Samstag 15.11.14, 07:29 Uhr
Rudelgucken der Preisverleihung:

Das “Goldene Brett vorm Kopf”

Die Rhein-Ruhr-Skeptiker laden am Mittwoch, den 26. 11. ab 20 Uhr zum Rudelgucken ins Soziale Zentrum ein: »Jedes Jahr verleiht die Gesellschaft für Kritisches Denken in Österreich das “Goldene Brett vorm Kopf. Die Gewinnerin oder der Gewinner wird erst auf der Verleihung bekannt gegeben. Neben dem Goldenen Brett werden dabei seit 2012 auch Personen für ihr Lebenswerk von der GWUP bei dieser Veranstaltung geehrt. Zahlreiche Nominierte haben gute Chancen auf ein Brett. Berühmtheiten wie Xavier Naidoo bewerben sich mit ihrem Wirken in der Reichsbürgerbewegung um das goldene Brett, genauso wie es Detlef D! Soost mit seinen Äußerungen zu Ionen-Armbändern tut. Unsere NRW Gesundheitsministerin Barbara Steffens von den Grünen ist mit ihrem Wirken jedes Brett wert! Während sie wissenschaftsferne Methoden wie Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Osteopathie Reiki und anthroposophische “Medizin” fördert, streicht sie ihren MitarbeiterInnen die kostenlose Grippeimpfung. Mit ihr haben wissenschaftsferne Scharlatane eine Speerspitze gefunden, die dringend von einem Brett abgefangen werden muss. Wir werden unsere Gesundheitsministerin gemeinsam anfeuern beim Public Viewing.«

7 LeserInnenbriefe zu "Das “Goldene Brett vorm Kopf”" vorhanden:

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15. Nov. 2014, 17:01 Uhr

LeserInnenbrief von Norbert Hermann:

Stalinistische Therapie-Stürmer_innen
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Ich finde es ja echt krass, dass bo-alternativ und das Soziale Zentrum dieser aggressiven Sekte GWUP und ihrer Rhein-Ruhr-Regionalgruppe Raum gewähren. Sie fänden einen besseren Platz bei den Ruhrbaronen.
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Im Umfeld des SZ gibt es einige Leute, die z.T. seit Jahrzehnten die diffamierten Therapien praktizieren (z.B. in Bochum und Essen) und z.T. noch länger für ihre klaren politischen Positionen bekannt sind.
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Unsere Beschäftigung mit dem herrschenden Wissenschaftsbegriff und den „Wissenschaften“ der Herrschenden, einschliesslich der herrschenden Medizin, ist unmittelbare Folge der Studierendenbewegung Ende der 1960er Jahre. Wir haben uns damals zunächst der Traditionellen Chinesischen Medizin zugewandt, weil ihr ein dialektisches Denken zugrunde liegt.
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1980 folgten bald 20.000 Ärzte und Ärztinnen, Menschen aus Pflegeberufen, Heilpraktiker_innen, Patient_innen … Robert Jungks “Aufruf zur dauernden Anstrengung für eine andere Medizin”. Eröffnet wurde dieser „1. Gesundheitstag“ mit dem Thema „Medizin und Nationalsozialismus“.(weitere Infos z.B. hier: http://www.arztwiki.de/wiki/1980 und http://www.zeit.de/1980/22/viele-aerzte-werden-gruener). Theoretischer Hintergrund war unter anderem die Schrift von Ivan Illich: „Die Nemesis der Medizin” (ursprünglicher Titel: „Die Enteignung der Gesundheit”).
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Auch in Bochum gab es bald einen „Gesundheitsladen“, in den Räumen Alsenstrasse/Ecke Düppelstrasse (heute eine Trinkhalle). Neben der Selbstorganisation für Studierende und Beschäftigte im medizinischen Bereich gab es Gruppen zu genannten Therapien. Die gleichen Leute trafen sich dann aber auch in der Demo-Sani-Gruppe, die zu den NPD-Parteitagen und in Kalkar aktiv waren. Manche von ihnen sind heute noch hier und da (gesundheits-) politisch aktiv.
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Während der Fabrik-Besetzungen Anfang der 80er haben wir dort Massagekurse und Erste-Hilfe-Kurse organisiert.
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Die Gründe der GWUP-Sekte, die „alternative“ Medizin anzugreifen (und die herrschende Medizin zu propagieren) sind mir nicht verständlich. Auf ihrer homepage geben sie sich “tolerant”. Da ist Skeptik angesagt!
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„Dabei ist bei uns jeder willkommen: gleich welchen Alters, Geschlechts, egal mit welchem Bildungs- /Berufshintergrund, unwichtig ob religiös, atheistisch oder was-auch-immer.“ (Quelle: https://rheinruhr.skeptiker.de/blog/)
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Norbert Hermann, überzeugter Skeptiker und Sokratiker, Heilpraktiker und Osteopath, derzeit von Krankenkassen finanziert erfolgreich zum Nutzen der Patient_innen in einer orthopädischen Praxis tätig.


