Freitag 31.01.14, 17:29 Uhr

Samstag, 13.30 Uhr, Wohlfahrtstraße: Flüchtlinge Willkommen!

“Wir gegen Nazis – Knappschaft”. Mit riesigen Buchstaben ist dies über vier Etagen am Knappschaftshochhaus an der Königsallee zu lesen. In einer Mitteilung an die MitarbeiterInnen der Knappschaft schreibt der Pressesprecher der Knappschaft: “Erstmals nutzt die KBS die Fassade für eine politische Demonstration.” Weiter heißt es: “Hintergrund ist die Demonstration einer rechtsextremen Splittergruppe am Samstag an der Königsallee. Geschäftsführung und Personalrat wollen hiermit ein Zeichen setzen: Wir wollen keine Nazis.” Der Nazi-Aufmarsch soll ab 14.00 Uhr vor dem Hochhaus stattfinden und sich gegen die Flüchtlinge in der gegenüberliegenden Unterkunft in der Wohlfahrtstraße richten. An der Wohlfahrtstraße findet ab 13.30 Uhr eine vom Bündnis gegen Rechts angemeldete Demonstration unter dem Motto statt: Flüchtlinge Willkommen. Es sprechen: Birgit Naujoks vom Flüchtlingsrat NRW, Georg Eberwein von der Medizinischen Flüchtlingshilfe und Wolfgang Dominik von der VVN-BdA.

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31. Jan. 2014, 19:15 Uhr

LeserInnenbrief von Nachbar:

Tolle Aktion von der Knappschaft!
Hoffentlich kommen viele Menschen, um laut und bunt gegen die Nazis zu demonstrieren.
Alle Nazis sind hier und anderswo nicht erwünscht.
Bis Morgen …


 

31. Jan. 2014, 21:15 Uhr

LeserInnenbrief von Falk Moldenhauer:

Bienvenidos amigos y amigas de otra paises.
Nazis no pasararan.

Dasleleys (CUBA)


 

1. Feb. 2014, 11:04 Uhr

LeserInnenbrief von Busfahrer:

Vielleicht was kurzfristig aber hier noch die Info, man kommt ganz leicht vom HBF mit dem CE31 und dem 353er zur Kundgebung bis Haltestelle Knappschaft


 

1. Feb. 2014, 13:56 Uhr

LeserInnenbrief von Hasan Eker:

“Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr des Faschisten in der Maske des Faschisten, sondern vor dessen Rückkehr in der Maske des Demokraten.”

Rassismus manifestiert sich nicht nur am Rande der Gesellschaft, sondern spiegelt sich auch im Denken und Handeln von Personen wider, welche in staatlichen Institutionen tätig sind.

Deutschland bedarf ganz dringend eines aktiven Abbaus von institutionellem Rassismus. Hierzu benötigen wir die Implementierung von Anti-Diskriminierungsgesetzen (wie bereits von der EU vorgeschrieben). Der Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus in Deutschland bedarf einer erheblich stärkeren Finanzierung von Antidiskriminierungsstellen, antifaschistischen Initiativen und zivilgesellschaftlichem Engagement gegen Rassismus.

Oft wird erwartet, dass antirassistisches Engagement von Migrantinnen-Organisationen ehrenamtlich erbracht wird. Auch dies ist ein Ausdruck dafür, welchen geringen Wert die Gesellschaft der Bekämpfung des Rassismus beimisst – Nazis gibt es nur, weil diese Gesellschaft sie zulässt.

Rassismus auf ein Problem zwischen Nazis und Migranten zu reduzieren, heißt die Realität dieses Landes zu verkennen und der Verantwortung aus dem Weg zu gehen. Wir sollten die Opfer des Nationalsozialistischen Untergrunds nicht mit noch mehr Gleichgültigkeit strafen. Deutschland und die deutsche Bundesregierung muss etwas gegen den wachsenden alltäglichen Rassismus in der Gesellschaft unternehmen: Deutschland muss sich ENTNAZIFIZIEREN.


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