Montag 05.09.11, 08:41 Uhr

Brachland wird Kreativquatier

Mit einem großen Wurf (Foto) legte Matthias Schamp am Sonntag den Grundstein hinter den Gitterzaun, der von diesem Moment an das Situative Brachland Museum in Bochum markiert. Etwa 150 Zaungäste verfolgten dann die weitere Zeremonie, bei der die Werke von 48  KünstlerInnen auf der hermetisch abgezäunten Brache neben der Riffhalle landeten. Als noch niemand die Absicht hatte, mitten in Bochum einen Zaun zu errichten, waren Matthias Schamp und viele andere BürgerInnen hier spazieren gegangen. Das Kunstwerkewerfen war ein Signal, diese teure und  unsinnige Absperrung zu überwinden. Christine Biehler fordert z. B.: “Der Verstand aller Verantwortlichen muss neu aktiviert werden!”

Bevor zwei “HirnträgerInnen“ ihr Kunstwerk über den Zaun hievten , wurde laut skandiert: „Herr, schmeiß Hirn ra!“
Die mit Nachtleuchttfarbe präparierte Plastik lädt sich tagsüber durch die Sonneneinstrahlung auf, um dann in der Nacht für ein paar Stunden seine strahlende Geisteskraft zu entfalten.

Peter Haury stellt dem neuen Bochumer Museum eine Stuttgarter Artilleriekastanie zur Verfügung. Sie hat sich vor dem Bauzaun vor dem Stuttgarter Bahnhof (Stuttgart 21) bewährt.
Wolfgang Spanier flyerte das neue Museum mit 500 Einladungen an die BetrachterInnen, über ihren Zaungaststatus nachzudenken.

Hans Hanke (rechts), kulturpolitischer Sprecher der Bochumer SPD-Ratsfraktion schaut zu, wie Matthias Schamp einen Wegweiser für die Brache auspackt, die schon immer Kreativquatier werden sollte.
Zwischen den Beiden liegen Kunstwerke zum Wurf bereit. Sie sind liebevoll und witzig beschrieben unter: http://brachland-museum.de/brachland/

Zum Hintergrund des Zaunes.

 
 
 
 


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