 

15. Nov. 2014, 19:22 Uhr

LeserInnenbrief von Peter Ofenbäck:

Lieber Norbert Hermann,

höre ich da Ideologie? Mir als Mitglied der GWUP und Mitorganisator des “Rudelguckens” geht es um nicht anderes als um Wissenschaftlichkeit. Alternative Therapien entbehren nun einmal jeder über den Placeboeffekt hinausgehenden Wirksamkeitsnachweises. Wer etwas anderes behauptet, lügt seine Patienten an bzw. sich selbst in die Tasche. Anliegen der GWUP ist es, das Verstehen(nicht Verständnis für)des (natur-) wissenschaftlichen Prinzips zu fördern und direkten und indirekten Verbraucherschutz zu betreiben. Unsere Essener Gruppe hat sich nun für die NRW-Gesundheitsministerin als engagierter Förderin der Volksverdummung eingesetzt. Aber es kann durchaus sein, dass in Wien ganz andere Figuren geehrt werden, das ist ja auf goldenedbrett.at sehr schön zu sehen. Und Sie sind eingeladen! Kommen Sie zum Rudelgucken oder zu einem unserer monatlichen Treffen in Essen.


 

15. Nov. 2014, 21:48 Uhr

LeserInnenbrief von Norbert Hermann:

Lieber Peter Ofenback,
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ehrlichen Dank für die freundliche Antwort.
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Ja, du hörst richtig den Vorwurf der Ideologie.
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Ich könnte mich gerne mit dir persönlich beim Bier o.ä. treffen und könnte mir vorstellen, mich menschlich mit dir zu verstehen.
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Ansonsten diskutiere ich nicht mit Sekten, seien sie eurer Art oder anders esoterisch.
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Seit mehr als dreissig Jahren erlebe ich fast täglich die Wirksamkeit dieser Therapieformen. Und wenn es der Placebo-Effekt sei, das stört mich nicht. Das kostet wenig und schadet nichts. Der grösste Placebo-Anteil wird im Übrigen bei chemisch definierten Hochdruckmitteln festgestellt. Daran gemessen schaden sie nebenbei ganz erheblich.
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Die von mir eingesetzten Therapiearten verfügen zudem über Modelle, die mir ganz sympathisch sind: die Chinesische Medizin, die Homöopathie, die Osteopathie, Teile der anthroposophischen Medizin. In der gesamten Heilkunst „Medizin“, auch in dem Teil, der sich der herrschenden Naturwissenschaften bedient, verfügen wir nur über Modelle.
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Warum der eine Mensch bei einer Belastung diese eine Krankheit entwickelt und sie vielleicht überlebt und ein anderer Mensch bei der gleichen Belastung eine andere (und die vielleicht nicht überlebt) wissen wir nicht. Überhaupt wissen wir nicht einmal, was „Leben“ von „Tod“ unterscheidet.
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Dein Verständnis von „Wissenschaftlichkeit“ wundert mich. Nicht nur dass Wissenschaft der Herrschaft unterliegt, sie unterliegt auch der jahrhundertelang herrschaftsgeprägten Denkweise.
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„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Sagt Albert Einstein, auf den wir uns u.a. grundlegend beziehen.
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Du schreibst von „Wirksamkeitsnachweisen“. Hier wirst du wissentlich unehrlich. Es ist dir sicher bekannt die wissenschaftliche Fragwürdigkeit von schulmedizinischen Wirksamkeitsnachweisen, und die dort herrschende Korruption sicherlich auch.
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Der Skandal um Tamiflu (angeblich gegen die „Vogelgrippe“ wirksam) ist dir auch bekannt. Jetzt ist Ebola das Thema. Bei jeder grossen Grippeepidemie in Deutschland sterben bis zu 20.000 Leute. Ob so viele bereits weltweit an Ebola verstorben sind ist mir nicht bekannt. Andere Seuchen in der „dritten Welt“ (immer noch Tuberkulose, z.B.) scheinen viel gefährlicher.
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Vielleicht wird es auch hier einmal heissen (in Abwandlung eines bekannten Spruchess): „An Ebola haben mehr Aktionäre gut verdient als Menschen gestorben sind“.
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Der medizinisch-industrielle Komplex ist Bruder (oder Schwester) des militärisch-industriellen Komplexes. Ihr müsst das „Alternative“ nicht mögen, warum ihr aber auf „BO-Alternativ“ erscheint und die Nische „Alternativmedizin“ angreift und damit die gesamte herrschende Medizin bis hin zur Genmedzin unterstützt ist mir schleierhaft.
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Mit gutem Gruss und guten Wünschen für deine Gesundheit, Norbert Hermann
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P.S.: Wende dich gerne an mich, wenn du krank wirst, acht Wochen auf einen Termin warten musst, und dir dort nicht geholfen wird. Meine Tarife sind sehr sozial gestaffelt. Du wirst den Einen oder die Andere aus dem SZ-Umfeld im Wartezimmer treffen und vielleicht auch einen herkömmlichen Arzt oder Ärztin oder deren Familienangehörige.


