Veranstaltung am Dienstag, den 31. März 2015 um 19.30 Uhr in das Soziale Zentrum, Josephstr. 2 in Bochum ein. Referent ist Volkmar Wölk. Der Titel der Veranstaltung:

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Die Bandbreite, Jürgen Elsässer und die Querfrontstrategie

2 LeserInnenbriefe zu "Gradlinig statt Querfront" vorhanden:

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14. Mrz. 2015, 02:55 Uhr

LeserInnenbrief von Jakob Spatz:

Ja. Richtig. Anders ging es halt nicht. Schön, von der traditions- und ruhmreichsten Organisation der Friedensbewegung (mit mehr Friedensnobelpreisträgern in ihren Reihen als die US-Präsidenten – nur um zu provozieren)klärende Worte zu hören. Danke dafür. Wirklich. Aber, was ist denn nur mit diesen DuisburgerInnen los? Warum lässt sich denn mit denen nicht mehr reden?
Wollen die erst ein 60minuten-Video, in dem Wojna mit Hakenkreuzarmbinde einer Pegida-Demo vorrapt?

Das ist sehr enttäuschend. Und macht ratlos?


 

20. Mrz. 2015, 22:14 Uhr

LeserInnenbrief von Friedensinitiative Lage:

Danke für den Kommentar und den Leserbrief dazu. Schön zu hören und zu lesen das der Widerstand gegen den Auftritt der Bandbreite größer wird.
Die Friedensinitiative Lage kann nur dazu aufrufen, den Ostermarsch Duisburg zu boykottieren und rechts liegen zu lassen.


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