Freitag 06.12.13, 17:58 Uhr

Hörsaal-Beamer der Ruhr-Uni informieren über Naziproblem

Das Diskordianische Kommando gegen Lügen, Zensur und Nazitrottel. Referat für Öffentlichkeitsarbeit teilt mit: »Am 02.10.2013 wurde ein aktiver Neonazi an der RUB von Antifaschist_innen in einem Hörsaal durch das verteilen von Flyern “geoutet”. Die Presse machten daraus einen “Angriff mit Schlagstöcken” auf den anwesenden Jura-Professor Borges. Durch ein jetzt auf Youtube aufgetauchtes Video wird allerdings ersichtlich, dass die einzige Aggression von Prof. Borges selbst ausgeht. Eine solche Verdrehung der Tatsachen durch Unileitung und Medien ist nicht zu dulden.

Wenige Stunden nach der Outing-Aktion lies die Bochumer Univerwaltung sämtliche auf dem Campus angebrachten Plakate, die über den Neonazi informierten entfernen. Anstatt sich mit rechten Umtrieben an der eigenen Institution zu auseinanderzusetzen, wurde die Aufklärung darüber unter den Teppich gekehrt. Eine derartige Zensur von Fakten über einen militanten Neonazi an der Uni ist nicht akzeptabel.

Als Reaktion auf die untragbaren Bochumer Zustände haben wir heute die Datentechnik der RUB ein klein wenig sabotiert. Um exakt 8:05 Uhr – also unmittelbar vor Vorlesungsbeginn – spielten die Beamer aller großen Hörsäle der RUB das Video des “Prügel-Profs” Borges ab. Im Anschluss wurde ein Bild des Neonazi-Kaders und Jura-Studenten Michael Brück an die Wand projiziert.

Wenn die RUB versucht, unbequeme Tatsachen zu verdrehen, zu zensieren oder zu kriminalisieren werden diese ihren Weg in die Öffentlichkeit finden! Kein Raum, kein Platz, kein Hörsaal für Neonazis!«

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6. Dez. 2013, 22:49 Uhr

LeserInnenbrief von Transistor:

Geil! Meine Hochachtung!

Vor 40 Jahren gab es ja keine Beamer. Aber die Hörsäle waren gerade auf „Microports“ genannte schnurlose Mikrofone umgestellt. Da konnten wir natürlich gut zwischenfunken, oder Musik und längere Texte vom Kassettenrecorder (kleines Bandabspielgerät) laufen lassen. Weiter so!


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