 

15. Nov. 2014, 22:04 Uhr

LeserInnenbrief von Martin Budich:

Für das Etikett „aggressive Sekte“ sind die Ruhrskeptiker viel zu witzig und für den Titel „Stalinistische Therapie-Stürmer_innen“ sind sie viel zu diskussionsfreudig.
Ich finde es richtig und wichtig, dass alle Medizinmethoden in Frage gestellt werden, das gilt auch für die Methoden, die vor 40 Jahren als Alternative propagiert wurden und heute fester Bestandteil des Geschäfts mit der Gesundheit sind. Und wenn sie von der Gesundheitsministerin besonders gefördert werden, dann ist Skepsis erst recht angebracht.
Völlig abwegig ist es, die verschiedenen medizinischen Richtungen in links und rechts einzusortieren. Alternative Naturheilverfahren sind z. B. zu rechten Ideologien völlig anschlussfähig. Die anthroposophischen Grundlagen haben erhebliche Schnittmengen mit rassistischen Positionen. Etliche Linke schwören auf diese Ansätze. Die ideologischen Grenzen verschwimmen hier.
Selbstverständlich muss die ausschließlich an Profit orientierte Pharmaindustrie und ein Gesundheitswesen kritisiert werden, in dem Therapien u. a. danach ausgesucht werden, welche Investitionen sich amortisieren müssen, die für die Anschaffung irgendwelcher Apparate ausgegeben wurden.
Dass linke kritische Köpfe aber bei allen Therapien hinterfragen, was sie empirisch an Erfolgen vorzuweisen haben, ist ein gesunder Grundsatz.


 

16. Nov. 2014, 12:09 Uhr

LeserInnenbrief von Silke Brockmann:

Ich kann Martin Budich nur voll unterstützen!
Aus meiner Sicht ist mit der Einteilung in “wissenschaftlich” und “unwissenschaftlich” dem Thema nicht beizukommen.
Die Einordnung von Heilverfahren in ein Schema “rechts” oder “links”, also implizit in “schlecht” oder “gut”, geht auch deshalb bei Betrachtung der Historie nicht auf: Die Nazifaschisten haben z.B. die Homöopathie gepusht und z.B. den Heilpraktiker-”Beruf” eingeführt,die anderen Argumente hat Martin gebracht.
Es werden in all diesen Diskussionen immer die Heilmethoden, die ja ihren Stellenwert aufgrund ihrer oft bessern dem einzelnen Menschen zugewandten Vorgehensweise haben, vermischt mit den PRODKUKTEN, die zu diesen Heilmethoden verkauft werden, z.B. Homöopathika, Anthrosposophika, (übrigens meistens pestizidverseuchte oder mit Wurm-Kot versetzte) TCM-Kräuter oder “Nahrungsergänzungsmittel”. Das ist ein RIESEN-MARKT! Alle grossen Pharmafirmen haben ihre Finger auch in diesem Markt! Sie haben dafür natürlich Sub-Firmen gegründet, damit das der Käufer/die Käuferin nicht merkt.
Die Firma Weleda (sog. anthroposophische Firma) hat z.B. im Jahr 2011 in Deutschland über 300 Millionen Euro Umsatz mit ihren “sanften” Präparaten gemacht.
Bricht dieses Label der “Alternativmedizin” oder “Sanftheit” weg, wird das den Umsatz dieser Pharmafirmen enorm schmälern. Ich hätte nichts dagegen…
Deshalb ist da ein Geschmäckle, wenn Politiker bzw. Regierende einseitig bestimmte Heilmethoden bzw. Therapierichtungen unterstützen.

P.S. Interessenskonflikterklärung: Ich bin Klinische Begutachterin in der Schweizerischen Heilmittelzulassungsbehörde Swissmedic in Bern, speziell zuständig für Komplementär- und Phytoarzneimittel.


 

16. Nov. 2014, 16:57 Uhr

LeserInnenbrief von Norbert Hermann:

Gute Beiträge!
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1. ad Martin Budich:
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“Alternative” Methoden sind ein gebräuchlicher aber ungeeigneter Begriff. „Naturheilverfahren“ ist ebenso ungeeignet, da viele dieser Methoden durchaus „denaturiert“ und technisiert sind. „Sanft“ bis „mite“ sollen sie aber allemal sein. Ich spreche gerne von „angepasster Therapie“ – das schliesst alle Methoden der „Schulmedizin“ ein, wo nötig. Entscheiden soll nach Beratung der Patient / die Patientin. Ihm/ihr soll das Recht auf Selbstbestimmung und Therapiefreiheit zustehen.
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Die von uns angewandten Methoden sind ja z.T. tausende von Jahren alt und erweisen empirisch täglich ihre Bedeutung. Wir sprechen dabei von „Empirischer Wissenschaft“ im Unterschied zur Laborwissenschaft. „linke kritische Köpfe“ sind idR selbst nicht therapeutisch tätig (das allein kann Massstab sein! Gelegentlich sind es nicht curativ tätige forschende Ärzt_innen.) und darum hier fachlich wie menschlich völlig inkompetent.
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Medizinische Methoden sind für sich natürlich weder rechts noch links. Wesentlich ist der Umgang damit, ob sie Herrschaft dienen oder emanzipatorisch den Menschen und ihrer Selbstbestimmung. Die gesamte Medizin (diese und jene, wenn mensch so will) ist nicht frei davon, der Unterdrückung und Ausbeutung nützlich zu sein.
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Beide Richtungen sind auch nicht frei davon, primär geschäftlichen Interessen zu dienen. Dafür leben wir schliesslich im Kapitalismus. Viele kleine naturheilkundlich Firmen sind längst von den grossen Konzernen geschluckt, was nicht immer der Qualität der Produkte nutzt. Die Profitrate scheint gross zu sein – in Herne bietet eine Apotheke 40% Rabatt auf nicht verschreibungspflichtige Produkte an, und sie werden noch daran verdienen.
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Die herrschende Medizin (einschliesslich ihres naturheilkundlichen Zweiges)ist voll anschlussfähig an rechte Ideologien und Terror. Das hat sie in der Nazi-Zeit bewiesen, ihre führenden Terror-Köpfe sind idR bruchlos in die Herrschaftspositionen der Medizin in Behörden und Universitäten der frühen BRD übergegangen. Heute wird eine ordentliche Folter selbstverständlich medizinisch begleitet.
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„anthroposophische Grundlagen haben erhebliche Schnittmengen mit rassistischen Positionen“ – ich denke mal nicht mehr und nicht weniger, als Ähnliches linken Positionen auch vorgehalten werden kann. „Links“ und „anthroposophisch“ und sonst welche Etiketten sind keine Garantie dafür, dass es emanzipatorisch und menschenfreundlich ist.
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Natürlich kämpfen wir dafür, dass unsere Therapierichtungen von Staat und Krankenkassen gefördert werden. Sie sind sehr benachteiligt. Vor allem was die Forschung betrifft ist die chemische Medizin völlig bevorteilt.
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Seit nicht verschreibungspflichtige Medikamente im Zuge der „Gesundheitsreformen“ nicht mehr von den Krankenkassen übernommen werden, mussten viele kleine Firmen schliessen und gute Mittel sind vom Markt verschwunden. Die Ärzteschaft verschreibt dann gerne statt dessen stark wirksame (und schädigende) Mittel, wo „sanfte“ Mittel völlig ausreichend wären und besser helfen würden.
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Die GWUP (die Ruhris dabei kenne ich nicht) sind seit ihrer Gründung eine Lachnummer. Ich könnte ihre Vorgehensweise als „karikierend“ goutieren, aber sie verlassen die Sphäre präziser Schärfe und werden geschmacklos, links-populistisch, aggressiv und beleidigend. Sie mögen ihre persönlichen Gründe haben, so wie ich meine persönlichen (auch politischen) Gründe habe, Heilpraktiker geworden zu sein und nicht Arzt.
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2. ad Silke Brockmann:
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Die Nazis haben den Heilpraktiker-„Beruf“ (du setzt es diffamierend in Anführungszeichen – Danke für den Stil, und schade, wir kennen uns ja!) nicht eingeführt, der ist zigtausend Jahre alt. Sie haben allerdings das Heilpraktikergesetz eingeführt, das vor allem das Verbot enthielt, weiter Heilpraktiker_innen auszubilden. Ihre Tätigkeiten sollten von der Ärzt_innenschaft übernommen werden. Dieser Passus wurde nach 1945 mit der Entnazifizierung gestrichen.
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„Das ist ein RIESEN-MARKT!“ Richtig. Aber fast völlig zu vernachlässigen im Vergleich zu den ungeheuren Umsätzen, die der medizinisch-industrielle Komplex macht. Eine kleine Beigabe für die Konzerne. In beiden Segmenten spielen falsche Heilsversprechen und damit Betrug eine grosse Rolle.
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„pestizidverseuchte oder mit Wurm-Kot versetzte TCM-Kräuter“ – richtig, da muss besser kontrolliert werden. Chemisch definierte Arzneimittel sind oftmals zu 100% Gift. Ein anderes Gesundheitssystem könnte ihren Gebrauch drastisch reduzieren. Und damit die Umsätze der Konzerne ebenso. Ich hätte nichts dagegen, ich hätte auch nichts dagegen, wenn ein Teil dieser Umsätze den Naturheilfirmen zukäme, auch der WELEDA mit ihren mikrigen 300 Millionen Umsatz. Der Menschheit wäre es hilfreich.
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Naturheilmittel (z.B. Teekräuter) werden idR in recht geringen Mengen eingesetzt – die berühmte „Prise“. Die zugeführte Menge an Verunreinigungen/giftigen Beikräutern usw. bleibt in allen Studien gering.


 

16. Nov. 2014, 17:35 Uhr

LeserInnenbrief von Silke Brockmann:

etwas empfindlich, der Norbert Hermann, sonst hätte er die Tüttelchen bei “Beruf” nicht auf sich bezogen sondern verstanden, dass “Heilpraktiker-/in” eben kein anerkannter Ausbildungsberuf ist und deshalb von mir nicht als Beruf bezeichnet worden ist. Ich bin mit meinen Worten gerne genau.
Und als Lehre aus dem Contergan-Skandal sowie aus der Erkenntnis heraus, dass alle Dinge Gift sind und nichts ohne Gift, allein die Dosis es macht, dass ein Ding kein Gift ist, wie Paracelsus es 1538 schon gesagt hat, hat der Staat – nicht freiwillig! – dafür gesorgt, dass Heilmittel nur auf den Markt kommen dürfen, wenn ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis festgestellt werden kann. Und wo kein(reproduzierbarer, also nicht nur zufälliger) Nutzen festgestellt werden kann, da fällt auch ein kleines Risiko im Verhältnis mehr ins Gewicht.Und da sind wir wieder am Ausgangspunkt dieser Kommentar-Serie und ist…. irgendwie alles gesagt?


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